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Nach Thailand auszuwandern ist aufregend und nervenaufreibend zugleich.
Weil bei diesem großen Lebensschritt so viel zu bedenken ist, haben unsere langjährigen Thailand-Expat-Autoren diesen Guide zusammengestellt, der dir hilft, dich vorzubereiten und dich in deinem neuen Leben im Land einzuleben.
Contents
- Vor- und Nachteile
- Lebenshaltungskosten
- Lebensstandard
- Medizinische Versorgung
- Jobmöglichkeiten
- Sprache
- Kriminalität und Sicherheit
- Luftverschmutzung und PM2,5
- Krankenversicherung
- Visum
- Unterkunft
- Immobilienkauf
- Wo du wohnen solltest
- Bankkonto
- Handy und Internet
- Versand
- Schule
- Steuern
- Kultur
- Soziales Leben
- Nachtleben
- Von Amerika nach Thailand ziehen
- Von Großbritannien nach Thailand ziehen
- Von Australien nach Thailand ziehen
- Von Kanada nach Thailand ziehen
- Wie du dauerhaft in Thailand leben kannst
- Notrufnummern
- Checkliste
- Wichtige Guides zum Umzug nach Thailand
- Neueste Guides zum Umzug nach Thailand
Vor- und Nachteile
Hier ist eine kurze Übersicht der Vor- und Nachteile des Lebens in Thailand.
Vorteile
Lebensstandard: Wegen der niedrigen Lebenshaltungskosten in Thailand ist dein Lebensstandard hier meist deutlich höher als in deinem Heimatland. Selbst in Bangkok kommst du mit einer schönen Wohnung oft auf unter 595 € im Monat.
Gesundheitsversorgung: Als führendes Land für Medizintourismus bietet Thailand eine gute und bezahlbare medizinische Versorgung, egal wo im Land du lebst.
Essen: Thailand ist ein Paradies fürs Essen. Es gibt jede Menge leckeres Essen zu fairen Preisen, rund um die Uhr, vom Streetfood bis zum edlen Restaurant.
Reisen: Sobald du in Thailand bist, eröffnen sich dir unzählige Reisemöglichkeiten, von traumhaften Stränden im Süden bis zu den Bergen im Norden. Egal wo du wohnst, ein Wochenendtrip ist immer drin.
Komfort: Das Leben in Thailand ist unkompliziert. Online-Shopping ist inzwischen weit verbreitet, sodass du praktisch alles bestellen kannst und es direkt vor deine Tür geliefert wird.
Kultur: Thailand steckt voller Kultur. Jede Region des Landes hat dabei ihre eigenen Traditionen, die es zu entdecken gibt.
Sicherheit: Auch wenn die Nachrichten manchmal ein anderes Bild zeichnen, ist Thailand statistisch gesehen sehr sicher. Eine junge Frau kann nachts allein unterwegs sein, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Trotzdem lohnt sich gesunder Menschenverstand, und gefährliche Ecken solltest du meiden.
Nachteile
Visa: Ein Visum in Thailand zu bekommen, ist mühsam, weil sich die Vorschriften ständig ändern. Außerdem hat fast jedes Immigration Office seine eigenen Regeln. Rechne also damit, für die Visumsverlängerung einen ganzen Tag einzuplanen.
Sprache: Nicht jeder Thai spricht gut Englisch, besonders außerhalb der Städte. Wenn du hier leben willst, lohnt es sich also, zumindest ein paar Grundlagen in Thai zu lernen.
Verkehr: Der Verkehr in Thailand kann ziemlich chaotisch sein, besonders in beliebten Städten wie Bangkok, Phuket und Chiang Mai. Plane deine Wege am besten außerhalb der Stoßzeiten.
Luftqualität: Die Luftqualität in Thailand verschlechtert sich jedes Jahr in der kühlen Jahreszeit. Sie ist zwar nicht so schlecht wie in China, kann sich aber trotzdem auf deine Gesundheit auswirken.
Weit weg von zu Hause: Von Nordamerika oder Europa aus dauert der Flug nach Thailand mindestens einen ganzen Tag. Da kann sich schon mal das Gefühl einstellen, den Kontakt zur Familie zu verlieren.
Lebenshaltungskosten
Einer der Hauptgründe, warum Menschen nach Thailand ziehen, sind die vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten. Viele Expats kommen allein mit nur 1.020 € im Monat aus.
Wenn du gerade erst umziehst, solltest du allerdings etwas mehr Budget einplanen. Damit du eine Vorstellung von den Anfangskosten bekommst, zeigen wir dir, was einer unserer Autoren in seinen ersten drei Monaten in Bangkok ausgegeben hat.
- Unterkunft (1.063 €): Sechs Wochen Serviced Apartment, gefolgt von zwei Wochen Hotels quer durch Thailand. Danach die erste Monatsmiete von 128 € für ein Studio-Apartment.
- Essen und Trinken (1.488 €): Essen und Trinken in den ersten Monaten. Vom Einkaufszentrum bis zum Bier am Strand, die Rechnungen summieren sich schnell.
- Kleidung (255 €): Etwas teurere Arbeitskleidung und Schuhe aus einer internationalen Kette im Einkaufszentrum. Dazu neue T-Shirts und Freizeitschuhe.
- Haushaltsgegenstände (170 €): Die erste Wohnung war zwar möbliert, trotzdem brauchte es noch einiges wie Bettwäsche, Küchenutensilien und Kleiderbügel.
- Visa-Runs (383 €): Thailand verlassen, um ein neues Business-Visum zu bekommen, und wieder einreisen. Das deckt die Gesamtkosten für Reise, Unterkunft und Visagebühren.
- Sehenswürdigkeiten (255 €): Ein paar Muss-Sehenswürdigkeiten in Thailand während der ersten Wochen, von berühmten Tempeln bis zu Nationalparks.
- Gesamt: 3.613 €
Gut zu wissen: Statistisch gesehen ist Bangkok die teuerste Stadt Thailands. Ziehst du stattdessen nach Phuket, Chiang Mai oder Pattaya, sind die Lebenshaltungskosten dort noch niedriger. Manche Expats sagen allerdings, dass Phuket mittlerweile teurer ist als Bangkok.
Für detailliertere Aufschlüsselungen der Lebenshaltungskosten haben wir ein paar Guides geschrieben, die dir zeigen, wie viel du monatlich in Thailand ausgeben könntest.
- Lebenshaltungskosten in Thailand als Expat: Wie viel brauchst du pro Monat?
- Wie unsere Familie 2026 monatlich 82.464 Baht in Thailand ausgibt
- Lebenshaltungskosten in Bangkok: Wie ich monatlich 80.658,52 Baht ausgebe
Willst du es genau wissen, berechne deine Lebenshaltungskosten basierend auf deinem Standort, deiner Wohnsituation und deinem Lifestyle.
Lebensstandard
Für dein Geld bekommst du in Thailand richtig viel, zumindest wenn es um Wohnraum geht.
Die meisten Mietobjekte im mittleren bis oberen Preissegment in den großen Städten des Landes verfügen über Fitnessstudio und Pool. Viele liegen zudem in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel oder direkt im Stadtzentrum.
Was dich in den USA 2.125 € im Monat kostet, bekommst du in Thailand oft für 340 € oder weniger. Das führt zu einer Lebensqualität, die im Westen kaum zu erreichen ist.
Auch Essen, Transport und Gesundheitsversorgung sind günstiger als im Westen. Viele Expats berichten, dass ihr Lebensstandard in Thailand höher ist als in ihrem Heimatland, selbst wenn sie hier weniger als die Hälfte von dem verdienen, was sie vorher hatten.
Medizinische Versorgung
Thailand bietet eine gute und bezahlbare medizinische Versorgung.
Als Expat bekommst du in Privatkrankenhäusern in Thailand eine erstklassige Behandlung. Diese Krankenhäuser gibt es in vielen Teilen des Landes. Hier sind einige der größten Vorteile der privaten medizinischen Versorgung in Thailand:
- Die Wartezeiten sind sehr kurz. In vielen Fällen bist du innerhalb von zwei Stunden wieder draußen.
- Du kannst schon beim ersten Besuch einen Facharzt sehen, auch ohne vorherigen Termin.
- Brauchst du eine Operation, bekommst du meist innerhalb weniger Tage bis einer Woche einen Termin.
- Behandlungsqualität und Ausstattung stehen den moderneren Ländern in nichts nach, der Service ist oft sogar noch besser.
- Ärzte und medizinisches Personal sprechen gut Englisch.
- Ein Krankenhausbesuch kostet meist nur rund 43 €.
Auch an Medikamente kommst du in lokalen Apotheken in Thailand super leicht. Lass dir einfach am Medikamentenschalter im Krankenhaus aufschreiben, was du brauchst, und kauf es dann bei dir in der Nähe.
Du kannst auch staatliche Krankenhäuser oder Premium-Kliniken aufsuchen, wo teils dieselben Ärzte wie in den Privatkliniken praktizieren, und dabei bis zu 25 Prozent weniger für die Behandlung zahlen. Dafür sind die Wartezeiten deutlich länger.
Lokale Kliniken findest du überall in Thailand. Sie helfen bei alltäglichen Beschwerden wie Erkältungen, Lebensmittelvergiftungen oder Verstauchungen. Das Personal spricht dort aber meist kein Englisch.
Jobmöglichkeiten
Neben dem Englischunterrichten gibt es unzählige weitere Karrieremöglichkeiten in Unternehmen, etwa im Einkauf, in der Kundenbetreuung und vielem mehr. Bangkok baut Jahr für Jahr eine immer internationalere Belegschaft auf.
Wir selbst haben schon in der Beratung, in Video und Fotografie, als Sportkommentator und in vielen weiteren Bereichen gearbeitet. Wir kennen auch Leute, die als Social-Media-Manager arbeiten und dafür ein Arbeitsvisum bekommen.
Solltest du dir einen Job besorgen, bevor du nach Thailand kommst? Oder erst danach?
Unserer Erfahrung nach ergeben sich die meisten Jobmöglichkeiten in Thailand erst, nachdem man schon einige Jahre im Land lebt. Die Art von Jobs, die wir gemacht haben, wird Bewerbern von außerhalb Thailands normalerweise nicht angeboten.
Online arbeiten ist in Thailand rechtlich weiterhin eine Grauzone. Es gibt zwar Wege, das zu umgehen, aber immer die Möglichkeit einer verschärften Kontrolle durch die Immigration. Mit einem Digital-Nomad-Visum wie dem Destination Thailand Visa bist du aber meist auf der sicheren Seite.
In unserem Guide zur Jobsuche in Thailand erfährst du mehr. Er zeigt dir nützliche Wege, einen Job zu finden, und welche Möglichkeiten es hier gibt.
In diesem exklusiven Guide für unsere Unterstützer findest du eine Liste branchenspezifischer Jobportale für Unterricht, IT, Finanzen, NGOs und andere Branchen.
Sprache
Thai ist die Amtssprache Thailands.
Manche Expats haben nie das Bedürfnis, Thai zu lernen. Manche behaupten sogar, es sei gar nicht nötig. Trotzdem lohnt es sich, zumindest ein Gesprächsniveau zu erreichen.
Als Expat solltest du dir zumindest die Grundlagen aneignen: wie man grüßt, „bitte“ und „danke“ sagt. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, das zu lernen.
Online kannst du zum Beispiel mit Thaipod101 anfangen. Es bringt dir schnell bei, dich auf einfachem Thai zu verständigen.
Manche Expats lernen ihre ersten Thai-Phrasen im Restaurant. Thais sprechen einen beim Essen häufig von sich aus an. So lernst du Zahlen und Preise, Essen, Begrüßungen und wichtige Wörter wie „lecker“ und „scharf“.
Manche bringen dir Hochthai bei, andere den Isan-Dialekt aus dem Nordosten Thailands. So lernst du gleich eine ganze Bandbreite an Wörtern kennen.
Vor Ort kannst du dir auch ein paar Sprachbücher besorgen. 100 Thai Words That Make You Sound Thai von Stephen Saad ist ein guter Einstieg. Du bekommst es bei Asia Books, und es enthält nützliche Redewendungen und Vokabeln. Es funktioniert auch als Nachschlagewerk und zeigt, wie man die Wörter im Kontext verwendet. Für absolute Anfänger ist es allerdings weniger geeignet.
Mehr erfahren:
- Meine persönlichen Tricks, um die Thai-Sprache schnell zu lernen
- Der komplette Guide zum Thai lernen für Anfänger
Kriminalität und Sicherheit
Das US-Außenministerium stuft Thailand als relativ sicheres Reiseziel ein, mit einigen Vorbehalten. Auf der Website heißt es:
Stufe 2: Erhöhte Vorsicht in Thailand aufgrund des Unruherisikos. Einige Gebiete weisen ein erhöhtes Risiko auf.
Grund dafür sind die jüngsten Grenzkonflikte zwischen Thailand und Kambodscha sowie das Risiko politischer Instabilität.
Die meisten Expats sagen aber, dass sie sich in Thailand sicherer fühlen als in ihrem Herkunftsland.
Wir als vierköpfige Familie fühlen uns in Thailand sogar sicherer als in London oder New York City, selbst wenn wir nachts allein unterwegs sind. Der Grund: In Thailand sucht einen der Ärger nur selten von sich aus.
In manchen westlichen Großstädten kann dir auch dann etwas passieren, wenn du dich um deine eigenen Angelegenheiten kümmerst, sei es ein Raubüberfall oder ein Gewaltverbrechen. In Thailand musst du den Ärger schon aktiv suchen, um ihn zu finden.
Das heißt nicht, dass hier niemand versucht, dich auszunutzen. Am Anfang, solange du die Spielregeln noch nicht kennst und kein Thai sprichst, wirst du bei manchen Dingen überteuert. Aber das ist meist auch schon alles, worauf du achten musst.
Natürlich kommt es auch in Thailand zu Kriminalität, auch gegenüber Ausländern. Verlass dich also immer auf deinen gesunden Menschenverstand und betrachte die obigen Aussagen als allgemeine Tendenz, nicht als Garantie.
Allerdings hat Thailand keine besonders gute Verkehrssicherheitsbilanz, und das wirst du schon nach ein paar Tagen im Land merken. Allein rund um das thailändische Neujahrsfest sterben meist Hunderte Menschen bei Verkehrsunfällen, vor allem in ländlichen Gebieten.
Sei beim Fahren also vorsichtig und schnall dich an beziehungsweise trag einen Helm, auch wenn andere das nicht tun.
Luftverschmutzung und PM2,5
Die Luftqualität in Thailand hat in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen gemacht. Von etwa Dezember bis April steigen die PM2,5-Werte teils auf gesundheitsgefährdende Niveaus, was viele Sorgen um Langzeitfolgen für die Gesundheit auslöst.

Weil Bauern in Thailand und den Nachbarländern alte Ernterückstände weiterhin durch Brandrodung entfernen, wird die Luftverschmutzung leider auch in absehbarer Zukunft ein Thema bleiben.
Laut Bangkok Post verbessert sich die allgemeine Luftqualität (zumindest in Bangkok) aber von Jahr zu Jahr.
Es gibt Möglichkeiten, deine Belastung durch PM2,5 zu reduzieren. Wie das geht, zeigen wir dir in unserem Guide zur Luftverschmutzung in Thailand.
Krankenversicherung
Für Expats in Thailand gibt es hauptsächlich zwei Arten von Krankenversicherung.
Die erste ist die Sozialversicherung. Sie steht nur denjenigen offen, die für ein Unternehmen in Thailand arbeiten.
Die Behandlungsqualität über die Sozialversicherung hängt stark davon ab, welchem Krankenhaus du zugeteilt wirst. Die Wartezeiten können außerdem lang sein, und du bleibst eventuell trotzdem auf einem Teil der Kosten sitzen.
Die zweite Art ist die private Versicherung. Sie lässt sich weiter unterteilen in internationale und lokale Anbieter.
Internationale Policen sind in der Regel leichter verständlich. Sie bieten einen höheren Versicherungsschutz, sind dafür aber auch teurer als lokale Tarife.
Tipp: Schließ deine Krankenversicherung am besten schon vor der Ankunft ab. So bist du von Tag eins an abgesichert und kannst dein Leben in Thailand sorgenfrei genießen.
Mehr erfahren:
- Krankenversicherung in Thailand: Was Expats wissen müssen
- Die komplette Übersicht zur Sozialversicherung in Thailand für Ausländer
Visum
Viele Nationalitäten können 30 Tage ohne Visum nach Thailand einreisen. Willst du aber langfristig bleiben, brauchst du das passende Visum.
Manche Leute verlassen das Land und kehren mit einer neuen visumfreien Einreise oder einem neuen Touristenvisum zurück. Das nennt man Visa-Run oder Border Bounce, und es gilt als illegal.
Wenn du ein Langzeitvisum für Thailand beantragst, achte darauf, dass es zu deinem Grund für den Umzug passt, und halte die richtigen Unterlagen bereit.
Ein Business-, Ehe- oder Rentnervisum zu bekommen, ist nicht allzu schwer, solange du die richtigen Papiere hast.
Wenn du etwas Geld übrig hast, ist das Thailand Privilege Visa die beste Wahl.
Es sichert dir fünf bis 20 Jahre im Land, und du musst nicht jedes Jahr den gefürchteten Papierkram erledigen, der bei anderen Thai-Visa fällig wird.
Mehr erfahren: Non-Immigrant-Visa für Thailand: Ein ausführlicher Guide
Unterkunft
Ein Condo zu mieten ist die beliebteste Option für Expats in Thailand, besonders in Bangkok. Das liegt daran, dass Condos meist verkehrsgünstig liegen, in der Nähe einer BTS- oder MRT-Station und von Supermärkten.
Viele Condos haben sogar einen Pool, ein Fitnessstudio, einen Minimarkt und einen Waschsalon direkt im Gebäude.
Condos können allerdings klein ausfallen. Studio-Condos in Thailand haben oft nur 25 bis 30 Quadratmeter. Brauchst du mehr Platz, mietest du besser ein Haus, was genauso unkompliziert ist.
In einem Haus hast du mehr Zimmer für dich und deine Familie, dazu noch einen Garten. Um Laub und Grünflächen musst du dich zwar kümmern, aber Arbeitskräfte sind in Thailand günstig, sodass du dafür immer jemanden findest.
Manche Condos kannst du monatlich mieten, auch wenn die besseren Objekte meist einen Mietvertrag über mindestens sechs Monate verlangen. Am häufigsten ist ein Jahresvertrag.
Um die Wohnungssuche zu beschleunigen, wende dich an einen Makler. Für dich ist das im Grunde kostenlos.
Miete aber keine Wohnung langfristig, bevor du in Thailand angekommen bist, es sei denn, sie ist Teil eines Jobangebots. Auch dann solltest du nachfragen, ob eine Besichtigung bei der Ankunft möglich ist.
Plane stattdessen, die ersten Tage oder sogar Wochen in einem Hotel oder einer Kurzzeitmiete zu verbringen. Buch dir mindestens ein paar Nächte in einem Bangkok-Hotel, um herauszufinden, wo du wohnen möchtest.
Eine weitere kurzfristige Option ist ein Serviced Apartment in Bangkok. Dafür brauchst du meist keinen Mietvertrag, musst aber eine Kaution hinterlegen.
Bei knappem Budget lohnt sich ein Blick auf hostelworld.com. Allerdings bekommst du dort kaum genug Platz für all dein Hab und Gut, wenn du wirklich hierherziehst.
Wir haben aber ein paar Leute getroffen, die bei ihrer Ankunft in Thailand während der Jobsuche in einem Hostel gewohnt haben. Sie alle sagten, dass fehlende Privatsphäre und Ausstattung das Leben schwer gemacht haben.
Egal, wofür du dich entscheidest: Durch Verhandeln kannst du deine Miete in Thailand manchmal um bis zu 40 Prozent senken. Wie das geht, zeigen wir dir in diesem exklusiven Guide für unsere Unterstützer.
Weitere Artikel:
- Ein Haus in Thailand mieten? Das solltest du vor der Vertragsunterschrift wissen
- Ein ausführlicher Guide zur Wohnungsmiete in Bangkok
Immobilienkauf
Wer auf lange Sicht plant, kann in Thailand ein Condo kaufen, wenn:
- mindestens 51 Prozent der Einheiten im Gebäude Thailändern gehören
- das Geld für den Kauf aus dem Ausland nach Thailand überwiesen wird
Mehr dazu erfährst du in unserem Guide zum Condo-Kauf in Thailand.

Andere Immobilientypen kannst du nicht kaufen. Da bleibt dir nur die Pacht für 30 oder 60 Jahre.
Am besten wendest du dich an eine Immobilien-Investmentfirma wie Keller Henson. Dort kannst du deine Situation schildern.
Sie helfen dir, Immobilien in ganz Thailand zu finden, und begleiten dich durch den Kaufprozess.
Wo du wohnen solltest
Bevor du nach Thailand ziehst, solltest du dir überlegen, wo du wohnen möchtest. Stell dir dabei folgende Fragen:
- Will ich jeden Tag in Strandnähe sein?
- Will ich inmitten von Reisfeldern und Landwirtschaft leben?
- In einer Großstadt?
- In den Bergen?
Hier sind einige der beliebtesten Expat-Orte und was dich dort jeweils erwartet.
Bangkok
Bangkok ist die Stadt, die die meisten Menschen bei ihrer Ankunft in Thailand zuerst besuchen.

Hier findest du die bestbezahlten Jobs, eine riesige Auswahl an Restaurants, Einkaufszentren, Freizeitaktivitäten und Menschen aus aller Welt. Bangkok ist außerdem Thailands wichtigstes Verkehrsdrehkreuz: Von hier aus kommst du mit Bus, Zug oder Flugzeug überallhin.
Das Leben in der Hauptstadt hat aber auch ein paar Nachteile.
Der Verkehr ist schlecht, manche Viertel sind laut, und generell ist hier vieles deutlich teurer als im Rest des Landes.
Willst du aber Zugang zu allem haben, was ein Expat braucht, ist Bangkok genau richtig.
Chiang Mai
Als Zuhause für Digitale Nomaden, Langzeitreisende und Rentner ist Chiang Mai schon lange eine beliebte Wahl unter Expats in Thailand.

Chiang Mai bietet eine wunderschöne Berglandschaft und jede Menge Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Camping und mehr. Weil es aber auch ein Stadtzentrum hat, bist du nie weit weg von der vielfältigen Küche und den Menschen der Provinz.
Der Nachteil beim Leben in Chiang Mai zeigt sich zwischen Februar und April: In der Brandrodungssaison wird die Luft gesundheitsschädlich.
Expats haben dafür aber eine Lösung gefunden: Sie reisen meist in den Süden Thailands oder nach Bangkok, bis sich die Luft wieder verbessert hat und sie zurückkehren können.
Pattaya
Das Nachtleben und die bestehende Expat-Szene machen Pattaya zu einem beliebten Ziel für alle, die Thailand zu ihrer Heimat machen wollen.

Die Stadt hat niedrigere Lebenshaltungskosten als Bangkok, die Strände sind gepflegt, und es gibt reichlich lokale sowie westliche Küche. Dazu kommen unberührte Inseln wie Koh Kham, die nur eine Stunde entfernt liegen.
Pattaya ist aber nicht ohne Makel. Manche Gegenden nahe dem Strand wirken schäbig, und Versuchungen lauern an jeder Ecke.
Trotzdem leben viele Expats mit Familie auf der „dunklen Seite“ von Pattaya, dem Teil östlich der Sukhumvit Road, und loben die Stadt für alles, was sie zu bieten hat.
Phuket
Phuket zählt zu den meistbesuchten Orten der Welt, doch manche Expats lieben die Insel so sehr, dass sie hier sesshaft werden.

Wie andere beliebte Expat-Regionen in Thailand hat auch Phuket alles zu bieten: Strände, Outdoor-Aktivitäten, internationale Schulen und Jobmöglichkeiten, vor allem im Gastgewerbe.
Für manche Dinge zahlst du hier aber mehr. Offiziell gilt Phuket nach Bangkok als zweitteuerster Ort zum Leben in Thailand. Wer auf der Insel lebt, sagt aber oft, dass Phuket genauso teuer ist wie die Hauptstadt, wenn nicht sogar teurer.
Wenn dir das Inselleben liegt, könnte Phuket der richtige Ort für dich sein.
Koh Samui
Wie Phuket ist auch Koh Samui eine bei Expats beliebte Insel in Thailand, und in den letzten Jahren machen immer mehr Menschen sie zu ihrer Heimat.

Zwar gibt es hier nicht dasselbe Niveau an internationalen Schulen und Privatkliniken, doch das macht die Lebensqualität wieder wett. Auf Koh Samui bist du nie weit von einem traumhaften Strand entfernt.
Auch die Preissteigerungen wie auf Phuket sind hier bisher ausgeblieben, weshalb Condos, Häuser und Essen tendenziell etwas günstiger sind.
Außerdem gibt es auf der Insel eine Vielzahl internationaler Restaurants, in denen pensionierte Expat-Köche gerne weiterarbeiten, um ihr Handwerk nicht zu verlernen.
Ein Nachteil beim Leben auf Koh Samui: Anders als in anderen Teilen Thailands bleiben Expats hier meist nicht lange. Die Insel gilt weiterhin vor allem als Partyort, weshalb Leute oft kommen und gehen, was langfristige Freundschaften erschwert.
Hua Hin
Nur zweieinhalb Stunden südlich von Bangkok liegt Hua Hin, ein beliebter Küstenort für viele pensionierte Expats in Thailand.

Hua Hin bietet alles, was man sich von einem Ruhesitz erhofft: bezahlbare Häuser, Privatkliniken und Lebensqualität. Wer noch nicht im Ruhestand ist, findet hier internationale Schulen, eine lebendige lokale Szene und reichlich Nachtleben.
Das Leben in Hua Hin hat kaum Nachteile, ist aber klein und ruhig. Je nach Typ gefällt dir dieser Lebensstil oder eben nicht. Manche finden es auch etwas weit weg von Bangkok, und die Auswahl an Krankenhäusern ist begrenzt.
Musst du aber nicht oft in die Hauptstadt, könnte dieser Küstenort genau der richtige Ort für dich sein.
Isan
Der Nordosten Thailands, oder Isan, ist bekannt für seine Landwirtschaft und ein beliebtes Ziel für pensionierte Expats. Die meisten von ihnen haben eine thailändische Ehepartnerin oder thailändische Kinder.
Wenn du noch nie auf dem Land gelebt hast, braucht Isan etwas Eingewöhnung: Für so gut wie alles brauchst du ein Auto, und du brauchst viel Geduld, weil hier alles sein eigenes Tempo hat.
Wenn dich saftig grüne Reisfelder während der Anbausaison nicht stören, könnte das eine Option für dich sein, erwarte hier aber nicht allzu viele Jobmöglichkeiten.
Bankkonto
Beliebte Banken in Thailand sind:
- Kasikorn Bank
- Bangkok Bank
- KrungThai Bank
- SCB
Sie funktionieren alle ähnlich. Arbeitest du in Thailand, bittet dich dein Arbeitgeber möglicherweise, ein Konto bei einer bestimmten Bank zu eröffnen, damit du dort dein Gehalt bekommst.
Für die Kontoeröffnung brauchst du deine Arbeitspapiere, dein Visum und deinen Reisepass, den Rest erklärt dir die Bank vor Ort. Deine EC-Karte bekommst du direkt am selben Tag und kannst damit sowohl online als auch offline bezahlen.
Am besten gehst du einfach zur nächsten Filiale und fragst nach den Voraussetzungen.
Mit einem Arbeitsvisum hast du keine Probleme, ein Konto zu eröffnen.
Einer unserer Autoren hat sogar mit einem Ehevisum ein Konto eröffnet. Es hat etwas Nachfragen gebraucht, aber am Ende fand er eine KrungThai-Filiale, die ihm ein Konto gab.
Viele Banken lassen keine Kontoeröffnung mit einem Touristenvisum zu, aber wenn du hartnäckig genug fragst, findest du vielleicht doch eine, die mitspielt.
Tipp: Thailand entwickelt sich zur bargeldlosen Gesellschaft, deshalb solltest du gleich nach der Ankunft ein Bankkonto eröffnen. Lad dir danach eine Banking-App herunter und bezahl damit die meisten Dinge per QR-Code. Das macht dein Leben deutlich bequemer.
Mehr erfahren:Ein thailändisches Bankkonto eröffnen: Ein Guide für Expats und Touristen
Handy und Internet
Das Erste, was die meisten Expats bei ihrer Ankunft in Thailand erledigen wollen, ist Handy und Internet einzurichten.
Es gibt zwei große Mobilfunkanbieter in Thailand:
- AIS
- TRUE
Sie sind sich alle ziemlich ähnlich und bieten verschiedene Tarife an, je nachdem, ob dir Internet oder Telefonie wichtiger ist. Die Internetgeschwindigkeit in Thailand ist zudem sehr schnell und stabil.
Für rund THB500 im Monat bekommst du ein Paket mit ordentlich viel Datenvolumen und etwa hundert Gesprächsminuten.
Beim Heiminternet kommt es stärker darauf an, wo du wohnst und welche Anbieter es in deiner Region gibt.
Die meisten Anbieter versuchen, dir ein Internet-und-TV-Paket zu verkaufen. Das kostet meist rund THB800 im Monat und enthält ein paar englischsprachige Sender. Dafür bekommst du mindestens 200 MB Internetgeschwindigkeit, ein einfaches TV-Paket und 5G-Mobilfunk.
Wenn dir Fernsehen wichtig ist, zahlst du für Filme und Premium-Live-TV (Sport, westliche Sender usw.) etwa so viel wie zu Hause.
Tipp: Thais nutzen meist Messenger-Apps wie Line oder Facebook Messenger. WhatsApp haben viele gar nicht installiert.
Mehr erfahren:
- Thai-SIM-Karten: Tarife, Datenvolumen, Preis und Registrierung
- Heiminternet in Thailand: Anbieter, Pakete und Kosten
Versand
So bereitest du deinen Versand nach Thailand vor.
Das Nötigste einpacken
Du kannst zwar alles, was du brauchst, mit nach Thailand nehmen, ehrlich gesagt ist das aber nicht der effizienteste Weg.
Weil du die meisten Dinge aus deinem Alltag auch in Thailand kaufen kannst, musst du nicht alles mitbringen. Hochwertige Möbel und Elektronik sind hier aber teurer, weshalb es sich lohnt, diese Sachen von zu Hause zu verschiffen.
Diese Dinge sind in Thailand meist teurer:
- Bücher
- importierte Lebensmittel
- Elektronik
- Kindersitze, Hochstühle usw.
- Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel
- Markenkleidung und -schuhe
Übergrößen, vor allem bei Schuhen, sind in Thailand schwer zu finden.
Wenn dein Unternehmen dich nach Thailand versetzt, musst du dich um den Versand deiner Sachen meist nicht selbst kümmern, das übernimmt die Firma für dich.
Kommst du dagegen auf eigene Faust, musst du dich selbst darum kümmern. Zum Glück haben wir einen Guide zum Versand nach Thailand, der dir bei der Wahl von Umzugsunternehmen und Versandmethode hilft.
Willst du packen und hast mehr Gepäck, als du mit ins Flugzeug nehmen kannst, kannst du dir kostenlose Angebote von Umzugsunternehmen einholen.
Wichtige Dokumente
Eines wirst du über Thailand schnell lernen: Die Behörden hier lieben Papierkram.
Wir grauen uns mittlerweile davor, wie viele Kopien unserer Führerscheine, Pässe und Schulabschlüsse in verschiedenen Behörden herumschwirren.
Hier eine Liste wichtiger Dokumente, die du mitbringen solltest. Wenn möglich, nimm die Originale mit.
- Reisepass
- Führerschein
- Geburtsurkunde
- Liste wichtiger Telefonnummern
- Eigentumsurkunden
- Einkommensnachweise oder Gehaltsabrechnungen
- ärztliche Atteste oder Berichte
- Heirats- oder Scheidungsurkunde
- Abschlüsse und Notenübersichten
- Steuerunterlagen, Sozialversicherungsausweise, Versicherungsnummern
Möglicherweise musst du diese Dokumente außerdem ins Thai übersetzen lassen oder von deiner Botschaft beglaubigen lassen.
Die thailändische Regierung akzeptiert mittlerweile gleichgeschlechtliche Eheurkunden. Zivile Partnerschaftsurkunden werden in manchen Fällen anerkannt, gelten aber nach aktuellem Recht nicht für ein Non-Immigrant-Ehevisum.
Fotokopierte Dokumente solltest du unterschreiben, datieren und mit einem doppelten Strich durchstreichen.

Schreib zusätzlich einen Satz dazu, wofür diese unterschriebene Kopie gedacht ist. So können unehrliche Personen, die an die Kopien gelangen, sie nicht missbrauchen.
Dein Haustier einführen
Du kannst deinen tierischen Freund mit nach Thailand nehmen, solltest aber sicherstellen, dass er mit dem tropischen Klima zurechtkommt.

In Thailand ist es zum Trend geworden, Sibirische Huskys zu kaufen. Weil diese Rasse aber kaltes Wetter liebt, kommt sie mit dem tropischen Klima oft nur schwer zurecht.
Mehr Infos findest du in unseren beliebten Guides rund um Haustiere:
- Hunde, Katzen und exotische Haustiere in Thailand kaufen oder adoptieren
- Mit Hund oder Katze nach Thailand ziehen: Ein kurzer Guide
- Wie du in Thailand haustierfreundliche Unterkünfte findest (Premium-Inhalt)
Schule
Internationale Schulen findest du in ganz Thailand.
Schulen mit demselben Lehrplan wie in deinem Heimatland oder der bisherigen Schule deines Kindes erleichtern die Eingewöhnung. Das hilft auch, falls oder wenn ihr später wieder zurückzieht.
In Bangkok oder Chiang Mai steht dir eine große Auswahl an Lehrplänen zur Verfügung, darunter:
- IB
- Amerikanisch
- Britisch
- Deutsch
- Australisch
- Singapurisch
- Japanisch
Internationale Schulen in Thailand lassen sich in vier Stufen einteilen, von Tier 1 bis Tier 3.
Tier 1 ist die teuerste Stufe. Hier zahlst du meist zwischen 600.000 und 1.000.000 Baht Schulgeld im Jahr.
Eine lokale Schule bietet deinem Kind dagegen die Möglichkeit, tief in die thailändische Kultur einzutauchen und die Sprache besser zu verstehen.
Lokale Schulen sind günstiger als internationale. Der Preis allein sagt aber wenig darüber aus, ob eine Schule zu deinem Sohn oder deiner Tochter passt, und auch nichts über die Qualität der Bildung.
Mehr erfahren:Die beste internationale Schule in Thailand für Expats auswählen
Steuern
Wenn du nach Thailand ziehst, gehören Steuern genauso zu deinem Alltag wie überall sonst auf der Welt.
Die Mehrwertsteuer in Thailand liegt pauschal bei 7 Prozent, egal ob auf Lebensmittel, Waren oder bestimmte Dienstleistungen.
Arbeitest du in Thailand, kommt noch eine weitere Steuer dazu: die Einkommensteuer. Besteuert wird alles, was du über THB150,000 im Jahr verdienst.
Von dort steigt der Steuersatz je nach Jahreseinkommen von 5 auf bis zu 35 Prozent.
| Zu versteuerndes Einkommen in Thai Baht | Steuersatz |
| 0-150.000 | Steuerfrei |
| 150.000-300.000 | 5 Prozent |
| 300.000 – 500.000 | 10 Prozent |
| 500.000 – 750.000 | 15 Prozent |
| 750.000 – 1.000.000 | 20 Prozent |
| 1.000.000 – 2.000.000 | 25 Prozent |
| 2.000.000 – 5.000.000 | 30 Prozent |
| Über 5.000.000 | 35 Prozent |
Zusätzlich zu diesen Steuern zahlst du auch in die thailändische Sozialversicherung ein, das sind THB750 im Monat.
Wie in anderen Ländern kannst du auch in Thailand von Steuerabzügen profitieren. Beliebte Optionen sind der Kauf von SSF-Fonds, Lebensversicherungsbeiträge und der Kauf eines Condos. Expats und thailändische Arbeitnehmer erhalten dieselben Abzüge.
Mehr Infos zu thailändischen Steuern findest du in diesen Guides:
- Einkommensteuer in Thailand für Ausländer: Musst du zahlen?
- Steuern in Thailand: 6 häufige Fehler, Strafen und wie du sie vermeidest
Kultur
Nach den ersten Jahren wirst du vieles aufschnappen und mit der Zeit besser verstehen, warum die Dinge in Thailand so laufen, wie sie laufen. Wir können hier nicht die gesamte thailändische Kultur abdecken, aber ein paar Grundlagen findest du im Folgenden.
Hierarchie in Thailand
Thais respektieren ihre Älteren sehr, weshalb die Hackordnung anders aussehen kann als in deinem Heimatland. Junge Menschen begrüßen Ältere mit einem wai, der traditionellen Thai-Begrüßung, die Ältere erwidern können, aber nicht müssen.
Manche Älteren treffen Entscheidungen für die jüngeren Familienmitglieder oder geben ihnen Ratschläge. Uns ist außerdem aufgefallen, dass manche Thais Dinge tun, um den älteren Familienmitgliedern zu gefallen, etwa bei der Wahl des Studienfachs oder des Berufs.
Ja, Nein und mai bpen rai
Ein Aspekt der thailändischen Kultur, den man nur schwer versteht: Menschen sagen hier ungern „Nein.“ Sogar das thailändische Wort mai-chai, was „Nein“ bedeutet, übersetzt sich wörtlich als „nicht ja.“
Das sorgt für Verwirrung, weil Leute „Ja“ sagen, obwohl sie gar nicht vorhaben, das Vereinbarte umzusetzen. Oft gibt es bestimmte optische oder situative Hinweise, auf die du achten musst.
Sie hoffen, dass du merkst, dass eigentlich „Nein“ gemeint war. Bei uns sind deswegen schon Handwerker nicht aufgetaucht, Leistungen ausgeblieben und Dramen entstanden. Das hat uns früher frustriert, aber mittlerweile erkennen wir die kleinen Signale, wann „Ja“ eigentlich „Nein“ bedeutet.
Eine der ersten Thai-Phrasen, die du lernst, ist mai bpen rai, oder „macht nichts.“ Viele Menschen in Thailand, Einheimische wie Expats, haben diese entspannte Einstellung. Das frustriert manche Expats, weil es wirkt, als wäre es allen egal. Das stimmt aber nicht immer.
Familiäres Zusammenleben
Es ist in Thailand üblich, bis zur Hochzeit bei der Familie zu wohnen, auch wenn sich das bei der jüngeren Generation ändert. Einen Partner vor der Hochzeit zum Zusammenziehen zu bewegen, kann besonders in traditionellen Familien schwierig sein.

Wir haben sogar Paare kennengelernt, die wegen der Arbeit oder weil sie ein Kind während Schule oder Studium in einer anderen Region unterstützen, in verschiedenen Provinzen leben.
Soziales Leben
Dieser Teil ist spannend, und manche Expats tun sich hier zeitweise schwer. Nicht jeder plant, langfristig im Land zu bleiben, was dauerhafte Freundschaften erschwert.
Wir haben hier gute Freunde gefunden, allerdings ausschließlich über die Arbeit oder die Nachbarschaft.
Thailändische Freunde zu finden, ist noch schwieriger. Manche Expats haben nur einen einzigen guten thailändischen Freund, sollten diese Freundschaft aber umso mehr schätzen.
In Touristengebieten gibt es zwar andere Westler, aber es ist nicht immer klar, wer im Urlaub ist und wer langfristig hier lebt.
Es gibt außerdem Vereine, vom Golfclub bis zur Fußballmannschaft, in denen du Leute triffst. Am besten suchst du bei Google oder Facebook nach dem Club, der dich interessiert.
Auch zufällige Bekanntschaften können zu Freundschaften werden. Wer in einem Condo lebt, trifft dort oft andere Expats.
Auch in lokalen Restaurants lernst du Leute kennen. Generell musst du nicht aktiv nach Freunden suchen, sondern hast oft einfach das Glück, hier ein paar gute zu finden.
Der letzte Weg, Freunde zu finden, führt über deine Partnerin oder deinen Partner. Hast du eine thailändische Partnerin oder einen thailändischen Partner, stellt sie oder er dich vielleicht ihren beziehungsweise seinen thailändischen Freunden vor.
Nachtleben
Beim Nachtleben in Thailand denken viele zuerst an die Partyszenen im ganzen Land. Dabei macht das nur einen kleinen Teil davon aus.
Neben dem Feiern gibt es auch ruhige Spaziergänge im Park, Jazzmusik am Fluss, Musicals, Kinos, Konzerte, Festivals und Restaurants unter freiem Himmel am Strand.
Egal, was du abends gerne machst: Thailand hat es. Du musst nur genug Zeit hier verbringen, um all deine Möglichkeiten kennenzulernen.
Von Amerika nach Thailand ziehen
In den meisten Fällen kannst du diesem Guide eins zu eins folgen und reibungslos von den USA nach Thailand übersiedeln.
Kurz gefasst, hier ein paar Vor- und Nachteile beim Umzug von Amerika nach Thailand.
Als Amerikaner in Thailand hast du es nicht besonders schwer. Zum einen reicht der US-Dollar hier weit. Bringst du also ein ordentliches Erspartes mit, kannst du dir einen komfortablen Lebensstil leisten.
Außerdem eröffnen sich mehr berufliche Möglichkeiten (vor allem im Unterricht) für Amerikaner, die gleichzeitig englische Muttersprachler sind. Thailändische Eltern wollen oft, dass ihre Kinder amerikanisch statt britisch, australisch oder philippinisch klingen, weshalb sie gezielt amerikanische Lehrer suchen.
Es gibt aber auch Nachteile. Einer davon: Man wird schnell in Schubladen gesteckt. Entweder man hält dich für steinreich, oder man denkt, du bist aus zweifelhaften Gründen hier.
Wenn du Expat-Blogs magst: Kylie Abroad hat mehrere Beiträge darüber, was sie sich gewünscht hätte, vor ihrem Umzug nach Thailand als Amerikanerin gewusst zu haben. Das gibt spannende Einblicke aus weiblicher Perspektive.
Weitere Artikel:
- Meine persönliche Erfahrung als Amerikaner in Thailand
- Von Amerika nach Thailand: Wie und warum unsere Familie es getan hat
Von Großbritannien nach Thailand ziehen
Unser Freund Carl hat uns erzählt, was für ihn als britischen Expat die größten Herausforderungen im Land sind und was er am Leben in Thailand am meisten schätzt.
Was die Herausforderungen angeht, stört ihn zum Beispiel, dass die Verwaltung der Schule seiner Töchter deren Fotos nutzt, um thailändischen Eltern zu zeigen, dass luk krueng – also gemischtrassige Kinder – an der Schule sind. Das sei ohne seine Erlaubnis geschehen, sagt er.
Was er dagegen liebt: Sein Leben im Süden Thailands ist einfacher. Er muss weniger arbeiten als in Großbritannien, um sich einen komfortablen Lebensstil zu leisten, und hat trotzdem Zeit für seine Familie.
Mehr erfahren: Von Großbritannien nach Thailand: Wie und warum ich es getan habe
Von Australien nach Thailand ziehen
Dan, ein Freund eines unserer Redakteure, kommt aus Australien und hat uns von seinem Leben in Thailand erzählt. Einer seiner Hauptgründe für den Umzug waren die niedrigeren Lebenshaltungskosten. Er sagt, dass es wegen steigender Lebensmittel- und Immobilienpreise immer schwieriger wird, in Melbourne eine Familie großzuziehen.
Außerdem kann er seine Kinder in Bangkok auf eine Privatschule schicken, was in Australien für ihn unmöglich wäre.
Weil er ein Unternehmen in Thailand besitzt, hat er trotzdem mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Sein größtes Problem: Jeder in der Handelskette will bei Geschäften oder dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen mitverdienen. Das treibt seine Kosten in die Höhe, die er wiederum an seine Kunden weitergeben muss.
Einen eigenen Guide zum Umzug von Australien nach Thailand haben wir noch nicht, aber unser Guide „Mit 53 den Schreibtisch verlassen und in Thailand in Rente gehen“ stammt von zwei Australiern. Er enthält viele wertvolle Erkenntnisse für alle, die aus Australien kommen, also lohnt sich ein Blick hinein.
Von Kanada nach Thailand ziehen
Wir haben einen ganzen Bereich unserer Seite Kanada gewidmet, aber wie bei Australien fehlt uns noch ein ausführlicher Guide zum Umzug aus dem Great White North nach Thailand.
Greg Jorgensen, eine Hälfte von The Bangkok Podcast, stammt aber aus Kanada und spricht in der Show häufig über seine Erfahrungen beim Umzug nach Thailand.
Vinny aus Montreal, ein treuer Leser von Thailand Starter Kit, sagt, dass seine größten Herausforderungen weniger in Thailand liegen als bei der Rückkehr nach Kanada. Nach 15 Jahren in Thailand hat er den Anschluss an die Themen zu Hause verloren. Besucht er Kanada jedes Jahr, fühlt er sich deshalb völlig fehl am Platz.
Auch in Thailand selbst kämpft Vinny mit den Herausforderungen, die viele andere Expats kennen. Erstens ist er von Kopf bis Fuß tätowiert und wird deshalb oft nach seinem Aussehen beurteilt. Zweitens reicht der kanadische Dollar nicht so weit wie der US-Dollar. Weil er eine Mietimmobilie in Kanada besitzt, schwankt sein Einkommen mit dem Wechselkurs.
Bei den Vorteilen des Lebens in Thailand als Kanadier musste Vinny nicht lange überlegen: Er ist den bitterkalten Wintern des Nordens entkommen und genießt jetzt das ganzjährig warme Klima Thailands.
Wie du dauerhaft in Thailand leben kannst
Was auch immer man dir erzählt: Du kannst in Thailand eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis bekommen.
Kurz gesagt musst du in eine von fünf Kategorien fallen, um dich zu bewerben:
- Investition
- Beschäftigung
- humanitäre Gründe
- Expertenstatus
- besondere Umstände
Jede dieser Kategorien hat ihre eigenen Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Mehr dazu findest du im Link unten.
Generell musst du mindestens drei Jahre in Thailand mit demselben Non-Immigrant-Visumstyp leben, egal ob Business-, Ehe- oder Dependent-Visum.
Außerdem musst du die Voraussetzungen der jeweiligen Kategorie erfüllen. Bei der Investitionskategorie musst du zum Beispiel mindestens THB10 Millionen in eine der vorgegebenen Optionen investieren.
Bei der humanitären Option musst du mindestens zwei Jahre mit einer thailändischen Staatsbürgerin oder einem thailändischen Staatsbürger verheiratet sein oder Mutter beziehungsweise Vater eines thailändischen Kindes sein.
Als dauerhafter Einwohner musst du keine 90-Tage-Meldungen mehr machen, brauchst keine Wohnsitzbescheinigungen und kannst nach fünf Jahren die thailändische Staatsbürgerschaft beantragen, um nur ein paar der Vorteile zu nennen.
Mehr erfahren:Dauerhafter Aufenthalt in Thailand: Kosten, Voraussetzungen und Ablauf
Notrufnummern
Auf Notfälle solltest du immer vorbereitet sein. Falls du sie einmal brauchst, hier eine Liste der Notrufnummern in Thailand.
| Kontakt | Nummer |
| Polizei | 191 |
| Touristenpolizei | 1155 |
| Autobahnpolizei | 1193 |
| Öffentlicher Rettungsdienst | 1669 |
| Privater Rettungsdienst | 1724 oder 1719 |
| Feuerwehr | 199 |
Checkliste
Damit du alles im Blick behältst, was für den Umzug nach Thailand nötig ist, hier eine Checkliste.
- Offene Angelegenheiten zu Hause klären (Job, Banken, rechtliche Verpflichtungen)
- Ein Monatsbudget erstellen
- Ein Visum beantragen
- Alle wichtigen Dokumente zusammensuchen und einpacken
- Krankenversicherung klären
- Flugtickets kaufen
- Eine vorübergehende Unterkunft finden
- Zeit für die Jobsuche einplanen
- Nach dem Jobstart eine Wohnung in Arbeitsplatznähe finden
- Thai lernen
- Netzwerken und Freunde finden
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