Wie es ist, als Amerikaner in Thailand zu leben

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Wie fühlt sich das Leben in Thailand als US-Amerikaner wirklich an? Hier ist meine Sicht der Dinge.

Wenn du aus einer westlichen Kultur wie Amerika kommst, kann Thailand aufregend, überwältigend und schockierend zugleich sein. 

Kulturell gesehen gibt es deutliche Unterschiede bei sozialen Normen, Umgangsformen sowie den Regeln und Gesetzen der Gesellschaft.  

Trotz dieser großen Unterschiede zwischen Amerika und Thailand habe ich bisher durchweg positive Erfahrungen in diesem Land gemacht und freue mich auf viele weitere schöne Jahre.  

Deshalb geht dieser Guide auf meine Erfahrungen mit dem Leben in Thailand als Amerikaner ein, damit du eine fundiertere Entscheidung treffen kannst, falls du überlegst, das Land zu deiner neuen Heimat zu machen.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lebenshaltungskosten in Thailand liegen deutlich unter denen in Amerika, was dir selbst bei einem kleineren Einkommen mehr finanziellen Spielraum verschafft.
  • Studio- und Einzimmerwohnungen kosten für eine komfortable Ausstattung meist zwischen 255 € und 340 € (300–400 US$) im Monat, auch wenn die Preise in beliebten Gegenden in den letzten Jahren gestiegen sind.
  • Thailändische Wohnungen haben oft harte Betten, keine Duschtrennwände und elektrische Wandheizer statt Gasboiler; Kleinigkeiten, an die sich die meisten Expats schnell gewöhnen.
  • Die medizinische Versorgung ist für Routinebesuche erschwinglich, größere Operationen in Privatkliniken können aber teuer werden, weshalb sich eine solide Krankenversicherung lohnt.
  • Thailändische Apotheker dürfen einfache Medikamente ohne Arztbesuch verschreiben, was bei kleineren Beschwerden praktisch ist.
  • US-Bürger müssen unabhängig vom Wohnort weiterhin Steuererklärungen beim IRS einreichen. Ein Steuerberater in beiden Ländern hilft dabei, alles korrekt abzuwickeln.
  • Motorräder sind das gängigste Fortbewegungsmittel, doch Thailand hat eine hohe Zahl an Verkehrstoten, weshalb du prüfen solltest, ob deine Versicherung motorisierte Fahrzeuge abdeckt, bevor du losfährst.
  • Thailand fühlt sich im Vergleich zu vielen amerikanischen Städten generell sicher an, aber gesunder Menschenverstand gilt auch hier: Bleib aufmerksam und vermeide riskante Situationen.

Lebenshaltungskosten 

Die Lebenshaltungskosten in Thailand gehören zu den größten Vorteilen des Expat-Lebens im Land. Von der Miete bis zu frischen Lebensmitteln ist Thailand im Vergleich zu Amerika sehr günstig.

Schauen wir uns also einige der größten Ausgabenposten an, die während des Lebens hier anfallen.

Miete 

Bei meinen Lebenshaltungskosten lege ich besonderen Wert auf die Miete, denn eine bezahlbare Unterkunft gibt mir die Freiheit, mir auch andere Dinge des Lebens in Thailand leisten und genießen zu können. 

Zum Vergleich: In Los Angeles, wo ich herkomme, liegt ein Mindestlohn bei etwa 2.040 € (2.400 US$) im Monat vor Steuern. 

Eine typische Einzimmerwohnung kostet je nach Lage zwischen 1.275 € und 1.700 € (1.500–2.000 US$) im Monat, Nebenkosten nicht mitgerechnet.

Rechnet man Grundbedürfnisse wie Essen, Handyrechnung, Internet, Autoraten, Kranken- und Autoversicherung dazu, bleibt kaum noch Spielraum für irgendwelche Extras.  

Viele Menschen in Los Angeles stecken dadurch in einem nie endenden Hamsterrad aus finanziellem Druck und Frust.  

Zum Vergleich: Ein typischer Mindestlohn in Thailand liegt bei etwa 255–340 € (300–400 US$) im Monat. Amerikanische Expats verdienen jedoch meist mindestens das Zwei- bis Dreifache davon.  

Ein typisches Studio oder eine Einzimmerwohnung kann schon ab 51 € (60 US$) bis 255 € (300 US$) kosten, abhängig von Lage und Ausstattung. Bei Wohnungen ab 51 € fehlt allerdings meist die Klimaanlage, und auch sonst ist der Komfort eingeschränkt. 

Wenn ich selbst nach Wohnungen suche, schaue ich meist in der Preisspanne von 255 € bis 340 € (300–400 US$). Zu diesem Preis bin ich normalerweise mit dem gebotenen Komfort zufrieden.

Das bedeutet auch große Ersparnisse, vor allem für Familien, die mehr Platz für ihre Kinder brauchen

Weil es ein so breites Spektrum an bezahlbaren Wohnungen gibt, können sich selbst Thailänder mit Mindestlohn ein Dach über dem Kopf, ausreichend Essen und noch etwas Budget für andere wichtige Bedürfnisse leisten.

Nebenkosten 

Wie oben erwähnt, liegt meine Miete meist bei etwa 170 € (200 US$) im Monat, Nebenkosten nicht mitgerechnet.  

Wasser ist verhältnismäßig günstig und kostet je nach Abrechnung des Vermieters meist nur 2,55 bis 6,80 € (3–8 US$) im Monat. Strom hingegen kann sich summieren. 

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Der typische Strompreis liegt bei etwa 4 THB pro Einheit, also ungefähr 0,10 € (0,12 US$) pro Einheit. Meine Stromrechnung schwankt zwischen 25,50 € und 85 € (30–100 US$) im Monat. Diese große Schwankung hängt vor allem davon ab, wie viel Klimaanlage ich in den heißeren Monaten des Jahres nutze. 

Essen 

Eine typische thailändische Mahlzeit kostet zwischen 0,85 € und 2,55 € (1–3 US$). Isst du dreimal am Tag, kommen so im Schnitt etwa 3,80 € (4,50 US$) pro Tag zusammen.  

Thailand food
Essen ist in Thailand günstig. Die Mahlzeit, die ich hier für zwei Personen esse, kostet weniger als 12,75 € (15 US$).

Ab und zu habe ich aber auch genug von thailändischem Essen, daher gönne ich mir etwa einmal pro Woche westliche Küche, die zwischen 2,55 € und 8,50 € (3–10 US$) pro Mahlzeit kostet.  

Wenn ich sparsam bin und Zusatzkosten wie Softdrinks und andere Getränke zum Essen vermeide, liegt mein Essensbudget meist bei etwa 115 € bis 149 € (135–175 US$) im Monat.  

Gönne ich mir hingegen etwas mehr, können meine Essenskosten auf bis zu 255 € (300 US$) im Monat steigen. Letztlich hängt dein Essensbudget von deinen Prioritäten und deinem persönlichen Geschmack ab. 

Sonstige Grundkosten 

Natürlich summieren sich auch andere Grundkosten, etwa Benzin für Motorrad oder Auto, die Handyrechnung, Unterhaltung und unerwartete Ausgaben.  

Weil aber meine Grundkosten wie Miete und Essen so erschwinglich sind, mache ich mir über andere anfallende Ausgaben meist keine großen Sorgen.  

Wie hoch deine monatlichen Ausgaben für sonstige Grundbedürfnisse ausfallen, hängt von deinem Lebensstil und deiner Budgetplanung ab.   

Zusammengefasst: Dein Einkommen wird wahrscheinlich niedriger ausfallen als in Amerika. Doch dank der niedrigeren Lebenshaltungskosten bleibt dir mehr Geld zum Sparen und zum Genießen des Lebens.  

Wohnqualität 

Wie bereits erwähnt, ist Wohnen in Thailand im Vergleich zu den meisten Wohnungen in den USA sehr erschwinglich.

Abgesehen von den niedrigeren Kosten fragst du dich vielleicht, wie das Wohnen in Thailand in Sachen Qualität, Komfort und Ausstattung abschneidet.

Das behandle ich in den folgenden Abschnitten.

Baumaterialien 

Meiner persönlichen Erfahrung nach ist die Wohnqualität in Thailand durchaus ordentlich.  

Die meisten thailändischen Gebäude werden aus soliden Materialien wie Beton, Ziegel und Holz gebaut, anders als amerikanische Wohnungen, die ich kenne und die eher aus Gipskarton und weniger stabilen Materialien bestehen.

Küchen 

Manche thailändischen Häuser und Wohnungen sind nicht mit Küchengeräten ausgestattet. Ich behelfe mir dann mit einem Propankocher oder einer elektrischen Kochplatte für alles, was ich zum Kochen brauche.  

Möbel 

Die meisten Wohnungen in Thailand sind vollständig möbliert. Als Amerikaner könnte dir das Bett etwas zu hart vorkommen. Ein dicker Topper schafft hier gute Abhilfe gegen das harte Bett.   

Badezimmer 

Als Amerikaner findest du ein thailändisches Badezimmer vielleicht nicht so groß und komfortabel wie das zu Hause. Trotzdem deckt es alle Grundbedürfnisse ab.  

Ein typisches Badezimmer in einer thailändischen Wohnung hat keine Duschtrennwand, wie du es gewohnt bist. Und in einigen Wohnungen, in denen ich gewohnt habe, befand sich die Dusche direkt über der Toilette.  

In Thailand wird das Leitungssystem je nach Wohnung oder Haus entweder über eine elektrische Pumpe betrieben oder ist direkt an die städtische Wasserversorgung angeschlossen.  

Je nach Leitungssystem ist der Wasserdruck möglicherweise nicht so stark, wie du es gewohnt bist. Letztlich hängt der Wasserdruck vom Alter des Gebäudes und seines Leitungssystems ab.  

Anders als die meisten amerikanischen Häuser, die Gas-Warmwasserboiler verwenden, setzt Thailand auf elektrische Wandheizer. Diese begrenzen manchmal die verfügbare Menge an Warmwasser, was für alle unangenehm ist, die gerne lange heiß duschen.

In jedem Fall brauche ich bei der Hitze in Thailand ohnehin keine langen, heißen Duschen mehr.  

Außerdem sind Badewannen in den meisten thailändischen Unterkünften schwer zu finden. Abgesehen von manchen Hotels, hochwertigen Apartments und den teureren, neueren Häusern der Oberklasse sind Badewannen eher die Ausnahme.

Man bekommt, wofür man bezahlt 

In Thailand gilt meist die Faustregel: Man bekommt, wofür man bezahlt. Mit dem entsprechenden Budget solltest du problemlos eine Unterkunft finden, die deinem Komfort- und Anspruchsniveau entspricht.

Qualität des Essens   

Von leckerem Streetfood bis zu frischen Zutaten: Thailand bietet überall im Land eine riesige Auswahl an gut zugänglichem Essen. In Großstädten wie Chiang Mai, Phuket und Bangkok findest du zudem eine breite Auswahl gehobener Küche zu fairen Preisen.  

Ich mag thailändisches Essen wirklich sehr. Trotzdem habe ich hin und wieder genug davon, ehrlich gesagt.  

Lebst du in einer thailändischen Großstadt, findest du problemlos Küchen aus aller Welt, etwa mexikanisch, italienisch, japanisch, koreanisch, dazu Steakhäuser und Burgerläden.  

Ein typisches thailändisches Gericht kostet pro Person etwa 0,85 € bis 2,55 € (1–3 US$). Ausländische Küche und gehobene Restaurants können dagegen zwischen 4,25 € und 25,50 € (5–30 US$) pro Person kosten. Wer gerne Bier oder Wein zum Essen trinkt, sollte sein Budget entsprechend höher ansetzen. 

Insgesamt finde ich mein Essensbudget sehr günstig. Ich esse hauptsächlich thailändisch, mit gelegentlichen, teureren Restaurantbesuchen für ausländische Küche zur Abwechslung.  

Gesundheitsversorgung 

Zum Glück musste ich in all meinen Jahren in Thailand noch nie ein Krankenhaus aufsuchen

Trotzdem ist es beruhigend zu wissen, dass die Gesundheitsversorgung in Thailand sehr erschwinglich und in Großstädten wie Bangkok und Chiang Mai gut zugänglich ist. Bei größeren Eingriffen kann die Kostenlücke zwischen privaten und staatlichen Krankenhäusern erheblich sein, teils um ein Vielfaches, weshalb Expats, die dauerhaft bleiben wollen, fast durchweg zu einer soliden Krankenversicherung raten.  

Die Kosten für einen Arztbesuch hängen davon ab, ob du in ein staatliches oder privates Krankenhaus gehst. Sie liegen meist zwischen 12,75 € und 17 € (15–20 US$). 

Für eine komplette Vorsorgeuntersuchung inklusive Blutbild solltest du mit mindestens 85 € (100 US$) rechnen. Einfache Röntgenaufnahmen kosten je nach benötigter Körperregion zwischen 8,50 € und 25,50 € (10–30 US$).  

Falls dich schwerere gesundheitliche Probleme oder Operationen beunruhigen, empfehle ich dir, eine seriöse Krankenversicherung abzuschließen, um hohe Kosten aus eigener Tasche zu vermeiden.  

Aus dem, was ich höre, bieten Privatkliniken eine hervorragende medizinische Versorgung, die mit den USA vergleichbar ist, allerdings zu einem Bruchteil der Kosten.   

Apotheken 

In den meisten Fällen sind thailändische Apotheker ausgebildet und dazu befugt, grundlegende Medikamente ohne Arztbesuch zu verschreiben.  

Anders als in Amerika sind Medikamente sehr erschwinglich und kosten dich kein Vermögen für ein Rezept.  

Die meisten Standardmedikamente wie Antibiotika kosten üblicherweise unter 1,70 € (2 US$) pro Rezept.  

Tierärzte 

Für alle Tierliebhaber möchte ich auch auf die Kosten für Tierärzte in Thailand eingehen. 

take care of pet's health
In Thailand kannst du dich um dein Haustier kümmern, für deutlich weniger Geld als in den USA.

Wer Erfahrung mit Tierärzten in Amerika hat, weiß, dass sich die Kosten schnell summieren. Ein Besuch beim Tierarzt für meinen Welpen in den USA kostete mich meist zwischen 85 € und 127,50 € (100–150 US$), Medikamente nicht mitgerechnet. 

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Ein typischer Tierarztbesuch in Thailand kostet etwa 17 € (20 US$), dazu kommen etwa 2,55 € bis 4,25 € (3–5 US$) für nötige Medikamente.  

Dank der günstigen Tierarztkosten ist die Pflege deines geliebten Haustiers in Thailand deutlich erschwinglicher.  

Jobmöglichkeiten  

Viele Expats hier in Thailand arbeiten als Lehrer. Aber nicht jeder ist dafür qualifiziert oder daran interessiert.  

Unzählige digitale Nomaden nutzen ihre Fähigkeiten und Expertise, um sich hier in Thailand ein sehr komfortables Leben aufzubauen. Von IT-Arbeit über Videobearbeitung bis hin zum freiberuflichen Schreiben: Wer die nötigen Fähigkeiten mitbringt, kann als Expat in Thailand finanziell erfolgreich sein.  

Egal, woher dein Einkommen stammt: Achte auf die Voraussetzungen, um legal in Thailand zu arbeiten, etwa Arbeitserlaubnisse und Steuerpflichten.

Steuern 

Ob du ein Unternehmen führst oder mit einer thailändischen Arbeitserlaubnis arbeitest: Du bist dafür verantwortlich, deine Steuern im Königreich Thailand zu zahlen.

Die Besteuerung in Thailand kann, gelinde gesagt, kompliziert sein. Wie auch in Amerika empfiehlt es sich, einen Fachmann zu konsultieren, um Fehler und Strafen zu vermeiden und sicherzustellen, dass deine Steuern korrekt bearbeitet werden. 

Egal, ob du dein Geld in Thailand oder in Amerika verdienst: Als US-Bürger bist du weiterhin verpflichtet, deine Steuern beim IRS zu zahlen. Sprich also sowohl mit einem Steuerberater in Thailand als auch in den USA, um sicherzugehen, dass alles korrekt läuft.  

Bankwesen 

Als Inhaber eines Non-Immigrant-O-Visums musste ich ein thailändisches Bankkonto eröffnen, um mein Visum abzusichern. Das Bankensystem in Thailand ist unkompliziert und unterscheidet sich kaum von dem in den USA.  

Thailändische Banken bieten allerdings einen recht neuen Service an. In den letzten Jahren haben thailändische Banken ein kostenloses Überweisungssystem eingeführt, mit dem du Unternehmen und Personen direkt über eine App bezahlen kannst. 

Ich glaube, das war ihre Antwort auf mehr Bequemlichkeit, da Kartenzahlungen per Terminal hier nicht so verbreitet sind wie in Amerika. Ich finde das eine praktische Art, alltägliche Einkäufe zu erledigen, und muss dadurch kaum noch Bargeld mit mir herumtragen.   

Transport

Thailand bietet viele Möglichkeiten, sich im Land fortzubewegen, und in den folgenden Abschnitten gehe ich auf die beliebtesten Methoden ein.

Motorräder

Motorräder sind hier in Thailand das wichtigste Verkehrsmittel. Sie sind mit Abstand am zugänglichsten und günstigsten. Allerdings hat Thailand eine der höchsten Verkehrstotenraten weltweit, und Motorradunfälle sind unter Expats ein häufiger Notfall. Es lohnt sich also zu prüfen, ob deine Reise- oder Krankenversicherung Unfälle mit motorisierten Fahrzeugen abdeckt, da viele Standardpolicen das nicht tun.

BTS Sky Train und MRT U-Bahn

In Bangkok stehen dir der BTS Sky Train und die MRT U-Bahn zur Verfügung. Beide Systeme sind effizient und günstig, sodass du problemlos und bequem durch Bangkok kommst.

Grab

In den letzten Jahren hat sich Thailand Diensten wie Grab geöffnet. Das ist Thailands Antwort auf erfolgreiche Plattformen wie Uber und Lyft in Amerika.

Grab ist eine günstige Art, sich in Thailand fortzubewegen. Allerdings finde ich den Dienst nicht so zuverlässig und bequem wie Uber. Ich musste schon öfter länger als gewollt auf einen Grab-Fahrer warten.

Busse

Für Reisen zwischen den Provinzen findest du Busverbindungen, die praktisch jede Stadt in Thailand miteinander verbinden.

Diese Busse sind günstig und überraschend komfortabel. Wenn dir das langsamere Reisetempo nichts ausmacht, kommst du damit praktisch überall in Thailand hin.

Züge

Auch Züge stehen zur Verfügung, allerdings bist du hier auf die vorhandenen Bahnstrecken beschränkt. 

Flüge

Wenn du schnell durch Thailand reisen möchtest, sind Inlandsflüge meist günstig und bequem. Allerdings gibt es Flughäfen nur in größeren Provinzen wie Chiang Mai, Bangkok und Phuket.

Taxis, Tuk-Tuks und Songthaews

In Städten ohne öffentliches Nahverkehrssystem findest du zahlreiche Taxis, Songthaews (Pick-ups mit zwei Sitzbänken auf der Ladefläche), Tuk-Tuks und Motorradtaxis. Diese Dienste transportieren die Menschen in Thailand schon seit Jahrzehnten. 

Sicherheit 

Statistisch gesehen hat Amerika eine höhere Kriminalitätsrate als Thailand. Was Sicherheit betrifft, liegt Amerika auf Platz 56, Thailand auf Platz 95.

Ehrlich gesagt kenne ich die genauen Kriminalitätsstatistiken hier in Thailand nicht. Aus persönlicher Erfahrung kann ich aber mit Überzeugung sagen, dass ich mich in Thailand sehr sicher fühle.

Die thailändische Kultur ist stark von buddhistischen Werten und Prinzipien geprägt. Meiner Beobachtung nach glauben die meisten Thailänder an Karma und behandeln einander sowie fremdes Eigentum mit größtem Respekt.

Das heißt nicht, dass es in Thailand keine Kriminalität gibt. Sie ist nur längst nicht so verbreitet und belastend wie in manchen amerikanischen Städten.

Ich habe von Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Betrug und Raub gehört. Ich glaube, solche Taten entstehen eher aus Notlagen als aus böser Absicht.

Nutze in Thailand einfach deinen gesunden Menschenverstand, um dich aus Gefahren herauszuhalten. Sei außerdem respektvoll gegenüber anderen und bleib aufmerksam. Dann wirst du die meisten heiklen und gefährlichen Situationen sicher vermeiden.  

Menschen 

Es lässt sich nicht oft genug betonen: Thailänder begegnen anderen mit größtem Respekt und begrüßen einander stets mit einem Lächeln.

Meiner persönlichen Erfahrung nach sind Thailänder immer bereit, jemandem in Not zu helfen. Selbst bei einer Sprachbarriere geben sie ihr Bestes, um dir zu helfen.

Egal, ob du eine Wegbeschreibung brauchst, Hilfe bei einem Fahrzeugproblem oder in einer Notlage steckst: Es ist keine Seltenheit, dass ein Thailänder anhält und sich Zeit nimmt, dir zu helfen.

Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Städten, wo Menschen oft achtlos an anderen in Not vorbeigehen, empfinde ich die thailändische Kultur als sehr mitfühlend und liebenswert.   

Wetter 

Wenn du ganzjährig in Thailand bleiben möchtest, musst du dich an das Wetter gewöhnen. Von brütend heißen Sommern bis zu regnerischen, überflutungsgefährdeten Monsunzeiten wird das Wetter deinen Alltag und Lebensstil mitprägen. 

Thailand hat drei offizielle Jahreszeiten:

  • heiß
  • kühl
  • regnerisch

Schauen wir uns jede davon genauer an.

Heiße Jahreszeit

Die heiße Jahreszeit dauert von März bis Juni, wobei April und Mai die heißesten Monate des Jahres sind.

Je nachdem, wo in Thailand du dich befindest, können die Temperaturen in der heißen Jahreszeit sehr hoch steigen. Heiße Tage sind perfekt, um die schönen Strände Südthailands oder die ruhigen Flüsse und Wasserfälle Nordthailands zu genießen.

Egal, in welchem Teil Thailands du dich aufhältst: In der heißen Jahreszeit einen kühlen Kopf zu bewahren, ist unerlässlich.  

Kühle Jahreszeit 

Von November bis Mitte Februar wird es in Thailand etwas kühler. Verglichen mit Regionen der Welt, in denen es einen echten Winter gibt, ist es aber immer noch warm.

Wundere dich also nicht, wenn du in dieser Zeit Menschen in langärmligen Shirts und Jacken siehst.  

Regenzeit 

Die Regenzeit beginnt im Mai und endet im Oktober. Über die Tage und Wochen verteilt kannst du mit kräftigen, aber unregelmäßigen Regenschauern rechnen; es regnet aber nicht rund um die Uhr, außer bei einem Tiefdruckgebiet.

Trotzdem gibt es immer wieder auch klare, sonnige Momente. Auf Regen solltest du während der Monsunzeit aber immer vorbereitet sein.

Von den Thailändern habe ich gelernt, dass es sich immer lohnt, einen Einweg-Regenponcho dabei zu haben, falls es unerwartet regnet. 

Außerdem neigt Thailand während der Regenzeit zu Überschwemmungen. Wenn Reisen während der Monsunzeit nötig ist, solltest du entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.  

Und jetzt zu dir 

Das perfekte Land gibt es nicht. Egal, wohin du gehst: Es wird immer Menschen, Regierungen und Gepflogenheiten geben, mit denen du nicht einverstanden bist.

Trotzdem bin ich in Thailand sehr glücklich. Freunde und Familie fragen mich oft, warum ich hier so glücklich bin. Es lässt sich nicht so leicht in Worte fassen, außer dass es ein Gefühl von innen ist. 

Vielleicht liegt es am fehlenden finanziellen Druck im Vergleich zu meinem Leben in den Staaten, oder vielleicht an der Sonne und der Extraportion Vitamin D. 

Ich habe mich in den Lebensstil verliebt, den Thailand bietet, und bin sehr glücklich und dankbar, es mein Zuhause nennen zu dürfen.  

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