Sich in Bangkok zurechtzufinden, egal ob am ersten Arbeitstag oder am ersten Urlaubstag, kann ziemlich überfordern. Schließlich gibt es ein Dutzend verschiedene Möglichkeiten, um durch die Stadt zu kommen.
Doch woher weiß man, welches Verkehrsmittel das richtige ist? Das hängt vor allem von der Tageszeit und dem Wochentag ab.
In diesem Guide gehen wir alle Transportmöglichkeiten in Bangkok durch und verraten, wann sich welche am meisten lohnt. Außerdem listen wir Durchschnittspreise, Routen und Fahrtkosten auf.
Contents
Das Wichtigste in Kürze
- Die BTS (Skytrain) und die MRT bilden das Rückgrat des Bangkoker Nahverkehrs: günstig (ab THB17), während der Rushhour häufig, klimatisiert und bei verstopften Straßen die schnellste Option.
- Rabbit-Karten (BTS) und Stored-Value-Karten (MRT) sparen an belebten Stationen Zeit und lohnen sich für alle, die mehrmals pro Woche mit der Bahn fahren.
- Motorradtaxis (erkennbar an den orangefarbenen Westen) sind für kurze Soi-Strecken die schnellste Option, besonders während der Rushhour, gelten statistisch aber als die gefährlichste Art, sich in der Stadt fortzubewegen.
- Tuk-Tuks sind einmal ein Erlebnis, für den regelmäßigen Gebrauch aber selten praktisch: Die Preise sind Verhandlungssache und meist höher als bei einem Taxi mit Taxameter oder einer Grab-Fahrt zum selben Ziel.
- Grab und Bolt sind nach Mitternacht, wenn die Bahnen nicht mehr fahren, und für Ziele außerhalb des Schienennetzes die sicherste und verlässlichste Wahl.
- Die Hauptverkehrszeiten in Bangkok liegen wochentags zwischen 7 und 9:30 Uhr sowie zwischen 16 und 19 Uhr. In diesen Zeitfenstern sind BTS oder MRT die bessere Wahl; wer einen Termin einhalten muss, sollte Taxis und Busse ganz meiden.
Bahnverkehr
Bangkok verfügt über ein weitläufiges öffentliches Bahnnetz, zu dem unter anderem die BTS, die MRT und die SRT gehören. Es wird deine wichtigste Methode sein, um dich in der Stadt fortzubewegen.

BTS
Die BTS, auch als Skytrain bekannt, verläuft von Samut Prakan durch Bangkok bis nach Pathum Thani und deckt dabei alle wichtigen Haltestellen von Süd nach Nord ab. Die BTS-Silom-Linie erschließt das Silom-Viertel von Ost nach West.
- Startpreis: THB17, kostenlos für Kinder unter 90 Zentimeter
- Betriebszeiten: 6:00 Uhr bis Mitternacht
- Vorteile: Vergleichsweise günstig, schnell und praktisch
- Nachteile: Neigt zu Überfüllung, wird aber laufend erweitert

Die ikonische BTS bildet das Rückgrat des Bangkoker Nahverkehrsnetzes und besteht aus zwei Linien. Sie erschließt einen Großteil des zentralen Geschäftsviertels und trifft an der Knotenstation Siam an der Rama-1-Straße (direkt neben dem Siam Paragon) zusammen.
Die BTS-Sukhumvit-Linie beginnt in Kheha, Samut Prakan, und verläuft entlang der Sukhumvit-Straße bis nach Khu Khot bei Pathum Thani.
Die kürzere BTS-Silom-Linie führt vom National Stadium über den Fluss bis nach Bang Wa und passiert dabei das Geschäfts- und Nachtlebenviertel Silom sowie das elegante Flussufer-Viertel Sathorn.
Betriebszeiten
Von 7:00 bis 9:30 Uhr und von 16:30 bis 19:00 Uhr fahren die Züge auf beiden Linien werktags alle drei Minuten. Außerhalb dieser Zeiten kommt normalerweise alle fünf bis acht Minuten ein Zug, wobei sich die Abstände am späteren Abend und am Wochenende weiter vergrößern.
Ein Ticket kaufen
Um an einer der BTS-Stationen ein Ticket zu kaufen, gehst du zu den Fahrkartenautomaten, wählst deine Zielstation und wirfst dein Geld ein. Du erhältst ein Ticket, das du dann rechts neben den Eingangsschranken in die Maschine steckst. Alternativ kannst du an den Informationsschaltern auch direkt beim BTS-Personal ein Ticket kaufen. Bezahlt werden kann mit Scheinen, Münzen oder per QR-Code.
Wer an einem Tag mehrere Teile der Stadt besuchen möchte, kann auch eine Tageskarte kaufen. Sie kostet THB150 und gilt für den gesamten Tag, an dem sie erworben wird. Erhältlich ist sie an jedem BTS-Ticketschalter.
Rabbit Card
Alternativ kannst du dir eine Rabbit Card zulegen, mit der du an den Ticketautomaten vorbeiziehen kannst. Diese Karten gibt es in zwei Varianten:
- Stored Value
- 30-Tage-Trips
Die Stored-Value-Karte ist unkompliziert: Einfach mit dem gewünschten Betrag aufladen (in Vielfachen von THB100, bis maximal THB4000) und schon kann es losgehen.
Die 30-Tage-Trips-Karte berechnet eine Pauschale für eine festgelegte Anzahl an Fahrten, was je nach Ziel Geld sparen kann. Zur Auswahl stehen 15, 25, 40 oder 50 Fahrten auf einmal, wobei der Preis pro Fahrt sinkt, je mehr Fahrten aufgeladen werden. So kommen 15 Fahrten im Schnitt auf etwa THB30 pro Fahrt, während 50 Fahrten im Schnitt bei rund THB25 pro Fahrt liegen.
MRT Blue
Die MRT-Linien schließen einige Lücken im Verkehrsnetz, die die BTS nicht abdeckt. Die MRT Blue Line (U-Bahn) verläuft am äußeren Rand des Bangkoker Zentrums und zweigt im Südwesten nach Bangkok Noi ab. Die MRT Purple Line (oberirdisch) beginnt an der Nordwestschleife der Blue Line und führt dann weiter westlich nach Nonthaburi.
Außerdem gibt es inzwischen eine neue Pink Line und Yellow Line, die durch die Vorstadtgebiete führen.
- Startpreis: THB17, kostenlos für Kinder unter 90 Zentimeter
- Betriebszeiten: 6:00 Uhr bis Mitternacht
- Vorteile: Vergleichsweise günstig, schnell und praktisch
- Nachteile: Während der Rushhour überfüllt

Wie die BTS kann auch die MRT zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Stationen überfüllt sein. Die Station Sukhumvit während der Rushhour ist zum Beispiel ein echtes Erlebnis. Ansonsten fahren die Züge aber meist häufig, mit Wartezeiten zwischen zwei und sieben Minuten, je nach Tageszeit.
Der Ticketkauf funktioniert ähnlich wie bei der BTS, ist aber etwas benutzerfreundlicher. Einzelfahrscheine (kleine schwarze Plastikchips) gibt es sowohl an den Ticketschaltern als auch an den Automaten in jeder Station.
Wie die BTS bietet auch die MRT verschiedene Prepaid-Karten an. Die klassische, vorab aufgeladene Stored-Value-Karte gibt es an jeder Station für eine Erstzahlung von THB180 (THB100 Guthaben plus THB50 Pfand und THB30 Ausstellungsgebühr). Die reguläre Stored-Value-Karte bietet zwar keinen Fahrpreisrabatt, spart aber vor allem an belebteren Stationen wie Sukhumvit enorm viel Zeit.

Stored-Value-Karten gibt es außerdem für Kinder, Studierende und Senioren, jeweils mit unterschiedlichen Rabatten.
- Studentenkarten gelten für Studierende unter 23 Jahren und bieten 10 Prozent Rabatt
- Seniorenkarten gelten für Personen über 60 Jahre und bieten satte 50 Prozent Rabatt. Dieser Rabatt gilt allerdings nur für Thailänder
- Kinderkarten gelten für Kinder bis 14 Jahre zwischen 91 und 120 Zentimeter Körpergröße und bieten 50 Prozent Rabatt
Außerdem gibt es mehrere Zeitkarten, mit denen man für einen festgelegten Zeitraum unbegrenzt fahren kann. Wer als Tourist in der Nähe der MRT-Linien wohnt, kann damit sowohl Geld als auch Zeit sparen. Es gibt drei Varianten:
- Der Drei-Tage-Pass bietet drei Tage unbegrenzte Fahrten im Netz für THB230. Wer ein arbeitsreiches Wochenende in Bangkok verbringt und in der Nähe der MRT wohnt, spart damit fast sicher etwas Geld.
- Der eher für Pendler gedachte 30-Tage-Pass bietet 30 Tage unbegrenzte Fahrten für THB1.400 (also rund THB47 pro Tag). Für alle, die entlang der MRT-Linien wohnen und arbeiten, spart das definitiv Zeit und Geld, für Kurzzeittouristen ist er aber wohl weniger praktisch.
- Der Premiere Pass scheint nur Unternehmen vorbehalten zu sein, die Tickets in großen Mengen kaufen. Firmenvertreter können sich für weitere Informationen an die Marketing- und Handelsabteilung der MRT unter 02-354-2000 wenden.
ARL Airport Rail Link
Der ARL Airport Rail Link führt vom Flughafen Suvarnabhumi ins Herz von Bangkok und endet an der BTS-Station Phayathai. An der Makkasan-Station des Airport Rail Link kann man außerdem in die MRT-Station Petchaburi umsteigen.
- Startpreis: THB15, kostenlos für Kinder unter 12 Jahren oder unter 90 Zentimeter Körpergröße
- Betriebszeiten: 6:00 Uhr bis Mitternacht
- Vorteile: Günstig, schnell und ein guter Weg, um dem Verkehr auf dem Weg zum oder vom Flughafen zu entgehen
- Nachteile: Züge fahren selten und sind oft überfüllt

Neben seinem eigentlichen Zweck, die Flughäfen mit dem Stadtzentrum zu verbinden, nutzen auch Pendler den Airport Rail Link, um schnell durch Stadtteile zu kommen, die von BTS oder MRT nicht erschlossen sind. Er führt durch einige beliebte Gegenden wie Ramkhamheng und Lat Krabang.
Am Flughafen Suvarnabhumi erreicht man den Airport Rail Link über Ebene B des Passagierterminals.
Die Züge des Airport Rail Link fahren deutlich seltener als der restliche städtische Nahverkehr, mit Abständen von bis zu 10 Minuten zwischen den Zügen. Zusammen mit dem Gedränge zwischen kofferbeladenen Reisenden und erschöpften Pendlern kann die Fahrt ziemlich anstrengend werden.
Der Vorteil, den Stau bei der Ausfahrt vom Flughafen zu umgehen und vergleichsweise schnell in die Innenstadt zu gelangen, macht das aber wieder wett.
Wie BTS und MRT bietet auch der Airport Rail Link neben den üblichen Einzelfahrscheinen Prepaid-Karten für Vielfahrer an. Aktuell scheinen nur Prepaid-Karten verfügbar zu sein, wodurch sie eher Zeit- als Geldersparnis bringen.
BRT Sathorn-Ratchapruek Line
Ursprünglich Teil eines geplanten Netzes aus Hightech-Bussen für die ganze Stadt, wurde am Ende nur eine einzige BRT-Route in Sathorn fertiggestellt, bevor das gesamte Projekt gestrichen wurde.
- Startpreis: THB15
- Betriebszeiten: 6:00 Uhr bis Mitternacht
- Vorteile: Schnell und günstig
- Nachteile: Außerhalb der Stoßzeiten 10-Minuten-Takt

Die einzige BRT-Linie verläuft von Sathorn, wo sie sich mit der BTS-Station Chong Nongsi kreuzt, über den Fluss in einem weiten U-Bogen bis zur Ratchapreuk-Station, wo sie erneut mit der BTS-Silom-Linie an der Station Talat Phlu zusammentrifft.
Das Prinzip ist ähnlich wie beim restlichen Bangkoker Nahverkehr: Ticket am Automaten kaufen, am Tor scannen und an der Station auf den Bus warten.
Anders als die gewöhnlichen Busse auf Bangkoks Straßen, die den Großteil ihrer Zeit im chronischen Stau verbringen, hat der BRT eine eigene, abgetrennte Spur und kann die Stadt daher in einem vernünftigen Tempo durchqueren.
Straßenverkehr
Wer keine Bahnen mag, hat in Bangkok zahlreiche weitere Möglichkeiten, um durch die Stadt zu kommen, sollte sich aber auf viel Zeit im Stau einstellen.
Taxis mit Taxameter
Taxis mit Taxameter bedienen sowohl Einheimische als auch Expats und sind die gängigste Art, sich in der Stadt fortzubewegen. Sie sind vergleichsweise günstig, klimatisiert und in den meisten Stadtteilen unglaublich zahlreich vertreten.
- Startpreis: THB35 für den ersten Kilometer, danach steigt der Preis mit jedem weiteren Kilometer überproportional an
Vorteile: Schnell (bei freier Fahrt), günstig (bei freier Fahrt) und klimatisiert
Nachteile: Anfällig für Bangkoks Verkehrschaos sowie unehrliche oder unfähige Fahrer

Meist knallpink, türkis oder gelb lackiert, stehen Taxameter-Taxis vor den meisten großen Einkaufszentren und Sehenswürdigkeiten der Stadt oder können am Straßenrand herangewunken werden, wenn das neonrote „Frei“-Schild in der Windschutzscheibe leuchtet.
Ein Mangel an Taxis herrscht selten, selbst spät in der Nacht nicht. Allerdings weigern sich Fahrer häufig, eine Fahrt anzunehmen, wenn das Ziel durch ein staugeplagtes Gebiet führt, es regnet oder gerade Schichtwechsel ansteht.
Die Farbgebung der Bangkoker Taxis folgt einem eigenen System. Einfarbige Taxis (meist pink, blau oder rot) gehören in der Regel einer Firma, wobei jede Farbe für ein anderes Unternehmen oder eine andere Genossenschaft steht, und werden vom Fahrer nur gemietet.
Zweifarbige Taxis (am häufigsten die gelb-grüne Variante) gehören selbstständigen Fahrern, die ihren Wagen selbst besitzen. Eines dieser Taxis anzuhalten ist meist die sicherere Wahl für guten Service, da diese Fahrer eher auf ihren Ruf und den Zustand ihres Fahrzeugs achten.
Die meisten erfahrenen Einwohner und Touristen der Stadt greifen mittlerweile lieber zu den risikofreien Taxi-Apps wie Grab. Wer aber doch ein Taxameter-Taxi nehmen muss, für den erleichtern ein paar Grundregeln das Leben etwas.
- Nennt der Fahrer von sich aus einen Festpreis, lehne ihn ab. Er wird garantiert überteuert sein. Tür zu und aufs nächste Taxi warten, das wahrscheinlich in weniger als einer Minute kommt. Als Faustregel gilt: Erst richtig entspannen, wenn der Fahrer den Taxameter-Knopf gedrückt hat. Manche Fahrer akzeptieren die Fahrt zunächst, warten, bis man eingestiegen ist, und nennen dann einen überhöhten Preis. Sag höflich, aber bestimmt „Meter“. Beharrt der Fahrer auf einem Festpreis, steig aus.
- Die meisten Taxifahrer sprechen bestenfalls rudimentäres Englisch. Es hilft daher, Name und Adresse des Ziels in Thai-Schrift dabeizuhaben, es sei denn, es handelt sich um ein besonders bekanntes Gebiet Bangkoks. Auch die Telefonnummer eines Kontakts am Zielort ist extrem nützlich. Im Internet finden sich einige Seiten mit hilfreichen Sätzen für den Umgang mit Taxifahrern, etwa diese von LangHub.
- Es hilft außerdem, ungefähr zu wissen, wo sich das Ziel befindet und welche Route am effizientesten ist. Verlass dich nicht darauf, dass der Fahrer das weiß oder nicht annimmt, du wärst ein leichtgläubiger Tourist, dem er einen Umweg fahren kann, um ein paar zusätzliche Baht aus dem Taxameter herauszuholen. Google Maps ist dabei ein guter Freund, besonders mit eingeschaltetem GPS.
- Bei längeren Fahrten fragt der Fahrer häufig, ob die Mautstraße genutzt werden soll. In dem Fall werden die Kosten an dich weitergegeben: Sie liegen üblicherweise zwischen THB20 und THB50, je nach Strecke. Der Betrag wird bei der Einfahrt an der Mautstation angezeigt. Ich persönlich entscheide mich fast immer für die Mautstraße, da die eingesparte Zeit den kleinen Aufpreis wert ist, besonders in oder kurz vor der Rushhour, aber das bleibt jedem selbst überlassen.
- Trinkgeld ist nicht Pflicht und wird meist auch nicht erwartet. Allerdings wird der Fahrpreis in der Regel auf- oder abgerundet. Zahlst du zum Beispiel eine THB96-Fahrt mit einem THB100-Schein, erwarte kein Wechselgeld. Genauso kannst du eine THB41-Fahrt mit THB40 bezahlen, ohne dass der Fahrer die Augenbraue hebt. War die Fahrt aber besonders gut, freut sich der Fahrer über ein kleines Trinkgeld.
- Persönliche Sicherheit ist ein wichtiges Thema, besonders bei kreisenden Taxis. Ich kenne Frauen, die sich weigern, allein ein Taxameter-Taxi zu nehmen, und habe einige Horrorgeschichten über alleinreisende Frauen und nächtliche Fahrer gehört. Zwar sind Taxis in Bangkok reguliert, doch die Regeln werden nur schlecht durchgesetzt, und es gibt genug zweifelhafte Gestalten, die unter falscher Identität unterwegs sind. Notiere dir immer das Kennzeichen und die Fahrer-ID, die vor dem Beifahrersitz an der Windschutzscheibe angebracht ist. Vergleiche wenn möglich das Gesicht des Fahrers mit dem Foto, und notiere dir Namen und ID. Vermeide es nach Möglichkeit, nachts allein oder betrunken ein Taxi zu nehmen. Eine Taxi-App ist meist die sicherere Wahl.
- Das Department of Land Transport (DLT) betreibt eine Hotline unter 1584, über die schlechte Fahrer gemeldet werden können.
Taxameter-Taxis lassen sich auch telefonisch über Taxi Radio vorbestellen, gegen eine kleine Gebühr von THB20. Einfach 02-0981681 anrufen oder sie über die Line-App unter @Gosabuy hinzufügen und Abholzeit und -ort mitteilen, schon kurz darauf trifft ein Taxi ein. Der Service läuft allerdings nur auf Thai, wer kein Thai spricht, sollte lieber Grab nutzen.
Anders als bei Taxi-Apps handelt es sich hier um einen recht altmodischen Service. Man erhält eine SMS-Bestätigung mit der Nummer des Fahrers. Ein Tracking gibt es nicht, man muss also einfach abwarten und hoffen. Der Service ist derzeit nur auf Thai verfügbar.
Ride-Hailing-Apps
- Startpreis: Abhängig von der Distanz, im Schnitt rund THB100
- Vorteile: Taxi lässt sich im Voraus bestellen, Fahrer/Fahrzeugtyp wählbar, sicherer als Taxameter-Taxis
- Nachteile: Bei einer Stornierung muss unter Umständen die Anzahlung bezahlt werden
Es gibt zahlreiche Ride-Hailing-Apps in Thailand. Die drei beliebtesten sind:

- Grab
- LINE
- Bolt
Meiner Meinung nach ist Grab die beliebteste Ride-Hailing-App in Thailand. Sie funktioniert ähnlich wie Uber: Man bucht ein Taxi, ein Motorradtaxi oder eine private Fahrt. Der Preis kann etwas höher liegen als bei einem Taxameter-Taxi, dafür kennst du den Fahrpreis schon im Voraus. Außerdem ist es sicherer, da du alle Fahrerdaten einsehen kannst. Bei Problemen kannst du dich an das Grab-Support-Team wenden.
LINE funktioniert auf ähnliche Weise. Die beiden Unternehmen sind direkte Konkurrenten.
Bolt wiederum ist die günstigste verfügbare Option, dafür aber weniger reguliert als die beiden anderen.
Wer diese Apps bereits in anderen Ländern genutzt hat, kann sie problemlos auch in Thailand verwenden. Die Bedienung ist denkbar einfach: Dienst auswählen, dann erscheint eine Karte, auf der Abhol- und Zielpunkt festgelegt werden.
Deine Anfrage wird an alle Fahrer in der Umgebung gesendet, die auf der Karte mit einem kleinen farbigen Kreis erscheinen. Grün bedeutet, dass die Anfrage empfangen wurde, Rot, dass sie abgelehnt wurde.
Sobald ein Fahrer die Fahrt annimmt, erscheint ein kleines Pop-up mit Name, Foto und Kennzeichen. Danach kannst du verfolgen, wie sich das Symbol durch die Straßen zu deinem gewählten Abholpunkt bewegt. Der Fahrer ruft dann meist an, um die Ankunft und den Abholort zu bestätigen. Am Ende der Fahrt bezahlst du Fahrpreis und Servicegebühr.
**Uber ist in Thailand nicht verfügbar.
Busse
Bangkok hat unzählige Buslinien und Betreiber, mit denen man fast jederzeit quer durch die Stadt kommt.
- Startpreis: THB8 (ohne Klimaanlage) und THB10 (mit Klimaanlage)
- Betriebszeiten: meist 5:00 bis 22:00 Uhr; manche Busse fahren bis Mitternacht, andere die ganze Nacht durch
- Vorteile: Günstig
- Nachteile: Auf den meisten Innenstadtrouten langsam, manche Busse ohne Klimaanlage, häufig überfüllt

Bangkoks Busse sind große, knatternde, verrostete Ungetüme, die sich schwankend und schlingernd durch das Verkehrschaos der Stadt kämpfen und ihre Fahrgäste dabei durchschütteln wie Socken im Trockner. Die meisten Busse zeigen ihr Ziel nur auf Thai an.
Busfahren ist ein Abenteuer für sich, und ich würde es jederzeit dem Nahverkehr der Stadt vorziehen (außer an Tagen, an denen ich pünktlich sein muss).
Die meisten Busse hier funktionieren ähnlich wie in anderen Großstädten. An der ausgewiesenen Bushaltestelle warten. Kommt der gewünschte Bus, einsteigen und einen Platz suchen oder stehen bleiben. Auf den Schaffner warten. In klimatisierten Bussen das Ziel nennen und den entsprechenden Betrag bezahlen.
Da nicht klimatisierte Busse einen Pauschalpreis verlangen, muss man nur das Geld übergeben. Busse haben in der Regel nur kleines Wechselgeld dabei. Also besser keine THB500- oder THB1.000-Scheine zücken, es sei denn, du willst ein paar neue, ziemlich derbe Thai-Vokabeln lernen. Das Ticket aufheben und nicht sofort wegwerfen: Kontrolleure steigen gelegentlich zu, und ohne Ticket muss man doppelt zahlen.
Um den Bus anzuhalten, einen der Knöpfe an den Haltegriffen drücken, am besten mit genug Vorlauf, damit der Fahrer noch sicher vor dem Ziel anhalten kann. Manche freundliche Schaffner weisen darauf hin, wenn die Haltestelle näher rückt und man sichtlich unsicher wirkt, aber darauf sollte man sich nicht verlassen: Am besten selbst aufpassen.
Es kommt häufig vor, dass Fahrer bei knappem Zeitplan kurz mitten auf der Straße halten, statt zur Haltestelle zu fahren. Also vor dem Aussteigen kurz auf vorbeifahrende Motorräder achten.
Das Bangkoker Busnetz ist ein regelrechtes Labyrinth mit über 100 Routen durch Bangkok, Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Sakhon, Samut Prakan und Nakhon Pathom. Die Busse gibt es in allen möglichen Farben und Zuständen, von vollklimatisiert und relativ modern bis hin zu ventilatorgekühlten Rostlauben.
Es lohnt sich, vor der Fahrt einen Routenplan zu checken. Ein Beispiel dafür findet sich in der Viabus-App oder auf der Website der BMTA.
Es lohnt sich immer, die benötigte Liniennummer vorher herauszufinden. Auch die Farbe des Busses kann eine Rolle spielen, da Busse mit derselben Nummer, aber unterschiedlicher Farbe manchmal unterschiedliche Routen fahren.
Manchen Liniennummern folgt zudem ein Thai-Symbol, das wiederum eine andere Route anzeigt. Bus 73 fährt zum Beispiel eine andere Route als Bus 73ก.
Die Fahrpreise variieren je nach Route und Zustand des Busses, lassen sich aber grob in zwei Kategorien einteilen: mit und ohne Klimaanlage.
- Klimatisierte Busse sind entweder gelb oder blau. Dazu kommen die moderneren und komfortableren EURO-II-Busse in verschiedenen Farben. Sie kosten je nach Fahrtlänge zwischen THB10 und THB24.
- Nicht klimatisierte Busse haben je nach Farbe einen Pauschalpreis. Die klapprigen creme-roten Busse kosten THB8 pro Fahrt. Die etwas neueren orange-blauen Busse kosten THB9. Nach 22 Uhr steigt der Preis der orangen Busse auf THB10.
Einige reguläre Buslinien bieten außerdem einen Expressway-Service an, bei dem eine Reihe von Haltestellen ausgelassen wird, um die Schnellstraße zu nutzen. Erkennbar sind sie an den Schildern in der Frontscheibe: blau für die normale Route, gelb für den Expressway.
Es gibt außerdem Busse mit einem roten Schild, die nur einen kleinen Abschnitt einiger stark befahrener Stadtrouten bedienen.
Schließlich gibt es vier Buslinien, die die Innenstadt von Bangkok mit dem Flughafen Don Mueang verbinden, die Routen A1 bis A4. Die A1 startet in Chatuchak, die A2 am Victory Monument. Beide kosten pauschal THB30. Der A3-Bus fährt vom Lumphini-Park los, der A4 vom Sanam Luang aus über die beliebte Backpacker-Gegend Khao San Road. Beide Fahrten kosten THB50.
Die meisten Busse fahren bis 22 Uhr, einige bis 23 oder 0 Uhr. Eine Preiserhöhung gibt es abgesehen vom bereits erwähnten nicht klimatisierten orangen Bus nicht.
Bei Problemen erreicht man das BMTA-Callcenter unter 1348. Für Englischsprecher ist Google Maps oft die bessere Wahl, da es passende Buslinien und Fahrzeiten zwischen zwei Zielen anzeigt.
Mehr erfahren: So nimmst du den Bus in Bangkok
Minivans
Günstig, schnell und angenehm klimatisiert: Kein Wunder, dass Bangkoks Minivans bei vielen Pendlern zwischen den Vorstädten und dem Zentrum so beliebt sind.
- Kosten: THB20 bis THB60 pro Fahrt, je nach Distanz
- Betriebszeiten: je nach Route unterschiedlich: Beginn zwischen 4 und 6 Uhr, Ende um 22 Uhr
- Vorteile: Günstiger als ein Taxi und schneller als ein Bus
- Nachteile: Bekanntermaßen wenig sicher

Anders als der behäbige Bus können Vans dichteren Verkehr umgehen, indem sie durch die Seitenstraßen der Stadt weichen und über die Schnellstraßen flitzen.
Wären sie nicht für ihre unglückliche Angewohnheit bekannt, aufgrund der wenig vorsichtigen Fahrweise ihrer Fahrer regelmäßig die Kontrolle zu verlieren und von Schnellstraßen zu stürzen, wären sie tatsächlich das perfekte öffentliche Verkehrsmittel.
Trotzdem schreckt das Risiko eines feurigen Endes kaum jemanden ab, und in den meisten Vans der Stadt geht es entsprechend eng zu.
Minivans lassen sich entweder an einem der städtischen Busbahnhöfe oder ganz einfach durch Anhalten am Straßenrand nutzen. Für Bangkok-Neulinge kann es schwierig sein, die öffentlichen Personenvans der BMTA von privat betriebenen zu unterscheiden.
Ein paar Merkmale heben sie aber von der Masse ab. BMTA-Vans sind meist weiße Toyotas mit bunten, geschwungenen Mustern an Front und Seiten oder einem geraden Streifenmuster. Häufig zeigen sie Thai-Schriftzeichen an den Seiten, die Liniennummer und Ziel angeben.
Vans starten in der Regel an lokalen Knotenpunkten wie Universitäten, Märkten und großen Einkaufszentren.
Wie bei vielen anderen Transportmitteln in Bangkok üblich, verlassen Minivans diese Knotenpunkte oft erst, wenn sie voll besetzt sind, was mancherorts zu langen Wartezeiten führen kann. Außerdem wird an diesen Knotenpunkten der Fahrer im Voraus bezahlt, anders als bei der Ankunft am Ziel.
Beim Minivan musst du dem Fahrer sagen, wo du aussteigen möchtest. Ein kurzes, bestimmtes jawt noy khrab/kaa erledigt das meist. Die meisten Vans halten außerdem an beliebten Zielen wie Einkaufszentren und BTS-Stationen, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen.
Das Geld übergibst du dann direkt dem Fahrer, es sei denn, du bist an einem Knotenpunkt eingestiegen, dann hast du vermutlich schon bezahlt. Auch hier gilt: kleine Scheine bereithalten, da ein THB1.000-Schein wenig Begeisterung auslöst.
Minivans sind außerdem eine schnelle Option für Fahrten von Bangkok in nahegelegene Provinzen wie Chonburi, Ayutthaya, Kanchanaburi, Nakhon Nayok und Prachuap Khiri Khan. Sie zählen zudem zu den beliebten Flughafentransfer-Optionen an vielen Flughäfen in Thailand.
Songthaews
Ein Songthaew ist ein zum Personentransport umgebauter Pick-up. Auf der Ladefläche befinden sich zwei Sitzbänke unter einem Dach. Songthaews fungieren auf bestimmten stark befahrenen Bangkoker Routen als eine Art Ad-hoc-Bus. Es gibt sie in mehreren Varianten, in Bangkok am häufigsten sind die langen, schlanken, roten Isuzus.
- Startpreis: THB7, steigt zwischen 21 und 22 Uhr auf THB10
- Betriebszeiten: je nach Route unterschiedlich, meist von 6 bis 22 Uhr, manche Linien bis Mitternacht
- Vorteile: Überall ein- und aussteigen, günstig
- Nachteile: Man sollte nichts gegen körperliche Nähe zu wildfremden Menschen haben

Songthaews fahren üblicherweise feste Routen: meist eine kleine Schleife auf einigen der stark befahrenen Straßen und Sois der Stadt. Man kann sie am Straßenrand heranwinken oder an einigen festen Haltestellen einsteigen, meist in der Nähe einer Nahverkehrsstation oder auf dem Parkplatz des örtlichen Tesco Lotus oder Big C.
Entlang der Hauptstraßen halten sie auch an Bushaltestellen. Man muss dem Fahrer nicht sagen, wohin man will: Einfach heranwinken, hinten einsteigen, warten, bis man am Ziel ist, und einen der Summer auf der Ladefläche drücken. Dann dem Fahrer am Ziel den Fahrpreis übergeben und weitergehen.
Der Fahrpreis liegt pauschal bei THB7 und steigt nach Einbruch der Dunkelheit auf THB10. Am besten das Geld in kleinen Scheinen bereithalten, bevor man ans Fahrerfenster tritt. Diese Fahrer warten nicht gern, und niemand möchte „der Tourist“ sein, den der Fahrer wegen aufgehaltenem Verkehr anschnauzt, während er noch nach Kleingeld in seiner Geldbörse kramt.
Informationen zu Songthaew-Routen und -Preisen sind online rar, zumindest im englischsprachigen Teil des Internets. Zwar zeigen viele Songthaews ihr Ziel an der Seite des Wagens oder in der vorderen Ecke der Windschutzscheibe an, allerdings fast immer nur auf Thai. Am besten also vor der Fahrt bei einem Einheimischen oder direkt beim Fahrer nachfragen.
In anderen Provinzen kann der rote Pick-up anders funktionieren. Songthaews in Chiang Mai etwa gibt es sowohl auf festen Routen als auch als taxiähnliche Variante. Dabei nennst du dem Fahrer dein Ziel, und er bringt dich dorthin.
Motorradtaxis
Motorradtaxis (oder einfach Motorsai, wie die Einheimischen sagen) sind die Draufgänger des Bangkoker Verkehrsnetzes. Sie flitzen mit teils herzstoppendem Tempo durch verstopfte Straßen und sind nichts für schwache Nerven, aber bei Zeitdruck kaum zu schlagen, wenn Geschwindigkeit gefragt ist.
- Preis pro km: THB20 für den ersten Kilometer, danach in Schritten von THB10 steigend
- Vorteile: Die schnellste Option auf der Straße, praktisch überall verfügbar und einsetzbar
- Nachteile: Gelegentlich unseriöse Fahrer, wohl die gefährlichste Fortbewegungsart auf dieser Liste

Erkennbar an ihren markanten orangefarbenen Westen, warten Motorradtaxifahrer an charmant improvisierten Standplätzen nahe den Eingängen vieler Sois, Nahverkehrsstationen oder vor großen Einkaufs- und Freizeitzentren.
An den größeren Standplätzen findet sich meist ein großes Schild mit örtlichen Zielen und Preisen, meist allerdings auf Thai, mit gelegentlichen Ausnahmen bei lokalen Geschäften und Attraktionen wie Big C.
Die Preise folgen einem groben Zonensystem und sind weitgehend standardisiert: Für den ersten Kilometer werden meist rund THB20 fällig, danach steigt der Preis weiter. Diese Preise sind in der Regel nicht verhandelbar: einfach das Ziel nennen, aufsteigen und am Ende der Fahrt den korrekten Preis bezahlen.
In manchen Touristengebieten wie Siam steigen die Preise deutlich an und können bis zu THB40 pro Kilometer betragen.
Freie Motorsai-Fahrer lassen sich auch am Straßenrand heranwinken, wenn gerade einer vorbeifährt und man sich nicht in der Nähe eines Standplatzes befindet. Da es hier keinen Festpreis gibt, muss ein wenig verhandelt werden. Wer regelmäßig dieselbe Strecke fährt, kann aber meist den üblichen Preis übergeben, ohne dass sich jemand beschwert.
Ein paar weniger seriöse Fahrer, besonders außerhalb der Innenstadt, versuchen möglicherweise, Unerfahrenheit auszunutzen, um ein paar zusätzliche Baht herauszuschlagen, wenn nach dem Preis gefragt wird.
Trotzdem ist die überwiegende Mehrheit der Motorradtaxifahrer bemerkenswert ehrlich. Einmal wurde ich sogar von einem Fahrer verfolgt, der mir THB10 zurückgeben wollte, nachdem ich eine THB30-Fahrt versehentlich mit zwei 20-Baht-Scheinen bezahlt hatte.
Die meisten Bangkoker nutzen Motorradtaxis vor allem für die fünf- bis zehnminütige Strecke von der BTS-Station zum eigenen Condo, obwohl das nicht besonders sicher ist. Kurze Strecken hin und zurück sind das eigentliche Brot-und-Butter-Geschäft der Fahrer. Zwar lehnen sie selten eine Langstreckenfahrt ab, doch wer einen Fahrer für eine Fahrt quer durch die Stadt gewinnen will, muss mit einem Aufpreis rechnen.
Manche sagen sogar, es sei sicherer, einen zehnstündigen Flug nach Bangkok zu nehmen, als hier zehn Minuten mit dem Motorradtaxi zu fahren. Manche beten sogar vor jeder Fahrt mit dem Motorradtaxi um eine sichere Ankunft.
Die Polizei geht in letzter Zeit verstärkt gegen Fahrer und Beifahrer ohne Helm vor. Also unbedingt einen zusätzlichen Helm beim Fahrer verlangen. Wer regelmäßig Motorradtaxi fährt, sollte sich am besten gleich einen eigenen anschaffen.
Wer regelmäßig Motorradtaxis nutzt, kann sich außerdem die Grab- oder Bolt-App herunterladen, um leichter einen Fahrer zu finden.
Wer regelmäßig mit dem Motorradtaxi unterwegs ist, sollte auf jeden Fall eine Krankenversicherung haben.
Tuk-Tuks
Tuk-Tuks haben einen unbestreitbaren Charme. Es hat einfach etwas Besonderes, nachts durch Bangkok zu rasen, zusammengekauert auf der Rückbank, mit dem Wind im Haar und Dieselabgasen in der Lunge.
- Startpreis: THB80, steigt aber je nach Verkehrslage
- Vorteile: Ikonisch, schnell und wirklich unterhaltsam
- Nachteile: Teuer im Vergleich zu ähnlichen Transportmitteln, notorisch unehrliche Fahrer, in vielen Stadtteilen zunehmend selten

Anscheinend unreguliert, sind Tuk-Tuk-Fahrpreise meist Verhandlungssache mit dem Fahrer. Für eine kurze Strecke gelten aber etwa THB80 bis THB100 als fairer Preis.
Längere Fahrten kosten selten mehr als THB150. Das ist ein Pauschalpreis, unabhängig davon, wie viele Personen mitfahren. Manche Tuk-Tuk-Fahrer versuchen, mit dem Preis pro Person zu locken. Eine THB80-Fahrt für vier Personen kommt so nur auf THB20 pro Kopf.
Am besten vor der Preisverhandlung überlegen, wie nah oder weit das Ziel ist, und sich eine ungefähre Vorstellung vom gewünschten Preis machen. Die meisten Tuk-Tuk-Fahrer erwarten ohnehin, dass gefeilscht wird, also überrascht bei der ersten Preisnennung nicht der absurd überhöhte Betrag.
Trotz ihres Erscheinungsbilds sind Tuk-Tuks in der Regel sicherer als Motorräder, auch wenn man dabei fast genauso den Elementen ausgesetzt ist. Größere Gefahr geht eher von den Fahrern selbst aus, die bei Preisstreitigkeiten schon mal aggressiv werden können. Am besten Ruhe bewahren und weggehen, wenn die Situation zu eskalieren droht.
Betrügereien mit Tuk-Tuk-Fahrern sind unter Reisenden in Thailand legendär. Am bekanntesten ist der berüchtigte Schmuckladen-Betrug. Ein Tuk-Tuk-Fahrer bei einer bekannten Sehenswürdigkeit (Grand Palace, Wat Pho usw.) redet einem ernsthaft ein, die Attraktion sei geschlossen, und bietet dann eine günstige oder sogar kostenlose Fahrt zu einem anderen Ort in der Nähe an, meist zu einem gefälschten Juweliergeschäft.
Ähnlich verhält es sich, wenn der Fahrer zu einem überteuerten, mittelmäßigen Restaurant oder Schneider fährt, für das er eine kleine Provision erhält. Am besten misstrauisch bleiben bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und über die aktuellen Betrugsmaschen informiert bleiben.
Gut zu wissen: Viele Einheimische und Expats sehen Tuk-Tuks eher als touristisches Vergnügen denn als praktisches Alltagsverkehrsmittel. In vielen Wohngebieten der Stadt sieht man sie kaum noch, vor allem, weil sie sogar teurer sind als Taxis. An Touristen-Hotspots wie dem Grand Palace, der Khao San Road und dem Siam Square sind sie dagegen weiterhin in großer Zahl unterwegs.
Wassertransport
Eine abenteuerlichere Art, sich in Bangkok fortzubewegen, ist auf dem Wasserweg, sei es per Fähre oder Kanalboot.
Chao Phraya Express Boats
Bangkok war einst als „Venedig des Ostens“ bekannt, wegen seines verzweigten Kanalnetzes (Khlongs), das früher als Wasserquelle, Nahrungsquelle, Verkehrsinfrastruktur und Abwassersystem der Stadt diente.
- Startpreis: THB8, je nach Linie und zurückgelegter Distanz; THB200 für das Touristenboot
- Betriebszeiten: 6 bis 20 Uhr, je nach Linie unterschiedlich
- Vorteile: Kein Stau, leichter Zugang zu einigen der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt
- Nachteile: Beschränkt auf Orte, die vom Chao-Phraya-Fluss aus erreichbar sind

Auch wenn die Straße mittlerweile viele der früheren Aufgaben der Khlongs übernommen hat, sind die Kanäle und der mächtige Chao-Phraya-Fluss weiterhin Teil des Bangkoker Verkehrsnetzes.
Eine Fahrt mit dem Flusstaxi gehört zu den angenehmeren Arten, die Stadt zu durchqueren. Der Flusswind im Haar, während man an den Überbleibseln der Bangkoker Vergangenheit vorbeigleitet, wackelige Stelzenhäuser, glänzende Flusstempel, die Türme und Spitzen von Palästen, schlägt jede stickige Taxifahrt.
Es gibt eine große Auswahl an Booten, von luxuriösen Flusskreuzfahrten bis zu einfachen hölzernen Übersetzfähren. Hier ein kurzer Überblick über die Optionen:
Die Express Boat River Taxis bedienen den Chao Phraya, die Hauptader des Bangkoker Wassernetzes. Die Fahrten führen von Wat Rajsingkorn, in der Nähe des noblen Asiatique-Restaurant- und Einkaufskomplexes, bis nach Pak Kret in den nördlichen Vororten.
Der Sathorn-Pier, der über einen kurzen Fußweg mit der BTS-Station Saphan Taksin verbunden ist, ist der Knotenpunkt für das Chao Phraya Express Boat und wird für dich wahrscheinlich die erste Anlaufstelle sein, wenn du aus Silom oder Sukhumvit kommst.
Jeder Pier trägt eine Nummer, die entweder auf- oder absteigend vom zentralen Pier in Sathorn gezählt wird. Der Pier direkt nördlich von Sathorn, Oriental, trägt also die Nummer N1, der nächste, Wat Muang Kae, N2, und so weiter. Die Piers im Süden tragen die Bezeichnungen S1, S2 usw. Wer zum Asiatique möchte, kann außerdem einen kostenlosen Shuttleboot-Service ab dem Sathorn-Pier nutzen.
Auf dem Fluss verkehren vier verschiedene Linien, die entweder ganztägig oder nur während der morgendlichen oder abendlichen Rushhour fahren.
Zu den ganztägigen Services zählen die Orange-Flagge- und die Blue-Flagge-Linie. Die Orange-Flagge-Linie verkehrt zwischen Nonthaburi und Wat Rajsingkorn, überspringt dabei aber einige der kleineren Piers wie den Rajinee-Pier (N7). Sie fährt sieben Tage die Woche zwischen 6 und 19 Uhr und kostet pauschal THB15.
Die Blue-Flagge-Linie ist das gefürchtete Chao Phraya Tourist Boat, eine benutzerfreundlichere Version der normalen Express-Boote. Die Boote sind geräumiger und haben englischsprachige Reiseführer an Bord.
Das Touristenboot kostet entweder THB60 für eine einfache Fahrt oder pauschal THB200 für ein Tagesticket, das zum ganztägigen Fahren berechtigt, zumindest während der Betriebszeiten. Es überspringt die meisten Piers entlang der Route und hält nur an den wichtigsten touristischen Zielen.
Zu den Pendlerdiensten zählen die No-Flagge-, Yellow- und Green-Linie. Die No-Flagge-(Local-)Linie verkehrt von Nonthaburi (N30) nach Wat Rajsingkorn (S3). Als reiner Pendlerdienst fährt sie von Montag bis Freitag zwischen 6:45 und 7:30 Uhr sowie erneut von 16 bis 16:30 Uhr. Die Fahrpreise liegen zwischen THB10 und THB20, je nach Distanz. Die Local-Linie hält an fast jedem Pier entlang der Strecke, was sie für eilige Touristen eher ungeeignet macht.
Ähnlich verhält es sich mit der Green-Flagge-Linie, einem weiteren Pendlerdienst, der von Pak Kret (N33) über Nonthaburi (N30) nach Sathorn (Central) fährt. Wie die Local-Linie verkehrt sie zweimal täglich, Montag bis Freitag. Der Morgendienst läuft von 6:10 bis 8:10 Uhr, der Nachmittagsdienst von 16:05 bis 18:05 Uhr. Die Preise richten sich wieder nach der Distanz und liegen zwischen THB13 und THB32.
Die Yellow-Flagge-Linie verkehrt von Nonthaburi (N30) nach Sathorn (Central). Auch sie fährt zweimal täglich, Montag bis Freitag. Der Morgendienst läuft von 6:15 bis 8:20 Uhr, der Nachmittagsdienst von 16 bis 20 Uhr. Die Preise richten sich wieder nach der Distanz und liegen zwischen THB20 und THB29.
Longtail-Boote
Longtail-Boote sind schmale, schlanke, überdachte Boote, die mit magenumdrehendem Tempo durch die engeren Kanäle der Stadt flitzen können. Sie lassen sich privat mieten, entsprechende Anbieter finden sich an mehreren größeren Piers, etwa in Sathorn oder am Oriental-Pier (Pier Nr. 1).
- Startpreis: Je nach Länge und Dauer der Fahrt sowie Verhandlungsgeschick zwischen THB500 und THB2.000
- Betriebszeiten: Von der Morgen- bis zur Abenddämmerung
- Vorteile: Exotisch, zeigt eine andere Seite Bangkoks
- Nachteile: Betrugsfälle kommen vor

Touren werden meist recht locker organisiert, Route und Preis lassen sich vorab mit dem Guide vereinbaren. Zu den fairen Preisen gibt es unterschiedliche Angaben: Manche berichten von THB600 bis THB700 für eine einstündige Tour und THB1.500 bis THB1.800 für anderthalb Stunden.
Einige Webseiten warnen vor Betrugsmaschen mit Longtail-Booten, besonders bei scheinbar zu guten Rabatten. Meist handelt es sich um die „Zwischenstopp-am-Juweliergeschäft“-Variante, es gibt aber auch Fälle, in denen Touristen mitten auf den Fluss gebracht und um Geld erpresst wurden, bevor der Guide sich bereit erklärte, sie ans Ufer zu bringen. Wie in den meisten solcher Situationen ist es am besten, dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen oder über ein Hotel oder einen Reiseveranstalter zu buchen.
Übersetzfähre
Übersetzfähren sind schlichte Wasserfahrzeuge, die ohne großes Aufheben von Punkt A nach Punkt B fahren.
- Startpreis: THB3,5
- Betriebszeiten: Von der Morgen- bis zur Abenddämmerung
- Vorteile: Für die Flussüberquerung nicht zu schlagen
- Nachteile: Etwaige Nachteile spielen kaum eine Rolle, da man nur etwa eine Minute an Bord verbringt

Zu diesen Fähren gibt es nicht viel zu sagen. Der Startpreis liegt zwar bei THB3,5, kann aber auf bis zu THB4 steigen, um dich mit einem klapprigen Holzfloß über den Fluss zu bringen. Solche Fähren findet man an den meisten Piers der Stadt.
Khlong Saen Saep Express Boats
Der Khlong Saen Saep ist ein bedeutender Kanal, der schnurgerade durch einige der bekanntesten Gegenden der Stadt führt, darunter Sukhumvit, Pratunam und Ramkhamheng.
- Startpreis: THB10
- Betriebszeiten: 5:30 bis 20:30 Uhr, am Wochenende bis 19 Uhr
- Vorteile: Kein Stau, andere Seite der Bangkoker Innenstadt erleben
- Nachteile: Überfüllung während der Rushhour kann ein Problem sein, Sicherheitsausstattung ist eher dürftig
Der Express-Boot-Service ist in zwei Linien unterteilt: die Panfa-Leelard-Linie, die am Panfa Leelard nahe dem Golden Mount endet, und die Wat-Sriboonreung-Linie, die am Wat Sriboonreung endet. Beide treffen sich am Pratunam-Pier.
Ein einzelnes Ticket, das zwischen THB10 und THB20 kostet und je nach zurückgelegter Distanz in Schritten von THB2 steigt, gilt für beide Linien. Das Ticket beim Umsteigen aber nicht wegwerfen.
Tipp: Die Fahrt selbst kann zum kleinen Abenteuer werden. Um nicht mit Kanalwasser bespritzt zu werden, am besten vorne einen Platz ergattern. Auch das Ein- und Aussteigen kann eine Herausforderung sein, oft ist ein kleiner Sprung nötig, Vorsicht also bei kurzen Röcken und/oder hohen Absätzen.
Alle verfügbaren Routen finden sich auf der Website von Transit Bangkok.
Kostenlose Transportmöglichkeiten
Es gibt zwei Möglichkeiten, sich in Bangkok kostenlos fortzubewegen: zu Fuß gehen und Fahrradfahren. Schauen wir uns beide genauer an.
Zu Fuß gehen
Zu Fuß gehen ist eine kostenlose und gesunde Art, die Stadt aus nächster Nähe kennenzulernen. Da es in Bangkok aber immer heiß ist, solltest du dich aufs Schwitzen einstellen, wenn du die Hauptstadt zu Fuß erkundest.

Aufgrund meiner europäischen Prägung bin ich ein großer Fan des Zufußgehens. Es ist die beste Art, eine Stadt in ihrem natürlichsten Zustand zu erleben.
Früher ärgerte ich mich, für Strecken zu bezahlen, die ich problemlos zu Fuß hätte zurücklegen können. Im ersten Jahr in Bangkok habe ich sogar mit einer gewissen Verachtung auf Einheimische und Expats geblickt, die sich für eine 200-Meter-Strecke zum 7-Eleven aufs Motorrad schwangen.
Nach drei Jahren voller gestolperter Bordsteinkanten, verhedderter Zeltschnüre und ratlosem Stehen am Ende einer weiteren abrupt endenden Gehwegstrecke bin ich von meinem fußgängerischen Elitedenken geheilt. Mittlerweile winke auch ich einen lokalen Motorsai-Fahrer heran, um mich einen Häuserblock weiter zu bringen.
Fußgänger werden auf den Straßen Bangkoks größtenteils vernachlässigt. Gehwege sind oft schlecht gebaut und voller Hindernisse (Marktstände, achtlos geparkte Motorräder und Ähnliches).
In vielen Teilen der Stadt gibt es gar keine Gehwege, sie enden einfach unvermittelt und zwingen unerschrockene Fußgänger dazu, sich an der nächsten Mauer oder Hecke entlangzutasten.
Trotzdem gibt es einige Orte in der Stadt, die sich zu Fuß angenehm erkunden lassen. Big Boy Travel bietet eine Reihe von Wandertouren zu einigen bekannten (und einigen weniger bekannten) Sehenswürdigkeiten in Bangkok an.
Fahrradfahren
Fahrradfahren in Bangkok ist eine kostenlose und schnelle Möglichkeit, während der Rushhour voranzukommen, wenn kein Taxi zu finden ist oder man nicht 45 Minuten an einer Ampel im Taxi festsitzen möchte. Allerdings kann Radfahren in Bangkok auch gefährlich sein.
Bangkok ist aus vielen Gründen keine ideale Stadt zum Radfahren. Gehwege sind mit Verkaufsständen überfüllt, Kanaldeckel können fehlen, Autofahrer bemerken einen möglicherweise nicht, aus den Auspuffrohren der Busse quellen schwarze Abgaswolken, und die Hitze lässt einen schon nach fünf Minuten schwitzen. Wer diese Hürden meistert, kann mit dem Fahrrad sogar schneller unterwegs sein als mit dem Auto.
Zu beachten: In der MRT und im Airport Link sind nur Klappräder erlaubt. Während der Rushhour sollte man aber ohnehin darauf verzichten, ein Fahrrad mitzunehmen, da es dann besonders voll und der Einstieg noch schwieriger ist. In der BTS sind auch andere Fahrradtypen erlaubt, allerdings erst nach 22 Uhr.
Viele Kaufhäuser bieten Fahrradparkplätze an. Der beste befindet sich beim Fortune Tower, mit Dach, Fahrradschloss, Wachpersonal, Toilette und Wartungsset. Gibt es an einem Ort keinen Fahrradparkplatz, muss man bei den Motorrädern parken.
Aus Sicherheitsgründen sollte man immer einen Helm und Handschuhe tragen. Auf der Straße kann alles einen Unfall verursachen, egal wie vorsichtig man ist. Deshalb ist es eine gute Idee, eine Krankenversicherung zu haben.
Während der Rushhour ist es besser, die Hauptstraßen mit dem Fahrrad wenn möglich zu meiden. Im Stau festzustecken und dabei schwarzen Rauch einzuatmen, sollte man wirklich vermeiden. Nachts dagegen kann man ruhig auf den Hauptstraßen fahren, sollte aber Vorder- und Rücklicht benutzen.
Vom späten Abend bis zur Morgendämmerung sollte man das Radfahren möglichst ganz vermeiden. In dieser Zeit besteht das Risiko, von einem rasenden betrunkenen Fahrer erwischt zu werden oder auf Dek Waen, also Motorradgangs, zu treffen.
Flughafentransfers
Um einige der Probleme mit Taxifahrern am Flughafen Suvarnabhumi in den Griff zu bekommen, gibt es dort inzwischen eine offizielle Taxistation, an der man ein Taxi in die Stadt nehmen kann. Sie befindet sich im Erdgeschoss, direkt vor dem Haupteingang.
Einfach zu einem der Taxikioske gehen und eine Wartenummer ziehen. Bevor du deine Nummer erhältst, wirst du gefragt, wohin du möchtest und ob du ein normales Auto oder einen SUV brauchst, je nach Anzahl der Mitreisenden und Gepäckmenge.
Zu bezahlen sind eine Flughafengebühr von THB50, eventuelle Mautgebühren sowie der eigentliche Fahrpreis. Dieser wird wie bei jedem anderen Taxi in Bangkok berechnet, was im Abschnitt zu Taxameter-Taxis genauer erklärt wird.
Grab ist eine gute Alternative, besonders wenn du vom Stadtzentrum zum Flughafen möchtest. Regelmäßig gibt es Gutscheincodes für bis zu THB100 Rabatt. Grab veröffentlicht diese Coupons in der App, also am besten schon vor der Ankunft in Thailand installieren. Mehr zu Grab im Abschnitt oben.
Der bereits erwähnte Airport Rail Link befindet sich auf der unteren Ebene des Flughafens Suvarnabhumi. Außerdem gibt es am Flughafen öffentliche Vans und Busse, die viele Teile Bangkoks und andere beliebte Provinzen ansteuern. Man findet sie am Busterminal, das mit den kostenlosen Flughafen-Shuttlebussen erreichbar ist.
Auch der Flughafen Don Mueang bietet Shuttlebusse in viele Teile Bangkoks an, unter anderem zur Khao San Road.
Mehr erfahren: Flughafentransfers in Bangkok: Kosten, Services, Orte und mehr!
Private Fahrdienste
Wer möchte, kann sich auch private Transportmittel für die Fahrt durch Bangkok mieten. Schauen wir uns ein paar Optionen an.
Limousinen
In Bangkok gibt es mehrere Limousinenunternehmen für anspruchsvollere Reisende, die luxuriöse Fahrzeuge zu entsprechend luxuriösen Preisen anbieten. Spezialisiert auf Transfers von und zum Flughafen, bieten viele Unternehmen auch Fahrten in benachbarte Provinzen wie Pattaya und Ayutthaya an.
- Startpreis: Zwischen THB1.000 und THB4.500 für eine einfache Fahrt in die Innenstadt ist üblich
- Vorteile: Stilvoll unterwegs
- Nachteile: Etwas teuer
Bei der Miete von Luxusfahrzeugen gibt es unzählige Optionen. Am bekanntesten und preislich vernünftigsten scheint der Service von Airports of Thailand (AOT) zu sein, die eine Reihe von Fahrzeugen anbieten, von der Mercedes-Benz E300 bis zur BMW 7er-Reihe. Die Preise liegen bei rund THB1.500 für einen Toyota und steigen auf THB2.000 für die 7er-Reihe.
Oriental Escape ist ein weiteres, häufig empfohlenes Unternehmen. Die Preise für eine Fahrt in die Innenstadt reichen von rund THB1.100 für einen einfachen Camry bis zu THB7.300 für eine Fahrt in einer Mercedes S-Klasse.
Mehr erfahren: Auto mieten in Thailand: Was du wissen musst
Hubschrauber
Für alle, die einmal dieses Phil-Collins-Live-Aid-Feeling erleben möchten, bieten mehrere Unternehmen in Bangkok die Möglichkeit, einen Hubschrauber zu chartern.
- Startpreis: Rund THB90.000 bis THB100.000 pro Stunde
- Vorteile: Über dem Stau schweben, sich wie ein Rockstar fühlen
- Nachteile: Wohl nur machbar, wenn man entweder Millionär ist oder ein besonders großzügiges Expat-Gehaltspaket hat
Soweit ich weiß, sind Advance Aviation und Skydance die zwei größten Anbieter für Hubschrauber-Charter in der Stadt. Ihre Preise liegen nah beieinander: Advance verlangt THB87.500 pro Stunde (zzgl. MwSt.) für eine Fahrt in ihrer EC-135, Skydance THB93.625 (ebenfalls zzgl. MwSt.). Beide scheinen zwischen Morgen- und Abenddämmerung zu fliegen.
Allgemeine Tipps und Hinweise
Bei so vielen Optionen, um von A nach B zu kommen, lohnt es sich, vor dem Losfahren ein bisschen zu recherchieren. Faktoren wie Wetter, Tageszeit und größere Veranstaltungen können einen deutlichen Unterschied machen. Hier eine grobe Übersicht, welches Verkehrsmittel wann am besten passt.

Wochentage
Früher Morgen (5 bis 7 Uhr): Der Verkehr ist zu dieser Zeit tatsächlich noch angenehm ruhig und nimmt erst gegen 7 Uhr allmählich zu. Auf Hauptstraßen wie der Sukhumvit oder Phahon Yothin kann es ab etwa 6 Uhr, besonders in der Nähe von Schulen, etwas voller werden, aber nichts Dramatisches.
Taxis, Minivans und Busse sind zu dieser Zeit für längere Strecken durchaus noch eine Option. Allerdings kann der Verkehr aus den Vorstädten in die Stadt zu Verzögerungen führen. Wer sonst BTS, MRT, ARL, BRT oder Motorradtaxis nimmt, spart zu dieser Zeit unter Umständen sogar Geld mit einem Taxi.
Mehrere Linien des Chao Phraya Express Boat nehmen zu dieser Zeit ihren Betrieb auf. Die Local-Linie fährt von 6:45 bis 7:30 Uhr, die Orange-Linie startet um 6 Uhr, die Green-Flagge-Linie läuft von 6:10 bis 8:10 Uhr, und die Yellow-Flagge-Linie fährt von 6:15 bis 8:20 Uhr.
Für Pendler, die aus Nonthaburi und den nördlichen Vorstädten in die Stadt kommen, kann das enorm viel Zeit und Geld sparen. Der Khlong-Saen-Saep-Express-Boot-Service startet um 5:30 Uhr, was ebenfalls viel Zeit sparen kann für alle, die in der Nähe des Kanals wohnen oder arbeiten.
Morgendliche Rushhour (7 bis 10 Uhr): Der Verkehr nimmt in dieser Zeit rasant zu. In vielen Gegenden beginnt die Verkehrspolizei, den Verkehr umzuleiten, was zu regelrechtem Stillstand führen kann. Taxis sind im Stadtzentrum zu dieser Zeit außer für kürzeste Strecken keine sinnvolle Option mehr.
BTS und MRT fahren zu dieser Zeit im dichtesten Takt, ein Zug sollte alle zwei bis drei Minuten kommen. Durch den Ansturm an Fahrgästen können sich an manchen Stationen aber längere Schlangen bilden, was zu Verzögerungen und allgemeinem Unbehagen führen kann.
Trotzdem sind sie zu dieser Zeit die beste Option für längere Fahrten in der Innenstadt. Motorradtaxis eignen sich während der Rushhour gut für kurze Strecken, da sie sich mühelos durch den Verkehr schlängeln können.
Busse und Songthaews sollten gemieden werden, außer für kurze Strecken und nur, wenn man es nicht eilig hat, da selbst Seitenstraßen schnell verstopfen können.
Nur die Orange-Flagge-Linie bleibt auf dem Chao Phraya nach 8:20 Uhr in Betrieb und fährt durchgehend bis zum Beginn des Nachmittagsservices gegen 16 Uhr.
Tagsüber (10 bis 16 Uhr): Der Verkehr flaut in dieser Zeit allmählich ab. Da die meisten jungen Leute in Schule oder Arbeit sind, bekommt Bangkok fast schon einen „Night of the Living Dead“-Vibe, wenn die Älteren die Straßen zurückerobern.
Trotzdem bleibt der Verkehr während dieser Zeit moderat. Auf Hauptstraßen wie der Sukhumvit lässt sich durchaus ein Taxi finden, allerdings eher langsam. Die Straßen in und aus der Stadt beruhigen sich etwas, was Bus oder Minivan zur langsameren Wahl macht. Tuk-Tuks verkehren in den beliebteren Touristengegenden und können für kurze Strecken eine Option sein (je nach Verhandlungstoleranz). Minivans können ebenfalls Zeit sparen, da sie die Schnellstraßen der Stadt nutzen können.
Die Taktfrequenz von BTS und MRT sinkt tagsüber deutlich. Rechne mit fünf bis sechs Minuten Wartezeit auf einen Zug. Für Fahrten über ein oder zwei Stationen kann es zu dieser Zeit schneller und günstiger sein, den Bus zu nehmen. Auch der Songthaew ist zu dieser Zeit eine gute Wahl in Gebieten, die davon bedient werden.
Abendliche Rushhour (16 bis 21 Uhr): Der Verkehr nimmt zu, sobald die meisten Schulen zwischen 15:30 und 16 Uhr leer werden, und steigt weiter an, wenn ab 17 Uhr die Büros ihre Mitarbeiter in die Stadt entlassen.
Die Straße (besonders Taxis und Busse) sollte man in dieser Zeit möglichst meiden. BTS und MRT fahren erneut im dichtesten Takt (alle zwei bis drei Minuten), allerdings mit teils sehr langen Warteschlangen, besonders an Stationen wie Asok und Siam.
Trotzdem ist der Nahverkehr in dieser Zeit die beste Wahl, um schnell und relativ günstig ans Ziel zu kommen. Minivans sind zu beiden Rushhour-Zeiten ebenfalls eine Option, da ihre Größe es ihnen erlaubt, dem schlimmsten Stau auszuweichen.
Der Chao Phraya Express fährt in dieser Zeit seinen Nachmittagsservice. Die Local-Linie fährt von 16 bis 16:30 Uhr, die Green-Flagge-Linie von 16:05 bis 18:05 Uhr, und die Yellow-Flagge-Linie von 16 bis 20 Uhr, was eine sicherere Wahl sein kann als die Straße. Auch der Khlong-Saen-Saep-Express fährt weiter und schließt gegen 20:30 Uhr.
Später Abend (21 bis 5 Uhr): Nach einem kleinen Anstieg gegen 21 Uhr, wenn die großen Einkaufszentren schließen und Nachtschwärmer auf die Straßen strömen, flaut der Verkehr Richtung Mitternacht auf sehr angenehme Werte ab.
BTS und MRT verlangsamen sich im Laufe des Abends auf fünf bis acht Minuten Wartezeit zwischen den Zügen, bevor der Betrieb um Mitternacht endet. Die meisten Busse stellen den Betrieb um 23 Uhr ein, mit Ausnahme des creme-roten Nachtbusses.
Songthaews stellen den Betrieb gegen 22 Uhr ein. Viele Motorradtaxis fahren ihren Betrieb ab 22 oder 23 Uhr zurück, auch wenn an besonders belebten Ausgehvierteln bis spät in den Abend noch welche zu finden sind.
Kurz gesagt: Spät in der Nacht ist ein Taxi oder Grab die beste Wahl. Da die Straßen größtenteils frei sind (außer in der Nähe belebter Ausgehviertel wie unteres Sukhumvit oder Khao San), kann man mit einer zügigen und angenehmen Fahrt rechnen.
Trotzdem solltest du im Laufe der Nacht etwas mehr auf deine persönliche Sicherheit achten, da sich Betrüger (oder Schlimmeres) dann häufiger blicken lassen. Eine Taxi-App wie Grab ist hier die sicherere Wahl.
Wochenenden und Feiertage
Auch wenn es an Wochenenden und Feiertagen im Allgemeinen ruhiger zugeht als unter der Woche, kann der Verkehr trotzdem zum Problem werden. Samstagabend im Sukhumvit-Viertel kann zum Beispiel ein regelrechter Albtraum sein. BTS und MRT fahren am Wochenende generell seltener, mit Wartezeiten von etwa fünf Minuten zwischen den Zügen.
Ansonsten bleiben die Fahrpläne größtenteils gleich wie unter der Woche. Am Bus- oder Minivan-Fahrplan ändert sich am Wochenende nichts, was sie zu einer guten, günstigen, wenn auch etwas unberechenbaren Option macht.
Ein Boot zu bekommen ist etwas schwieriger. Auf dem Chao Phraya Express verkehren nur die Orange-Flagge- und Touristenlinien. Der Khlong-Saen-Saep-Express dagegen fährt einen ähnlichen Fahrplan wie unter der Woche, stellt den Betrieb aber etwas früher ein (19 Uhr).
Seine Nähe zu mehreren wichtigen Sehenswürdigkeiten und dem Einkaufsviertel Pratunam macht ihn zu einer angenehmen Wahl für einen Samstagsausflug, falls du gerade in der Nähe bist.
Und jetzt bist du dran
Damit endet unser Guide zum Bangkoker Verkehrsnetz. Ich hoffe, er hilft dir dabei, den einfachsten Weg von deinem Standort zu deinem Ziel in der Stadt zu finden.
Nutze die Tipps oben, wann immer möglich, um Bangkoks Verkehr zu umgehen und die Stadt entspannt zu durchqueren.
Solltest du aber doch während der Stoßzeiten quer durch Bangkok müssen, weißt du jetzt, welche Routen und Verkehrsmittel sich dafür am besten eignen.