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Sich in Bangkok fortzubewegen, egal ob am ersten Arbeitstag oder am ersten Urlaubstag, kann ziemlich überfordern. Schließlich stehen dir gut ein Dutzend Möglichkeiten zur Auswahl, um durch die Stadt zu kommen.
Aber welche wählst du am besten? Das hängt ganz von der Tageszeit und dem Wochentag ab.
In diesem Guide stellen wir dir alle gängigen Fortbewegungsmittel in Bangkok vor und verraten dir, wann sich welches am besten eignet. Außerdem findest du durchschnittliche Preise, Strecken und Tarife.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Bahnverkehr
- Bargeldlos bezahlen: EMV-kontaktlose Karten in der MRT
- Straßenverkehr
- Wassertransport
- Kostenlose Fortbewegung
- Unterwegs in Bangkok mit eingeschränkter Mobilität, Kinderwagen oder schwerem Gepäck
- Private Fahrdienste
- Allgemeine Tipps und Ratschläge
- Häufig gestellte Fragen
- Was ist die schnellste Art, sich in Bangkok fortzubewegen?
- Was kosten BTS und MRT in Bangkok?
- Gibt es Uber in Bangkok?
- Wann stellen BTS und MRT den Betrieb ein?
- Lohnen sich Tuk-Tuks in Bangkok?
- Sind Motorradtaxis in Bangkok sicher?
- Wann ist Stoßzeit in Bangkok, und was sollte ich vermeiden?
- Brauche ich für gelegentliche Fahrten eine Rabbit-Karte oder MRT-Stored-Value-Karte?
- Kann ich meine Debit- oder Kreditkarte direkt bei der BTS oder MRT nutzen?
- Ist der öffentliche Nahverkehr in Bangkok barrierefrei für Rollstühle und Kinderwagen?
- Jetzt bist du dran
- Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- BTS (Skytrain) und MRT bilden das Rückgrat des Bangkoker Nahverkehrs: günstig (ab THB17), zur Stoßzeit im Kurztakt, klimatisiert und bei verstopften Straßen die schnellste Option.
- Rabbit-Karten (BTS) und Stored-Value-Karten (MRT) sparen an belebten Stationen Zeit und lohnen sich für alle, die mehrmals pro Woche mit der Bahn fahren.
- Motorradtaxis (erkennbar an den orangefarbenen Westen) sind für kurze Strecken in die Sois die schnellste Option, vor allem zur Stoßzeit, gelten aber statistisch als die gefährlichste Art, sich in der Stadt fortzubewegen.
- Tuk-Tuks machen einmal Spaß, sind für den regelmäßigen Gebrauch aber selten praktisch: Der Preis ist Verhandlungssache und liegt meist über dem eines Taxis mit Taxameter oder einer Grab-Fahrt zum gleichen Ziel.
- Grab und Bolt sind nach Mitternacht, wenn die Bahnen nicht mehr fahren, sowie für Ziele abseits des Schienennetzes die sicherste und verlässlichste Wahl.
- In Bangkok herrscht werktags von 7 bis 9:30 Uhr und von 16 bis 19 Uhr Stoßzeit. Wenn du in dieser Zeit einen Termin einhalten musst, nimm BTS oder MRT und meide Taxis und Busse komplett.
Bahnverkehr
Bangkok verfügt über ein weit verzweigtes Schienennetz mit BTS, MRT, SRT und weiteren Linien. Es wird dein wichtigstes Fortbewegungsmittel in der Stadt sein.

BTS
Die BTS, auch als Skytrain bekannt, verkehrt von Samut Prakan durch Bangkok bis nach Pathum Thani und deckt dabei alle wichtigen Haltestellen von Süd nach Nord ab. Die BTS Silom Line erschließt das Silom-Viertel von Ost nach West.
- Preis: THB17 bis THB65, für Kinder unter 90 Zentimetern kostenlos
- Betriebszeiten: 6:00 bis Mitternacht
- Vorteile: vergleichsweise günstig, schnell und bequem
- Nachteile: neigt zu Überfüllung, das Streckennetz wird aber laufend erweitert

Die legendäre BTS bildet das Rückgrat des Bangkoker Nahverkehrs und besteht aus zwei Linien. Sie erschließt einen Großteil des zentralen Geschäftsviertels und trifft sich an der Umsteigestation Siam an der Rama-1-Road (neben dem Siam Paragon).
Die BTS Sukhumvit Line beginnt in Kheha, Samut Prakan, und verläuft entlang der Sukhumvit Road bis nach Khu Khot bei Pathum Thani.
Die kürzere BTS Silom Line führt vom National Stadium über den Fluss bis nach Bang Wa, vorbei am Geschäfts- und Ausgehviertel Silom und dem noblen Flussufer-Viertel Sathorn.
Betriebszeiten
Werktags fahren die Züge auf beiden Linien zwischen 7 und 9:30 Uhr sowie zwischen 16:30 und 19 Uhr alle drei Minuten. Außerhalb dieser Zeiten kommt normalerweise alle fünf bis acht Minuten ein Zug, wobei sich die Abstände am späten Abend und am Wochenende weiter verlängern.
Ticket kaufen
An jeder BTS-Station kaufst du dein Ticket am Automaten: Zielstation auswählen und Geld einwerfen. Du erhältst ein Ticket, das du dann in den Schlitz rechts neben den Eingangsschranken steckst. Alternativ bekommst du ein Ticket auch am Infoschalter beim Personal. Bezahlt wird mit Scheinen, Münzen oder per QR-Code.
Wenn du an einem Tag in mehreren Stadtteilen unterwegs bist, lohnt sich das One-Day Pass. Es kostet THB150 und gilt für den gesamten Tag, an dem du es kaufst. Erhältlich ist es am Ticketschalter jeder BTS-Station.
Rabbit-Karte
Alternativ gibt es die Rabbit-Karte, mit der du die Ticketautomaten einfach umgehst. Sie gibt es in zwei Varianten:
- Guthabenkarte (Stored Value)
- 30-Tage-Ticket (30-Day Trips)
Die Guthabenkarte ist simpel: Einfach mit dem gewünschten Betrag aufladen (in Schritten von THB100, bis maximal THB4.000) und losfahren.
Beim 30-Tage-Ticket zahlst du einen Pauschalpreis für eine festgelegte Anzahl an Fahrten, was sich je nach Ziel lohnen kann. Zur Auswahl stehen 15, 25, 40 oder 50 Fahrten, wobei der Preis pro Fahrt sinkt, je mehr du auf einmal aufladst. Bei 15 Fahrten liegt der Durchschnittspreis bei rund THB30 pro Fahrt, bei 50 Fahrten bei etwa THB25.
MRT Blue
Die MRT-Linien schließen einige Lücken im Nahverkehrsnetz, die die BTS nicht abdeckt. Die MRT Blue Line (U-Bahn) verläuft am äußeren Rand des Bangkoker Zentrums und zweigt im Südwesten nach Bangkok Noi ab. Die MRT Purple Line (oberirdisch) beginnt an der Nordwestschleife der Blue Line und führt weiter westlich nach Nonthaburi.
Dazu kommen die neueren Pink Line und Yellow Line, die die Vororte erschließen.
- Preis: THB17 bis THB44, für Kinder unter 90 Zentimetern kostenlos
- Betriebszeiten: 6:00 bis Mitternacht
- Vorteile: vergleichsweise günstig, schnell und bequem
- Nachteile: zur Stoßzeit überfüllt

Wie die BTS kann auch die MRT zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Stationen überfüllt sein. Die Station Sukhumvit zur Stoßzeit ist ein Erlebnis für sich. Meistens fahren die Züge aber häufig, mit Wartezeiten von zwei bis sieben Minuten je nach Tageszeit.
Der Ticketkauf funktioniert ähnlich wie bei der BTS, ist aber etwas benutzerfreundlicher. Einzelfahrscheine (kleine, schwarze Plastikchips) bekommst du am Schalter oder am Automaten jeder Station.
Auch die MRT bietet, wie die BTS, mehrere Guthabenkarten an. Die reguläre Stored-Value-Karte gibt es an jeder Station für anfänglich THB180 (davon THB100 Fahrguthaben, plus THB50 Pfand und THB30 Ausstellungsgebühr). Rabatt auf den Fahrpreis gibt es für Erwachsene keinen, aber gerade an belebten Stationen wie Sukhumvit sparst du damit enorm viel Zeit.

Stored-Value-Karten gibt es auch für Kinder, Studierende und Senioren, jeweils mit unterschiedlichen Rabatten.
- Studentenkarten gibt es für Studierende unter 23 Jahren, mit 10 Prozent Rabatt
- Seniorenkarten gibt es für alle über 60, mit satten 50 Prozent Rabatt. Der Rabatt gilt allerdings nur für thailändische Staatsbürger
- Kinderkarten gibt es für Kinder bis 14 Jahre und zwischen 91 und 120 Zentimetern Größe, mit 50 Prozent Rabatt
Außerdem gibt es mehrere Zeitkarten mit unbegrenzten Fahrten für einen festgelegten Zeitraum. Wenn du als Tourist in der Nähe der MRT-Linien wohnst, kann sich eine davon lohnen, sowohl beim Geld als auch bei der Zeit. Zur Auswahl stehen drei Varianten:
- Der Three-Day Pass bietet drei Tage unbegrenzte Fahrten im Netz für THB230. Verbringst du ein vollgepacktes Wochenende in Bangkok und wohnst in der Nähe der MRT, sparst du damit fast garantiert Geld.
- Der auf Pendler zugeschnittene 30-Day Pass bietet 30 Tage unbegrenzte Fahrten für THB1.400 (rund THB47 pro Tag). Für alle, die entlang der MRT-Linien wohnen und arbeiten, spart das definitiv Zeit und Geld, für Kurzurlauber ist er eher weniger praktisch.
- Der Premiere Pass scheint nur Unternehmen vorbehalten zu sein, die Tickets im großen Stil kaufen. Als Firmenvertreter erreichst du die Marketing- und Vertriebsabteilung der MRT unter 02-354-2000 für weitere Infos.
ARL Airport Rail Link
Der ARL Airport Rail Link fährt vom Flughafen Suvarnabhumi bis ins Herz von Bangkok und endet an der BTS-Station Phaya Thai. Zur MRT-Station Petchaburi gelangst du, indem du an der Airport-Rail-Link-Station Makkasan aussteigst.
- Startpreis: THB15, für Kinder unter 12 Jahren oder unter 90 Zentimetern kostenlos
- Betriebszeiten: 6:00 bis Mitternacht
- Vorteile: günstig, schnell, und du umgehst den Stau auf dem Weg zum oder vom Flughafen
- Nachteile: Züge fahren selten und sind oft überfüllt

Neben seinem eigentlichen Zweck, den Flughafen mit dem Stadtzentrum zu verbinden, nutzen auch Pendler den Airport Rail Link, um schnell durch Stadtteile zu kommen, die weder BTS noch MRT abdecken. Er führt durch einige beliebte Gegenden wie Ramkhamhaeng und Lat Krabang.
Am Flughafen Suvarnabhumi erreichst du den Airport Rail Link über Ebene B des Passagierterminals.
Die Züge des Airport Rail Link fahren deutlich seltener als der Rest des Nahverkehrsnetzes, mit Lücken von bis zu 10 Minuten. Zusammen mit dem Gedränge zwischen kofferbeladenen Reisenden und müden Pendlern kann eine Fahrt ganz schön anstrengend werden.
Dafür entschädigt, dass du damit dem Stau rund um den Flughafen entkommst und vergleichsweise zügig ins Zentrum von Bangkok kommst.
Wie BTS und MRT bietet auch der Airport Rail Link neben den üblichen Einzelfahrscheinen Guthabenkarten für Vielfahrer an. Aktuell scheint es nur Guthabenkarten zu geben, die eher Zeit als Geld sparen.
BRT Sathorn-Ratchapruek Line
Ursprünglich war die BRT als Teil eines stadtweiten Netzes moderner Bussysteme geplant, letztlich wurde aber nur eine einzige Strecke in Sathorn fertiggestellt, bevor das gesamte Projekt eingestellt wurde.
- Startpreis: THB15
- Betriebszeiten: 6:00 bis Mitternacht
- Vorteile: schnell und günstig
- Nachteile: außerhalb der Stoßzeiten bis zu 10 Minuten Wartezeit zwischen den Bussen

Die einzige BRT-Linie führt von Sathorn, wo sie auf die BTS-Station Chong Nonsi trifft, in einem weiten Bogen über den Fluss bis zur Station Ratchapreuk, wo sie erneut auf die BTS Silom Line trifft, an der Station Talat Phlu.
Der Ablauf ähnelt dem restlichen Nahverkehr: Ticket am Automaten kaufen, am Drehkreuz einscannen und an der Station auf den Bus warten.
Anders als reguläre Busse, die sich auf Bangkoks Straßen ständig durch den Stau kämpfen müssen, hat die BRT eine eigene, abgetrennte Spur und kommt dadurch in einem vernünftigen Tempo durch die Stadt.
Bargeldlos bezahlen: EMV-kontaktlose Karten in der MRT
Neben Rabbit-Karten und MRT Stored Value Karten gibt es jetzt eine dritte Möglichkeit, eine Fahrt zu bezahlen: eine normale Bankkarte direkt am Gate anzutippen, ohne etwas Zusätzliches zu kaufen oder aufzuladen.
- MRT Blue und Purple Line. Akzeptieren kontaktloses EMV-Bezahlen direkt am Gate.
- Pink Line und Yellow Line. Akzeptieren ebenfalls kontaktloses EMV-Bezahlen, betrieben von separaten Betreibern (NBM und EBM), aber mit demselben Ein- und Auscheck-System.
- BTS Skytrain (Green Line). Akzeptiert noch kein kontaktloses Bezahlen per Karte. Du brauchst weiterhin eine Einzelfahrkarte oder eine Rabbit-Karte.
Kreditkarten der Marken Visa, Mastercard oder UnionPay funktionieren unabhängig davon, welche Bank sie ausgestellt hat, ob thailändisch oder ausländisch. Debitkarten funktionieren nur, wenn sie von einer Handvoll thailändischer Banken ausgestellt wurden, darunter Krungthai, Bank of Ayudhya, Kasikornbank, SCB und UOB. Achte auf das Kontaktlos-Symbol über dem Fahrkartengate und tippe deine Karte dort an, statt ein Ticket oder einen Token zu nutzen.
Tipp: Verwende beim Ein- und Auschecken dieselbe physische Karte. Wenn du mit einer anderen Karte auscheckst als du eingecheckt bist, kann das auf manchen Linien eine Nachzahlung von bis zu THB45 auslösen. Wenn du dich langfristig in Thailand niederlässt und eine Karte willst, die im gesamten Netz reibungslos funktioniert, sieh dir unseren Guide zu thailändischen Kreditkarten für Ausländer an.
Für einen Kurzbesuch ist das Antippen einer ausländischen kontaktlosen Karte die einfachste Option auf den Linien, die das unterstützen. Du überspringst den Fahrkartenautomaten komplett, und es gibt keine Karte zu kaufen, aufzuladen oder vor dem Rückflug zurückzugeben. Wenn du länger bleibst und täglich mit der Bahn fährst, lohnt sich eine Rabbit-Karte oder MRT Stored Value Karte auf Dauer trotzdem mehr und deckt auch die BTS ab, was die Bankkarten-Option bislang nicht tut.
Straßenverkehr
Wenn Bahnen nichts für dich sind, bietet Bangkok jede Menge Alternativen auf der Straße, allerdings solltest du dich auf viel Zeit im Stau einstellen.
Taxis mit Taxameter
Taxis mit Taxameter werden sowohl von Einheimischen als auch von Expats genutzt und sind das gängigste Fortbewegungsmittel der Stadt. Sie sind vergleichsweise günstig, klimatisiert und in den meisten Stadtteilen in absurder Zahl vorhanden.
- Startpreis: THB35 für den ersten Kilometer, danach steigt der Preis mit jedem weiteren Kilometer
Vorteile: schnell (sofern der Verkehr mitspielt), günstig (ebenfalls verkehrsabhängig) und klimatisiert
Nachteile: anfällig für den Bangkoker Stau sowie unehrliche oder unfähige Fahrer

Meist in leuchtendem Pink, Türkis oder Gelb gehalten, stehen Taxis vor den meisten großen Einkaufszentren und Sehenswürdigkeiten der Stadt, oder du hältst sie einfach am Straßenrand an, wenn das rote Leuchtschild hinter der Windschutzscheibe an ist.
Selbst spät in der Nacht herrscht kaum Taxi-Mangel. Sei aber gewarnt: Fahrer lehnen Fahrten oft ab, wenn die Route durch eine notorische Stau-Gegend führt, es regnet oder ihre Schicht bald endet.
Bangkoks Taxis sind farblich codiert. Einfarbige Taxis (meist Pink, Blau oder Rot) gehören einer Taxi-Firma, wobei jede Farbe für ein anderes Unternehmen oder eine Genossenschaft steht, und werden vom Fahrer gemietet.
Zweifarbige Taxis (meist Gelb-Grün) gehören selbstständigen Fahrern, die ihr eigenes Auto besitzen. Bei ihnen bekommst du meist besseren Service, weil ihnen ihr Ruf und der Zustand ihres Wagens wichtiger sind.
Die meisten erfahrenen Einwohner und Touristen greifen mittlerweile lieber zu risikoarmen Taxi-Apps wie Grab. Falls du trotzdem ein Taxameter-Taxi nimmst, erleichtern dir ein paar Grundregeln das Leben.
- Nennt dir der Fahrer sofort einen Festpreis, lehne ab. Das ist garantiert Abzocke. Tür wieder zu und aufs nächste Taxi warten, das meist schon nach weniger als einer Minute kommt. Als Faustregel gilt: Erst richtig einsteigen, wenn der Fahrer das Taxameter eingeschaltet hat. Manchmal nimmt ein Fahrer die Fahrt an, wartet, bis du sitzt, und nennt dann einen überhöhten Preis. Sag höflich, aber bestimmt „Meter“. Besteht er weiter auf einen Festpreis, steig aus.
- Die meisten Taxifahrer sprechen bestenfalls rudimentäres Englisch. Reist du nicht gerade zu einer sehr bekannten Gegend Bangkoks, hilft es, Name und Adresse des Ziels in Thai-Schrift dabei zu haben. Auch die Telefonnummer eines Kontakts am Zielort ist extrem nützlich. Im Netz gibt es einige Seiten mit hilfreichen Redewendungen für den Umgang mit Taxifahrern, etwa diese von LangHub.
- Hilfreich ist auch, grob zu wissen, wo sich dein Ziel befindet und welche Route am effektivsten ist. Verlass dich nicht darauf, dass der Fahrer das weiß, oder dass er nicht denkt, du wärst ein naiver Tourist, dem der Umweg zum Ziel nicht auffällt, mit dem er ein paar Baht mehr aus dem Taxameter herausholt. Google Maps mit aktiviertem GPS ist dein bester Freund.
- Bei längeren Fahrten fragt der Fahrer oft, ob du die Mautstraße nehmen möchtest. Die Kosten dafür trägst du: Je nach Strecke liegen sie meist zwischen THB20 und THB50. Der Preis wird an der Mautstation beim Einfahren angezeigt. Ich persönlich nehme fast immer die Mautstraße, weil sich die Zeitersparnis den kleinen Aufpreis wert ist, vor allem rund um die Stoßzeit. Am Ende liegt die Entscheidung aber bei dir.
- Trinkgeld ist nicht Pflicht und wird meist auch nicht erwartet. Fahrer runden den Fahrpreis aber üblicherweise auf oder ab. Zahlst du zum Beispiel für eine Fahrt für THB96 mit einem THB100-Schein, erwarte kein Wechselgeld zurück. Genauso kannst du eine THB41-Fahrt mit THB40 bezahlen, ohne dass der Fahrer mit der Wimper zuckt. War die Fahrt besonders angenehm, freut sich der Fahrer aber über ein kleines Trinkgeld.
- Persönliche Sicherheit ist ein ernstzunehmendes Thema, besonders bei Taxis, die auf der Straße angehalten werden. Ich kenne Frauen, die grundsätzlich nicht allein in ein Taxameter-Taxi steigen, und habe einige Horrorgeschichten über allein reisende Frauen und Fahrer spät in der Nacht gehört. Taxis sind in Bangkok zwar reguliert, die Regeln werden aber kaum durchgesetzt, und es gibt genug zwielichtige Gestalten, die mit gefälschten Ausweisen unterwegs sind. Achte immer auf das Kennzeichen und den Fahrerausweis, der vorne am Beifahrersitz angebracht ist. Prüfe wenn möglich, ob das Gesicht des Fahrers zum Foto passt, und merke dir Name und Ausweisnummer. Fahr möglichst nicht allein spät nachts oder betrunken Taxi. Eine Taxi-App ist meist die sicherere Wahl.
- Das Department of Land Transport (DLT) betreibt außerdem eine Hotline unter 1584, über die du unangenehme Fahrer melden kannst.
Eine zuverlässige Alternative zum Anhalten auf der Straße sind App-Dienste wie Grab oder Bolt. Der Preis wird automatisch berechnet, die Fahrt per GPS verfolgt, und der Fahrer kann dein Ziel nicht ablehnen, wie es bei angehaltenen Taxis manchmal vorkommt.
Ride-Hailing-Apps
- Startpreis: abhängig von der Distanz, im Schnitt aber rund THB100
- Vorteile: Fahrt lässt sich im Voraus buchen, Fahrer/Fahrzeugtyp wählbar, sicherer als Taxameter-Taxis
- Nachteile: Bei einer Stornierung musst du unter Umständen die Anzahlung zahlen
In Thailand gibt es mehrere Ride-Hailing-Apps. Die drei beliebtesten sind:

- Grab
- LINE
- Bolt
Meiner Erfahrung nach ist Grab die beliebteste Ride-Hailing-App Thailands. Sie funktioniert ähnlich wie Uber: Du buchst ein Taxi, ein Motorradtaxi oder eine Privatfahrt. Der Preis liegt manchmal etwas über dem eines Taxameter-Taxis, dafür kennst du ihn schon vorher. Außerdem ist es sicherer, weil du alle Fahrerdaten einsehen kannst. Bei Problemen erreichst du den Grab-Support.
LINE funktioniert ähnlich. Beide Unternehmen sind direkte Konkurrenten.
Bolt wiederum ist die günstigste Option, dafür aber weniger stark reguliert als die anderen beiden.
Hast du eine dieser Apps bereits in einem anderen Land installiert, kannst du sie auch in Thailand nutzen. Die Bedienung ist unkompliziert: Dienst auswählen, dann auf der Karte Abhol- und Zielpunkt festlegen.
Deine Anfrage geht an alle Fahrer in der Umgebung, die als kleine, farbig umrandete Punkte auf der Karte erscheinen. Grün heißt, die Anfrage wurde empfangen, Rot bedeutet, sie wurde abgelehnt.
Nimmt ein Fahrer an, erscheinen Name, Foto und Kennzeichen in einem kleinen Pop-up. Du kannst dann verfolgen, wie sich das Symbol durch die Straßen zu deinem Abholpunkt bewegt. Meist ruft der Fahrer an, um die Ankunft und den genauen Abholort zu bestätigen. Am Ende der Fahrt zahlst du Fahrpreis und Servicegebühr.
**Uber gibt es in Thailand nicht.
Busse
Bangkok hat unzählige Buslinien und Betreiber, mit denen du fast rund um die Uhr durch die Stadt kommst.
- Startpreis: THB8 (ohne Klimaanlage) und THB10 (mit Klimaanlage)
- Betriebszeiten: meist 5:00 bis 22:00 Uhr; einige Busse fahren bis Mitternacht, andere sogar die ganze Nacht
- Vorteile: günstig
- Nachteile: auf den meisten Innenstadtstrecken langsam, teils ohne Klimaanlage und häufig überfüllt

Bangkoks Busse sind wuchtige, rostige, knatternde Ungetüme, die sich mit absurdem Tempo durch den Stau schlängeln und ihre Fahrgäste dabei wie Socken im Trockner durchschütteln. Die meisten zeigen ihr Ziel nur in Thai-Schrift an.
Busfahren ist an sich schon ein kleines Abenteuer, und ich würde es jederzeit dem restlichen Nahverkehr vorziehen – außer an Tagen, an denen ich pünktlich irgendwo sein muss.
Die meisten Busse funktionieren wie in anderen Großstädten auch: An der Haltestelle warten, bei der richtigen Liniennummer einsteigen, hinsetzen oder einen Stehplatz suchen und auf den Schaffner warten. In klimatisierten Bussen nennst du dein Ziel und zahlst den entsprechenden Betrag.
Busse ohne Klimaanlage verlangen einen Pauschalpreis, du musst also nur das Geld abgeben. Dabei akzeptieren die Schaffner meist nur kleine Scheine – zahl also besser nicht mit einem THB500- oder THB1.000-Schein, wenn du keine deftigen neuen Thai-Vokabeln lernen willst. Heb das Ticket auf, statt es sofort wegzuwerfen: Gelegentlich kontrollieren Inspektoren, und ohne Ticket zahlst du doppelt.
Um auszusteigen, drückst du einen der Knöpfe an den Haltestangen, am besten rechtzeitig, damit der Fahrer sicher anhalten kann. Manche freundlichen Schaffner sagen dir Bescheid, wenn deine Haltestelle naht, verlass dich aber nicht darauf – behalte die Strecke selbst im Auge.
Bei knappem Zeitplan halten Fahrer oft nur kurz mitten auf der Straße statt an der Haltestelle. Schau dich deshalb vor dem Aussteigen kurz nach vorbeifahrenden Motorrädern um.
Das Bangkoker Busnetz ist ein wahres Labyrinth mit über 100 Linien, die Bangkok, Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Sakhon, Samut Prakan und Nakhon Pathom abdecken. Die Busse selbst reichen von modernen, klimatisierten Fahrzeugen bis zu rostigen Modellen mit Ventilator.
Es lohnt sich, vorher einen Routenplan zu checken, etwa in der Viabus-App oder auf der Website der BMTA.
Finde am besten vorher heraus, welche Liniennummer du brauchst. Beachte außerdem, dass die Farbe des Busses eine Rolle spielen kann: Manche Busse mit derselben Nummer, aber unterschiedlicher Farbe, fahren unterschiedliche Routen.
Manchen Liniennummern folgt zudem ein Thai-Symbol, das ebenfalls eine andere Route kennzeichnet. Bus 73 etwa fährt eine andere Strecke als Bus 73ก.
Die Preise variieren je nach Route und Zustand des Busses, lassen sich aber grob in zwei Kategorien einteilen: mit und ohne Klimaanlage.
- Busse mit Klimaanlage sind gelb oder blau. Dazu kommen die moderneren und komfortableren EURO-II-Busse in verschiedenen Farben. Sie kosten je nach Streckenlänge zwischen THB10 und THB24.
- Busse ohne Klimaanlage haben einen Pauschalpreis, der von der Farbe abhängt. Die klapprigen cremerot-farbenen Busse kosten THB8 pro Fahrt, die etwas neueren orangefarbenen und weiß-blauen Busse THB9. Nach 22 Uhr steigt der Preis beim orangefarbenen Bus auf THB10.
Einige reguläre Buslinien bieten zudem einen Expressway-Service an, bei dem mehrere Haltestellen übersprungen werden, um die Schnellstraße zu nutzen. Erkennbar sind sie am Schild in der Frontscheibe: blau für die normale Route, gelb für den Expressway.
Manche Busse zeigen zudem ein rotes Schild und decken nur einen kurzen Abschnitt besonders belebter Strecken ab.
Außerdem verbinden vier Buslinien, A1 bis A4, die Bangkoker Innenstadt mit dem Flughafen Don Mueang. Die A1 startet in Chatuchak, die A2 am Victory Monument, beide für einen Pauschalpreis von THB30. Die A3 fährt ab dem Lumphini Park, die A4 ab Sanam Luang über die beliebte Backpacker-Straße Khao San Road, beide für THB50.
Die meisten Busse fahren bis 22 Uhr, einige bis 23 Uhr oder Mitternacht. Eine Preiserhöhung gibt es dabei nicht, mit Ausnahme des erwähnten orangefarbenen Busses ohne Klimaanlage.
Bei Problemen erreichst du das BMTA-Callcenter unter 1348. Für Englischsprachige ist Google Maps meist die einfachere Lösung, da es passende Buslinien und Fahrzeiten zwischen zwei Zielen anzeigt.
Mehr erfahren: Bus fahren in Bangkok
Minivans
Günstig, schnell und angenehm klimatisiert – kein Wunder, dass Bangkoks Minivans bei vielen Pendlern aus den Vororten so beliebt sind.
- Preis: THB20 bis THB60 pro Fahrt, je nach Distanz
- Betriebszeiten: je nach Route unterschiedlich: Start meist zwischen 4:00 und 6:00 Uhr, Betriebsende um 22:00 Uhr
- Vorteile: günstiger als ein Taxi und schneller als ein Bus
- Nachteile: berüchtigt unsicher

Anders als der behäbige Bus können Minivans den dichtesten Verkehr umgehen, indem sie durch Nebenstraßen schlängeln und über die Schnellstraßen rasen.
Wären da nicht die unangenehme Angewohnheit, wegen allzu unvorsichtiger Fahrer regelmäßig die Kontrolle zu verlieren und von Schnellstraßen zu stürzen, wären sie das perfekte öffentliche Verkehrsmittel.
Trotzdem schreckt das Risiko die meisten Fahrgäste kaum ab, und in den meisten Minivans der Stadt geht es entsprechend eng zu.
Einsteigen kannst du entweder an einer der städtischen Busstationen oder indem du einen Minivan am Straßenrand anhältst. Für Bangkok-Neulinge ist es oft schwer, zwischen den öffentlichen BMTA-Vans und privat betriebenen zu unterscheiden.
Ein paar Merkmale helfen aber weiter: BMTA-Vans sind meist weiße Toyotas mit bunten, geschwungenen Mustern an Front und Seiten oder mit geraden Streifen. Oft steht seitlich in Thai-Schrift die Liniennummer und das Ziel.
Minivans starten meist an zentralen Knotenpunkten wie Universitäten, Märkten und großen Kaufhäusern.
Wie viele andere Verkehrsmittel in Bangkok fahren Minivans an diesen Knotenpunkten meist erst los, wenn sie voll sind, was in manchen Gegenden zu langen Wartezeiten führen kann. Außerdem zahlst du an diesen Startpunkten schon vorab, statt erst am Ziel.
Im Minivan musst du dem Fahrer sagen, wo du aussteigen möchtest. Ein kurzes, bestimmtes jawt noy khrap/kha reicht meist völlig. An beliebten Orten wie Einkaufszentren oder BTS-Stationen halten die meisten Vans ohnehin, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen.
Das Geld gibst du dann direkt dem Fahrer, außer du bist bereits an einem Knotenpunkt eingestiegen und hast schon vorab bezahlt. Auch hier gilt: kleine Scheine bereithalten, ein THB1.000-Schein kommt bei den Fahrern nicht gut an.
Minivans sind zudem eine schnelle Möglichkeit, von Bangkok in nahegelegene Provinzen wie Chonburi, Ayutthaya, Kanchanaburi, Nakhon Nayok und Prachuap Khiri Khan zu reisen. Auch als Flughafentransfer sind sie an vielen Flughäfen Thailands beliebt.
Songthaews
Ein Songthaew ist ein zum Personentransport umgebauter Pick-up mit zwei Bänken auf der überdachten Ladefläche. Songthaews fungieren auf bestimmten belebten Strecken in Bangkok wie eine informelle Buslinie. Es gibt mehrere Varianten, am häufigsten in Bangkok sind aber die langen, roten Isuzu-Modelle.
- Startpreis: THB7, steigt zwischen 21:00 und 22:00 Uhr auf THB10
- Betriebszeiten: je nach Route unterschiedlich, meist 6:00 bis 22:00 Uhr, einige bis Mitternacht
- Vorteile: überall ein- und aussteigen, günstig
- Nachteile: Nähe zu fremden Menschen solltest du mögen

Songthaews fahren meist feste Routen, üblicherweise eine kleine Schleife entlang belebter Straßen und Sois. Du hältst sie am Straßenrand an oder steigst an festen Haltepunkten ein, meist in der Nähe einer Nahverkehrsstation oder des Parkplatzes vom örtlichen Tesco Lotus/Big C.
An Hauptstraßen halten sie auch an Bushaltestellen. Dem Fahrer musst du dein Ziel nicht mitteilen: Einfach anhalten, hinten einsteigen, warten, bis du am Ziel bist, und einen der Summer in der Ladefläche drücken. Am Ziel zahlst du dem Fahrer und gehst deiner Wege.
Der Pauschalpreis liegt bei THB7 und steigt nach Einbruch der Dunkelheit auf THB10. Halte das passende Kleingeld schon bereit, bevor du zum Fahrerfenster gehst. Die Fahrer warten nicht gern, und niemand will „dieser Tourist“ sein, der den Verkehr aufhält, während er in seinem Geldbeutel nach Kleingeld kramt und vom Fahrer zurechtgewiesen wird.
Informationen zu Songthaew-Routen und -Preisen sind online rar, zumindest im englischsprachigen Internet. Zwar zeigen viele Songthaews ihr Ziel seitlich oder vorne am Fenster an, aber fast immer nur in Thai-Schrift. Frag also am besten einen Einheimischen oder den Fahrer, bevor du einsteigst.
In anderen Provinzen funktioniert der rote Truck teils anders. Songthaews in Chiang Mai etwa gibt es sowohl auf festen Routen als auch als taxiähnliche Variante. Bei Letzterer nennst du dem Fahrer einfach dein Ziel, und er bringt dich hin.
Motorradtaxis
Motorradtaxis (von Einheimischen kurz motosai genannt) sind die Draufgänger unter Bangkoks Verkehrsmitteln. Sie schlängeln sich mit teils schweißtreibendem Tempo durch den Stau und sind nichts für schwache Nerven. Wenn du zu spät zur Arbeit dran bist, sind sie aber preis-leistungsmäßig kaum zu schlagen.
- Preis pro Kilometer: THB20 für den ersten Kilometer, danach in Schritten von THB10 steigend
- Vorteile: das schnellste Fortbewegungsmittel auf der Straße, fast überall verfügbar und einsetzbar
- Nachteile: gelegentlich unseriöse Fahrer, wohl das gefährlichste Verkehrsmittel auf dieser Liste

Erkennbar an den charakteristischen orangefarbenen Westen, warten Motorradtaxifahrer an provisorischen Standplätzen am Eingang vieler Sois, an Nahverkehrsstationen oder vor großen Einkaufs- und Unterhaltungszentren.
An größeren Standplätzen hängt meist eine Tafel mit lokalen Zielen und Preisen, allerdings meist auf Thai, mit gelegentlichen Ausnahmen bei Geschäften und Sehenswürdigkeiten wie Big C.
Die Preise folgen einem groben Zonensystem und sind ziemlich einheitlich: meist rund THB20 für den ersten Kilometer, danach steigend. Verhandelt wird dabei in der Regel nicht – einfach das Ziel nennen, hinten aufsteigen und am Ende den passenden Preis zahlen.
In manchen Touristengegenden wie Siam steigen die Preise deutlich und können bis zu THB40 pro Kilometer erreichen.
Freiberufliche Motosai-Fahrer kannst du auch einfach am Straßenrand anhalten, wenn gerade keiner in der Nähe wartet. Für solche Fahrten gibt es keinen Festpreis, hier musst du etwas verhandeln. Fährst du eine Strecke regelmäßig, kannst du aber meist einfach den üblichen Preis zahlen, ohne dass es Diskussionen gibt.
Ein paar unseriöse Fahrer, vor allem außerhalb der Innenstadt, nutzen Unerfahrenheit gerne aus, um beim Nachfragen nach dem Preis ein paar Baht extra herauszuschlagen.
Die überwiegende Mehrheit der Motorradtaxifahrer ist aber lobenswert ehrlich. Einer ist mir sogar hinterhergelaufen, um mir THB10 zurückzugeben, nachdem ich eine THB30-Fahrt versehentlich mit zwei 20-Baht-Scheinen bezahlt hatte.
Die meisten Bangkoker nutzen Motorradtaxis vor allem für die fünf- bis zehnminütige Strecke von der BTS-Station zum Condo, weil längere Fahrten eben weniger sicher sind. Kurze Strecken hin und her sind das Brot-und-Butter-Geschäft der Fahrer. Eine lange Fahrt quer durch die Stadt lehnen sie selten ab, dafür zahlst du dann meist deutlich mehr.
Manchmal ist sogar ein zehnstündiger Flug nach Bangkok sicherer als eine zehnminütige Fahrt mit dem Motorradtaxi. Manche beten regelrecht um eine sichere Fahrt, bevor sie aufsteigen.
Die Polizei geht inzwischen verstärkt gegen Fahrer und Beifahrer ohne Helm vor. Bitte den Fahrer also um einen zusätzlichen Helm. Wer regelmäßig Motorradtaxi fährt, sollte sich am besten einen eigenen Helm zulegen.
Wer Motorradtaxis regelmäßig nutzt, findet über die Grab- oder Bolt-App außerdem leichter einen Fahrer.
Wer regelmäßig Motorradtaxi fährt, sollte unbedingt eine Krankenversicherung haben.
Tuk-Tuks
Tuk-Tuks haben einen unbestreitbaren Charme. Und es hat etwas Besonderes, sich nachts durch Bangkok kutschieren zu lassen, den Wind im Haar und Dieselabgase in der Lunge.
- Startpreis: THB80, steigt je nach Verkehrslage
- Vorteile: ikonisch, schnell und wirklich unterhaltsam
- Nachteile: teurer als vergleichbare Verkehrsmittel, berüchtigt unehrliche Fahrer, in vielen Stadtteilen zunehmend selten

Anscheinend unreguliert sind Tuk-Tuk-Preise meist Verhandlungssache. Für eine kurze Strecke gelten aber THB80 bis THB100 üblicherweise als fairer Preis.
Längere Fahrten kosten selten mehr als THB150 – als Pauschalpreis, unabhängig davon, wie viele Personen mitfahren. Manche Fahrer locken damit, wie günstig die Fahrt pro Person ist: THB80 für vier Personen macht schließlich nur THB20 pro Kopf.
Am besten überlegst du dir vor dem Verhandeln, wie weit dein Ziel entfernt ist und wie viel du bereit bist zu zahlen. Die meisten Tuk-Tuk-Fahrer rechnen ohnehin mit Verhandlungen, weshalb die erste Preisnennung oft absurd hoch ausfällt.
Trotz ihres Aussehens sind Tuk-Tuks in der Regel sicherer als Motorräder, auch wenn du dem Wetter fast genauso ausgesetzt bist. Das größere Risiko geht eher von den Fahrern selbst aus, die bei Preisstreitigkeiten schon mal aggressiv werden können. Am besten bleibst du ruhig und gehst weg, wenn die Situation zu eskalieren droht.
Betrugsmaschen mit Tuk-Tuk-Fahrern sind unter Thailand-Reisenden legendär. Am bekanntesten ist die berüchtigte Schmuckladen-Masche. Ein Tuk-Tuk-Fahrer an einer Sehenswürdigkeit (Grand Palace, Wat Pho und Ähnliches) redet dir überzeugend ein, die Attraktion sei geschlossen, und bietet dir dann eine günstige oder gar kostenlose Fahrt zu einem nahegelegenen Ort an – meist einem gefälschten Edelsteinladen.
Ähnlich verhält es sich mit überteuerten, mittelmäßigen Restaurants oder Schneidereien, für die der Fahrer eine kleine Provision kassiert. Am besten bleibst du misstrauisch bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, und informierst dich über aktuelle Betrugsmaschen.
Gut zu wissen: Viele Einheimische und Expats sehen Tuk-Tuks eher als Touristenattraktion denn als praktisches Alltagsverkehrsmittel. In vielen Wohngegenden der Stadt sieht man sie kaum, vor allem weil sie noch teurer sind als Taxis. An Touristen-Hotspots wie dem Grand Palace, der Khao San Road und dem Siam Square tummeln sie sich dagegen nach wie vor zahlreich.
Wassertransport
Wer es abenteuerlicher mag, kommt in Bangkok auch übers Wasser voran, sei es per Fähre oder Kanalboot.
Chao Phraya Express Boats
Bangkok galt einst als das Venedig des Ostens, dank seines dichten Kanalnetzes (Khlongs), das früher als Wasserquelle, Nahrungsquelle, Verkehrsader und Abwassersystem der Stadt diente.
- Startpreis: THB15, abhängig von Linie und Distanz; THB200 für das Touristenboot
- Betriebszeiten: 6:00 bis 20:00 Uhr, je nach Linie unterschiedlich
- Vorteile: kein Stau, einfacher Zugang zu einigen der größten Sehenswürdigkeiten der Stadt
- Nachteile: beschränkt auf Orte, die vom Chao-Phraya-Fluss aus erreichbar sind

Auch wenn die Straße viele frühere Aufgaben der Khlongs längst übernommen hat, sind die Kanäle und der mächtige Chao-Phraya-Fluss weiterhin Teil des Bangkoker Verkehrsnetzes.
Ein Flusstaxi zu nehmen, ist eine der angenehmeren Arten, sich durch die Stadt zu bewegen. Der Fahrtwind im Haar, während du an den Überresten von Bangkoks Vergangenheit vorbeiziehst – klapprige Stelzenhäuser, glitzernde Flusstempel, die Türme und Spitzen von Palästen – schlägt jedes muffige Taxi.
Es gibt eine große Auswahl an Booten, von opulenten Flusskreuzfahrten bis zu einfachen hölzernen Fähren. Hier ein kurzer Überblick über die Optionen:
Express Boat River Taxis verkehren auf dem Chao Phraya, der Hauptschlagader des Bangkoker Wassernetzes. Sie fahren von Wat Rajsingkorn, nahe dem noblen Restaurant- und Einkaufskomplex Asiatique, bis hinauf nach Pak Kret in den nördlichen Vororten.
Sathorn Pier, über einen kurzen Fußweg mit der BTS-Station Saphan Taksin verbunden, ist die zentrale Anlegestelle des Chao Phraya Express Boat und höchstwahrscheinlich dein erster Anlaufpunkt, wenn du aus Silom oder Sukhumvit kommst.
Jede Anlegestelle trägt eine Nummer, gezählt vom Central Pier in Sathorn aus auf- oder absteigend. Die Anlegestelle direkt nördlich von Sathorn, Oriental, heißt also N1, die nächste, Wat Muang Kae, N2, und so weiter. Südlich liegen S1, S2 und so fort. Wer das Asiatique besuchen möchte, kann ab Sathorn Pier auch das kostenlose Shuttleboot nehmen.
Auf dem Fluss verkehren vier verschiedene Linien, die entweder den ganzen Tag oder nur zur Morgen- beziehungsweise Abendstoßzeit fahren.
Zu den Ganztagslinien zählen die Orange Flag Line und die Blue Flag Line. Die Orange Flag Line verkehrt zwischen Nonthaburi und Wat Rajsingkorn, überspringt dabei aber einige kleinere Anlegestellen wie Rajinee Pier (N7). Sie fährt sieben Tage die Woche zwischen 6:00 und 19:00 Uhr, zum Pauschalpreis von THB17.
Die Blue Flag Line ist das gefürchtete Chao Phraya Tourist Boat, eine benutzerfreundlichere Version der regulären Express-Boote. Die Boote sind geräumiger und haben englischsprachige Reiseleiter an Bord.
Das Touristenboot kostet entweder rund THB40 für eine einfache Fahrt oder THB200 als Tagesticket, mit dem du das Boot den ganzen Tag über nutzen kannst, zumindest während der Betriebszeiten. Die meisten Anlegestellen werden übersprungen, gehalten wird nur an den wichtigsten Touristenzielen.
Zu den Pendlerlinien zählen die No-Flag-, Yellow- und Green-Line. Die No Flag (Local) Line fährt von Nonthaburi (N30) bis Wat Rajsingkorn (S3). Als reine Pendlerlinie verkehrt sie montags bis freitags zwischen 6:45 und 7:30 Uhr sowie erneut von 16:00 bis 16:30 Uhr. Tickets kosten je nach Distanz zwischen THB10 und THB20. Da die Local Line an fast jeder Anlegestelle hält, geht es für eilige Touristen eher langsam voran.
Auch die Green-Yellow Flag Line ist eine Pendlerlinie und fährt von Pak Kret (N33) über Nonthaburi (N30) bis Sathorn (Central). Wie die Local Line verkehrt sie montags bis freitags zweimal täglich: morgens von 6:10 bis 8:10 Uhr, nachmittags von 16:05 bis 18:05 Uhr. Die Preise liegen je nach Distanz zwischen THB15 und THB34.
Die Yellow Flag Line fährt von Nonthaburi (N30) nach Sathorn (Central), ebenfalls zweimal täglich, montags bis freitags. Der Morgendienst läuft von 6:15 bis 8:20 Uhr, der Nachmittagsdienst von 16:00 bis 20:00 Uhr. Die Preise liegen bei einem Pauschalbetrag von THB22.
Long-Tail Boats
Long-Tail-Boote sind schmale, überdachte Boote, die mit magenumdrehendem Tempo durch die engeren Kanäle der Stadt flitzen. Sie lassen sich privat mieten, entsprechende Anbieter findest du an größeren Anlegestellen wie Sathorn oder dem Oriental Pier (Pier Nr. 1).
- Startpreis: rechne mit THB500 bis THB2.000, je nach Streckenlänge, Dauer und Verhandlungsgeschick
- Betriebszeiten: von der Morgen- bis zur Abenddämmerung
- Vorteile: exotisch, zeigt eine andere Seite Bangkoks
- Nachteile: Abzocke kommt vor

Touren werden meist recht spontan organisiert, Route und Preis handelst du vorab mit dem Guide aus. Berichte über einen fairen Preis variieren: manche zahlen THB600 bis THB700 für eine einstündige Tour, andere THB1.500 bis THB1.800 für eineinhalb Stunden.
Einige Websites warnen vor Betrugsmaschen mit Long-Tail-Booten, vor allem bei allzu günstigen Angeboten. Meist läuft es auf die „Stopp am Edelsteinladen“-Masche hinaus, es gibt aber auch Fälle, in denen ahnungslose Touristen mitten auf dem Fluss so lange festgehalten wurden, bis sie zahlten. Wie so oft gilt: auf dein Bauchgefühl vertrauen oder über ein Hotel oder einen Reiseveranstalter buchen.
River-Crossing Ferry
Flussfähren sind schnörkellose Boote, die dich ohne viel Aufhebens von A nach B bringen.
- Startpreis: THB3,5
- Betriebszeiten: von der Morgen- bis zur Abenddämmerung
- Vorteile: unschlagbar, um den Fluss zu überqueren
- Nachteile: fallen kaum ins Gewicht, da die Fahrt nur etwa eine Minute dauert

Zu diesen Fähren gibt es nicht viel zu sagen. Der Startpreis liegt bei THB3,5, für bis zu THB4 wirst du auf einem klapprigen Holzfloß über den Fluss gebracht. Solche Fähren findest du an den meisten Anlegestellen der Stadt.
Khlong Saen Saep Express Boats
Der Khlong Saen Saep ist ein bedeutender Kanal, der geradewegs durch einige der bekanntesten Stadtteile führt, darunter Sukhumvit, Pratunam und Ramkhamhaeng.
- Startpreis: THB10
- Betriebszeiten: 5:30 bis 20:30 Uhr, am Wochenende bis 19:00 Uhr
- Vorteile: kein Stau, eine andere Seite der Bangkoker Innenstadt erleben
- Nachteile: zur Stoßzeit oft überfüllt, Sicherheitsvorkehrungen sind dürftig
Der Expressboot-Dienst gliedert sich in zwei Linien: die Panfa Leelard Line, die am Panfa Leelard nahe dem Golden Mount endet, und die Wat Sriboonreung Line, die am Wat Sriboonreung endet. Beide treffen sich an der Anlegestelle Pratunam.
Für beide Linien gilt ein einheitliches Ticket, das je nach Distanz zwischen THB10 und THB20 kostet und in Schritten von THB2 steigt. Wirf das Ticket aber nicht weg, bevor du das Boot wechselst.
Tipp: Die Fahrt selbst ist schon ein kleines Abenteuer. Um nicht mit Kanalwasser bespritzt zu werden, setz dich wenn möglich weiter vorne hin. Auch Ein- und Aussteigen kann herausfordernd sein und erfordert oft einen kleinen Sprung – für Frauen mit kurzen Röcken oder High Heels eine Warnung wert.
Alle verfügbaren Routen findest du auf der Website von Transit Bangkok.
Kostenlose Fortbewegung
Kostenlos kommst du in Bangkok auf zwei Arten voran: zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Schauen wir uns beide genauer an.
Zu Fuß
Zu Fuß gehen ist kostenlos, gesund und bringt dich der Stadt hautnah näher. Da es in Bangkok aber praktisch immer heiß ist, solltest du dich beim Laufen auf ordentlich Schweiß einstellen.

Durch meine europäische Prägung bin ich großer Fan vom Zufußgehen. Es ist die beste Art, eine Stadt in ihrem natürlichsten Zustand zu erleben.
Früher hat es mich richtig geärgert, für Strecken zu zahlen, die ich locker zu Fuß hätte gehen können. Im ersten Jahr in Bangkok habe ich sogar mit einer gewissen Verachtung auf Einheimische und Expats geschaut, die für 200 Meter zum 7-Eleven aufs Motorrad gestiegen sind.
Nach drei Jahren voller gestolperter Bordsteinkanten, verhedderter Zeltschnüre und ratlosem Herumstehen am abrupten Ende eines Gehwegs bin ich von meinem Fußgänger-Elitismus geheilt. Mittlerweile halte ich auch mal einen Motosai-Fahrer an, um mich einen Block weiter zu bringen.
Fußgänger werden auf Bangkoks Straßen meist eher stiefmütterlich behandelt. Gehwege sind oft schlecht gebaut und voller Hindernisse wie Marktstände oder wild geparkte Motorräder.
In vielen Teilen der Stadt gibt es gar keine Gehwege, sie enden einfach auf mysteriöse Weise und lassen unerschrockene Fußgänger an der nächsten Mauer oder Hecke entlangbalancieren.
Es gibt aber durchaus ein paar Ecken der Stadt, die sich angenehmer zu Fuß erkunden lassen. Big Boy Travel hat mehrere Spazierrouten zu beliebten (und einigen weniger bekannten) Sehenswürdigkeiten Bangkoks zusammengestellt.
Radfahren
Radfahren ist in Bangkok kostenlos und zur Stoßzeit oft schneller, wenn kein Taxi zu finden ist oder du keine Lust hast, 45 Minuten an einer einzigen Ampel im Taxi festzusitzen. Allerdings kann Radfahren in Bangkok auch gefährlich sein.
Bangkok ist aus mehreren Gründen definitiv kein ideales Fahrradpflaster: Gehwege sind voller Verkäufer, Gullydeckel fehlen manchmal, Autofahrer übersehen dich leicht, aus Bussen quillt schwarzer, giftiger Qualm, und die Hitze bringt dich schon nach fünf Minuten zum Schwitzen. Kommst du mit diesen Hindernissen zurecht, kann Radfahren aber sogar schneller sein als Autofahren.
In MRT und Airport Link sind nur Falträder erlaubt, und selbst die solltest du zur Stoßzeit besser nicht mitnehmen, weil es dann ohnehin schon eng zugeht. In der BTS sind auch andere Fahrradtypen erlaubt, allerdings erst ab 22 Uhr.
Viele Kaufhäuser bieten Fahrradparkplätze an. Am besten ausgestattet ist der am Fortune Tower, mit Dach, Schloss, Wachpersonal, Toilette und Reparaturset. Gibt es keinen eigenen Fahrradparkplatz, parkst du einfach bei den Motorrädern.
Als Sicherheitsregel gilt: immer Helm und Handschuhe tragen. Auf der Straße kann so ziemlich alles zu einem Unfall führen, egal wie vorsichtig du bist. Eine Krankenversicherung ist deshalb keine schlechte Idee.
Zur Stoßzeit meidest du mit dem Rad besser die Hauptstraßen, um nicht im Stau schwarzen Rauch einzuatmen. Nachts dagegen fährst du besser auf den Hauptstraßen, dafür mit Front- und Rücklicht.
Vermeide es unbedingt, spät nachts bis zur Morgendämmerung zu radeln. Es drohen betrunkene Raser oder Ärger mit dek waen, den Motorradgangs.
Flughafentransfers
Um Problemen mit Taxifahrern am Flughafen Suvarnabhumi entgegenzuwirken, gibt es inzwischen eine offizielle Taxistation für Fahrten in die Stadt. Sie befindet sich im Erdgeschoss, direkt vor dem Haupteingang.
Geh einfach zu einem der Taxi-Kioske und zieh eine Wartenummer. Vorher wirst du gefragt, wohin es geht und ob du ein normales Auto oder einen SUV brauchst, je nach Anzahl der Mitreisenden und Gepäckmenge.
Dazu kommen eine Flughafengebühr von THB50, eventuelle Mautkosten und der eigentliche Fahrpreis. Dieser wird genauso berechnet wie bei jedem anderen Taxi in Bangkok, wie im Abschnitt zu Taxameter-Taxis beschrieben.
Grab ist eine gute Alternative, vor allem für Fahrten aus der Stadt zum Flughafen. Regelmäßig gibt es Gutscheincodes mit bis zu THB100 Rabatt, veröffentlicht in der App. Installier sie also am besten schon vor der Ankunft in Thailand. Mehr zu Grab weiter unten.
Der bereits erwähnte Airport Rail Link befindet sich im Untergeschoss des Flughafens Suvarnabhumi. Zusätzlich gibt es öffentliche Vans und Busse in viele Teile Bangkoks und beliebte Provinzen. Du findest sie am Busterminal, erreichbar über einen der kostenlosen Flughafen-Shuttlebusse.
Auch der Flughafen Don Mueang bietet Shuttlebusse in viele Teile Bangkoks an, unter anderem zur Khao San Road.
Mehr erfahren: Flughafentransfers in Bangkok: Kosten, Services, Standorte und mehr!
Unterwegs in Bangkok mit eingeschränkter Mobilität, Kinderwagen oder schwerem Gepäck
Das Bangkoker Verkehrsnetz hat noch echte Lücken bei der Barrierefreiheit, auch wenn es sich stetig verbessert. Das erwartet dich, wenn du mit Rollstuhl, Kinderwagen, älteren Angehörigen oder schwerem Gepäck unterwegs bist.
- BTS (Skytrain). Die Aufzugsabdeckung ist uneinheitlich. Manche Stationen, auch wichtige Umsteigebahnhöfe, haben noch keinen funktionierenden Aufzug oder halten ihn verschlossen, bis das Personal ihn auf Anfrage öffnet. Prüfe deine konkrete Station im Voraus, statt einfach von Barrierefreiheit auszugehen.
- MRT, Pink Line und Yellow Line. Neuer gebaut, bieten diese in der Regel eine konsistentere Aufzugsabdeckung als die ursprünglichen BTS-Linien.
- Jede Bahnstation. Hat neben den normalen Fahrkartendrehkreuzen ein breiteres Gate für Rollstühle, Kinderwagen und sperriges Gepäck. Du musst das Personal eventuell bitten, es zu öffnen.
- Busse und Songthaews. Nicht für Rollstühle oder Kinderwagen gebaut, mit hohen Stufen und häufigem Gedränge. Bei eingeschränkter Mobilität besser meiden.
- Taxis und Grab. Die zuverlässigste Tür-zu-Tür-Option. Bei Grab kannst du im Voraus ein größeres Fahrzeug für zusätzliches Gepäck oder einen zusammengeklappten Rollstuhl anfordern, und ein Taxifahrer mit Taxameter hilft auf Nachfrage meist beim Ein- und Ausladen.
- MRT-Tarifbefreiung. Inhaber eines offiziellen thailändischen Behindertenausweises fahren mit der MRT Blue Line kostenlos, zusätzlich zum bereits verfügbaren halben Preis für Senioren. Das gilt für registrierte thailändische Behindertenausweise, nicht für Touristen auf Besuch.
Wenn deine Reise davon abhängt, dass eine bestimmte Station einen funktionierenden Aufzug hat, ruf vorher an oder prüfe die aktuellen Stationsinformationen, bevor du losfährst. Die Abdeckung ändert sich ständig, da weitere Linien und Aufzüge in Betrieb gehen.
Auch Google Maps kann helfen. Wenn du in der App eine ÖPNV-Route planst, gibt es eine Einstellung für Rollstuhlzugänglichkeit, die Stationen ohne Aufzug meidet, sofern diese Daten verfügbar sind. In Bangkok ist das nicht narrensicher, da nicht jede Station im Detail erfasst ist, aber es ist eine nützliche erste Prüfung, bevor du dich für eine Route entscheidest.
Private Fahrdienste
Du kannst dich auch privater Fahrdienste bedienen, um durch Bangkok zu kommen. Hier ein paar Optionen im Überblick.
Limousinen
Für anspruchsvolle Reisende gibt es in Bangkok mehrere Limousinenservices mit erstklassigen Luxusfahrzeugen zu entsprechend erstklassigen Preisen. Viele Anbieter sind auf Flughafentransfers spezialisiert, bieten aber auch Fahrten in Nachbarprovinzen wie Pattaya und Ayutthaya an.
- Startpreis: üblicherweise zwischen THB1.000 und THB4.500 für eine einfache Fahrt in die Innenstadt
- Vorteile: stilvoll unterwegs
- Nachteile: recht teuer
Bei Luxusfahrzeugen gibt es schier endlose Auswahl. Am bekanntesten und preislich noch moderat ist der Service von Airports of Thailand (AOT), der Fahrzeuge vom Mercedes-Benz E300 bis zur BMW-7er-Reihe anbietet. Ein Toyota kostet rund THB1.500, der 7er steigt auf etwa THB2.000.
Oriental Escape ist ein weiterer, von Kennern hoch gelobter Anbieter. Für eine Fahrt in die Innenstadt zahlst du hier zwischen rund THB1.100 für einen einfachen Camry und bis zu THB7.300 für eine Mercedes S-Klasse.
Mehr erfahren: Auto mieten in Thailand: Das musst du wissen
Hubschrauber
Wenn es unbedingt der große Auftritt sein muss, bieten mehrere Firmen in Bangkok Helikopter-Charter zu deinem Ziel an.
- Startpreis: rund THB90.000 bis THB100.000 pro Stunde
- Vorteile: über dem Stau schweben, sich wie ein Rockstar fühlen
- Nachteile: realistisch nur für Millionäre oder mit einem besonders großzügigen Expat-Paket
Nach meiner Recherche sind Advance Aviation und Skydance die beiden größten Anbieter für Helikopter-Charter in der Stadt. Die Preise liegen ähnlich: Advance verlangt THB87.500 pro Stunde (zzgl. Mehrwertsteuer) für eine EC-135, Skydance THB93.625 (ebenfalls zzgl. Mehrwertsteuer). Beide fliegen offenbar zwischen Sonnenauf- und -untergang.
Allgemeine Tipps und Ratschläge
Bei so vielen Optionen, um von A nach B zu kommen, lohnt sich etwas Recherche vorab. Wetter, Tageszeit und größere Events können einen echten Unterschied machen. Hier ein genereller Überblick über die verfügbaren Fortbewegungsmittel und was wann am besten passt.

Werktags
Früher Morgen (5:00 bis 7:00 Uhr): Der Verkehr ist zu dieser Zeit noch angenehm ruhig, wird aber Richtung 7 Uhr zunehmend dichter. Auf Hauptstraßen wie der Sukhumvit oder Phahon Yothin kann es ab etwa 6 Uhr, besonders vor Schulen, etwas stauen, aber nichts Dramatisches.
Für längere Strecken sind zu dieser Zeit noch Taxis, Minivans und Busse eine gute Wahl. Verkehr aus den Vororten in die Stadt kann aber zu leichten Verzögerungen führen. Nimmst du normalerweise BTS, MRT, ARL, BRT oder Motorradtaxi, sparst du zu dieser Uhrzeit mit einem Taxi vielleicht sogar etwas Geld.
Mehrere Chao-Phraya-Express-Bootslinien starten zu dieser Zeit ihren Betrieb: Die Local Line fährt von 6:45 bis 7:30 Uhr, die Orange Line startet um 6 Uhr, die Green-Yellow Flag Line fährt von 6:10 bis 8:10 Uhr, und die Yellow Flag Line von 6:15 bis 8:20 Uhr.
Für Pendler aus Nonthaburi und den nördlichen Vororten kann das enorm viel Zeit und Geld sparen. Der Khlong Saen Saep Express nimmt seinen Betrieb um 5:30 Uhr auf, was ebenfalls viel Zeit spart, wenn du in der Nähe des Kanals wohnst oder arbeitest.
Morgenstoßzeit (7:00 bis 10:00 Uhr): Der Verkehr nimmt jetzt rasch zu. In vielen Gegenden beginnt die Verkehrspolizei, den Verkehr umzuleiten, was den Stau nur verschärft. In der Innenstadt sind Taxis jetzt höchstens noch für die allerkürzesten Strecken sinnvoll.
BTS und MRT fahren jetzt im dichtesten Takt, alle zwei bis drei Minuten kommt ein Zug. Durch den Fahrgastansturm können sich an manchen Stationen aber längere Schlangen bilden, was zu Verzögerungen und allgemeinem Unbehagen führt.
Trotzdem sind sie zu dieser Zeit die beste Option für längere Strecken in der Innenstadt. Für kurze Strecken sind Motorradtaxis zur Stoßzeit eine gute Wahl, da sie sich mühelos durch den Verkehr schlängeln.
Busse und Songthaews solltest du meiden, außer für kurze Strecken ohne Zeitdruck, da selbst Nebenstraßen schnell verstopfen können.
Nach 8:20 Uhr verkehrt auf dem Chao Phraya nur noch die Orange Flag Line, bis der Nachmittagsdienst gegen 16 Uhr beginnt.
Tagsüber (10:00 bis 16:00 Uhr): Der Verkehr lässt jetzt spürbar nach. Da die meisten Jüngeren in der Schule oder bei der Arbeit sind, wirkt Bangkok fast ein bisschen wie in einem Zombiefilm, während die Älteren sich die Straßen zurückerobern.
Der Verkehr bleibt in dieser Zeit trotzdem moderat. Auf Hauptstraßen wie der Sukhumvit bekommst du problemlos ein Taxi, wenn auch etwas gemächlich. Die Strecken in und aus der Stadt beruhigen sich etwas, was Bus und Minivan langsamer macht. Tuk-Tuks verkehren in den beliebteren Touristenvierteln und eignen sich für kurze Strecken, sofern du Lust auf Verhandeln hast. Minivans sparen dank der Schnellstraßen ebenfalls etwas Zeit.
Die Taktung von BTS und MRT sinkt tagsüber deutlich, rechne mit fünf bis sechs Minuten Wartezeit. Für eine oder zwei Stationen kann der Bus jetzt schneller und günstiger sein. Auch für Songthaews ist diese Zeit gut geeignet, sofern verfügbar.
Abendstoßzeit (16:00 bis 21:00 Uhr): Der Verkehr zieht an, sobald die Schulen zwischen 15:30 und 16:00 Uhr enden, und nimmt weiter zu, wenn ab 17 Uhr die Büros ihre Mitarbeiter in die Stadt entlassen.
Die Straße, vor allem Taxi und Bus, solltest du in dieser Zeit möglichst meiden. BTS und MRT fahren wieder im dichtesten Takt (alle zwei bis drei Minuten), an Stationen wie Asok und Siam bilden sich aber besonders lange Schlangen.
Der Nahverkehr bleibt aber die beste Wahl, um zu dieser Zeit schnell und günstig ans Ziel zu kommen. Auch Minivans sind zu beiden Stoßzeiten eine Option, da sie dank ihrer Größe den schlimmsten Stau umgehen können.
Der Chao Phraya Express fährt in dieser Zeit seinen Nachmittagsdienst: Die Local Line von 16:00 bis 16:30 Uhr, die Green-Yellow Flag Line von 16:05 bis 18:05 Uhr, und die Yellow Flag Line von 16:00 bis 20:00 Uhr — oft die sicherere Wahl gegenüber der Straße. Auch der Khlong Saen Saep Express fährt weiter, bis er gegen 20:30 Uhr schließt.
Spätabends (21:00 bis 5:00 Uhr): Nach einem kleinen Anstieg gegen 21 Uhr, wenn die großen Einkaufszentren schließen und Nachtschwärmer die Straßen füllen, nimmt der Verkehr Richtung Mitternacht auf sehr angenehme Werte ab.
BTS und MRT fahren im Laufe des Abends nur noch alle fünf bis acht Minuten und stellen um Mitternacht ganz den Betrieb ein. Die meisten Busse fahren bis 23 Uhr, mit Ausnahme des cremerot-farbenen Nachtbusses.
Songthaews stellen den Betrieb gegen 22 Uhr ein. Viele Motorradtaxis reduzieren ihren Betrieb ab 22 oder 23 Uhr, an besonders belebten Ausgehvierteln findest du aber auch spät noch welche.
Spätnachts sind Taxi oder Grab meist die beste Wahl. Da die Straßen größtenteils frei sind (außer rund um belebte Ausgehviertel wie das untere Sukhumvit oder Khao San), kommst du in der Regel zügig und unkompliziert ans Ziel.
Allerdings solltest du im Laufe der Nacht etwas mehr auf deine Sicherheit achten, da sich Betrüger (oder Schlimmeres) dann häufen. Eine Taxi-App wie Grab ist die sicherere Wahl.
Wochenenden und Feiertage
Auch wenn es generell ruhiger zugeht als an Werktagen, kann der Verkehr an Wochenenden und Feiertagen trotzdem ein echtes Problem sein. Samstagabend in der Sukhumvit-Gegend etwa kann zum Albtraum werden. BTS und MRT fahren am Wochenende meist seltener, mit rund fünf Minuten Wartezeit zwischen den Zügen.
Ansonsten bleiben die Fahrpläne meist gleich wie unter der Woche. Bus und Minivan ändern ihren Fahrplan am Wochenende nicht, was sie zu einer günstigen, wenn auch etwas unberechenbaren Option macht.
Bei den Booten wird es etwas komplizierter. Auf dem Chao Phraya Express verkehren am Wochenende nur die Orange Flag Line und das Touristenboot. Der Khlong Saen Saep Express dagegen fährt ähnlich wie unter der Woche, schließt aber etwas früher (19 Uhr).
Dank der Nähe zu mehreren wichtigen Sehenswürdigkeiten und dem Einkaufsviertel Pratunam eignet er sich gut für einen Samstagsausflug, falls du gerade in der Gegend bist.
Häufig gestellte Fragen
Hier sind die häufigsten Fragen rund um die Fortbewegung in Bangkok.
Was ist die schnellste Art, sich in Bangkok fortzubewegen?
Sobald der Verkehr dichter wird, sind BTS und MRT die schnellste Option, da sie zur Stoßzeit alle zwei bis drei Minuten fahren und den Stau komplett umgehen. Für kurze Strecken in eine Soi ist ein Motorradtaxi von Tür zu Tür schneller, dafür aber die riskanteste Option auf dieser Liste.
Was kosten BTS und MRT in Bangkok?
Die BTS kostet zwischen THB17 und THB65, die MRT Blue Line zwischen THB17 und THB44, jeweils steigend mit der Distanz. Kinder unter 90 Zentimetern fahren in beiden Systemen kostenlos, und Vielfahrer sparen mit einer Rabbit-Karte (BTS) oder einer Stored-Value-Karte (MRT) noch mehr.
Gibt es Uber in Bangkok?
Nein. Uber ist in Thailand nicht verfügbar. Grab ist die dominierende Ride-Hailing-App, LINE ein direkter Konkurrent, und Bolt die günstigere, weniger streng regulierte Alternative.
Wann stellen BTS und MRT den Betrieb ein?
Beide fahren von 6 Uhr bis Mitternacht. Danach sind ein Taxameter-Taxi oder eine Ride-Hailing-App wie Grab die sicherere Wahl, da Songthaews gegen 22 Uhr aufhören und die meisten Motorradtaxifahrer zwischen 22 und 23 Uhr Feierabend machen.
Lohnen sich Tuk-Tuks in Bangkok?
Einmal machen sie Spaß, praktisch sind sie aber selten. Der Preis ist Verhandlungssache und liegt meist über dem eines Taxameter-Taxis oder einer Grab-Fahrt zum gleichen Ziel, und Tuk-Tuk-Fahrer stecken oft hinter den bekannten Edelsteinladen- und Schneider-Maschen nahe Touristenattraktionen. Einigt euch auf einen Preis, bevor du einsteigst.
Sind Motorradtaxis in Bangkok sicher?
Sie sind, erkennbar an den orangefarbenen Westen, die schnellste Art, durch den Stau zu kommen, gelten aber auch statistisch als die gefährlichste Fortbewegungsart der Stadt. Bitte den Fahrer immer um einen zusätzlichen Helm, und denk bei regelmäßiger Nutzung über eine Krankenversicherung nach.
Wann ist Stoßzeit in Bangkok, und was sollte ich vermeiden?
Werktags herrscht etwa von 7 bis 9:30 Uhr und von 16 bis 19 Uhr Stoßzeit. Meide in diesen Zeiten Taxi und Bus, da die Straßen verstopfen, und nimm lieber BTS oder MRT, wenn du pünktlich sein musst.
Brauche ich für gelegentliche Fahrten eine Rabbit-Karte oder MRT-Stored-Value-Karte?
Nein. Einzelfahrscheine reichen völlig, wenn du nur gelegentlich fährst. Die Karten sparen vor allem an belebten Stationen Zeit und lohnen sich erst, wenn du mehrmals pro Woche mit der Bahn fährst.
Kann ich meine Debit- oder Kreditkarte direkt bei der BTS oder MRT nutzen?
Nicht bei der BTS. Der Skytrain verlangt auch 2026 noch eine Einzelfahrkarte oder eine Rabbit-Karte am Gate. Die MRT Blue, Purple, Pink und Yellow Line akzeptieren kontaktloses Bezahlen per EMV, sodass du eine Visa-, Mastercard- oder UnionPay-Kreditkarte oder eine berechtigte thailändische Debitkarte direkt am Gate nutzen kannst. Verwende beim Ein- und Auschecken dieselbe Karte, um eine Nachzahlung zu vermeiden.
Ist der öffentliche Nahverkehr in Bangkok barrierefrei für Rollstühle und Kinderwagen?
Nur teilweise. Neuere Linien wie die MRT, Pink Line und Yellow Line haben in der Regel durchgehend Aufzüge, aber einige ältere BTS-Stationen haben noch keinen oder halten ihn verschlossen, bis das Personal ihn öffnet. Jede Station hat neben den normalen Drehkreuzen ein breiteres Gate für Rollstühle und Kinderwagen. Für eine zuverlässig barrierefreie Fahrt von Tür zu Tür ist ein Taxi oder Grab, bei Bedarf mit vorab angefordertem größerem Fahrzeug, die einfachste Option.
Jetzt bist du dran
Damit ist unser Guide zur Fortbewegung in Bangkok komplett. Ich hoffe, du findest den einfachsten Weg von dort, wo du bist, zu dort, wo du hinmöchtest.
Nutze die Tipps oben, um Bangkoks Verkehr möglichst zu umgehen und entspannt durch die Stadt zu kommen.
Und musst du wirklich zur Stoßzeit durch die Stadt, weißt du jetzt, welche Route und welches Verkehrsmittel sich am besten eignen.
Quellen
- BTS Skytrain: aktuelle Skytrain-Tarife.
- Bangkok Expressway and Metro (BEM): aktuelle Tarife der MRT Blue Line.
- Chao Phraya Express Boat: aktuelle Bootstarife nach Linie.
- Bangkok Mass Transit Authority (BMTA): öffentliche Buslinien und Tarife.