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Oktober 22, 2026

Jobsuche in Thailand: Der Leitfaden für Expats

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Als Ausländer in Thailand einen Job zu finden, ist nicht leicht, aber möglich. Hier erfährst Du, welche Voraussetzungen gelten, welche Jobportale sich lohnen, mit welchen Gehältern Du rechnen kannst und welche Insider-Tipps Dir bei der Jobsuche in Thailand helfen.

Ist es einfach oder schwer, in Thailand einen Job zu finden? Das hängt davon ab, wen Du fragst oder was Du liest.

Für manche ist Thailand ein reines Urlaubsziel. Meiner Meinung nach kannst Du in Thailand aber durchaus arbeiten.

„Wie?“, fragst Du.

Folge einfach diesem Leitfaden. Du erfährst, wie Du aus Deinem Heimatland oder direkt in Thailand nach einem Job suchst, welche Voraussetzungen und Qualifikationen Du brauchst, welche Websites und Personalvermittler Dir die besten Chancen bieten und wie Du Unternehmen jeder Größe ansprichst.

Contents

  1. Das Wichtigste auf einen Blick
  2. Ist es einfach, in Thailand einen Job zu finden?
  3. Jobs in Thailand: Voraussetzungen für Ausländer
    1. Studienabschluss
    2. Berufserfahrung
    3. Sprache
    4. Nationalität
    5. Kulturelle Anpassungsfähigkeit
    6. Geografische Flexibilität
    7. Gefragte Branchen für ausländische Fachkräfte
  4. Wo Du als Expat einen Job in Thailand findest
  5. Allgemeine Jobportale für Expats
    1. JobsDB (Thailand)
    2. LinkedIn
    3. Work Venture
  6. Branchenspezifische Expat-Jobs
    1. Tech
    2. Englisch unterrichten
    3. Internationale Entwicklungszusammenarbeit
    4. Gastgewerbe
    5. Verlagswesen
  7. Weitere Jobportale
  8. Personalvermittler
    1. Vor- und Nachteile von Personalvermittlern
    2. Liste von Personalvermittlungen
  9. Netzwerkveranstaltungen
  10. Direktbewerbung vor Ort
  11. Bewerbungsprozess
  12. Visum und Arbeitserlaubnis beantragen
  13. Stattdessen remote arbeiten: DTV und LTR
  14. Probezeit
  15. Gehalt
  16. Ungleiche Bezahlung
  17. Zusatzleistungen
  18. Steuern
  19. Thailändische Bürokultur
  20. Sollte ich vor dem Umzug nach Thailand einen Job suchen?
  21. Jobs, die Du als Ausländer in Thailand nicht ausüben darfst
  22. Jetzt bist Du dran
  23. Häufig gestellte Fragen
    1. Darf ein Ausländer in Thailand ohne Arbeitserlaubnis arbeiten?
    2. Wie hoch ist das Mindestgehalt für eine thailändische Arbeitserlaubnis?
    3. Brauche ich einen Hochschulabschluss, um in Thailand zu arbeiten?
    4. Kann ich in Thailand mit einem Touristenvisum arbeiten?
    5. Wie lange dauert es, nach der Ankunft in Thailand eine Arbeitserlaubnis zu bekommen?
    6. Welche Jobs dürfen Ausländer in Thailand nicht ausüben?
    7. Kann ich in Thailand remote für ein Unternehmen außerhalb des Landes arbeiten?
    8. Ist es einfach, als Ausländer in Thailand einen Job zu finden?
  24. Quellen
  25. Wichtige Leitfäden zum Arbeiten in Thailand
  26. Neueste Leitfäden zum Arbeiten in Thailand
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Als Ausländer in Thailand Arbeit zu finden, ist wirklich schwer. Arbeitgeber bevorzugen thailändisches Personal, und eine Arbeitserlaubnis für Dich bedeutet Papierkram, den viele lieber vermeiden. Du musst also etwas bieten, das ein Einheimischer nicht kann.
  • Etwa 25 % der Expats, die für einen Job ins Land geholt werden, gehen innerhalb von sechs Monaten wieder. Nachgewiesene Erfahrung mit einem Aufenthalt in der Region ist daher bei Personalvermittlern ein echter Vorteil.
  • Netzwerkveranstaltungen sind hier oft der beste Weg zu einem Job. LinkedIn funktioniert gut für Stellen auf Senior-Niveau, und JobsDB sowie Work Venture sind gute Anlaufstellen für Einstiegs- bis mittlere Positionen.
  • Typische Expat-Gehälter: Fachkräfte-Ebene 30.000 bis 50.000 THB, Management-Ebene 50.000 bis 100.000 THB, C-Level ab 100.000 THB. Deine Nationalität und Dein Verhandlungsgeschick beeinflussen die endgültige Summe.
  • Gut bezahlte Stellen (ab 80.000 THB pro Monat) nehmen eher Bewerbungen aus dem Ausland an. Bei schlechter bezahlten Jobs musst Du in der Regel schon in Thailand sein.
  • Die thailändische Bürokultur setzt auf indirekte Kommunikation: Kollegen sagen Dir vielleicht nicht ins Gesicht „Nein“. Lerne, zwischen den Zeilen zu lesen, und vermeide öffentliche Kritik.
  • Alle Angestellten sind in der thailändischen Sozialversicherung angemeldet (5 % Abzug, gedeckelt bei 875 THB pro Monat). Sie gibt Dir Zugang zu kostenloser medizinischer Versorgung in einem zugewiesenen Krankenhaus.

Ist es einfach, in Thailand einen Job zu finden?

Kurz gesagt: nein. Für Ausländer ist es nicht leicht, in Thailand einen Job zu bekommen. Der Arbeitsmarkt ist begrenzt, und Dich einzustellen und dabei eine Arbeitserlaubnis zu beschaffen, kostet den Arbeitgeber viel Aufwand. Dokumente zu bearbeiten und mit Behörden zu verhandeln, umgehen Unternehmen oft lieber.

Wenn Du also nichts Besonderes mitbringst, bekommt am Ende ein Thai den Job, den auch er machen kann.

Die meisten Unternehmen brauchen einen guten Grund, sich für Dich statt für einen Thai zu entscheiden. Außerdem ist die Art der Arbeit, die Du in Thailand ausüben darfst, eingeschränkt.

Wenn Du aber jahrelange Erfahrung hast und dem Unternehmen zeigen kannst, warum es Dich einstellen sollte, ist ein Job in Thailand durchaus drin.

Falls Du Dich mit dem Thema noch nicht auskennst, liefert unsere allgemeine Einführung zum Arbeiten in Thailand das größere Bild, bevor Du Dich in die Details unten vertiefst.

Jobs in Thailand: Voraussetzungen für Ausländer

Mit Deinen Englischkenntnissen (oder einer anderen Sprache) findest Du zwar eine Stelle, aber das Gehalt reicht dann kaum für Deine Lebenshaltungskosten. Neben der Sprache brauchst Du Folgendes:

  • Studienabschluss
  • Berufserfahrung
  • Sprache
  • Nationalität
  • Kulturelle Anpassungsfähigkeit
  • Geografische Flexibilität

Schauen wir uns jeden Punkt genauer an.

Studienabschluss

Brauchst Du einen Abschluss, um in Thailand zu arbeiten? Diese Frage hören wir oft.

Mit jahrelanger Erfahrung brauchst Du nicht immer einen Abschluss, um in Thailand einen Job zu finden.

Bei manchen Jobs und Arbeitgebern ist ein Hochschuldiplom nicht alles. NGOs, Medienunternehmen und sogar Schulen stellen Dich unter Umständen auch ohne Abschluss ein.

Ein Freund von mir, der bei einem Immobilien-Medienunternehmen arbeitet, erzählte, dass das Recruiting-Team bei Vertriebs- und Redaktionsstellen kaum nach Hochschulabschlüssen fragt.

Im Tech-Bereich ist es ähnlich. Wer die richtigen Fähigkeiten mitbringt, bekommt auch ohne Hochschulabschluss Jobs mit Arbeitserlaubnis. Voraussetzung ist allerdings, dass Du mindestens fünf Jahre Berufserfahrung hast.

Für bestimmte Jobs, etwa als Lehrer an einer internationalen Schule, ist ein Abschluss dagegen immer Pflicht. Wenn Dich das Unterrichten reizt, Du aber keinen Abschluss hast, lies unseren Leitfaden zum Unterrichten in Thailand ohne Abschluss. Für die meisten Lehrstellen brauchst Du außerdem eine thailändische Lehrerlizenz, um legal zu arbeiten.

Ein Abschluss bringt außerdem weitere Vorteile:

  • Die Abschlüsse, mit denen Du in Thailand gut bezahlte Jobs findest, sind dieselben, mit denen Du auch im Ausland am meisten verdienst.
  • Mit einem Abschluss findest Du leichter einen Job. MINT-Abschlüsse (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie ein Abschluss einer Business School bieten die besten Chancen.
  • Ein Hochschulabschluss kann auch das Verfahren für die Arbeitserlaubnis deutlich erleichtern.

Berufserfahrung

Ohne Berufserfahrung wirst Du in Thailand kaum einen Job bekommen. Damit ein thailändisches Unternehmen einen Ausländer einstellt, musst Du die Fähigkeiten und die Einstellung mitbringen, die das jeweilige Unternehmen sucht.

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Du solltest daher mindestens ein paar Jahre Berufserfahrung vorweisen können, um in Thailand eine Stelle zu finden.

Sprache

Musst Du Thai sprechen, um in Thailand einen Job zu finden?

Die einfache Antwort lautet: nein.

Du kannst bei einem multikulturellen Unternehmen arbeiten, in dem Englisch und Thai gesprochen werden.

Wenn Du Thai sprichst, steigen Deine Chancen auf eine Anstellung aber deutlich, besonders wenn Du auf Geschäftsniveau kommunizieren kannst.

Und wenn Du nur ein paar Wörter Thai kannst? Meetings auf Thai kannst Du dann zwar vergessen, aber zu Deinen thailändischen Kollegen baust Du so trotzdem leichter einen Draht auf.

Wer nach Thailand ziehen will, sollte unserer Meinung nach immer Thai lernen. Das macht Dir das Leben in Thailand erheblich leichter und die Jobsuche erfolgreicher.

Nationalität

Deine Nationalität spielt bei der Jobsuche eine Rolle, und zwar je nach Art der Stelle, die Du suchst.

Kommst Du aus einem westlichen Land, stehen Deine Chancen in Thailand in Bereichen wie Bildung, Marketing und Gastgewerbe besser. Jobs im thailändischen Dienstleistungssektor zu finden, kann für Dich dagegen schwieriger sein.

Kommst Du hingegen aus einem der umliegenden asiatischen Länder, hast Du bessere Chancen auf Stellen im Gastgewerbe, im Kundenservice und an der Rezeption.

Der Podcast Brewed in Bangkok hat eine Folge über die Erfahrungen einer Philippinerin, die in Bangkok lebt und arbeitet. Sie gibt Dir weitere Einblicke in das Thema.

Kulturelle Anpassungsfähigkeit

Wenn Du Dich in einem multikulturellen Arbeitsumfeld zurechtfindest, steigen Deine Chancen auf eine Anstellung.

Vielleicht hast Du ein paar Tage oder Wochen in Bangkok oder auf Phuket verbracht und glaubst, die thailändische Kultur schon gut zu kennen. Die feineren Unterschiede, wenn man in einer anderen Kultur arbeitet, übersieht man aber leicht.

Wirf einen Blick auf diesen Leitfaden zum interkulturellen Management in Thailand, um besser einzuschätzen, worauf Du Dich einlässt.

Aber keine Sorge: Ein bisschen Recherche hilft schon.

Unsere exklusiven Inhalte (auf Englisch) behandeln viele Themen, die Dir bei einer Karriere in Thailand helfen, darunter:

  • Hintergründe zu thailändischer Geschäftswelt und Kultur
  • wie Du Dich auf die Arbeit in Thailand vorbereitest
  • Arbeitnehmerrechte in Thailand
  • wie Du Kritik äußerst und annimmst (relevant für Expats in Führungspositionen)
  • weitere Eigenheiten der thailändischen Geschäftspraxis

Den Rest musst Du selbst erleben. Über die Vorliebe Deiner thailändischen Kollegen für würzige Frühstücksgerichte und andere echte oder eingebildete Eigenheiten ließe sich einiges sagen.

Passe Deine Arbeitsmoral und Dein Auftreten an Deinen Job in Thailand an. Das hilft Deinem Arbeitgeber bei der Entscheidung, Dich einzustellen oder nach der dreimonatigen Probezeit zu behalten.

Geografische Flexibilität

Wie zeigst Du, dass Du den Mut hast, nach Thailand zu ziehen und dort zu bleiben?

Vielleicht hast Du das Zeug dazu. Entscheidend ist das Bleiben.

Laut einem Personalvermittler verlässt etwa jeder Vierte der Menschen, die nach Thailand geholt werden, das Land innerhalb der ersten sechs Monate wieder. Frühere Berufserfahrung in der Region ist ein großer Pluspunkt. Deshalb ist der zweite Job viel leichter zu finden als der erste. Überlege Dir also gut, ob Du ein Jobangebot ablehnst.

Stehst Du erst am Anfang Deiner Karriere, kannst Du in Deinem Lebenslauf Reiseerfahrung hervorheben.

Gefragte Branchen für ausländische Fachkräfte

Wenn Du Deine Suche dorthin lenken willst, wo Arbeitgeber häufiger ausländische Fachkräfte sponsern, sieh Dir die Branchen an, die das BOI (Board of Investment) priorisiert. In diesen Bereichen brauchen Unternehmen am ehesten Know-how, das thailändische Bewerber noch nicht liefern können:

  • Digitale Dienstleistungen
  • Die Lieferkette für Elektrofahrzeuge
  • Biotechnologie und die breitere BCG-Wirtschaft (Bio-, Kreislauf- und grüne Wirtschaft)
  • Rechenzentren

Wo Du als Expat einen Job in Thailand findest

Es gibt viele Wege, in Thailand nach einem Job zu suchen.

  • Jobportale: Das ist die beliebteste Methode. Es gibt allgemeine und branchenspezifische Jobportale.
  • Personalvermittler: Du kannst eine Personalagentur beauftragen, die die Jobsuche für Dich übernimmt.
  • Netzwerkveranstaltungen: Das ist unserer Meinung nach der beste Weg zu einem Job hier. Du kannst an einer Netzwerkveranstaltung teilnehmen und Dich mit potenziellen Arbeitgebern treffen.
  • Direktbewerbung vor Ort: Du kannst auch einfach bei einer Schule oder einem Unternehmen vorbeigehen und Dich persönlich bewerben, sofern vor dem Gebäude eine Stellenanzeige aushängt.

Sehen wir uns jede Möglichkeit an.

Allgemeine Jobportale für Expats

Bei der Jobsuche in Thailand ist das Internet Dein Freund. Wer dranbleibt, hat über das Netz bessere Erfolgschancen. In diesem Abschnitt stelle ich folgende Websites vor:

  • JobsDB
  • LinkedIn
  • Work Venture

JobsDB (Thailand)

Wer JobsDB nutzen sollte: Expats, die gerade erst nach Thailand gezogen sind und Jobs auf Einstiegs- bis mittlerem Niveau suchen.

Jobsdb-logo-1

Bei meinen ersten Versuchen, in Bangkok einen Job zu finden, setzte ich auf JobsDB, eines der zuverlässigsten Jobportale Thailands.

Bei JobsDB findest Du eine große Vielfalt an Stellen. Am besten passt Du die Suche an nach

  • Berufsbezeichnung
  • Standort
  • Tätigkeitsbereich
  • Gehaltsspanne.

Du kannst Deine Suche zusätzlich nach Karrierestufe (Einstieg, mittlere Ebene, Senior, Top), Beschäftigungsart (Vollzeit, Teilzeit, Freelance usw.) und Bildungsabschluss (Promotion, Master, Bachelor usw.) eingrenzen.

Praktisch an JobsDB ist, dass Du Job-Alerts zu Deinen Suchbegriffen einrichten kannst. Du bekommst dann E-Mails zu Stellen mit den gewählten Berufsbezeichnungen und Stichwörtern (zum Beispiel Datenanalyse, Marketingkommunikation, Gastgewerbe, Reservierungen).

Das Angebot auf JobsDB schwankt. In den meisten Anzeigen werden bevorzugte Nationalitäten nicht genannt. Stattdessen steht dort, ob eine Stelle „nur für thailändische Staatsangehörige“ oder „offen für Ausländer“ ist.

Abschrecken kann Dich bei JobsDB, dass Antworten auf Bewerbungen im Vergleich zu anderen Jobportalen meist langsam und selten kommen.

Meine Erfahrung mit JobsDB

Meinen ersten Job habe ich zwar über JobsDB bekommen, ich hätte aber breiter suchen sollen. Ich bewarb mich auf Stellen wie Financial Research Analyst, Marketing Assistant und Persönlicher Assistent für ein Immobilienunternehmen, das Thais suchte.

Das Ergebnis: Trotz vieler Bewerbungen bekam ich nur wenige Vorstellungsgespräche.

LinkedIn

Wer LinkedIn nutzen sollte: Expats mit etwas Erfahrung in Thailand, die Stellen auf Senior-Niveau und höher suchen.

Nach meinem Umzug nach Thailand erkannte ich den Wert eines LinkedIn-Profils. Über LinkedIn bekam ich meinen dritten Job, und auch die Antwortzeiten der Personalvermittler waren kurz.

Mit ein paar Kniffen holst Du das Beste aus LinkedIn heraus. Sieh Dir zum Beispiel die Karriereseiten der Unternehmen an.

Ein Freund und ehemaliger Kollege, der über LinkedIn Leute sucht und einstellt, veröffentlicht Stellenanzeigen auf der Karriereseite seines Unternehmens und erhält über 50 Bewerbungen.

Der Grund: Über die Seite bewirbt man sich besonders einfach.

Laut meinem Freund läuft der Recruiting-Prozess so ab:

  1. Du bewirbst Dich über die LinkedIn-Karriereseite eines Unternehmens
  2. der Recruiter des Unternehmens wählt die qualifizierten Kandidaten für Vorstellungsgespräche aus
  3. das Unternehmen setzt Deinen Namen auf die engere Auswahl, wenn Du es interessierst
  4. das Unternehmen meldet sich für ein Vorstellungsgespräch bei Dir

Einen einzigen erprobten Weg, über LinkedIn von einem thailändischen Unternehmen eingestellt zu werden, gibt es nicht.

So kam ich über das Netzwerk zu meinem dritten Job.

Als ich über LinkedIn eine Stelle fand, lag es nicht an irgendwelchen Stichwörtern in meiner Zusammenfassung, die mir Aufmerksamkeit brachten. Ich wurde eingestellt, weil ich den üblichen Auswahlprozess des Unternehmens durchlaufen habe.

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Work Venture

Wer WorkVenture nutzen sollte: Ähnlich wie bei JobsDB geht es hauptsächlich um Jobs auf Einstiegs- bis mittlerem Niveau.

Work Venture ist ein neueres Jobportal in Thailand und kleiner als die Konkurrenz. Ich weiß aber, dass Arbeitgeber, die die Plattform nutzen, mit den Ergebnissen zufrieden sind. Zufriedene Arbeitgeber bedeuten bessere Stellenanzeigen.

Work Venture startete als Website für Studentenjobs und Praktika mit starkem Fokus auf den lokalen Arbeitsmarkt. Inzwischen entwickelt es sich zu einem der wichtigsten Jobportale Thailands.

Ich empfehle, Work Venture in Deine Jobsuche einzubeziehen.

Branchenspezifische Expat-Jobs

Neben den allgemeinen Jobportalen gibt es eine ganze Reihe branchenspezifischer Websites.

Passen Deine Fähigkeiten zu diesen Branchen, findest Du dort manchmal bessere Chancen als auf den allgemeinen Portalen.

Das sind einige der beliebtesten Branchen in Thailand:

  • Tech
  • Lehre
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Gastgewerbe
  • Marketing
  • Verlagswesen

Eine ausführliche Liste von Jobportalen findest Du in unserem Premium-Abo (auf Englisch).

Sehen wir uns nun die Websites an, die Dir in den einzelnen Branchen bei der Jobsuche helfen.

Tech

Schau Dir WellFound an. Dort werden Jobs von Tausenden Start-ups und bekannten Unternehmen in ganz Asien ausgeschrieben.

Außerdem finden Tech-Fachkräfte besonders schnell Arbeit, weil es in Thailand viele Stellen für Expats gibt. In vielen Fällen kannst Du auch von einem BOI-geförderten Unternehmen eingestellt werden, was Visum und Arbeitserlaubnis deutlich vereinfacht.

Wenn Du mehr über thailändische Jobportale mit Schwerpunkt IT erfahren willst, lies unseren Leitfaden zu IT-Jobs in Thailand.

Englisch unterrichten

Eine gute Anlaufstelle für alle, die einen Lehrerjob suchen, ist Ajarn.com. Die Seite richtet sich an Lehrkräfte in Thailand.

Auf Ajarns Jobseite bist Du richtig. Das Gehalt steht direkt bei der Anzeige, und der genaue Fachbereich ist bereits in der Überschrift genannt. Außerdem kannst Du die Suche nach bevorzugter Arbeitgeberart, Tätigkeitsbereich und Gehalt filtern.

Neben Stellenanzeigen bietet Ajarn Foren, Nachrichten, einen Blog und weitere nützliche Quellen für Lehrkräfte in Thailand.

Gut zu wissen: Für die besser bezahlten Lehrerjobs in Thailand brauchst Du mindestens einen Bachelor-Abschluss, besonders an internationalen Schulen. Wenn Du keinen Abschluss in einem Lehrfach hast, brauchst Du eventuell zusätzlich ein TEFL-Zertifikat.

Internationale Entwicklungszusammenarbeit

Jobs bei Nichtregierungsorganisationen findest Du über ReliefWeb. Das Portal richtet sich an Menschen, die weltweit, auch in Thailand, nach NGO-Jobs suchen. Es listet Praktika, Stellen auf Senior-Niveau und andere NGO-Jobs.

Allerdings sind Jobs in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit bei NGOs in Thailand nach wie vor rar.

Gastgewerbe

Thailand ist für seine Gastfreundschaft bekannt. In diesem Bereich gibt es also reichlich Arbeit.

ThaiHotelJob.com hat eine umfangreiche Liste von Jobs im Gastgewerbe, darunter Hotels und Resorts, Kreuzfahrtunternehmen, Fluggesellschaften, Restaurants, Reisebüros und Spas, mit Angeboten für Boutique-Hotels, Hotels der mittleren Preisklasse sowie 5-Sterne-Hotels und -Resorts in ganz Thailand.

Verlagswesen

Wenn Du im Pressebereich arbeiten möchtest, wirf einen Blick auf den Foreign Correspondents’ Club of Thailand. Sein Jobboard hat nur wenige Anzeigen, doch Stellen im mittleren bis oberen Management gibt es dort durchaus.

Tipp: Melde Dich als Mitglied an, um einen wöchentlichen Newsletter zu erhalten. Darin findest Du eine Liste offener Stellen für die oben genannten Bereiche.

Weitere Jobportale

Mit den oben genannten Seiten solltest Du in Thailand Arbeit finden. Sie sind die beliebtesten Portale für die Jobsuche. Es gibt aber noch weitere Seiten, falls Du mehr Auswahl möchtest.

Die meisten davon überschneiden sich stark mit den oben genannten, haben nur wenige Anzeigen oder sind für den thailändischen Markt weniger relevant:

Personalvermittler

Wenn Du in bestimmten Branchen arbeitest, kann es sich lohnen, eine der zahlreichen Agenturen in Thailand zu kontaktieren. Ein großer Vorteil: Recruiter bringen Dein Profil mit den passenden Arbeitgebern zusammen.

Für Expats kann das nützlich sein, denn Recruiter können einschätzen, ob ein Unternehmen Dich auch ohne Thai-Kenntnisse in Betracht ziehen würde.

Tipp: Damit Recruiter eher auf Dich zukommen, halte Dein LinkedIn-Profil auf dem neuesten Stand und baue die richtigen Stichwörter ein.

Vor- und Nachteile von Personalvermittlern

Ein Grund, Personalvermittler in Betracht zu ziehen: Die Agenturen werden dafür bezahlt, dass Du eingestellt wirst und die Probezeit bestehst. Für die Vermittlung bekommen sie Provisionen von bis zu 30 % Deines Jahresgehalts. Sie bauen ein Netzwerk auf und finden Leute, die potenziell zu den Stellen passen, die sie betreuen.

Dass ein Unternehmen so viel Geld zahlt, bedeutet einiges:

  • es ist ihm wichtig, die richtige Person einzustellen
  • es braucht schnell Personal
  • es will, dass der Kandidat lange bleibt

Das sind alles gute Nachrichten für Dich.

Die schlechte Nachricht: Recruiter decken nur einen kleinen Teil der offenen Stellen ab, und die Wahrscheinlichkeit, über sie einen Job zu bekommen, ist eher gering.

Trotzdem weißt Du nie, welche Kontakte sich später auszahlen. Wenn Du also die Chance hast, in Deiner Branche oder Funktion ein Netzwerk aufzubauen, solltest Du sie nutzen.

Eine Warnung zum Umgang mit externen Personalvermittlern: Die Vermittlungsgebühren zahlt der Arbeitgeber. Stimme niemals zu, für eine Vermittlung, eine Gehaltskürzung oder eine andere Form der Vergütung aus eigener Tasche zu zahlen. Recruiter stellen ihre Rechnung Deinem Arbeitgeber.

Liste von Personalvermittlungen

Allein in Bangkok gibt es jede Menge Recruiter. Mit einigen hatte ich persönlich zu tun, über die meisten weiß ich aber aus erster Hand wenig und kann nicht bestätigen, ob sie seriös sind.

Das sind einige bekannte Personalagenturen in Thailand:

  • JAC Recruitment Thailand
  • Gummy Bear
  • KTI Consultants
  • Manpower Thailand

Mehr dazu: Liste der besten Personalagenturen in Thailand für Ausländer

Netzwerkveranstaltungen

Tatsächlich kann das einer der besten Wege zu einem Job in Thailand sein: Gelegenheiten, die sich durch Händeschütteln und lockere Gespräche ergeben.

Wenn Du in Thailand bist, empfehle ich Dir daher, regelmäßig an Netzwerkveranstaltungen teilzunehmen, um Deine Chancen auf einen besseren Job zu erhöhen. Besuche außerdem Konferenzen und andere Branchenevents, bei denen Du Menschen mit ähnlichem Hintergrund triffst.

Das gilt auch, wenn Du Dich außerhalb Thailands befindest. Lies unseren Leitfaden zu Netzwerkveranstaltungen in Thailand, um mehr zu erfahren.

Direktbewerbung vor Ort

Ich kenne einige Leute, die einfach hineinspazieren und nach offenen Stellen fragen, vor allem bei Schulen. Ich habe es nie selbst gemacht, erwähne es hier aber, falls Du es versuchen möchtest. Erfolg kann ich allerdings nicht garantieren.

Bewerbungsprozess

Die Bewerbung um einen Job in Thailand läuft ähnlich ab wie anderswo:

  • Schicke Deinen Lebenslauf online.
  • Du bekommst ein Vorstellungsgespräch. Oft sind es drei: zuerst mit der Personalabteilung, dann mit den Managern und zuletzt mit den Direktoren des Unternehmens.
  • Du absolvierst einen Test. Er kann vor oder nach dem Gespräch stattfinden. Das Unternehmen hat unter Umständen einen eigenen Test, um Deine Fähigkeiten zu prüfen.

Nach dem Vorstellungsgespräch kannst Du innerhalb von drei bis fünf Werktagen mit einer Rückmeldung des Unternehmens rechnen.

Visum und Arbeitserlaubnis beantragen

Wenn Du das Vorstellungsgespräch bestanden hast, geht es an Visum und Arbeitserlaubnis.

Die Schritte laufen in der Regel so ab:

  • Das Unternehmen schickt Dir eine vollständige Liste der Unterlagen, die Du für ein Non-Immigrant-B-Visum brauchst.
  • Du fliegst in ein Nachbarland wie Laos, Kambodscha oder Malaysia, um ein Non-B-Visum zu beantragen, das zunächst 90 Tage gültig ist.
  • Du kehrst mit dem Visum nach Thailand zurück. Das Unternehmen hilft Dir dann, das Visum zu verlängern und eine thailändische Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Mehr dazu findest Du in unseren Leitfäden zu Business-Visa und zu Arbeitserlaubnissen in Thailand. Auch unbezahlte Tätigkeiten sind nicht automatisch ausgenommen. Lies daher unseren Leitfaden zum Freiwilligendienst in Thailand, bevor Du anfängst.


Gut zu wissen: Es kann sein, dass Dir ein Job angeboten wird, während Du mit einem Touristenvisum in Thailand bist. Mit einem Touristenvisum zu arbeiten, ist jedoch illegal. Fang erst an zu arbeiten, wenn Du das richtige Visum und die Arbeitserlaubnis hast. Wegen der Visabeschränkungen in Thailand kommen zudem vor allem Unternehmen in Frage, die vom thailändischen Board of Investment gefördert werden.

Stattdessen remote arbeiten: DTV und LTR

Alles oben Genannte gilt für die Arbeit bei einem thailändischen Arbeitgeber, wofür Du ein Non-B-Visum und eine Arbeitserlaubnis brauchst. Remote-Arbeit ist ein anderer Weg. Das Destination Thailand Visa (DTV), das seit Juli 2024 gilt, erlaubt Dir pro Einreise einen Aufenthalt von bis zu 180 Tagen und ist fünf Jahre gültig. Es berechtigt nicht zur Arbeit in Thailand. Du kannst damit also nicht für einen thailändischen Arbeitgeber arbeiten; es ist für Menschen gedacht, die ihr Geld von ausländischen Kunden oder einem ausländischen Unternehmen verdienen. Besserverdiener kommen stattdessen eventuell für das LTR-Visum für Work-from-Thailand-Professionals in Frage.

Probezeit

Die Probezeit in Thailand dauert in der Regel drei Monate. Bestehst Du sie nicht, hilft das Unternehmen Dir unter Umständen nicht dabei, Dein Arbeitsvisum zu verlängern, das zunächst ebenfalls drei Monate gilt. Behalte das im Hinterkopf.

Gehalt

Wie viel kannst Du in Thailand verdienen?

In der Praxis habe ich alles gesehen, vom Drittel des Gehalts im Heimatland bis zum Doppelten.

Als Expat solltest Du vor allem wissen: Für die Verlängerung Deines Business-Visums gilt ein Mindestgehalt. Zum Beispiel:

  • Europa, Australien, Kanada, Japan, USA: 50.000 THB
  • Südkorea, Singapur, Taiwan, Hongkong: 45.000 THB
  • Die meisten anderen asiatischen Länder, darunter China, Indien, Malaysia und die Philippinen: 35.000 THB
  • Kambodscha, Laos, Myanmar, Vietnam und die meisten afrikanischen Länder: 25.000 THB

Das beruht auf der Einkommenstabelle der Einwanderungsbehörde, die der Anordnung Nr. 327/2557 (2014) der Royal Thai Police beigefügt ist. Lehrer sind von dieser Regel ausgenommen.

Arbeitest Du zusätzlich bei einem BOI-geförderten Unternehmen, richtet sich das Mindestgehalt nach der BOI-eigenen Tabelle gemäß BOI-Bekanntmachung Por. 8/2568 (gültig ab dem 1. Oktober 2025 für neue Projekte und ab dem 1. Januar 2026 für bestehende):

  • Führungskraft (Executive): 150.000 THB
  • Management, Ingenieur, IT-Spezialist oder Forscher: 75.000 THB (50.000 THB mit einem einschlägigen Bachelor-Abschluss)
  • Operatives Personal oder F&E-Personal: 50.000 THB
  • TISO- oder IBPO-Arbeitsplatzbetreiber: 35.000 THB
  • Lehrer und Piloten: ausgenommen, da diese Berufe lizenzbasiert sind und es keine Gehaltsuntergrenze gibt

Produktionsunternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten müssen außerdem mindestens 70 % thailändisches Personal halten.

Wie hoch Dein Gehalt als Expat ausfällt, hängt jedenfalls von Deiner Erfahrung, der Branche, Deinem persönlichen Netzwerk und bei manchen Jobs auch von Deiner Nationalität ab. So sieht es ungefähr aus:

  • C-Level: ab 100.000 THB
  • Management-Ebene: 50.000 bis 100.000 THB
  • Fachkräfte-Ebene (Executive Level): 30.000 bis 50.000 THB

Hinzu kommt, wie sehr Dein potenzieller Arbeitgeber darauf vertraut, dass Du sein Problem lösen kannst. Ist er überzeugt, dass Du die richtige Person dafür bist, spiegelt sich der Wert des Problems in Deinem Gehalt wider.

In nicht-technischen Berufen können Westler mit höheren Gehältern rechnen, in der Tech-Branche sind die Gehälter oft ähnlich.

Das Board of Investment veröffentlicht Gehaltsdaten für thailändische Staatsangehörige, die auf Angaben der geförderten Unternehmen beruhen. Sie geben Dir eine Vorstellung davon, was Thais in vergleichbaren Berufen verdienen.

Ungleiche Bezahlung

Als Vergleich nehme ich hier Lehrerjobs.

Als Philippiner würde ich als Englischlehrer weniger verdienen als jemand aus Großbritannien oder aus einem anderen englischsprachigen Land.

Die Begründung dafür ist leicht nachvollziehbar, auch wenn sie sich für Nicht-Muttersprachler, die zum Unterrichten von Englisch und anderen Fächern der Primar- und Sekundarstufe qualifiziert sind, unfair anfühlen mag.

Das soll niemanden davon abhalten, in Thailand einen Lehrerjob anzustreben. Natürlich gibt es Sonderfälle.

Vielleicht bist Du kein Muttersprachler. Wenn Du aber umfangreiche Unterrichtserfahrung und die nötigen Lehrzertifikate hast, kannst Du durchaus mehr verdienen als Deine britischen oder amerikanischen Kollegen.

Da ich nie als Lehrer in Thailand gearbeitet habe, kann ich zu den Unterschieden zwischen den Gehältern von Nicht-Muttersprachlern und Farangs und ihrem Status als Lehrkräfte an thailändischen Schulen nichts Verbindliches sagen.

Ob ein Arbeitgeber für denselben Job je nach Nationalität unterschiedlich zahlt, hängt vom jeweiligen Arbeitgeber ab.

Staatliche Vorschriften dagegen sind mir nicht bekannt. In der Praxis hängt es von der Politik Deines Arbeitgebers und Deinem Verhandlungsgeschick ab.

Zusatzleistungen

Die Arbeit in Thailand bringt weitere Vorteile mit sich:

  • Bezahlter Urlaub: Je nach Unternehmen und Beschäftigungsdauer bekommst Du im Schnitt zwischen 5 und 20 Tage bezahlten Urlaub pro Jahr. Alle 20 Tage am Stück zu nehmen, ist wegen der Arbeitskultur in Thailand allerdings nicht unbedingt ratsam.
  • Krankheitstage: Dir stehen 30 Tage Krankengeld pro Jahr zu. Bei einem einzelnen Krankheitstag brauchst Du womöglich kein ärztliches Attest. Bei zwei oder mehr Tagen kann je nach Vorgaben Deines Unternehmens ein Attest verlangt werden.
  • Feiertage: In Thailand gibt es 13 bis 15 offizielle Feiertage pro Jahr. Viele hängen mit dem Buddhismus oder dem Königshaus zusammen. Beachte: Wenn Du nicht an einer internationalen Schule arbeitest, musst Du an Weihnachten eventuell arbeiten oder Urlaub nehmen.
  • Sozialversicherung: Das Unternehmen ist gesetzlich verpflichtet, Dich in Thailands Sozialversicherungssystem anzumelden. Dabei werden 5 % Deines Gehalts (bis zu 875 THB pro Monat) an das SSO abgeführt. Dafür erhältst Du kostenlose medizinische Versorgung in einem Vertragskrankenhaus der Sozialversicherung.
  • Gruppenversicherung: Sie ist freiwillig. Viele Unternehmen bieten eine Gruppen-Krankenversicherung an, die über den Schutz der Sozialversicherung hinausgeht.

Tipp: Wenn Dein bisheriges Unternehmen Dich nach Thailand entsendet, bekommst Du unter Umständen ein Umzugspaket mit Unterkunft und Flugtickets. Manche Firmen zahlen sogar etwas dazu, damit Du Thai lernst.

Steuern

Die Einkommensteuersätze liegen zwischen 5 % und 35 % Deines Jahresgehalts. In den meisten Fällen musst Du sie nicht jeden Monat selbst zahlen. Das Unternehmen, für das Du arbeitest, zieht sie von Deinem Gehalt ab.

Außerdem musst Du Deine thailändische Einkommensteuer jährlich erklären, meist zwischen Januar und März. Dein Unternehmen stellt dafür ein Dokument namens 50 Tawi aus, das Dein Gesamtgehalt und die abgeführte Steuer zeigt. Mit diesem Dokument gibst Du Deine Steuererklärung ab.

Je nach Unternehmen übernimmt die Personalabteilung die Abgabe für Dich.

Prüfe außerdem die Steuerregeln Deines Heimatlandes. Auch wenn Du in Thailand arbeitest, musst Du unter Umständen weiterhin in Deinem Heimatland eine Steuererklärung abgeben.

Mehr dazu: Einkommensteuer in Thailand für Ausländer: Musst Du zahlen?

Thailändische Bürokultur

Deine ersten Wochen in Thailand fühlen sich vielleicht wie Urlaub an. Nach einer Weile musst Du aber im Arbeitsalltag ankommen, und das kann anspruchsvoll sein.

Anfangs wird es Überraschungen geben, an die Du Dich gewöhnen musst. Ein kleiner Kulturschock ist möglich. Ehrlich gesagt dauert es etwa drei Monate, bis Du Dich in der neuen Umgebung wohlfühlst.

Darauf kannst Du Dich einstellen:

  • Der Alltag kann anfangs verwirrend sein: Vielleicht weißt Du bei einfachen Dingen nicht, wohin Du Dich wenden sollst, oder wie Du wichtige Aufgaben angehst. Auch wenn Du Thailand schon ein paarmal im Urlaub besucht hast, fühlt sich das Leben hier auf Dauer ganz anders an.
  • Indirekte Kommunikation: Deine Kollegen wirken vielleicht freundlich und hilfsbereit, doch nach etwa einem Monat merkst Du womöglich, dass die Kommunikation indirekter ist, als Du es gewohnt bist.
  • Man sagt nicht gern direkt „Nein“: In thailändischen Betrieben lehnt man Deine Anfrage nicht immer von Angesicht zu Angesicht ab. Stattdessen weicht man dem Thema aus, antwortet verzögert oder sagt später per E-Mail oder Line ab.
  • Kleine Zeichen zählen: Es gibt feine soziale Signale, die Dir anfangs vielleicht nicht auffallen, die Du mit der Zeit aber verstehen lernst.
  • Direkte Kritik kann unhöflich wirken: Wenn Du etwas zu direkt oder mit starken Worten kritisierst, gilt das in Thailand schnell als unhöflich, und manche meiden Dich danach.

Diese kulturellen Herausforderungen können frustrierend sein. Deshalb arbeiten manche Expats lieber für internationale Unternehmen in Thailand, wo die Arbeitskultur vertrauter sein kann.

Sollte ich vor dem Umzug nach Thailand einen Job suchen?

Die kurze, wenig hilfreiche Antwort: Es kommt darauf an.

Die hilfreichere Antwort: Je besser der Job bezahlt ist, desto eher kannst Du Dich schon bewerben, bevor Du in Thailand bist.

Zahlt ein Job mehr als 80.000 THB im Monat, muss der Arbeitgeber seine Suche unter Umständen auf das Ausland ausweiten. Von Deinem Heimatland aus einen Job für weniger Geld zu finden, ist möglich, aber seltener.

Einblick: Einen Job von außerhalb Thailands finden

Eine befreundete Personalleiterin, die bei einem Immobilien-Medienunternehmen arbeitet, sagte mir, dass es in vielen Fällen keine Rolle spielt, ob Du schon in Thailand bist oder noch im Ausland. Ein Hinweis darauf, dass ein Unternehmen Bewerber aus dem Ausland in Betracht zieht: Es schaltet Anzeigen auf LinkedIn, JobsDB oder anderen Jobportalen, die sich an internationale Kandidaten richten.

Erfüllst Du die Anforderungen des Unternehmens, führt es womöglich zuerst ein Online-Gespräch mit Dir und nimmt Dich dann für ein abschließendes persönliches Gespräch in die engere Auswahl. Manche zahlen Dir sogar den Umzug nach Thailand, wenn Du ihren Bedarf deckst.

Eine andere Freundin, die für ein multinationales Unternehmen aus Gastgewerbe und E-Commerce rekrutiert, sagte, sie stellten normalerweise Fragen wie „Warum denkst Du über einen Job in Thailand nach?“ So bekommen sie ein klareres Bild davon, was den Kandidaten zur Bewerbung bewegt.

Es gibt allerdings auch Firmen, die gar nicht erst ein Gespräch mit Dir führen, wenn Dein Lebenslauf eine Adresse außerhalb Thailands zeigt. Manche Unternehmen wollen Dich lieber persönlich treffen. Das höre ich oft:

„Wir berücksichtigen nie Bewerber, die noch nicht hier sind.“

„Wir berücksichtigen immer Bewerber aus dem Ausland.“

Es kommt darauf an, wie speziell, dringend oder wichtig der Job für den Arbeitgeber ist.

Jobs, die Du als Ausländer in Thailand nicht ausüben darfst

In manchen Bereichen ist die Art der Arbeit, die Du ausüben darfst, aus rechtlichen Gründen eingeschränkt. Zum Beispiel:

  • Mediziner dürfen nicht als Ärzte praktizieren, können aber unter Umständen in der Forschung arbeiten.
  • Juristen können der thailändischen Anwaltskammer nicht beitreten, doch viele Kanzleien beschäftigen ausländische Anwälte als Berater.
  • Als Reiseleiter, Friseur und Ähnliches darfst Du nicht arbeiten.

Insgesamt behält Thailand rund 40 Berufe vor, die das Department of Employment in Listen einteilt. Etwa 27 davon sind vollständig thailändischen Staatsangehörigen vorbehalten, darunter körperliche Arbeit, Fahren, Straßenhandel, Friseurhandwerk und Reiseleitung. Die übrigen Berufe stehen Ausländern nur unter bestimmten Bedingungen offen, etwa aufgrund internationaler Abkommen oder Investitionsförderung. Buchhaltung, Ingenieurwesen und Architektur gehören zu dieser Gruppe mit Bedingungen.

Die vollständige offizielle Liste findest Du hier: Department of Employment: Für Ausländer verbotene Berufe (auf Englisch)

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Häufig gestellte Fragen

Darf ein Ausländer in Thailand ohne Arbeitserlaubnis arbeiten?

Nein. Ohne gültige Arbeitserlaubnis zu arbeiten, ist in Thailand unabhängig von der Visumart illegal, auch mit einem Touristenvisum. Selbst ehrenamtliche oder unbezahlte Tätigkeiten können je nach Art eine Erlaubnis erfordern. Mögliche Strafen sind Geldbußen und die Abschiebung.

Wie hoch ist das Mindestgehalt für eine thailändische Arbeitserlaubnis?

Das hängt von Deiner Nationalität und der Art des Arbeitgebers ab. Für eine Standardverlängerung des Non-B-Visums gilt bei der Einwanderungsbehörde ein nach Nationalität gestaffeltes monatliches Mindestgehalt, das bei etwa 25.000 THB beginnt. Ist Dein Arbeitgeber ein BOI-gefördertes Unternehmen, richtet sich das geltende Minimum stattdessen nach der eigenen Gehaltstabelle des BOI. Sie reicht von 35.000 THB für Einstiegspositionen als Operator bis zu 150.000 THB für Führungspositionen.

Brauche ich einen Hochschulabschluss, um in Thailand zu arbeiten?

Nicht immer. Mehrere Jahre einschlägiger Berufserfahrung können bei vielen Arbeitgebern einen Abschluss ersetzen, besonders in Tech, Vertrieb und Redaktion. Für reglementierte Berufe wie das Unterrichten an einer internationalen Schule ist ein Abschluss Pflicht, und er stärkt Deinen Antrag auf eine Arbeitserlaubnis in der Regel unabhängig von der Tätigkeit.

Kann ich in Thailand mit einem Touristenvisum arbeiten?

Nein. Mit einem Touristenvisum zu arbeiten, ist illegal, auch wenn Dir ein Arbeitgeber einen Job anbietet, während Du schon im Land bist. Bevor Du mit einer bezahlten Tätigkeit beginnst, brauchst Du ein Non-Immigrant-B-Visum und eine Arbeitserlaubnis.

Wie lange dauert es, nach der Ankunft in Thailand eine Arbeitserlaubnis zu bekommen?

Hast Du ein Non-Immigrant-B-Visum und hat Dein Arbeitgeber die erforderlichen Unterlagen eingereicht, dauert die Bearbeitung der Arbeitserlaubnis beim Department of Employment in der Regel etwa ein bis zwei Wochen. BOI-geförderte Unternehmen kommen über das BOI One Start One Stop Investment Center oft schneller voran.

Welche Jobs dürfen Ausländer in Thailand nicht ausüben?

Thailand behält eine Reihe von Berufen ausschließlich thailändischen Staatsangehörigen vor, darunter Fahren, Straßenhandel und Reiseleitung. Andere Berufe, etwa Buchhaltung und Ingenieurwesen, dürfen Ausländer nur unter bestimmten Vertrags- oder Investitionsförderungsbedingungen ausüben.

Kann ich in Thailand remote für ein Unternehmen außerhalb des Landes arbeiten?

Ja, aber das ist ein anderer Visumweg als der in diesem Leitfaden beschriebene. Mit dem Destination Thailand Visa (DTV) können Remote-Arbeiter pro Einreise bis zu 180 Tage bleiben und dabei für einen ausländischen Arbeitgeber oder ausländische Kunden arbeiten. Es enthält jedoch keine thailändische Arbeitserlaubnis und darf nicht für die Arbeit bei einem thailändischen Unternehmen genutzt werden. Besserverdiener kommen stattdessen eventuell für das LTR-Visum für Work-from-Thailand-Professionals in Frage.

Ist es einfach, als Ausländer in Thailand einen Job zu finden?

Nein. Der Arbeitsmarkt für Ausländer ist begrenzt, und Deine Einstellung bedeutet für den Arbeitgeber zusätzlichen Papierkram und Kosten. Du musst also etwas bieten, das ein thailändischer Bewerber nicht kann. Mit der richtigen Erfahrung, einem Abschluss oder besonderen Fähigkeiten ist es durchaus möglich, aber rechne mit einer längeren Suche als zu Hause.

Quellen

Wichtige Leitfäden zum Arbeiten in Thailand

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