Firmengründung in Thailand: Leitfaden für Ausländer 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Registriere eine Firma in Thailand nur, wenn du hier auch wirklich Geschäfte machen willst. Sie nur wegen eines Visums zu gründen, ist nicht nur unklug, sondern auch nicht legal.
  • Die beiden Hauptoptionen sind eine gewöhnliche Limited Company (Ausländer dürfen bis zu 49 % der Anteile halten) und eine BOI-geförderte Gesellschaft (ermöglicht 100 % ausländisches Eigentum plus Steuervorteile).
  • Um einen ausländischen Mitarbeiter zu beschäftigen, dich selbst eingeschlossen, braucht die Firma in der Regel mindestens 2 Millionen Baht eingezahltes Stammkapital sowie vier thailändische Angestellte pro ausländischer Anstellung.
  • Eine BOI-Förderung lohnt sich, wenn dein Unternehmen dafür infrage kommt: Körperschaftsteuerbefreiung für bis zu acht Jahre sowie deutlich einfachere Arbeitserlaubnisse und Visa sind die größten Vorteile.
  • US-Bürger haben mit dem Treaty of Amity eine zusätzliche Option, die eine Mehrheitsbeteiligung ohne BOI-Status erlaubt, allerdings ist die Einrichtung komplex und mit Einschränkungen verbunden.
  • Nach der Registrierung musst du dich um die Anmeldung bei der Sozialversicherung, die Umsatzsteuerregistrierung (ab einem Jahresumsatz von 1,8 Millionen Baht), ein Geschäftskonto sowie die jährliche Buchprüfung kümmern.
  • Die Gesamtkosten für die Gründung, inklusive Behördengebühren und grundlegender professioneller Unterstützung, liegen üblicherweise bei THB20.000 bis THB50.000, je nachdem, wie viel Hilfe du in Anspruch nimmst.

Erfahre, wie du in Thailand eine Firma gründest: Gründungskosten, BOI-Vorteile, Arbeitserlaubnisse, Sozialversicherung, Umsatzsteuerregistrierung und Buchhaltungspflichten.

Viele Menschen erwägen, in Thailand eine Firma zu gründen, um darüber ein Visum zu bekommen und langfristig im Land zu leben.

Machbar ist das durchaus, empfehlenswert ist es aber nicht.

Unserer Meinung nach solltest du eine Firma in Thailand nur registrieren, wenn du vorhast, hier tatsächlich Geschäfte zu machen. Wer sie nur für ein Visum gründet, handelt sich viel zu viele Auflagen und Umstände ein. Und legal ist es obendrein nicht.

Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du selbst eine Firma in Thailand gründest: von den Voraussetzungen und dem Papierkram über das Business-Visum und die Arbeitserlaubnis als Firmengründer bis hin zu allen weiteren Details des Geschäftsbetriebs in Thailand.

Gründungsoptionen

Online stößt du auf eine ganze Reihe von Gründungsformen. Das kann schnell verwirren.

Tatsächlich stehen dir vor allem zwei Optionen offen:

  • Eine Limited Company ohne Förderung durch das Board of Investment (BOI)
  • Eine Limited Company mit Förderung durch das Board of Investment (BOI)

Andere Formen wie eine Repräsentanz, eine Zweigniederlassung, eine Registrierung unter dem US-thailändischen Freundschaftsvertrag oder ein Einzelunternehmen kommen inzwischen seltener vor. 

Dieser Artikel konzentriert sich deshalb darauf, wie du in Thailand eine Limited Company gründest und wie die Förderung durch das Board of Investment funktioniert.

an office in Thailand
Wenn du in Thailand eine Firma gründest, kannst du auf ein Serviced Office zurückgreifen und dein Unternehmen innerhalb weniger Tage starten.

Limited Company vs. BOI-Förderung

Das Board of Investment, kurz BOI, ist im Grunde eine thailändische Regierungsbehörde, die ausländische Investitionen ins Land holen soll. Dafür bietet sie unter anderem Unterstützung bei der Firmengründung und lockt mit Vorteilen wie:

  • Du kannst 100 Prozent deiner Firmenanteile halten.
  • Visa und Arbeitserlaubnisse für dich und deine ausländischen Mitarbeiter sind deutlich einfacher zu bekommen.
  • Deine Firma kann für bis zu acht Jahre von der Körperschaftsteuer befreit sein.

Kommt deine Firma für die BOI-Förderung infrage, empfehlen wir daher, sie zu beantragen.

Allerdings gibt es zwei wesentliche Nachteile:

  • Die Gründung erfordert zusätzliche Schritte, da du mit dem Board of Investment zusammenarbeiten musst. Das gesamte Genehmigungsverfahren beim BOI kann ein bis drei Monate dauern.
  • Die Anforderungen an die Buchhaltung steigen, da du regelmäßig über die finanzielle Lage deiner Firma berichten musst.

Zudem kann nicht jede Firma eine BOI-Förderung erhalten. Das BOI legt eigene Kategorien fest, welche Branchen gefördert werden, und passt diese regelmäßig an die aktuellen Bedürfnisse Thailands an. 

Jede Kategorie bringt zudem eigene Anforderungen mit sich. Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden zur Gründung einer BOI-geförderten Firma.

Der US-thailändische Freundschaftsvertrag (Treaty of Amity)

Diese Option steht ausschließlich US-Bürgern offen.

Als Amerikaner kannst du damit 100 % der Anteile an deiner thailändischen Firma halten.

Auch Anteilseigner anderer Nationalitäten sind möglich. Ein Amerikaner muss dabei jedoch mindestens 51 % der Anteile halten, und mindestens die Hälfte der Direktoren der Firma muss amerikanisch sein.

Bestimmte Geschäftsbereiche sind unter dieser Option eingeschränkt, darunter:

  • Kommunikation
  • Transport
  • Bankwesen
  • Grundbesitz
  • Und weitere.

Auf dem Papier klingt diese Option gut, in der Praxis ist die Einrichtung aber recht kompliziert. Zudem gilt weiterhin: Um einen Ausländer zu beschäftigen, dich selbst eingeschlossen, sind das Verhältnis von 4:1 thailändischen zu ausländischen Angestellten und die 2-Millionen-Baht-Kapitalanforderung einzuhalten.

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Unserer Meinung nach ist eine BOI-Förderung die bessere Option, sofern dein Unternehmen dafür infrage kommt.

Weitere Informationen findest du auf der Website der US-Botschaft.

Voraussetzungen

Schauen wir uns die wichtigsten Voraussetzungen für die Firmengründung in Thailand an:

  • Stammkapital
  • Anteilseigner
  • Kosten
  • Firmenadresse
  • Lizenznummer des Wirtschaftsprüfers
  • Thailändische Angestellte

Stammkapital

Wie hoch das Mindeststammkapital ausfallen muss, hängt davon ab, ob deine Firma vom BOI gefördert wird oder nicht.

  • Mit BOI-Förderung: Das Mindeststammkapital richtet sich vor allem nach den Vorgaben des thailändischen BOI, die je nach Branche variieren. Ein Softwareunternehmen braucht beispielsweise ein Stammkapital von THB1.500.000, während ein Anbieter von Coworking-Spaces mindestens THB10.000.000 aufbringen muss.
  • Ohne BOI-Förderung: Hier liegt das Mindeststammkapital bei THB2.000.000. Das ist zugleich das Mindestkapital, um einen ausländischen Angestellten (also auch dich selbst) zu beschäftigen. *

Gut zu wissen: Ein höheres Stammkapital kann die Glaubwürdigkeit deiner Firma stärken, doch sobald es THB5.000.000 übersteigt, greifen höhere Körperschaftsteuersätze als bei Firmen mit niedrigerem Stammkapital. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt zur Körperschaftsteuer.

Anteilseigner

Eine Firma braucht mindestens zwei Anteilseigner.

  • Mit BOI-Förderung: Ausländer, einschließlich Familienmitglieder und Partner, können 100 Prozent der Anteile halten.
  • Ohne BOI-Förderung: Ausländer dürfen nicht mehr als 49 Prozent der Firmenanteile halten. Du brauchst also thailändische Partner, die die restlichen 51 % der Anteile halten.

Warnung: Wichtig zu wissen: Einen Strohmann einzusetzen, der Firmenanteile treuhänderisch für dich hält, ist illegal

Firmenadressen

Um eine Firma in Thailand zu gründen, brauchst du eine gültige Geschäftsadresse. 

Dafür stehen vier Optionen zur Verfügung:

  • Virtuelles Büro: Gut geeignet für Start-ups, die keinen Mitarbeiter vor Ort brauchen. Die Kosten beginnen bei einigen Tausend Baht pro Jahr.
  • Serviced Office: Eine sehr bequeme Art, ein Büro einzurichten, da du einfach unterschreibst und das Büro sofort bereitsteht.
  • Physisches Büro: Du mietest ein Büro in einem Bürogebäude. Langfristig günstiger als ein Serviced Office, erfordert aber mehr Aufwand.
  • Homeoffice: Du mietest ein Haus und richtest darin ein Homeoffice ein. Für frischgebackene Unternehmer eher nicht zu empfehlen, da damit viele Umstände verbunden sind, aber es kann die günstigste Option sein.
a serviced office in Regus
Ein Serviced Office ist sehr praktisch, da meist schon alles vorhanden ist, was du für den Geschäftsbetrieb brauchst.

Tipp: Wähle den Standort deiner Firma von Anfang an mit Bedacht. Eine spätere Adressänderung kann mühsam werden, da du dann mit verschiedenen Stellen wie dem Department of Business Development, dem Revenue Department, Banken, Dienstleistern, Partnern und mehr kommunizieren musst.

Lizenznummern der Wirtschaftsprüfer

Aktuell brauchst du bei der Firmengründung in Thailand eine Lizenznummer eines Wirtschaftsprüfers. Beauftragst du eine Buchhaltungs- oder Anwaltskanzlei mit der Gründung, sollte sie dir diese Nummer besorgen können. 

Falls du noch keine hast, kannst du online suchen. Zahlreiche Wirtschaftsprüfer bieten diese Nummer gegen eine Gebühr zwischen THB500 und THB2.000 an.

Thailändische Angestellte

Sofern deine Firma nicht vom BOI gefördert wird, musst du mindestens 4 thailändische Angestellte beschäftigen. Zu Beginn ist das noch nicht nötig, wird aber Pflicht, sobald du für dich selbst ein Business-Visum beantragst.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Firmengründung

Die Gründung selbst ist der anspruchsvollste Teil, bei dem dir so manche rechtliche Feinheit begegnet. 

Gut zu wissen: Der gesamte Prozess läuft überwiegend auf Thailändisch ab, weshalb ein verlässlicher thailändischer Partner oder eine Anwaltskanzlei sehr hilfreich sein kann.

Das Department of Business Development kennenlernen

Bei der Firmengründung in Thailand solltest du zunächst das Department of Business Development (DBD) kennen. Das ist die Behörde, die alle Firmen in Thailand beaufsichtigt.

Unabhängig von der Rechtsform deiner Firma musst du sie dort gründen und registrieren. Dafür musst du die vom DBD geforderten Unterlagen vorbereiten und dessen Vorgaben erfüllen.

Das DBD hat Niederlassungen in Bangkok und in anderen Provinzen, sodass sich eine Firma auch bequem außerhalb der Hauptstadt registrieren lässt. 

Department of Business Development Area 5 Thailand.
Das Department of Business Development ist deine wichtigste Anlaufstelle für die Firmenregistrierung in Thailand

Du kannst deine Unterlagen zur Firmenregistrierung bei jeder beliebigen DBD-Filiale einreichen, unabhängig vom Standort deiner Firma. 

Änderungen an den Firmendaten musst du jedoch bei der DBD-Filiale vornehmen, bei der du die Firma ursprünglich registriert hast.

Firmennamen reservieren

Der erste Schritt bei der Firmengründung in Thailand ist die Reservierung des Firmennamens. Dafür gelten einige Anforderungen:

  • Der Name muss sowohl auf Thailändisch als auch auf Englisch vorliegen.
  • Er darf keinem anderen Firmennamen ähneln. 
  • Er darf keinen Namen der königlichen Familie, von Ministerien oder anderen Regierungsstellen Thailands enthalten. 

Du kannst deinen Firmennamen online über die Website des Department of Business Development reservieren. 

Wichtig: Um einen Firmennamen zu reservieren, musst du zunächst ein Konto erstellen. Der ganze Vorgang ist recht unkompliziert, läuft aber komplett auf Thailändisch ab. Drucke nach der Reservierung das Bestätigungsschreiben aus und registriere die Firma innerhalb von 30 Tagen.

Erforderliche Unterlagen

Die Vorbereitung der Unterlagen ist der wichtigste Schritt bei der Firmenregistrierung in Thailand. Im Grunde hängt der Erfolg deiner Registrierung von den zusammengestellten Dokumenten ab. 

Hier ein Beispiel dafür, welche Unterlagen du brauchst:

  • Liste der Anteilseigner
  • Finanzbescheinigung der Anteilseigner
  • Sitzungsprotokoll
  • Nachweis der Kapitaleinzahlung
  • Gesellschaftsvertrag (Memorandum of Association)
  • Nachweis der Firmenadresse

Hinweis: Dein Vermieter verlangt für den Nachweis der Firmenadresse möglicherweise zwischen 2.000 und 3.000 Baht. Dazu können Kopien des Personalausweises des Eigentümers, das Hausregisterdokument, ein Lageplan und der Mietvertrag gehören.

So umfangreich diese Liste klingt, in der Praxis ist sie einfacher zu bewältigen, als sie aussieht. 

Die meisten dieser Dokumente kannst du direkt von der Website des Department of Business Development herunterladen. Dort findest du auch Anleitungen zum Ausfüllen der Formulare. 

Beauftragst du einen Dienstleister, brauchst du für ihn Folgendes:

  • 2 unterschriebene Kopien der thailändischen IDs oder Reisepässe aller Anteilseigner
  • 2 unterschriebene Kopien des Mietvertrags oder der Hausregisterdokumente
  • Firmenstempel (optional)

Danach bereitet der Dienstleister alle Unterlagen vor und schickt sie dir zur Unterschrift. Sobald du unterschrieben hast, sendest du sie zurück, damit die Firma registriert werden kann.

Ein praktischer Tipp: Ziehe eine thailändische Person zur Unterstützung bei der Dokumentenvorbereitung hinzu, da der gesamte Vorgang, einschließlich der auszufüllenden Formulare, auf Thailändisch abläuft.

Wenn du ein Logo und einen Stempel für deine Firma möchtest, solltest du dir beides schon vor der Registrierung besorgen. Denn während der Firmenregistrierung musst du deinen Firmenstempel eintragen lassen und eine autorisierte Unterschrift festlegen.

Du kannst die Firma auch ohne Stempel registrieren. Möchtest du später doch noch einen haben, musst du dafür erneut beim Department of Business Development vorstellig werden.

So bekommst du einen Firmenstempel: Das ist unkompliziert. In den meisten Kaufhäusern gibt es Läden, die diesen Service anbieten, alternativ kannst du auch online bestellen. In der Regel dauert es einen Tag und kostet ein paar Hundert Baht pro Stempel. Für das Firmenlogo kannst du einen Designer beauftragen oder es selbst mit Canva gestalten.

Wo du deine Firma registrierst

Sobald alle nötigen Unterlagen vorliegen, gibt es hauptsächlich drei Wege, eine Firma zu registrieren:

1. Persönlich vor Ort

Du kannst jede Filiale des Department of Business Development persönlich aufsuchen. Sie haben werktags, außer an Feiertagen, von 8:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Sag am Empfangsschalter, dass du eine Firma registrieren möchtest. Dort werden deine Unterlagen zunächst grob geprüft. 

Ist alles in Ordnung, bekommst du eine Wartenummer für ein ausführlicheres Dokumentencheck bei einem DBD-Mitarbeiter. Passt alles, erhältst du eine Rechnung und kannst direkt an einer nahegelegenen Kasse bezahlen. 

In der Regel bekommst du die Firmenregistrierungsurkunde noch am selben Tag.

Gibt es Probleme mit deinen Unterlagen, musst du unter Umständen ein nahegelegenes Copyshop aufsuchen, um Korrekturen vorzunehmen. Der größte Teil des Vorgangs läuft auf Thailändisch ab.

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2. Registrierungsservice

Das ist die beliebteste Methode, selbst unter Thailändern, da sie den Behördengang beim Department of Business Development erspart. Diesen Service bieten meist Anwalts- oder Buchhaltungskanzleien an.

Dabei schickt dir der Dienstleister alle nötigen Unterlagen per Post zu. Du unterschreibst sie und sendest sie zurück. Innerhalb weniger Tage erhältst du dann die Firmenregistrierungsurkunde.

Arbeitest du bereits mit einer Buchhaltungs- oder Anwaltskanzlei zusammen, wird sie die Registrierung in der Regel auf diesem Weg für dich abwickeln.

Diese Methode hat zwei wesentliche Nachteile:

  • Kosten: Ein Registrierungsservice kostet je nach Komplexität etwa THB10.000 bis THB25.000.
  • E-Mail: Während der Registrierung müssen für deine Firma Online-Konten bei Behörden wie dem Department of Business Development oder dem Revenue Department eingerichtet werden. Sag dem Dienstleister, dass er dafür deine eigene E-Mail-Adresse verwenden soll. Sonst nutzt er seine eigene, was sich später nur mühsam ändern lässt.

3. Online

Die Online-Registrierung wird immer beliebter, da du sie bequem von zu Hause aus erledigen kannst. 

Nötige Korrekturen an den Unterlagen lassen sich sofort vornehmen, was den Prozess sehr komfortabel macht. 

Um deine Firma online zu registrieren, richtest du zuerst ein Konto auf der DBD-E-Registration-Website ein. Danach lädst du alle nötigen Unterlagen hoch und registrierst die Firma direkt dort.

Sobald alle Unterlagen genehmigt sind, kannst du die Gebühr online per Mobile Banking bezahlen. Die Handelsregisterurkunde wird dir innerhalb einer Woche zugestellt. Das ist ein wichtiges Dokument, das du als Firma im Umgang mit anderen Institutionen häufig vorlegen musst.

Bei der Online-Registrierung gibt es allerdings zwei Haken:

  • Der komplette Online-Vorgang läuft auf Thailändisch ab.
  • Alle Anteilseigner brauchen ein eigenes Konto auf der DBD-E-Registration-Website. Und das einzurichten kann selbst für Thailänder ziemlich mühsam sein.

Ablauf nach der Firmenregistrierung

Mit der Registrierung beim Department of Business Development ist es noch nicht getan. Es folgen weitere Schritte, darunter:

  • Visum und Arbeitserlaubnis für dich selbst beantragen
  • Ein Geschäftskonto eröffnen
  • Bei der Sozialversicherung anmelden
  • Weitere Lizenzen beantragen

Am besten erledigst du all das innerhalb von 3 Monaten nach der Firmengründung. Sonst musst du dich erneut an das DBD wenden, um eine neue Handelsregisterurkunde zu erhalten.

Visum und Arbeitserlaubnis beantragen

ERST NACHDEM du deine Firma in Thailand erfolgreich registriert hast, kannst du ein Business-Visum und eine Arbeitserlaubnis beantragen. 

Während der Firmenregistrierung solltest du dich mit einem anderen Visumtyp im Land aufhalten, etwa einem Touristen- oder Bildungsvisum.

Nochmals wichtig: Solange deine Firma keine Förderung durch das Board of Investment erhalten hat, darfst du nur dann ausländische Mitarbeiter einstellen, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Ein Verhältnis von vier thailändischen Angestellten pro ausländischem Angestellten.
  • Ein eingezahltes Kapital von 2.000.000 Baht pro ausländischem Angestellten.

Für das Business-Visum, auch Non-B-Visum genannt, kannst du dich an jede thailändische Botschaft außerhalb Thailands wenden. Malaysia, Kambodscha, Laos und Singapur sind dafür beliebte Länder. 

Ein Non-B-Visum berechtigt zunächst zu einem 90-tägigen Aufenthalt in Thailand. Nach der Einreise mit diesem Visum kannst du dann die Arbeitserlaubnis beantragen. 

Sobald die Arbeitserlaubnis vorliegt, lässt sich das Non-B-Visum auf ein oder zwei Jahre verlängern.

Eine ausführliche Anleitung zu Voraussetzungen, Unterlagen und Abläufen findest du in diesen Artikeln:

Geschäftskonto eröffnen

Für die Verwaltung der Firmenfinanzen brauchst du ein Geschäftskonto.

Beliebte Banken für Geschäftskonten in Thailand sind Kasikorn Bank, Bangkok Bank und SCB. Die Unterschiede zwischen ihnen sind gering, wähle also die Bank, die für dich am praktischsten ist. 

Beachte aber: Die Filiale, bei der du dein Konto eröffnest, ist danach deine Hauptanlaufstelle für alle kontobezogenen Änderungen, etwa eine neue Firmenadresse oder eine Firmenkreditkarte.

Unterlagen für die Eröffnung eines Geschäftskontos

Meist brauchst du Folgendes:

  • Eine Kopie deiner Firmenregistrierung, ausgestellt innerhalb der letzten sechs Monate
  • Sitzungsprotokoll (auf der Bank-Website herunterladbar)
  • Einen unterschriebenen Reisepass aller Anteilseigner und Zeichnungsberechtigten
Kbank
Die Kasikorn Bank ist eine der beliebtesten Optionen für ein Geschäftskonto. Auch die Kontoeröffnung ist dort unkompliziert.

Gut zu wissen: Auf der Website jeder Bank findest du die nötigen Unterlagen aufgelistet. Allerdings können die Anforderungen von Filiale zu Filiale variieren. Wundere dich nicht, wenn ein Bankmitarbeiter zusätzliche Dokumente verlangt, die auf der Website gar nicht aufgeführt sind

Eine persönliche Empfehlung kann außerdem hilfreich sein, da Banken bei ausländischen Firmeninhabern manchmal zögerlich sind, ein Konto zu eröffnen.

Online-Banking

Bitte die Bank nach der Kontoeröffnung, Online-Banking freizuschalten. Das wird vermutlich dein wichtigstes Werkzeug für die Verwaltung deiner Finanzen. Manche Banken, wie die Bangkok Bank, bieten dafür ein Sicherheitstoken an, andere wie die Kasikorn Bank und die Krung Thai Bank arbeiten mit OTP.

Bei der Sozialversicherung anmelden

Mit dem Department of Business Development ist der Registrierungsprozess noch nicht abgeschlossen. 

Du musst außerdem ein Sozialversicherungskonto für deine Firma einrichten. Die gute Nachricht: Dieses Konto wird nach der erfolgreichen DBD-Registrierung inzwischen automatisch genehmigt.

Bei der Sozialversicherung sind vor allem drei Dinge zu erledigen:

  • Neue Angestellte anmelden: Jedes Mal, wenn du jemanden einstellst, dich selbst eingeschlossen, musst du diese Person innerhalb von 30 Tagen beim zuständigen Sozialversicherungsamt anmelden.
  • Austritte melden: Verlässt jemand die Firma, musst du das zuständige Sozialversicherungsamt bis zum 15. des Folgemonats informieren.
  • Beiträge zahlen: Als Arbeitgeber musst du den Sozialversicherungsbeitrag vom Gehalt deiner Angestellten abziehen, den gleichen Betrag als Arbeitgeberanteil hinzufügen und beides an das Sozialversicherungsamt abführen. Das entspricht 5 % des Gehalts, gedeckelt bei 875 Baht monatlich. Verdient ein Angestellter zum Beispiel 17.500 Baht, beträgt der gesamte Sozialversicherungsbeitrag 1.750 Baht: 875 Baht vom Angestellten und 875 Baht von der Firma.

Die Zahlungen an das Sozialversicherungsamt für alle Angestellten sind jeweils vor dem 15. eines Monats fällig und können online über die Website der Sozialversicherung geleistet werden.

Passender Artikel: The Comprehensive Guide to Social Security in Thailand for Foreigners.

Umsatzsteuerregistrierung

Die Umsatzsteuerregistrierung ist nur erforderlich, wenn deine Firma einen Jahresumsatz von THB1,8 Millionen überschreitet.

Rechnest du damit, dass der Umsatz deiner Firma 1,8 Millionen Baht übersteigen wird, solltest du dich also direkt nach der Gründung registrieren. 

Revenue Department Thailand Logo
Die Umsatzsteuerlizenz kannst du beim Revenue Department beantragen, sobald deine Firma in Thailand gegründet ist

Die Umsatzsteuerregistrierung muss innerhalb von 30 Tagen, nachdem dein Umsatz diese Schwelle erreicht hat, beim zuständigen Revenue Department erfolgen.

Nach der Registrierung musst du die Umsatzsteuer jeweils bis zum 15. eines Monats melden.

Passender Artikel: How to Get a VAT Registration Certificate in Thailand as a Business Owner

Weitere Lizenzen beantragen

Welche Lizenzen deine Firma braucht, hängt von der Art des Geschäfts ab. Zum Beispiel:

  • Eröffnest du ein Restaurant, verkaufst Alkohol oder spielst Musik ab, brauchst du sowohl eine Alkohol- als auch eine Musiklizenz. 
  • Für den Betrieb einer Speditionsfirma braucht es eine Import- und Exportlizenz. Importierst du Lebensmittel oder Medikamente zum Verkauf in Thailand, brauchst du zudem eine Lizenz der FDA.

Manche Lizenzen, etwa für Alkohol und Musik, müssen jährlich erneuert werden, wobei die Gebühren zwischen 600 und 2.000 Baht liegen.

Sprich unbedingt mit deinem Anwalt, um alle nötigen Lizenzen zu bekommen und spätere Bußgelder oder Probleme zu vermeiden. 

Eine Buchhaltungskanzlei zu beauftragen kann ebenfalls sinnvoll sein, da sie dafür sorgt, dass alle nötigen Formulare korrekt ausgefüllt sind, und die Anträge oft direkt für dich stellt.

Solche Kanzleien verlangen häufig Kopien deines Kontoauszugs sowie einen Lageplan zur genauen Lage deiner Firma. Nach Einreichung der Unterlagen musst du auf die Genehmigung warten. 

Wie lange die Wartezeit dauert, hängt von der Provinz, der Region und der Art der Lizenz ab. Es lohnt sich, das vorab zu recherchieren, da sich die Bearbeitungszeiten der thailändischen Behörden häufig ändern. 

Deine Firma führen

Sobald deine Firma steht, gibt es als Unternehmer noch weitere wichtige Aufgaben zu erledigen.

Büroräume finden

Bei den Büroräumen hast du drei Möglichkeiten:

  • Serviced Offices
  • Klassische Büros
  • Virtuelle Büros

Ein Serviced Office ist die teuerste Option. Rechne mit rund 20.000 Baht monatlich für einen kleinen Raum. Dafür ist es auch die bequemste Lösung, da bereits alles vorhanden ist, was du für den Geschäftsbetrieb brauchst, inklusive Möbel, Telefon und Internet. 

Viele Anbieter von Serviced Offices haben zudem Reinigungsservice und Kaffee im Paket. Serviced Offices sind zudem flexibel, mit Verträgen, die teilweise nur eine Woche laufen.

Ein klassisches Büro ist dagegen aufwendiger und teurer einzurichten. Du brauchst Möbel, musst Telefon- und Internetanschlüsse einrichten und eine Reinigungskraft sowie eine Verwaltungskraft für Reinigung und andere Büroaufgaben einstellen. 

Langfristig ist es aber günstiger als ein Serviced Office.

Brauchst du keinen physischen Arbeitsplatz, ist ein virtuelles Büro eine Überlegung wert. Damit kannst du diese Adresse als offizielle Firmenadresse in Thailand nutzen. 

Der Anbieter des virtuellen Büros kümmert sich dabei um Post und weitere damit verbundene Aufgaben für dich.

Mehr erfahren:

Möbel und Ausstattung kaufen

Mietest du ein Serviced Office, brauchst du meist nur ein paar Büroartikel, die einige Tausend Baht kosten. 

Entscheidest du dich für ein klassisches Büro, musst du dagegen Möbel kaufen, was im Schnitt rund THB12.000 pro Arbeitsplatz kostet.

BTS in Bangkok
Es ist immer eine gute Idee, ein Büro in der Nähe einer BTS-Station zu wählen, damit du und deine Angestellten problemlos zur Arbeit kommen.

Alles, was du für dein Büro brauchst, findest du bei OfficeMate. Für Möbel lohnt sich ein Blick zu IKEA. Schau dir auch Makro an, einen Großhandelsmarkt, in dem du dich mit Material eindecken kannst.

Findest du nicht, wonach du suchst, frag nach dem Katalog. In den Showrooms gibt es oft noch mehr günstige Ware.

Mitarbeiter finden

Bei der Personalsuche stehen dir mehrere Wege offen. 

  • Jobportale: Du kannst Stellenanzeigen auf Portalen wie Jobdb, Jobthai und Jobtopgun schalten. Sie verlangen dafür in der Regel THB2.000 bis THB10.000 pro Anzeige. Diese Plattformen funktionieren zwar gut, haben aber den Nachteil, dass mitunter über hundert Bewerbungen an einem Tag eingehen können. 
  • Personalvermittlungen: Personalvermittlungen helfen dir dabei, passende Kandidaten für dein Unternehmen zu finden, zu prüfen und zu interviewen. Üblicherweise verlangen sie dafür ein Honorar in Höhe von drei Monatsgehältern der zu besetzenden Position. Mehr dazu findest du in diesem Artikel über Personalvermittlungen.
  • LinkedIn: LinkedIn eignet sich besonders gut, um ausländische Fachkräfte oder Führungskräfte zu finden. 
  • Persönliches Netzwerk: Du kannst Freunde fragen oder regelmäßig Networking-Veranstaltungen besuchen. So findest du unter Umständen interessante Kandidaten, ohne dafür etwas zu bezahlen.

Personalvermittlungen lohnen sich besonders für Führungspositionen und höher, da hier die Provisionen entsprechend hoch ausfallen. 

Besteht ein Kandidat die Probezeit nicht, suchen viele Agenturen ohne zusätzliche Kosten nach einem Ersatz.

Gehalt

Ein großer Vorteil, ein Unternehmen in Thailand zu führen, sind die im Vergleich zu westlichen Ländern niedrigen Lohnkosten. Für einen Absolventen kannst du mit 18.000 bis 20.000 Baht rechnen. 

Im Schnitt liegen die Gehälter thailändischer Angestellter zwischen 30.000 und 40.000 Baht monatlich, bei Führungspositionen entsprechend höher.

Da jedes Geschäft anders ist, lohnt es sich, auf Jobportalen zu schauen, was andere Firmen für die Position bieten, die du besetzen möchtest, um ein realistisches Gefühl für das passende Gehalt zu bekommen.

Stellst du einen ausländischen Angestellten ein, liegt das Einstiegsgehalt meist höher als bei thailändischen Angestellten. Zudem hat Thailand je nach Nationalität Mindestgehälter festgelegt.

Hier eine Übersicht dieser Kategorien nach Nationalität.

Mindesteinkommen pro MonatHerkunftsland oder -region des Arbeitnehmers
THB50.000Europäische Länder außer Russland; Australien; Kanada; Japan; und die USA
THB45.000Südkorea, Singapur, Taiwan und Hongkong
THB35.000Asiatische Länder außer Japan, Südkorea, Singapur, Taiwan, Hongkong, Kambodscha, Myanmar, Laos und Vietnam; südamerikanische Länder; osteuropäische Länder; mittelamerikanische Länder; Mexiko; Türkei; Russland; und Südafrika
THB25.000Afrikanische Länder außer Südafrika; Kambodscha; Myanmar; Laos; und Vietnam

Hinweis: Diese Beträge werden hauptsächlich für Visaverlängerungen auf Basis von Arbeit oder Geschäftstätigkeit in Thailand herangezogen.

Mitarbeiterleistungen

Neben dem Gehalt kannst du Angestellten Extras wie Mahlzeiten, Getränke und Snacks bieten. Auch eine Gruppenkrankenversicherung ist möglich, wenn auch nicht Pflicht. 

Erwäge, deinen Angestellten zum Songkran-Fest, dem thailändischen Neujahr, einen Bonus von THB2.000 zu zahlen und Wohngeld anzubieten. Diese zusätzlichen Leistungen sind gesetzlich nicht vorgeschrieben, können aber die Motivation und Bindung der Angestellten stärken. 

Eine faire Bezahlung ist entscheidend, um Fluktuation zu vermeiden und neue Talente anzuziehen.

Arbeitszeiten, Feiertage und Urlaub

Übliche Arbeitszeiten in Thailand sind 8 Stunden an Werktagen, meist von 8:30 bis 17:30 Uhr, mit einer Stunde Mittagspause. Seit der COVID-19-Pandemie sind manche Firmen zu flexibleren Arbeitszeiten übergegangen und lassen Angestellte erst um 11 Uhr beginnen und bis 19 Uhr arbeiten. 

Diese Flexibilität solltest du an das anpassen, was für deine Firma am besten passt.

Angestellte haben Anspruch auf mindestens 13 Feiertage im Jahr. Am einfachsten orientierst du dich am Bankfeiertagskalender, der meist zwischen November und Dezember veröffentlicht wird.

Angestellten stehen jährlich 30 Tage Krankheitsurlaub zu. Die genauen Bedingungen dafür legt der Arbeitgeber fest. Du könntest zum Beispiel bei mehreren aufeinanderfolgenden Krankheitstagen ein ärztliches Attest verlangen.

Der Jahresurlaub reicht von 5 bis 30 Tagen. So handhabe ich das in meinem Unternehmen, gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit. 

  • 1. Jahr: 5 Tage
  • 2. Jahr: 10 Tage
  • 3. Jahr: 15 Tage
  • Ab dem 4. Jahr: 20 Tage

Firmenkreditkarte

Eine Firmenkreditkarte zu bekommen, ist schwierig. Die meisten Banken bieten Kredit erst nach einigen Jahren Geschäftsbetrieb an. 

Manchen gelingt es zwar früher, eine Firmenkreditkarte zu bekommen, meist handelt es sich dann aber um besicherte Karten, bei denen du den gesamten Kreditrahmen als Sicherheit bei der Bank hinterlegen musst. 

Bekommst du keine Kreditkarte für deine Firma, kannst du stattdessen eine private Kreditkarte beantragen und für Firmenausgaben nutzen. Verwende die Karte dann aber ausschließlich für Firmenausgaben.

Steuern zahlen

Eine weitere wichtige Pflicht im laufenden Betrieb ist die Steuererklärung. 

Für deine Firma gibt es vor allem zwei Steuerarten: 

  • Körperschaftsteuer 
  • Umsatzsteuer 

Körperschaftsteuersatz

Der Körperschaftsteuersatz liegt fest bei 20 %. 

Handelt es sich bei deiner Firma um eine kleine Firma mit einem Nettogewinn zwischen 300.000 und 3.000.000 Baht, gilt stattdessen ein Satz von 15 %.

Die Firma muss die Körperschaftsteuer zweimal jährlich erklären.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer wird auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen berechnet.

Der aktuelle Umsatzsteuersatz liegt bei 7 Prozent. Er wird nur auf die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis der Waren berechnet.

Manche Arten von Dienstleistungseinnahmen der Firma unterliegen der Quellensteuer (WHT). Für alle Transaktionen dieser Kategorie muss die Firma Quellensteuerbescheinigungen ausstellen.

Die Quellensteuer musst du monatlich an das Revenue Department abführen. Du kannst sie in Papierform bis zum siebten Tag oder per E-Filing bis zum 15. Tag jedes Monats melden.

Weitere Steuerarten

Je nach Geschäft können weitere Steuerarten anfallen. Am besten besprichst du das mit einem Buchhalter. Er kann diese Steuererklärungen auch direkt für dich übernehmen.

Mehr erfahren

Kosten für die Firmengründung in Thailand

Achte darauf, dass du genug Geld für die Behördengebühren und das Stammkapital zur Verfügung hast. 

Die in diesem Abschnitt genannten Kosten beziehen sich nicht auf die laufenden Ausgaben einer Firma in Thailand.

KostenBetragErforderlich?Anmerkungen
BehördengebührTHB10.000 bis THB15.000JaFür eine Firma mit THB1.500.000 Stammkapital. Höheres Kapital bedeutet höhere Gebühren.
StammkapitalAbhängig von deiner FirmaJaMöglicherweise brauchst du eine Bankbestätigung, dass du genug Geld hast, um die geplanten Anteile abzudecken.
Servicegebühr für eine Limited CompanyTHB20.000 bis THB30.000OptionalFür die Beauftragung eines Registrierungsservices zur Firmengründung.
Servicegebühr für eine BOI-geförderte FirmaTHB80.000 bis THB100.000OptionalFür die Beauftragung eines Registrierungsservices zur Firmengründung.

So bleibt die Firma aktiv

Neben der laufenden Steuererklärung musst du nach der Firmengründung einen Buchhalter beauftragen, der Jahresabschlüsse erstellt, damit du bis Ende Mai jeden Jahres die Jahressteuererklärung einreichen kannst.

Sobald der Jahresabschluss vorliegt, muss ihn ein zugelassener Wirtschaftsprüfer prüfen. In vielen Fällen arbeitet der Buchhalter dafür direkt mit dem Wirtschaftsprüfer zusammen.

Danach reicht dein Buchhalter die Abschlüsse bei allen zuständigen Stellen ein, etwa dem Department of Business Development und dem Revenue Department.

Selbst wenn deine Firma keine Transaktionen oder Geschäftstätigkeit hatte, ist eine jährliche Steuererklärung trotzdem Pflicht. Die Kosten hängen von der Anzahl der Transaktionen ab und beginnen bei einigen Tausend Baht. In den meisten Fällen kannst du hierfür mit rund THB20.000 bis THB30.000 pro Jahr rechnen.

Kann ich eine Firma in Thailand selbst registrieren?

Sofern du nicht fließend Thailändisch lesen und schreiben kannst, ist die eigenständige Firmenregistrierung in Thailand ausgesprochen schwierig. 

Der Prozess an sich ist zwar unkompliziert, doch die Sprachbarriere stellt ein erhebliches Hindernis dar. Wie bereits erwähnt, laufen die meisten Schritte, einschließlich der auszufüllenden Formulare, überwiegend auf Thailändisch ab. 

Damit bleiben dir zwei Optionen: 

  • Dir bei der Dokumentenvorbereitung von einem thailändischen Partner oder Freund helfen lassen oder 
  • Einen Anwalt beauftragen, der sich darum kümmert

Was kostet ein Anwalt für die Firmenregistrierung in Thailand? 

In der Regel verlangt ein Anwalt zwischen THB20.000 und THB30.000 für die Registrierung einer Firma in Thailand. Die Gebühr kann jedoch je nach Komplexität deines Geschäfts variieren. 

Behördengebühren sind darin nicht enthalten. Soll deine Firma zusätzlich vom Board of Investment gefördert werden, fallen die Anwaltskosten höher aus und können THB100.000 übersteigen.

Muss ich das gesamte Kapital tatsächlich einzahlen?

Ist ein Ausländer einer der Anteilseigner, muss das gesamte Kapital eingezahlt werden. Das muss nicht zwingend als Bargeld oder Kontostand vorliegen. Auch Firmenausgaben wie Mietverträge können auf das Stammkapital angerechnet werden.

Da dieser Punkt recht heikel ist, lohnt es sich, dazu einen Buchhalter oder Anwalt zu konsultieren.

Muss ich Thailändisch lernen? 

Zwar nicht zwingend nötig, aber Thailändischkenntnisse können sich enorm auszahlen. Sie erleichtern den Umgang mit thailändischen Angestellten und fördern eine gute Beziehung zu ihnen. 

Außerdem hinterlässt es bei thailändischen Partnern und Dienstleistern einen guten Eindruck. Der Austausch mit anderen Unternehmern kann dir zudem wertvolle Einblicke in den lokalen Markt verschaffen, in dem du tätig bist. 

Beim Erlernen von Thailändisch für den Geschäftsalltag lohnt es sich, einen privaten Thailehrer zu finden, der dir das für deine Branche relevante Vokabular beibringt. 

Das geht deutlich schneller als ein gewöhnlicher Thailändischkurs.

Jetzt bist du dran

Angesichts all dieser Schritte mag die Firmengründung in Thailand einschüchternd wirken. Tatsächlich ist es über die Jahre aber einfacher geworden, hier eine Firma zu gründen.

Trotzdem solltest du dir die Entscheidung für eine Firma in Thailand gut überlegen. Sie ist nicht für jeden das Richtige, und die Registrierung selbst ist nur die Spitze des Eisbergs.

Hast du dagegen einen soliden Businessplan und Lust, dein unternehmerisches Abenteuer in Thailand zu starten, dann trau dich.

Bei Fragen zur Firmengründung wende dich gerne an unsere Facebook-Community.

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