Ein praktischer Leitfaden für ein Praktikum in Thailand: Wer infrage kommt, welches Bildungsvisum du brauchst, was Praktikanten verdienen dürfen und wie du Programme bei multinationalen Unternehmen wie PwC, Accenture und Nestlé findest.
Das Wichtigste in Kürze
- Praktikanten in Thailand dürfen wegen der Auflagen des Bildungsvisums offiziell kein Gehalt beziehen, auch wenn manche Unternehmen einen Zuschuss für Unterkunft oder Transport zahlen.
- Die meisten Programme setzen mindestens das zweite Studienjahr voraus, wobei die Anforderungen je nach Unternehmen variieren: Manche akzeptieren bereits Erstsemester, andere verlangen das dritte Studienjahr.
- Für ausländische Studierende, die nicht in Thailand eingeschrieben sind, ist die Auswahl begrenzt: Die meisten lokalen Firmen bevorzugen Bewerber, die bereits in Thailand studieren, weshalb sich multinationale Konzerne wie ExxonMobil, PwC, Accenture oder Nestlé eher lohnen.
- Ein Bildungsvisum ist erforderlich, sofern du nicht bereits an einer thailändischen Institution eingeschrieben bist; es gilt zunächst drei Monate und kann auf ein Jahr verlängert werden.
- Plane mindestens drei Monate von Anfang bis Ende ein: etwa einen Monat, um ein Unternehmen zu finden, einen Monat für Vorstellungsgespräche und einen weiteren für die Visumsangelegenheiten.
- Die meisten Praktikumsprogramme laufen von März bis Mai, passend zu den thailändischen Semesterferien, auch wenn manche Unternehmen zu anderen Zeiten Plätze anbieten – am besten direkt nachfragen.
- Praktikumsagenturen übernehmen die Jobvermittlung, die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und die Visumsformalitäten, was besonders hilfreich ist, wenn du dich aus dem Ausland bewirbst.
Unternehmen in Thailand bieten schon seit Jahrzehnten Praktikumsprogramme an. Egal, ob du bereits in Thailand studierst oder im Ausland studierst und dich für Thailand interessierst: Ein Praktikum zu bekommen war noch nie so einfach.
Praktikumsprogramme werden immer beliebter, weil es immer mehr internationale Studierende in Thailand und Expats auf dem Arbeitsmarkt gibt.
Viele große thailändische Universitäten bauen ihre internationalen Programme aus, wodurch die Zahl internationaler Studierender im Land weiter steigt.
Dieser Artikel liefert dir alle wichtigen Informationen, um in Thailand ein Praktikum zu machen: Voraussetzungen, Visumsvorbereitung, Vergütung und wie du eine passende Stelle findest.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Voraussetzungen und Qualifikationen
- Vorteile
- Branchen
- Sich für ein Praktikum bewerben
- Praktikumsagenturen
- Jobbörsen
- Visum für ein Praktikum in Thailand
- Brauchen Praktikanten in Thailand eine Arbeitserlaubnis?
- Vorbereitung
- Und jetzt bist du dran
- Häufig gestellte Fragen
- Brauchen Praktikanten in Thailand eine Arbeitserlaubnis?
- Welches Visum brauche ich für ein Praktikum in Thailand?
- Können Praktikanten in Thailand ein Gehalt bekommen?
- Muss ich schon in Thailand studieren, um dort ein Praktikum zu machen?
- Wie lange kann ein Praktikum in Thailand dauern?
- Welche Unternehmen in Thailand nehmen ausländische Praktikanten auf?
- Kann ich ein unbezahltes Praktikum ganz ohne Visumsformalitäten machen?
- Quellen
Voraussetzungen und Qualifikationen
Um ein Praktikum in Thailand zu bekommen, musst du sowohl Visums- als auch Bildungsvoraussetzungen erfüllen. Dieser Abschnitt zeigt dir, welche Qualifikationen für eine Bewerbung nötig sind.
- Bildungsvoraussetzung: Für ein Praktikum in Thailand solltest du dich mindestens im zweiten Studienjahr befinden. Das handhabt jedes Unternehmen anders: Manche verlangen das dritte Studienjahr, andere akzeptieren auch Erstsemester oder bereits Graduierte.
- Allgemeine Fähigkeiten: Darüber hinaus solltest du computerfit sein, mit Microsoft Office umgehen können und grundlegende Kenntnisse in deinem Wunschbereich mitbringen – Programmierkenntnisse für IT-Unternehmen, Finanzwissen für Finanzfirmen und so weiter. Thailändisch musst du nicht können, aber wenn du die Sprache sprichst, ist das ein großer Vorteil.
- Soft Skills: Weitere Anforderungen betreffen Soft Skills wie Teamfähigkeit, gute Kommunikation, Optimismus und ein sympathisches Auftreten.
- Standort: Manche Unternehmen akzeptieren nur Studierende, die bereits in Thailand studieren. Kläre das am besten vorab direkt mit dem Unternehmen.
Vorteile
Auch wenn Praktikanten in Thailand kein Gehalt bekommen, bringt der Job andere, weniger greifbare Vorteile mit sich.
Vergütung
Nach dem Working of Foreigners Act B.E. 2521 ist „Arbeit“ so weit gefasst, dass sie jede Tätigkeit umfasst, unabhängig davon, ob sie bezahlt wird. Ausländer mit einem Bildungsvisum dürfen daher kein Gehalt beziehen, und selbst für unbezahlte Praktika kann eine Arbeitserlaubnis nötig sein. Manche Unternehmen zahlen aber einen Zuschuss in Form von Unterkunft und Transport.
Ausländer, die an organisierten Praktikumsprogrammen teilnehmen, berichten oft, dass sie trotzdem ein kleines Taschengeld für Fahrten oder Verpflegung erhalten, selbst wenn die Stelle selbst unbezahlt ist.
Berufserfahrung
Als Praktikant kannst du das an der Uni Gelernte direkt im Arbeitsalltag anwenden. Es ist eine einmalige Gelegenheit, verschiedene Bereiche eines Unternehmens kennenzulernen und praktische Erfahrung zu sammeln. Für Unternehmen, die Absolventen einstellen, zählt Praktikumserfahrung zu den wichtigsten Kriterien.
Und wenn du dich gut schlägst, stellt dich dein Gastunternehmen nach dem Abschluss vielleicht sogar für eine feste Stelle in Thailand ein. Dann hast du es leichter, einen Job zu finden, als andere Expats.
Interkulturelle Kompetenz
Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt. Menschen aus allen Teilen der Welt kommen zum Reisen und Arbeiten hierher. Das gibt dir die Möglichkeit, in einem multinationalen Umfeld zu arbeiten – eine seltene Erfahrung, die man in vielen anderen Teilen der Welt so nicht macht.
Viele ausländische Praktikanten sagen außerdem, dass man sich in Bangkok leicht einlebt, weil Englisch in internationalen Büros weit verbreitet ist.
Reisen
Bangkok gehört aus gutem Grund zu den meistbesuchten Städten der Welt. Die Preise sind niedrig. Das Essen ist großartig. Die Infrastruktur stimmt. Die Strände sind erstklassig. Sehenswürdigkeiten gibt es reichlich. Ein Praktikum in Thailand gibt dir die Gelegenheit, das Land zu bereisen und selbst herauszufinden, warum es sich so gut zum Reisen eignet. Du wirst es lieben.
Branchen
Tourismus und Hotellerie zählen zu den größten Branchen Thailands, da das Land eines der beliebtesten Reiseziele der Welt ist. Praktikanten finden hier Stellen in verschiedensten Abteilungen, darunter Kundenservice, Gastronomie, Vertrieb und Marketing, Housekeeping und Verwaltung.
Auch der Finanzsektor ist eine große Branche. Praktikanten übernehmen hier vielfältige Aufgaben, von der Einführung von Treasury-Systemen über die Unterstützung bei Hauptbuchkonten bis hin zur Steuerabwicklung und direktem Kundenkontakt. Endlos sind auch die Möglichkeiten in Business Development und Marketing in Thailand, wo Praktikanten an Geschäftsstrategien mitarbeiten, Marktdaten analysieren, Projekte steuern und Marketingmaterial erstellen.
Mit der wachsenden Zahl an digitalen Nomaden gibt es auch immer mehr Praktika im IT-Bereich, sowohl bei Start-ups als auch bei multinationalen Konzernen.
Sich für ein Praktikum bewerben
Für internationale Studierende ist es eine echte Herausforderung, ein Praktikumsprogramm in Thailand zu finden.
Wenn du gerade im Ausland studierst, stehen die Chancen auf ein Praktikum in Thailand eher schlecht. Das liegt nicht nur an der begrenzten Zahl an Stellen, sondern auch daran, dass die meisten lokalen Unternehmen ungern ausländische Praktikanten aus dem Ausland aufnehmen.
Schau dich also besser bei multinationalen Unternehmen um.
ExxonMobil nimmt regelmäßig internationale Praktikanten auf. Auch bei großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie PwC, Forvis Mazars und Accenture gibt es Praktikumsplätze.
Allerdings haben diese multinationalen Unternehmen ein langwieriges Auswahlverfahren mit begrenztem Bewerbungszeitraum. Behalte ihre Websites genau im Auge und folge ihren Anweisungen. Auch die Konkurrenz ist groß, da sich viele Studierende auf diese Plätze bewerben.
Praktikumsagenturen
Da es ziemlich schwierig ist, ein Praktikum auf eigene Faust zu finden, kannst du dich auch über Agenturen bewerben. Sie helfen dir dabei, ein passendes Unternehmen zu finden, organisieren Vorstellungsgespräche und unterstützen dich bei Visum und Umzug.
Oft bieten sie auch Networking-Events an, bei denen du Kontakte zu Studierenden aus aller Welt knüpfen kannst.
Jobbörsen
Beliebte thailändische Jobbörsen wie JobsDB veröffentlichen zwar regelmäßig Praktikumsanzeigen, richten sich damit aber meist an Thais.
Wie in unserem Artikel zur Jobsuche in Thailand beschrieben, kannst du dort Jobalarme einrichten und wirst per E-Mail benachrichtigt, sobald neue Praktikumsstellen verfügbar sind.
Das Problem: Die meisten Anzeigen geben nicht an, ob sie sich an Ausländer richten. Du musst also selbst beim Unternehmen nachfragen. Wenn du bereits vor Ort studierst, lohnt sich ein Blick auf die Aushänge der Universität oder eine Nachfrage bei deinen Dozenten – dort werden offene Stellen manchmal ausgeschrieben.
Bei multinationalen Unternehmen hast du bessere Chancen. Sie nehmen ausländische Studierende auf und bieten Stellen in vielen Abteilungen. Besonders beliebt ist Nestlé Thailand mit offenen Positionen in Vertrieb, Marketing, IT und Personalwesen.
Visum für ein Praktikum in Thailand
Wenn du nicht bereits als Studierender in Thailand eingeschrieben bist, brauchst du für dein Praktikum ein Visum. Viele setzen dafür auf das Bildungsvisum, dessen Praktikumszweck sich allerdings auf Stellen bei staatlichen oder internationalen Organisationen beschränkt. Praktika bei privaten Unternehmen laufen häufiger über ein Non-Immigrant-B-Visum mit Arbeitserlaubnis. Wenn du für das Bildungsvisum infrage kommst, gilt es zunächst drei Monate und kann je nach Praktikum oder Studienprogramm auf ein Jahr verlängert werden.
Brauchen Praktikanten in Thailand eine Arbeitserlaubnis?
Nach dem Working of Foreigners Act ist „Arbeit“ rechtlich so definiert, dass sie jede Tätigkeit umfasst, ob bezahlt oder nicht. Das bedeutet, du brauchst in der Regel auch für ein unbezahltes Praktikum eine Arbeitserlaubnis.
Visaberater gehen in der Regel davon aus, dass Praktika, die über ein Bildungsvisum an dein Studium gekoppelt sind, anders behandelt werden als Unternehmenspraktika außerhalb des Studiums (für die meist ein Non-Immigrant-B-Visum plus Arbeitserlaubnis nötig ist). Diese Unterscheidung nach Studienbezug gilt als allgemeine Einschätzung und nicht als feststehendes Gesetz.
Praktikum vs. Freiwilligenarbeit
Wenn du statt eines Praktikums Freiwilligenarbeit in Thailand in Erwägung ziehst, gelten dieselben Grundprinzipien. Beides fällt unter die gesetzliche Definition von Arbeit und braucht daher eine entsprechende Genehmigung.
Angehörige bestimmter Nationalitäten müssen das Visum bei der thailändischen Botschaft in ihrem Heimatland beantragen.
Da sich die thailändischen Einwanderungsbestimmungen häufig ändern, solltest du dich am besten direkt bei der nächstgelegenen thailändischen Botschaft erkundigen. Alternativ kann dir auch deine Praktikumsagentur bei der Visumsbeschaffung helfen.
Hier eine Liste der Unterlagen, die du für das Bildungsvisum deines Praktikums brauchst:
- Reisepass oder Reisedokument mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit
- vollständig ausgefülltes Visumantragsformular
- zwei Farbfotos (3,5 cm x 4,5 cm) mit weißem oder blauem Hintergrund, nicht älter als sechs Monate
- Zulassungsschreiben der jeweiligen akademischen Institution oder Organisation
Auch wenn das Visum in wenigen Tagen ausgestellt werden kann, solltest du für den gesamten Prozess mindestens zwei Wochen einplanen – die berüchtigten langen Warteschlangen bei den thailändischen Botschaften machen sich hier bemerkbar.
Vorbereitung
Die Vorbereitung auf dein Praktikumsprogramm in Thailand kann zeitaufwendig sein, wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst.
Dieser Abschnitt zeigt dir, wie du deinen Lebenslauf und deine Zeugnisse vorbereitest, dich auf Vorstellungsgespräche einstellst und welche Jahreszeiten für Praktika infrage kommen. Wenn du das alles im Voraus weißt, sparst du dir viel Zeit bei der Suche nach einem Praktikumsplatz in Thailand.
Lebenslauf
Ein guter Lebenslauf ist bei Praktikumsbewerbungen in Thailand entscheidend. Er ist das Erste, was Unternehmen sehen, und dient ihnen dazu, dich von anderen Bewerbern abzuheben. Liste beim Erstellen deines Lebenslaufs alle relevanten Angaben chronologisch auf: Schul- und Universitätsausbildung, außerschulische Aktivitäten, bisherige Berufserfahrung und deine Fähigkeiten.
Indeed.com gibt dir einen guten Überblick darüber, wie man einen Lebenslauf für Praktikumsbewerbungen schreibt. Außerdem findest du online zahlreiche Vorlagen.
Zeugnisse
Neben dem Lebenslauf werden häufig auch Notenauszüge verlangt, besonders bei großen multinationalen Konzernen. Angesichts der vielen Bewerber wollen sie sicherstellen, dass sie die besten Kandidaten auswählen, und deine Noten sind für Unternehmen ein wichtiges Auswahlkriterium.
Vorstellungsgespräche
Wie bei jeder Jobbewerbung gehört auch bei Praktikumsprogrammen ein Vorstellungsgespräch dazu. Die Fragen drehen sich meist um deinen Bildungshintergrund, Aktivitäten außerhalb des Studiums und deine Einstellung zur Arbeit. Manchmal legt dir der Interviewer auch Fallbeispiele vor und bittet dich um Lösungsvorschläge. Solange du die Fragen mit einer positiven Einstellung beantwortest, sollte das Gespräch kein Problem sein.
Dauer
Praktikumsprogramme in Thailand dauern normalerweise drei Monate während der Sommerferien von März bis Mai, für Studierende im vierten Jahr auch mal vier Monate. Manche Unternehmen bieten ihr Praktikumsprogramm aber auch zu anderen Zeiten des Jahres an – am besten fragst du direkt nach.
Zeitplanung
Bis zum Start eines Praktikumsprogramms solltest du etwa drei Monate einplanen: mindestens einen Monat, um ein Unternehmen mit Praktikumsplätzen zu finden, einen Monat für den Bewerbungsprozess und einen weiteren für dein Visum. Bei multinationalen Unternehmen dauert es meist länger – ihr Bewerbungszeitraum beginnt und endet in der Regel fünf bis sechs Monate vor dem eigentlichen Praktikumsstart.
Und jetzt bist du dran
Thailand ist längst nicht mehr nur ein Reiseziel. Expats aus aller Welt kommen mittlerweile hierher, um zu leben, zu arbeiten und ihren Ruhestand zu verbringen. Dazu gehört auch eine jüngere Generation: Zahlreiche internationale Studierende studieren derzeit im Land.
Ein Praktikum in einem so vielfältigen Land wie Thailand ist eine einmalige Erfahrung, die du sonst nirgendwo machen kannst. Ob als Praktikant oder später fest angestellt in Thailand – die Erfahrung lohnt sich in jedem Fall.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Praktikanten in Thailand eine Arbeitserlaubnis?
Das hängt von der Stelle ab. Nach dem Working of Foreigners Act ist „Arbeit“ so weit gefasst, dass sie auch unbezahlte Tätigkeiten einschließt, weshalb selbst bei unbezahlten Praktika eine Arbeitserlaubnis nötig sein kann. Praktika, die über ein Bildungsvisum an dein Studium gekoppelt sind, werden anders behandelt als Unternehmenspraktika außerhalb des Studiums – prüfe also deine konkrete Situation, bevor du von einer Ausnahme ausgehst.
Welches Visum brauche ich für ein Praktikum in Thailand?
Wenn dein Praktikum bei einer staatlichen oder internationalen Organisation stattfindet und Teil deines Studiums ist, ist das Non-Immigrant-ED-Visum die übliche Wahl. Unternehmenspraktika, vor allem solche ohne akademische Anrechnung, laufen häufiger über ein Non-Immigrant-B-Visum zusammen mit einer Arbeitserlaubnis.
Können Praktikanten in Thailand ein Gehalt bekommen?
In der Regel nein. Ausländer mit Bildungsvisum dürfen kein Gehalt beziehen, und die Definition von „Arbeit“ nach thailändischem Recht gilt unabhängig davon, ob eine Bezahlung erfolgt. Manche Gastgeber bieten nicht-monetäre Zuschüsse wie Unterkunft oder Transport an, was rechtlich etwas anderes ist als ein Gehalt.
Muss ich schon in Thailand studieren, um dort ein Praktikum zu machen?
Nein, aber es hilft. Wenn du nicht an einer thailändischen Institution eingeschrieben bist, musst du das entsprechende Visum aus dem Ausland beantragen, und viele lokale Unternehmen bevorzugen Bewerber, die bereits in Thailand studieren. Multinationale Konzerne mit strukturierten Praktikumsprogrammen sind in der Regel offener für Bewerber aus dem Ausland.
Wie lange kann ein Praktikum in Thailand dauern?
Die meisten strukturierten Programme dauern etwa drei Monate, passend zu den Semesterferien, manche verlängern sich auf vier. Die Gültigkeit des Visums ist davon unabhängig zu sehen: Ein ED-Visum gilt zunächst 90 Tage und kann bei fortbestehender Berechtigung auf bis zu einem weiteren Jahr verlängert werden.
Welche Unternehmen in Thailand nehmen ausländische Praktikanten auf?
Multinationale Konzerne mit strukturierten Absolventen- und Praktikumsprogrammen sind die realistischsten Ziele, da rein lokale Firmen meist Bewerber bevorzugen, die schon im Land sind. Die Bewerbungsfenster sind oft begrenzt und umkämpft, daher lohnt es sich mehr, die Karriereseite des jeweiligen Unternehmens direkt im Blick zu behalten als allgemeine Jobbörsen zu durchsuchen.
Kann ich ein unbezahltes Praktikum ganz ohne Visumsformalitäten machen?
Nein. Selbst unbezahlt gilt nach der weiten Definition von „Arbeit“ im thailändischen Recht meist, dass Visums- und oft auch Arbeitserlaubnisvorschriften greifen. Ein unbezahltes Praktikum als visumsfrei anzusehen, ist ein verbreiteter Irrtum, den du am besten vorab mit deinem Gastunternehmen klärst – denn die Folgen einer nicht genehmigten Arbeit treffen dich selbst.
Quellen
- Royal Thai Embassy – Seite zum Non-Immigrant-ED-Visum
- Working of Foreigners Act B.E. 2521
- Ministry of Labour Thailand