In Thailand ist es keine Seltenheit, dass Haushalte pelzige Mitbewohner haben, die als vollwertige Familienmitglieder gelten.
Zum Glück ist Thailand größtenteils ein sehr haustierfreundliches Land. Chiang Mai gehört meiner Erfahrung nach sogar zu den haustierfreundlichsten Städten des Landes, und das ist einer der Gründe, warum ich mich hier niedergelassen habe.
Trotzdem bringt die Haltung eines Haustiers ihre eigenen Herausforderungen mit sich, egal in welcher thailändischen Stadt Du lebst.
Egal, ob Du schon ein Haustier hast oder Dir gerade eins zulegen willst: Dieser Leitfaden zur Adoption und zum Kauf von Haustieren in Thailand begleitet Dich bei jedem Schritt.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Bevor Du ein Haustier kaufst oder adoptierst in Thailand
- Haustier-Genehmigungen
- Kosten
- Unerwartete Ausgaben
- Beliebte Haustiere
- Wo Du ein Haustier findest
- Zoofachgeschäfte
- Züchter
- Beliebte Hunderassen
- Haustiere adoptieren
- Kurzzeit-Adoptionen
- Haustierfreundliche Orte
- Musst Du Deinen Hund in der Öffentlichkeit anleinen?
- Soi-Hunde
- Mit Haustieren reisen
- Haustierfreundliche Unterkünfte
- Was tun, wenn Dein Haustier in Thailand stirbt
- Und jetzt bist Du dran
Das Wichtigste in Kürze
- Seit Januar 2026 müssen Haustiere in Bangkok beim zuständigen Bezirksamt oder einer zugelassenen Tierklinik registriert werden; in anderen Provinzen gilt diese Pflicht noch nicht.
- Exotische Haustiere wie bestimmte Vögel, Reptilien und Amphibien unterliegen den CITES-Bestimmungen und benötigen eine Sondergenehmigung der thailändischen Nationalparkbehörde (Department of National Parks).
- Die monatlichen Kosten für ein Haustier liegen bei rund 123 € (US$145), wobei importiertes Premium-Hundefutter genauso viel oder sogar mehr kosten kann als in den USA.
- Prüfe die Haustierregeln Deiner Unterkunft, bevor Du Dich für ein Haustier entscheidest. Viele Condos in Bangkok haben strikte Haustierverbote, und inzwischen gelten je nach Wohnungsgröße auch Höchstgrenzen.
- Tierärztliche Versorgung ist erschwinglich: Eine Basisuntersuchung kostet rund 17 € (US$20), Medikamente etwa 4 € (US$5) pro Rezept. Eine Tierversicherung kostet je nach Deckungsumfang zwischen 17 € und 128 € (US$20–150) im Jahr.
- Der Chatuchak-Markt in Bangkok ist der größte Tiermarkt des Landes mit fast hundert Läden, die Hunde, Katzen und exotische Tiere verkaufen.
- Adoption ist eine echte Alternative. Die Soi Dog Foundation, Jai Dog Rescue und mehrere Facebook-Gruppen vermitteln aktiv Straßenhunde an neue Familien.
Bevor Du ein Haustier kaufst oder adoptierst in Thailand
Wenn Du diesen Artikel liest, freust Du Dich sicher schon darauf, ein neues Familienmitglied mit Fell, Federn oder Schuppen willkommen zu heißen. Bevor es soweit ist, schauen wir uns ein paar Grundlagen an, die Dich besser vorbereiten.
Haustier-Genehmigungen
Vor etwa sechs Jahren versuchten thailändische Gesetzgeber, ein Gesetz zur Registrierungspflicht für Hunde und Katzen zu verabschieden. Im Januar 2026 wurde dieses Gesetz endlich verabschiedet, gilt aber vorerst nur für Bangkok. Wer in Bangkok ein Haustier besitzt, muss es inzwischen beim zuständigen Bezirksamt oder bei einer zugelassenen Tierklinik registrieren lassen.
In anderen Provinzen ist das Gesetz noch nicht in Kraft, soll aber künftig eingeführt werden. Außerhalb von Bangkok kannst Du derzeit noch ohne Genehmigung ein Haustier kaufen oder adoptieren, egal ob im Zoofachhandel oder bei einer Adoptionsstelle.
Für exotischere Haustiere, die unter das Washingtoner Artenschutzübereinkommen zum Schutz gefährdeter Arten (CITES) fallen, sind allerdings weiterhin Sondergenehmigungen erforderlich.
Dazu zählen etwa bestimmte Vogel-, Reptilien- und Amphibienarten.
Wenn Du ein exotisches Tier halten möchtest, solltest Du unbedingt die nötigen Genehmigungen auf dem offiziellen Weg beantragen. Weitere Informationen findest Du auf der Website der DNP oder auf deren Facebook-Seite.
Kosten
Egal, welches Haustier Du hast: Die Kosten für seine Versorgung solltest Du in jedem Fall in Deinem monatlichen Budget einplanen.
Zusammengefasst zahle ich:
- rund 38 € (US$45) im Monat für Hundefutter
- 8,50 € (US$10) im Monat für Hundespielzeug
- rund 17 bis 26 € (US$20–30) im Monat für Leckerlis und Kauknochen
- 25 bis 51 € (US$30–60) für unerwartete Ausgaben, etwa Notfälle beim Tierarzt
Das ergibt insgesamt etwa 123 € (US$145) im Monat, beziehungsweise rund 72 € (US$85) ohne unerwartete Ausgaben. Deine tatsächlichen Kosten hängen von Art, Größe und besonderen Bedürfnissen Deines Haustiers ab.
Hier ein genauerer Blick auf die einzelnen Kostenpunkte.
Tierfutter
Der wichtigste Kostenpunkt bei der Haustierhaltung ist das Futter. Die Kosten hängen stark von der Tierart ab. Meine Französische Bulldogge zum Beispiel neigt zu Futtermittelallergien und braucht eine spezielle Diät.
Durch Ausprobieren habe ich gelernt, dass es ihr mit den teureren Hundefuttermarken deutlich besser geht. Anders als Essen für Menschen kann Hundefutter in Thailand ziemlich teuer sein.
Auch die Qualität des Futters spielt beim Preis eine Rolle. Ich selbst zahle etwa 68 bis 77 € (US$80–90) für einen 28-Pfund-Sack Hundefutter. Der reicht bei meiner 28-Pfund-Französischen Bulldogge etwa zwei Monate.
Letztlich hängen Deine Kosten von Größe, Rasse oder besonderen Ernährungsbedürfnissen Deines Hundes ab.
Als Faustregel gilt bei importierten Waren, dass sich der Preis am Weltmarkt orientiert. Anders gesagt: Premium-Hundefutter kostet hier etwa genauso viel oder sogar mehr, als ich es aus den USA gewohnt war.
Neben dem Futter solltest Du auch die Kosten für Leckerlis und Kauknochen einplanen.
Ich verwöhne meine Hündin nicht mit übermäßig vielen Leckerlis, aber an Kauknochen mangelt es ihr nicht. Knochen aus dem Zoofachhandel sind relativ günstig. Zugegeben, ich verwöhne sie auch schon mal mit Markknochen in Lebensmittelqualität. Die gibt es beim örtlichen Metzger.
Die sind zwar etwas teurer, aber meine Hündin liebt sie, und sie halten deutlich länger als die verarbeiteten Knochen aus dem Zoofachhandel.
Hundespielzeug
Wenn Du meine Wohnung besuchen würdest, würde Dir garantiert die schiere Menge an Hundespielzeug auffallen. Hundespielzeug ist hier relativ günstig und kostet zwischen 2,50 € und 8,50 € (US$3–10).
Wichtig ist, auf hochwertiges, tiersicheres Spielzeug ohne Erstickungsgefahr oder schädliche Materialien zu achten. Gut verarbeitetes Spielzeug sollte Deinem Hund einige Monate Freude bereiten, bevor es in Fetzen liegt.
Unerwartete Ausgaben
Natürlich solltest Du auch immer unerwartete Kosten einplanen, etwa für Notfälle beim Tierarzt oder, aus eigener Erfahrung gesprochen, wenn Dein Hund etwas Teures zerstört, sobald Du kurz nicht hinsiehst.
Tierärzte
Zum Glück musste ich mit meiner Hündin noch nie wegen etwas Ernsterem zum Tierarzt. Meiner Erfahrung nach sind Tierärzte in Thailand sehr gründlich und einfühlsam.
Im Vergleich zu den USA sind Tierärzte hier auch sehr erschwinglich. Eine Basisuntersuchung kostet in der Regel rund 17 € (US$20), einfache Medikamente etwa 4 € (US$5) pro Rezept.
Weitere Infos findest Du in unserem Artikel über Tierärzte in Thailand.
Tierversicherung
Apropos unerwartete Tierarztbesuche: Eine Tierversicherung kann sich durchaus lohnen. Policen kosten zwischen 17 € und 128 € (US$20–150) im Jahr. Der Preis hängt vom Alter Deines Haustiers und dem Deckungsumfang der Police ab. Du kannst Dein Haustier ab einem Alter von drei Monaten bis zu sieben Jahren versichern.
Manche Versicherungen nehmen auch ältere Tiere an, meist aber zu höheren Beiträgen und mit eingeschränkterem Schutz.
Die Policen decken in der Regel Unfälle, Krankheiten und die empfohlenen jährlichen Impfungen ab. Manche übernehmen sogar Kosten im Todesfall des Tieres.
Teurere Policen decken sogar Schäden ab, die Dein Haustier verursacht, etwa Sachschäden oder Verletzungen bei anderen Personen.
Preise und Leistungsumfang der Policen unterscheiden sich stark. Recherchiere gründlich und vergleiche, um die für Dich passende Versicherung zu finden.
Unterkunft
Bevor Du kaufst oder adoptierst, kläre die Haustierregeln immer mit Deiner Hausverwaltung oder Deinem Vermieter ab.
Kläre auch, welche Art von Haustier Du halten möchtest. Übliche Haustiere wie Hunde und Katzen sind meist kein Problem. Ausgefallenere Tiere, die für Nachbarn eine Gefahr oder Lärmbelästigung darstellen könnten, sind dagegen häufig nicht erlaubt.
Meinen Nachforschungen zufolge sind viele Häuser in Thailand haustierfreundlich. Viele Condos haben dagegen ein striktes Haustierverbot mit nur wenigen Ausnahmen. Mit der neuen Registrierungspflicht in Bangkok gelten inzwischen auch Höchstgrenzen für die Anzahl der Haustiere, je nach Art und Größe der Unterkunft.
Bei uns persönlich ziehen wir oft um. Das ist eine Herausforderung, weil die meisten haustierfreundlichen Wohnungen, Condos und Häuser langfristige Mietverträge verlangen.
Ein Trick, den ich über die Jahre gelernt habe, ist die Suche nach haustierfreundlichen Hotels und Resorts mit Monatsraten.
Bedenke aber, dass monatliche Hotelraten meist teurer sind als eine gewöhnliche Wohnung. Dafür sind die Nebenkosten im Preis enthalten. Das ist ein weiterer Trick, den ich gelernt habe: Da ich die Klimaanlage für meine Hündin auch laufen lasse, wenn ich nicht zu Hause bin, gleicht die gesparte Stromrechnung meist die höheren Hotelkosten wieder aus.
Beliebte Haustiere
Was ist besser, Katzen oder Hunde? Eine uralte Frage ohne objektive Antwort. In Thailand hängt die Antwort von der jeweiligen Region ab.
In der Stadt sind kleine Hunde und Katzen häufiger anzutreffen. Größere Hunde findet man eher in Vorstädten und auf dem Land, wo Häuser Gärten und mehr Auslauf bieten.
Als stolzer Besitzer einer bezaubernden Französischen Bulldogge bin ich wahrscheinlich etwas voreingenommen, wenn ich sage, dass Hunde einfach die Besten sind.

In der thailändischen Kultur werden Hunde in der Regel nicht verwöhnt, besonders auf dem Land, wo sie meist als Außentiere leben und viel Freiheit haben, durch die Nachbarschaft zu streifen.
Meine Frau und ich gehen dagegen eher nach westlicher Art mit unserer Hündin um. Man hat uns schon mehr als einmal vorgeworfen, sie wie ein Baby zu behandeln, und meine Frau ist definitiv schuldig, sie zu verwöhnen.
In der Stadt ist mir allerdings aufgefallen, dass Thailänder eine ganz eigene Beziehung zu ihren Katzen haben, wie ich sie aus dem Westen nicht kenne.
Die Menschen in Thailand lieben ihre Katzen. Sie nehmen sie überallhin mit. Und sie behandeln sie wie Babys. Ich habe sogar schon gesehen, wie Thailänder mit ihren Katzen einen Tag im Park verbringen.
Vielleicht bist Du aber gar kein Hunde- oder Katzenmensch. Auch ausgefallenere Haustiere sind hier in Thailand keine Seltenheit.
In Südthailand halten manche Menschen Affen als Haustiere. Ich habe außerdem schon Kaninchen, Papageien, Schildkröten, Hamster und sogar Eichhörnchen als Haustiere in Parks in Chiang Mai gesehen.
Wo Du ein Haustier findest
In Thailand gibt es Zoofachgeschäfte, qualifizierte Züchter, Tierschutzorganisationen und Menschen, die für ein Tier, das sie nicht mehr versorgen können, ein neues Zuhause suchen.
Zoofachgeschäfte
Zoofachgeschäfte gibt es überall in Thailand. Du findest sie sogar auf dem lokalen Straßenmarkt. Dabei handelt es sich meist um kleinere Läden, die in der Regel keine größeren Tiere wie Hunde führen. Hier findest Du aber alles von Kätzchen über Kaninchen, Hamster und Vögel bis hin zu Schildkröten und sogar Eichhörnchen.
In größeren Städten wie Bangkok gibt es auch Zoofachgeschäfte, die größere Tiere wie Hunde verkaufen. Der größte Tiermarkt Thailands befindet sich im Chatuchak Market. Dort gibt es einen eigenen Bereich für Haustiere mit fast hundert Tierläden.
Hier findest Du praktisch jede Art von Haustier, von Katzen und Hunden bis hin zu exotischen Tieren wie Echsen, Schlangen und Schildkröten. Sei aber immer vorsichtig bei Läden, die ihre Tiere unzureichend versorgen. Achte auf Geschäfte, die aus Leidenschaft und nicht nur aus Profitgier betrieben werden. Dort steht die Gesundheit der Tiere eher an erster Stelle.
Wenn Du gezielt nach einem reinrassigen Hund suchst, empfehle ich Dir eher einen qualifizierten Züchter als ein Zoofachgeschäft.
Züchter
In den letzten zehn Jahren sind reinrassige Hunde in Thailand sehr beliebt geworden. Qualifizierte Züchter findest Du zwar, musst dafür aber unter Umständen in größere Städte wie Bangkok oder Chiang Mai reisen. Leider sind reinrassige Hunde bekannt dafür, anfällig für verschiedene gesundheitliche Probleme zu sein.
Recherchiere immer gründlich, bevor Du Dich für einen Züchter entscheidest. Ein qualifizierter Züchter beantwortet Dir gerne alle Fragen und geht auf Deine Bedenken ein.
Da ich meine Französische Bulldogge in den USA bekommen habe, kann ich persönlich keine Züchter in Thailand empfehlen. Ich habe aber etwas recherchiert und ein paar interessante, gut bewertete Anlaufstellen gefunden.
Dogilike ist eine gute Plattform, um einen Hundezüchter in Thailand zu finden. Hier findest Du außerdem ein paar Tipps des American Kennel Club (AKC), die Dir helfen, einen verantwortungsvollen Züchter zu erkennen.
Beliebte Hunderassen
Ironischerweise gehören einige der beliebtesten Hunderassen in Thailand zu jenen, die mit heißem Klima gar nicht gut zurechtkommen. Dazu zählt der Husky, bekannt für sein dickes Fell, das ihn in kalten Regionen warmhält.
Auch kurznasige Rassen wie die Englische Bulldogge, die Französische Bulldogge und der American Bully werden in den letzten Jahren immer beliebter.
Kurznasige Rassen neigen besonders in heißem Klima zur Überhitzung. Wenn Du Dich für eine solche Rasse hier in Thailand entscheidest, solltest Du sie bei einem qualifizierten Züchter kaufen, um ihre Gesundheit sicherzustellen.
Weitere beliebte Rassen in Thailand sind unter anderem Golden Retriever, Labrador Retriever, Corgis, Chihuahuas, Shih Tzus, Pudel, Beagles, Möpse, Zwergspitze, Jack Russell Terrier und der Thai Bangkaew, um nur einige zu nennen.
Trends ändern sich in Thailand ständig, und welche Rasse als Nächstes angesagt sein wird, bleibt reine Spekulation.
Haustiere adoptieren
Anders als in westlichen Ländern gibt es in Thailand kein gut ausgebautes Tierheimsystem. Außerdem ist es nicht üblich, Tiere kastrieren zu lassen. Aus diesem Grund gibt es überall in Thailand unzählige Soi-(Straßen-)Hunde.
Ich kenne einige Menschen, die Soi-Hunde adoptiert haben, und ziehe meinen Hut vor ihrem Mitgefühl. Wichtig ist es aber, sie danach bei einem qualifizierten Tierarzt untersuchen zu lassen, um ihre Gesundheit sicherzustellen.
Außerdem solltest Du sicherstellen, dass Du diese Straßenhunde anfassen kannst, bevor Du sie adoptierst.
In Thailand gibt es viele Tierschutzorganisationen für Hunde.
Die Soi Dog Foundation ist eine wirklich gute Organisation, die dabei hilft, Straßenhunde zu vermitteln. Es ist außerdem möglich, einen Hund über Organisationen wie Dog Rescue Thailand, Friends of Rescue, Jai Dog Rescue und Rescue Paw Thailand zu adoptieren.
Du kannst außerdem auf Facebook oder in anderen lokalen Anzeigen nach Leuten suchen, die für Soi-Hunde ein neues Zuhause suchen. Es gibt unzählige tierliebe Facebook-Gruppen, die regelmäßig Haustiere zur Adoption vorstellen, etwa FrenchBullDog Club Thailand und iLikeHusky.
Leider sind viele der beliebten Facebook-Gruppen nur auf Thai.
Bei mir übersetzt meine Frau gerne für mich. Falls Du niemanden kennst, der Thai spricht, gibt es immer noch die Übersetzungsfunktion von Facebook.
Wenn Dir Englisch wichtig ist, schau Dir Bangkok Pet Lovers an. Auch eine allgemeine Expat-Gruppe wie Expats in Chiang Mai lohnt sich.
Das ist eine Facebook-Gruppe, die sich hervorragend eignet, um sich mit anderen Expats zu vernetzen und auszutauschen. Sie ist allerdings nicht speziell für Tierliebhaber gedacht.
In solchen Gruppen findest Du gelegentlich andere Expats, die für ein Haustier, das sie nicht mehr versorgen können, ein neues Zuhause suchen.
Eine weitere Möglichkeit ist der Besuch eines nahegelegenen Tempels. Manche Besitzer setzen ihre Haustiere dort aus. Deshalb gibt es in Tempeln oft viele Straßenhunde.
Wenn Dir ein Hund gefällt, kannst Du einen Mönch ansprechen und um Erlaubnis bitten, ihn zu adoptieren.
Nebenbei bemerkt gibt es in Thailand den running gag, dass manche Häuser quasi mit einem Soi-Hund oder einer Soi-Katze kommen. Das passiert, wenn sich die Vormieter um das Tier gekümmert haben und es sich bei den neuen Mietern weiterhin heimisch fühlen will.
Meist kommen diese Tiere gut allein zurecht. Wenn Du aber ein offenes Herz hast, freuen sie sich garantiert über Futter, Wasser und Zuneigung.
Kurzzeit-Adoptionen
Wenn Du nicht vorhast, lange in Thailand zu bleiben, solltest Du die Konsequenzen eines Haustiers bedenken. Nichts ist schlimmer, als sich von einem geliebten Haustier trennen zu müssen, und umgekehrt genauso.
Ich habe unzählige Facebook-Posts von Kurzzeit-Expats gesehen, die in ihr Heimatland zurückkehren und für ihr Familienhaustier ein neues Zuhause suchen.
In vielen Fällen sind diese Tiere schon älter, wodurch die Vermittlung schwieriger sein kann.
Haustierfreundliche Orte
In Thailand ist es völlig normal, Haustiere überallhin mitzunehmen.
Das thailändische Leben spielt sich größtenteils im Freien ab. In Restaurants mit Außenbereich isst man oft ganz selbstverständlich mit seinem pelzigen Begleiter. Die Chancen stehen sogar gut, dass Dein Stammlokal eigene Haustiere hat, die frei umherlaufen.
Hygienevorschriften hin oder her: Wenn Dich Haustiere im Restaurant stören, wirst Du in Thailand wohl seltener essen gehen. Immerhin sind diese Tiere in der Regel gut erzogen.
Meine Hündin erfüllt diese Anforderung leider nicht, weshalb ich sie beim Essengehen meist zu Hause lassen muss.
Öffentliche Parks
Über andere Großstädte wie Bangkok kann ich nichts sagen, aber hier in Chiang Mai gibt es jede Menge öffentliche Parks, die sich bestens für Deinen pelzigen Freund eignen.

In meiner Nachbarschaft ist die Chiang Mai University bekannt für ihre lebendige, aufgeschlossene Hunde-Community.
Außerdem gibt es in ganz Thailand jede Menge Natur- und Wanderwege, die Du zusammen mit Deinem pelzigen Begleiter erkunden kannst.
Nationalparks
Leider gilt in Thailand ein striktes Haustierverbot, wonach Du keine Haustiere in Nationalparks mitbringen darfst.
Laut den Informationen, die ich bei meiner Nachfrage erhalten habe, liegt der offizielle Grund darin, dass man befürchtet, Haustiere könnten Viren und Bakterien von außen in den natürlichen Lebensraum des Parks einschleppen.
Strände
Soweit ich weiß, gibt es keine offiziellen Beschränkungen, um Dein Haustier an einen thailändischen Strand mitzunehmen. Bei Privatstränden kann das anders sein, weshalb ich empfehle, vorher anzurufen.
An öffentlichen Stränden sind Haustiere erlaubt. Manche Strände sind allerdings haustierfreundlicher als andere. Während unseres Aufenthalts in Phuket zum Beispiel gab es am Nai-Harn-Strand eine aufgeschlossene Hunde-Community, und es fehlte meiner Hündin nie an pelzigen Spielkameraden.
Andere Strände wie Kata sind eher touristisch geprägt und haben mehr eine Chillout-Atmosphäre. Gelinde gesagt waren dort nicht alle begeistert, dass ich meine Hündin mitgebracht habe. Wenn Dein Hund aber gut erzogen ist, dürftest Du an so gut wie jedem öffentlichen Strand in Thailand keine Probleme haben.
Musst Du Deinen Hund in der Öffentlichkeit anleinen?
Meiner Beobachtung nach leinen die Menschen in Thailand ihre Hunde eher seltener an. Trotzdem sind die Hunde in der Regel gut erzogen und hören auf die Kommandos ihrer Besitzer.
Ironischerweise sind Thailänder oft nervöser bei angeleinten Hunden. Aus ihrer Sicht bedeutet eine Leine, dass der Hund nicht gut erzogen oder sogar aggressiv sein könnte.
Meine Hündin ist sehr aufgeschlossen und wird an vollen Orten schnell überreizt. Deshalb halte ich sie an der Leine, wenn es angebracht ist.
Soi-Hunde
Soi-Hunde gehören hier in Thailand einfach zum Alltag. Die Frage ist: Stellen sie eine Gefahr für Dich oder Deine Haustiere dar?
Die kurze Antwort lautet: Nein. Die meisten Soi-Hunde sind tatsächlich gut erzogen und kennen sozusagen ihre Rolle in der Gesellschaft.
Sie sind meist recht gutmütig, halten eher Abstand und zeigen Dankbarkeit gegenüber Menschen, die ihnen Futter oder Wasser geben.
Was andere Tiere angeht, ist ironischerweise meist meine eigene Hündin das Problem. Sie wird schnell territorial und zeigt Aggression gegenüber Soi-Hunden.
Zum Glück ist sie ein kleiner Hund, der sich nur für groß hält und mehr bellt als beißt, weshalb die meisten anderen Hunde sie nicht allzu ernst nehmen.
In manchen Fällen reagieren Soi-Hunde aber durchaus aggressiv. Ich versuche das zu vermeiden, indem ich beim Gassigehen einen Bogen um sie mache.
Wichtig zu wissen ist außerdem der Unterschied im Verhalten von Soi-Hunden tagsüber und nachts. Nachts ziehen sie in Rudeln umher und verhalten sich aggressiver. Sie jagen dann häufiger Motorräder, werden territorialer und zeigen im Rudel ein dominanteres Auftreten.
Mit Haustieren reisen
Wir hatten unsere Hündin erst wenige Monate vor unserem Umzug nach Thailand in die Familie aufgenommen. Mein Umzug nach Thailand war, gelinde gesagt, eine unvorhergesehene Entscheidung, und mir war klar, dass ich alles Nötige tun musste, um sie mit ins Flugzeug zu bekommen.

Es gibt unzählige Verfahren und Dokumente, die Du für die Einfuhr Deines Haustiers nach Thailand benötigst. Weitere Infos findest Du in unserem ausführlichen Leitfaden zur Einfuhr eines Haustiers nach Thailand.
Inlandsflüge
Fluggesellschaften wie Nok Air haben ihre Richtlinien vor Kurzem geändert und erlauben nun Haustiere wie Hunde und Katzen in der Kabine. Das gilt allerdings nur für Flüge zwischen Chiang Mai und Bangkok.
Weitere Bedingungen sind, dass Dein Haustier älter als zwei Monate sein muss und Du eine Flugtauglichkeitsbescheinigung von einem Tierarzt vorlegen musst.
Außerdem muss Dein Haustier in die von der Airline bereitgestellte Box passen. Es gibt verschiedene Größen, die auch für größere Hunde wie Golden Retriever geeignet sein können.
Natürlich kannst Du Dein Haustier auch im Frachtraum transportieren lassen. Da meine Hündin eine kurznasige Rasse ist, fühle ich mich damit nicht wohl. Triff Deine eigene Entscheidung, je nachdem, was für Dein Tier passt.
Öffentliche Verkehrsmittel
Ohne eigenes Fahrzeug kann das Reisen mit Haustier in Thailand eine Herausforderung sein.
Es gibt zwar einige Möglichkeiten bei öffentlichen Verkehrsmitteln, aber ich empfehle Dir, sorgfältig abzuwägen, ob das für Dich und Dein Haustier die richtige Wahl ist.
BTS und MRT
Seit zwei Jahren sind Haustiere in U-Bahnen und Skytrains leider nicht mehr erlaubt, es sei denn, sie sind als Assistenzhunde oder Polizeihunde registriert.
Busse
In Bussen sind Haustiere nicht erlaubt. Du kannst sie aber im Gepäckraum transportieren lassen. Davon rate ich dringend ab, da es das Wohlbefinden Deines Haustiers gefährden kann.
Züge
Meinen Nachforschungen zufolge dürfen Haustiere mit in den Zug. Sie dürfen allerdings nur in der niedrigsten Klasse mitfahren. Dieser Wagenbereich hat meist keine Klimaanlage, weshalb die Fahrt für Dich und Dein Haustier anstrengend und unangenehm werden kann.
Boote und Fähren
Wenn Du Dein Haustier mit auf Inseln wie Koh Samui oder Koh Pha Ngan nehmen möchtest: Fährunternehmen wie Seatran und Raja erlauben Haustiere an Bord. Ich habe das selbst schon einige Male mit meiner Hündin gemacht. Die Meeresbrise sorgt meist für ausreichend Abkühlung.
Motorräder
Es gibt kaum etwas Schöneres, als zum ersten Mal einen Hund auf einem Motorrad zu sehen. Meine Hündin fand das leider nie toll. Vielleicht liegt das Geheimnis darin, sie schon in jungen Jahren daran zu gewöhnen.
Ich habe schon Hunde jeder Größe und Rasse gesehen, die entspannt und sichtlich mit Freude als Mitfahrer unterwegs waren.
Haustierfreundliche Unterkünfte
Jetzt, wo die Frage der Fortbewegung geklärt ist, geht es an die nächste Herausforderung: eine Unterkunft oder ein Hotel zu finden, das sowohl Dich als auch Dein Haustier willkommen heißt.

Meiner Erfahrung nach hatte ich mit kleinen, familiengeführten Hotels und Airbnb mehr Glück. Airbnb bietet ein benutzerfreundliches Filtersystem. Suche einfach nach haustierfreundlichen Unterkünften. Die Auswahl kann dabei allerdings etwas eingeschränkter sein.
Wenn Du mit einem Assistenzhund reist: Laut Airbnb-Richtlinien dürfen Gastgeber Assistenztiere nicht ablehnen. Meiner Erfahrung nach hat mich noch nie jemand nach einem Nachweis gefragt, dass meine Hündin ein Assistenztier ist. Mach damit, was Du willst.
Eine weitere gute Option ist die Hotelkette IBIS. Sie hat sehr großzügige Haustierregeln, und ihre Filialen sind im ganzen Land zu finden. Beachte aber, dass nur bestimmte Filialen als haustierfreundlich gelten, weshalb Du vor der Buchung lieber anrufst.
Viele Hotels berechnen eine zusätzliche Haustiergebühr. Meiner Erfahrung nach liegt diese meist zwischen 300 und 500 THB pro Nacht, oder bei längeren Aufenthalten als einmalige Reinigungspauschale.
Was tun, wenn Dein Haustier in Thailand stirbt
Es fällt schwer, sich mit dieser Unausweichlichkeit auseinanderzusetzen. Bei der Recherche zu diesem Artikel habe ich etwas gelernt, das mir bisher nicht bewusst war.
In westlichen Ländern wird Euthanasie oft eingesetzt, um das Leiden eines Hundes zu beenden, wenn er unter den Folgen des Alters oder einer unheilbaren Krankheit leidet.
In Thailand wird der Gedanke der Euthanasie zunehmend akzeptiert, und viele Tierkliniken und -krankenhäuser bieten diesen Service inzwischen an. Trotzdem gibt es nach wie vor Menschen, die diese Idee ablehnen.
Das hängt vermutlich mit buddhistischen Praktiken und dem Glauben an Karma zusammen, die die Sichtweise vieler Thailänder zu diesem Thema prägen. Buddhisten glauben, dass die Tötung eines Lebewesens, ob Mensch oder Tier, karmische Konsequenzen hat, die einen bis in die nächste Reinkarnation begleiten können.
Unabhängig von Deinen persönlichen Überzeugungen ist das eine Realität, mit der Du als Haustierbesitzer in Thailand konfrontiert wirst.
Zum Glück ist meine geliebte Hündin noch jung und bei bester Gesundheit, und ich freue mich auf noch viele schöne Jahre mit ihr.
Leider ist der Verlust eines geliebten Haustiers unausweichlich. In Thailand ist es üblich, Beerdigungs- oder Einäscherungszeremonien in einem nahegelegenen Tempel abzuhalten. Es gibt außerdem einen Bestattungsservice für Haustiere wie Pet Funeral Thailand.
Genieße die Zeit mit Deinen Haustieren. Sie sind vielleicht nicht für immer bei Dir, aber sie bleiben garantiert für immer in Deinem Herzen und in Deinen Erinnerungen.
Und jetzt bist Du dran
Es ist längst erwiesen, dass Haustiere die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Besitzer fördern. Wenn Du Dich dazu entschieden hast, diesen Leitfaden zu lesen, weißt Du das ohnehin schon.
Ich hoffe, dieser Leitfaden hat Dir hilfreiche Informationen geliefert, um Dich besser auf die herausfordernde, aber bereichernde Erfahrung vorzubereiten, ein geliebtes Haustier in Thailand zu haben.