Geld nach Thailand schicken: der komplette Leitfaden von Thailand Starter Kit zu Wise, Remitly, Banküberweisung, SWIFT-Codes und der besten Methode für jede Situation.
Geld nach Thailand zu schicken kann ziemlich knifflig sein.
Zwischen Überweisungsgebühren und versteckten Aufschlägen im Wechselkurs lauern bei internationalen Transfers etliche Kostenfallen.
Neben dem klassischen Bankweg gibt es Alternativen, bei denen am Ende oft mehr Baht bei Dir ankommen.
Jede Option hat ihre eigenen Vorteile, von niedrigeren Gebühren bis zu einfacherer Bezahlung.
Am Ende dieses Leitfadens weißt Du, wie Du Geld aus Deinem Heimatland nach Thailand überweist, dabei die besten Wechselkurse bekommst und die höchsten Gebühren vermeidest.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Was Du vor dem Geldtransfer nach Thailand wissen solltest
- Aktuelle Wechselkurse für Thailand
- Voraussetzungen für Geldtransfers nach Thailand
- Regeln der Bank of Thailand für eingehendes Geld
- Möglichkeiten, Geld nach Thailand zu schicken
- Wie lange dauert ein Geldtransfer nach Thailand?
- Was ist der schnellste Weg, Geld nach Thailand zu schicken?
- Was kostet ein Geldtransfer nach Thailand?
- Baht-Konto oder Fremdwährungskonto?
- SWIFT-Codes beliebter Banken in Thailand
- Zahlst Du in Thailand Steuern auf Geld, das Du Dir selbst schickst?
- Die besten Wege, Geld nach Thailand zu schicken, je nach Situation
- Häufig gestellte Fragen
- Zitierte Quellen
Das Wichtigste in Kürze
- Beim Geldtransfer nach Thailand zählen vor allem drei Dinge: Überweisungsgebühren, Wechselkurse und Überweisungsdauer.
- Wise ist für Beträge unter 8.500 € (10.000 US$) meist der günstigste Weg nach Thailand. Bei Überweisungen über 17.000 € (20.000 US$) kann dagegen eine Banküberweisung billiger sein.
- Gebühren und Wechselkurse ändern sich häufig. Eröffne deshalb ein Wise-Konto, um Dir niedrige Gebühren und gute Kurse bei einem der vertrauenswürdigsten Geldtransferdienste zu sichern.
Was Du vor dem Geldtransfer nach Thailand wissen solltest
Beim Geldtransfer nach Thailand solltest Du auf Folgendes achten:
- Überweisungsgebühren
- Wechselkurse
- Überweisungsdauer
Überweisungsgebühren
Egal welche Methode Du nutzt: Für Geld, das Du nach Thailand schickst, fallen immer Gebühren an. Es gibt drei Arten:
- Pauschalgebühren
- prozentuale Gebühren
- Mischgebühren
Die Höhe legen die Banken fest, von denen Du das Geld überweist.
Pauschalgebühren
Pauschalgebühren lohnen sich bei großen Beträgen, bei kleinen Überweisungen dagegen weniger. Egal wie viel Du schickst, die Gebühr bleibt gleich. Sie fällt meist am stärksten ins Auge, ist aber in der Regel nicht der größte Kostenblock (dazu gleich mehr). Viele Banken arbeiten mit Pauschalgebühren.
Prozentuale Gebühren
Die Gebühr kann sich auch als Prozentsatz des überwiesenen Betrags berechnen. Das passiert zum Beispiel, wenn Du in Thailand mit der Kreditkarte Deiner Heimatbank bezahlst.
Mischgebühren
Manchmal zahlst Du beides: eine kleine Pauschale plus einen hohen Prozentsatz. Die Überweisungsmethode sollte zur Höhe des Betrags passen, sonst zahlst Du bei kleinen Summen unnötig viel.

Wechselkurse
Der Löwenanteil der Kosten bei internationalen Überweisungen steckt in versteckten Wechselkursaufschlägen.
Zusätzlich zu den Gebühren Deiner Bank, von PayPal oder anderen Anbietern kann im Wechselkurs eine weitere Gebühr von bis zu 4 Prozent des Überweisungsbetrags oder mehr stecken.
Manche Anbieter nennen sie Hedging-Gebühr (etwa im Kleingedruckten von Kreditkarten und PayPal), andere erwähnen sie gar nicht. Wie der Kerosinzuschlag bei Fluggesellschaften ist sie einfach ein zusätzlicher Kostenpunkt, den Du am Ende zahlst.
Selbst Dienste, die mit „keine separate Gebühr“ werben, verstecken oft einen Aufschlag im Wechselkurs.
Dieser Unterschied kann größer ausfallen als jede Gebühr, die auf Deiner Quittung oder in Deinem Angebot steht.
Fallbeispiel Wechselkurs: Britische Pfund per Kasikorn Bank nach Thailand schicken
Wenn Du britische Pfund nach Thailand schickst, behält die Kasikorn Bank rund 3,4 Prozent des gesamten Überweisungsbetrags als Wechselkursspanne ein, zusätzlich zu eventuellen Pauschalgebühren.
Diese Kursgebühr steht selten an prominenter Stelle, sondern meist im Kleingedruckten, und bei größeren Beträgen summiert sie sich schnell.
Bei einer Überweisung von 100.000 THB sind das bis zu 3.400 THB an versteckten Kosten. Bei einem Condo-Kauf für 2.000.000 THB gehen allein für die Überweisung 68.000 THB drauf. Das ist viel Geld für einen Posten, auf den Deine Bank in der Regel nicht von selbst hinweist.
Nutzt Du dagegen einen Online-Geldtransferdienst wie Wise, zahlst Du eine transparente Gebühr von meist 0,5 bis 2 Prozent, je nach Währung, und es gibt keinen versteckten Kursaufschlag.
Überweisungsdauer
Ein Transfer aus Deinem Heimatland nach Thailand dauert zwischen wenigen Sekunden und ein paar Tagen, je nachdem, ob Du bei einem Geldtransferdienst schon ein Konto eingerichtet hast.
- Eine normale internationale Banküberweisung braucht etwa zwei bis drei Werktage.
- Ein Geldtransferdienst wie Wise oder Remitly kann auch fast sofort ankommen.
Einen Scheck aus den USA in Thailand einzulösen kann bis zu sechs Wochen dauern.
Währung
Manche ausländischen Banken behalten bis zu 4 Prozent der gesamten Überweisung in Form schlechter Wechselkurse ein, wenn sie die Umrechnung von Deiner Heimatwährung in Baht übernehmen.
Die Lösung ist einfach: Lass sie das nicht tun. Bitte Deine Bank, den Betrag in Deiner Heimatwährung zu senden, und achte darauf, dass das Geld auf einem Konto bei der Bangkok Bank landet. Sie bietet für eingehende Überweisungen tendenziell die besten Umrechnungskurse.
Bei Beträgen unter 400.000 THB fährst Du mit einem Online-Geldtransferdienst besser, denn die Bangkok Bank verlangt eine Gebühr für eingehende Überweisungen, die ihren Kursvorteil bei kleineren Summen auffrisst.
Bei sehr großen Transaktionen gleicht der etwas bessere Wechselkurs der Bangkok Bank diese Pauschale wieder aus.
Aktuelle Wechselkurse für Thailand
Jeder Geldtransferdienst zeigt Dir den aktuellen Thai-Wechselkurs an, aber das heißt nicht, dass es der beste verfügbare ist. Schau Dir den Mittelkurs für den Thai Baht auf XE.com an und vergleiche ihn mit dem Kurs, den Dir Dein Dienst anbietet.
Denk daran, dass es sich um Mittelkurse handelt, genau diesen Kurs bekommst Du also nie. Dein Ziel ist, so nah wie möglich heranzukommen.
Voraussetzungen für Geldtransfers nach Thailand
Um Geld nach Thailand zu schicken, brauchst Du eine Bank, von der aus Du überweist, und ein thailändisches Bankkonto als Empfangskonto. Wenn Du den Online-Weg gehst, musst Du Dich außerdem bei einem Geldtransferdienst wie Wise anmelden. Dafür gibst Du Deine persönlichen Daten an und weist Dich mit einem Ausweisdokument wie dem Reisepass aus.
Für die Empfängerseite benötigst Du:
- Name des Empfängers
- Bank des Empfängers
- Kontonummer des Empfängers
- SWIFT-Code
Regeln der Bank of Thailand für eingehendes Geld
Thailand begrenzt nicht, wie viel Geld Du ins Land schicken darfst. Laut Bank of Thailand können Fremdwährung oder Baht unbegrenzt überwiesen oder ins Land gebracht werden. Auffallen werden Dir vor allem die Formalitäten. (Stand: Oktober 2026.)
Das erwartet Dich, wenn eine Überweisung eingeht.
- Ein Verwendungszweck für jede Überweisung: Laut Bangkok Bank muss der Absender bei jeder Überweisung einen Zweck angeben, weil die thailändischen Banken ihn an die Bank of Thailand melden müssen. Gängige Zwecke sind Lebenshaltungskosten, Warenkauf, Kauf einer Eigentumswohnung und Investition in ein Unternehmen. Wähle den passenden Zweck und verwende bei regelmäßigen Überweisungen jeden Monat dieselbe Formulierung.
- Nachweise bei hohen Beträgen: Die Bank of Thailand weist die Banken an, bei Transaktionen ab 170.000 € (200.000 USD) Belege zu verlangen, es sei denn, die Bank hat ihre Know-Your-Business-Prüfung des Kunden bereits abgeschlossen. Einzelne Banken können eine niedrigere Schwelle ansetzen. Die Kasikornbank verlangt bei eingehenden Überweisungen ab 42.500 € (50.000 US$) Nachweise und gibt Dir 10 Werktage Zeit, sie einzureichen.
- Sehr hohe Zahlungseingänge: Wer Fremdwährung im Wert von 850.000 € (1 Million USD) oder mehr aus dem Ausland erhält, muss sie innerhalb von 360 Tagen nach Erhalt an eine autorisierte Bank verkaufen oder auf einem Fremdwährungskonto einzahlen.
- Bargeld im Gepäck: Wer mehr als 450.000 THB in Baht-Banknoten oder mehr als 12.750 € (15.000 USD) in ausländischen Banknoten (oder den entsprechenden Gegenwert) einführt, muss das beim Zoll anmelden.
- Kauf einer Eigentumswohnung: Ausländische Käufer im Rahmen der Ausländerquote müssen nachweisen, dass mindestens der Kaufpreis der Einheit in Fremdwährung nach Thailand eingeführt (oder von einem Baht-Konto für Nichtansässige oder einem Fremdwährungskonto abgehoben) wurde. Deshalb sind die Bankunterlagen so wichtig. Unser Leitfaden zum Condo-Kauf in Thailand beschreibt den restlichen Ablauf.
Frag bei größeren Beträgen Deine thailändische Bank, welche Unterlagen sie braucht, bevor der Absender das Geld freigibt. Eine Überweisung, die auf Papiere wartet, kann tagelang hängen.
Möglichkeiten, Geld nach Thailand zu schicken
Hier sind die gängigen Wege, Geld nach Thailand zu schicken, damit Du die beste Option für Deine Situation findest.
Bargeld in Thailand wechseln
Vorteile:
- Beste verfügbare Wechselkurse
- Keine Überweisungsgebühren oder Bearbeitungszeiten
- Keine Kontoeröffnung nötig
Nachteile:
- Riskant, größere Bargeldbeträge mitzuführen
- Ausländische Banknoten über 12.750 € (15.000 USD) bzw. Baht-Noten über 450.000 THB müssen beim Zoll angemeldet werden
- Die Schlange beim Geldwechsel kann sehr lang sein
Wer Bargeld in Thailand tauscht, bekommt die besten Wechselkurse. Bis zu 12.750 € (15.000 USD) in ausländischen Banknoten (oder 450.000 THB in Baht) darfst Du ohne Anmeldung beim thailändischen Zoll ins Land bringen.
Wenn Du die Wechselstuben am Flughafen meidest und stattdessen bei SuperRich tauschst, bekommst Du die besten Kurse in ganz Thailand.
Gegenüber einer Banküberweisung sparst Du mit Bargeld etwa 68 € je 17.000 €, die Du mitbringst. Die meisten Leute, ich eingeschlossen, würden nicht mit so viel Bargeld herumlaufen, nur um 68 € zu sparen. Ein Online-Dienst ist deshalb die nächstbeste Wahl.
Lesetipp: Thai Baht: So bekommst Du die absolut besten Wechselkurse
Online-Geldtransferdienste
Wenn Du bei den Gebühren möglichst viel sparen und das Geld schnell am Ziel haben willst, nimm einen Online-Geldtransferdienst. Diese Dienste haben stark zugelegt, seit ich diesen Leitfaden zum ersten Mal veröffentlicht habe, und sind für die meisten Expats inzwischen die Standardlösung.
Zum Start eröffnest Du ein Konto beim Anbieter und bestätigst Deine Identität per Upload von Reisepass oder Personalausweis. Der gesamte Vorgang dauert meist drei bis fünf Werktage.
Außerdem brauchst Du ein Bankkonto in Thailand, auf das das Geld eingehen kann.
Schauen wir uns zwei beliebte Online-Geldtransferdienste an: Wise und Remitly.
Wise
Vorteile:
- Transparente Gebühren ohne versteckte Kosten
- Mittelkurs als Wechselkurs
- Schnelle Überweisungen, oft noch am selben Tag
- PromptPay-Zahlungen werden 2026 schrittweise für Konten mit thailändischer Adresse eingeführt (bis zu 10.000 THB pro erhaltener Zahlung)
Nachteile:
- Die Gebühren hängen von der Währung ab und können bis zu 2 Prozent betragen
- Zahlungen anderer Personen in Fremdwährung werden ab Oktober 2026 bei Konten, die vor dem 21. Januar 2026 eröffnet wurden, automatisch in Thai Baht umgerechnet
- Regelmäßige Identitätsprüfung erforderlich
- Höchstbetrag pro Überweisung: 2.000.000 THB an Kasikorn Bank und Bangkok Bank, 1.499.999 THB an die SCB und 500.000 THB an andere Banken
Mit Wise schickst Du Geld nach Thailand ohne versteckte Gebühren. Was Du vorab siehst, zahlst Du auch. Es ist wohl der bekannteste dieser Anbieter.

Wise berechnet je nach Ausgangswährung 0,5 bis 2 Prozent des Überweisungsbetrags.
Damit ist Wise eine starke Wahl für Überweisungen unter 1.700 € (2.000 US$), bei denen eine klassische Banküberweisung teurer wäre.
Ein Beispiel: Einer meiner Mitarbeiter hat 1.365 € (1.605,95 US$) per Wise nach Thailand überwiesen. Er zahlte 15 € (18 US$) Gebühren und bekam den Mittelkurs.
Bei einem Kurs von etwa 33 Baht pro Dollar zum Zeitpunkt der Überweisung kamen 52.402,35 THB auf seinem thailändischen Bankkonto an.
Hinweis für 2026: Wise stellt zwischen März und Oktober 2026 persönliche Konten mit thailändischer Adresse um. Die Änderungen bringen nützliche neue Funktionen (darunter PromptPay-Zahlungen, Kartenversand in Thailand und die Möglichkeit, Thai Baht ins Ausland zu senden). Ab Oktober 2026 werden bei Konten, die vor dem 21. Januar 2026 eröffnet wurden, aber auch Zahlungen anderer Personen in einer Fremdwährung automatisch in Thai Baht umgerechnet. Aufladungen von Deinem eigenen ausländischen Bankkonto werden nicht umgerechnet. Wenn Du mehrere Währungen hältst, wirkt sich das darauf aus, wie Du Umrechnungen steuerst. Hier steht ausführlich, was sich bei Wise in Thailand ändert.
Lesetipp: Ist Wise der beste Weg, Geld nach Thailand zu schicken?
Remitly
Vorteile:
- Die Gebühr für die erste Überweisung entfällt
- Barauszahlung ist praktisch, wenn Du noch kein thailändisches Bankkonto hast
- Die Express-Option liefert innerhalb von Minuten
Nachteile:
- Die Kurse sind in der Regel schlechter als bei Wise
- Economy-Überweisungen können drei bis fünf Werktage dauern
- Banken für die Barauszahlung können eine zusätzliche Gebühr verlangen
Remitly ist ein Geldtransferdienst mit zwei Wegen nach Thailand: Banküberweisung oder Barauszahlung.

Wenn Du mit Remitly bis zu 850 € (1.000 US$) auf ein thailändisches Bankkonto überweist, fallen zwei Kostenarten an:
- Überweisungsgebühren
- Wechselkursgebühren
Remitly bietet zwei Überweisungsoptionen: Express und Economy.
Die Express-Option liefert das Geld innerhalb von Minuten, mit Gebühren von bis zu 11 € (12,99 US$). Die Economy-Option kostet höchstens 3,39 € (3,99 US$), die Überweisung kann dafür aber drei bis fünf Werktage dauern.
Remitly berechnet außerdem eine Marge im Wechselkurs, die nicht gesondert ausgewiesen wird.
Trotzdem ist der Dienst eine solide Wahl, vor allem für die erste Überweisung, da die Gebühr dafür entfällt.
Mit Remitly kannst Du außerdem eine Barauszahlung bei einer dieser Banken in Thailand veranlassen:
- Siam Commercial Bank
- Krung Thai Bank
Beachte, dass diese Banken eine zusätzliche Auszahlungsgebühr von etwa 0,25 Prozent des Überweisungsbetrags verlangen können.
Weitere Anbieter
Wise und Remitly sind nicht Deine einzigen Optionen für Online-Überweisungen. Wenn Du eine Alternative suchst, wirf einen Blick auf unseren Testbericht zu WorldRemit. Die meisten dieser Dienste funktionieren im Kern gleich: registrieren, Identität bestätigen, Überweisung starten.
Es tauchen ständig neue Anbieter auf, aber bisher habe ich keinen gesehen, für den sich ein Wechsel lohnen würde. Nichts hindert Dich jedoch daran, bei mehreren Anbietern Konten anzulegen, Angebote einzuholen und den mit den besten Kursen zu nehmen.
Internationale Banküberweisungen
Vorteile:
- Wird für offizielle Zwecke akzeptiert, etwa für den Einkommensnachweis beim Visum oder beim Condo-Kauf
- Bei großen Beträgen können die Kurse konkurrenzfähig sein
- Keine Limits bei hohen Beträgen
- Funktioniert mit jedem thailändischen Bankkonto
Nachteile:
- Die Kosten verteilen sich auf mehrere Beteiligte und lassen sich vorab schwer berechnen
- Die Gebühren können 4 Prozent des Überweisungsbetrags oder mehr erreichen
- Längere Bearbeitungszeit als bei Online-Diensten
- Bei kleinen Beträgen sind die Kurse schlecht
Die internationale Banküberweisung ist oft das Erste, woran man beim Geldtransfer nach Thailand denkt. Ohne Vorbereitung kann sie Dich aber bis zu 4 Prozent des Betrags oder mehr kosten, ohne dass Dir das jemand sagt. Und das kommt zu den ausgewiesenen Gebühren noch dazu.
An diese Beteiligten zahlst Du Überweisungsgebühren:
- Absenderbank: Das ist die Bank, von der Du das Geld schickst, meist in Deinem Heimatland. Jede Absenderbank hat ihre eigene Gebührenstruktur. Die Überweisungsgebühren lassen sich meist leicht finden. Wenn Deine Absenderbank aber auch die Währungsumrechnung übernehmen soll, vergleiche ihren Kurs vor der Bestätigung mit dem Mittelkurs auf XE.com.
- Empfängerbank: Das ist die Bank, die das Geld in Thailand entgegennimmt. Die Bangkok Bank verlangt zum Beispiel:
- Eine Eingangsgebühr von 0,25 % des Überweisungsbetrags (mindestens 200 THB, höchstens 500 THB), umgerechnet zum Telegraphic Transfer Buying Rate der Bangkok Bank
- Eine Cable-Gebühr von rund 200 THB
- Eine Wechselkursgebühr von rund 0,5 %
Insgesamt haben Banküberweisungen tendenziell höhere Gebühren und längere Laufzeiten als Online-Dienste. Ohne besonderen Grund sind sie meist nicht die beste Wahl. Typische Gründe, doch eine zu nutzen:
- Du brauchst einen Nachweis über den Auslandsgeldtransfer für den Kauf einer Eigentumswohnung
- Du musst die Transfernachweise für bestimmte Visa erfüllen, etwa für das Thailand-Rentnervisum
- Du schickst mehr als 2.000.000 THB in einer einzigen Überweisung
Gut zu wissen: Die Gebühren internationaler Banküberweisungen lassen sich auch schwerer berechnen, als man denkt. Anders als Online-Dienste legen Banken sie auf ihren Websites selten klar offen. Du musst Überweisungsgebühren und Kursspannen sowohl für Deine Absenderbank als auch für die Empfängerbank herausfinden.
Western Union
Vorteile:
- An über 5.000 Standorten in Thailand verfügbar
- Bargeldauszahlung noch am selben Tag möglich
- Kein thailändisches Bankkonto nötig
Nachteile:
- Eine der teuersten Optionen, mit Wechselkursaufschlägen von bis zu 7,5 Prozent
- Pauschalgebühren von 8,50 bis 42,50 € (10 bis 50 US$) zusätzlich zur Marge im Wechselkurs
- Eingeschränkte Öffnungszeiten an den Auszahlungsstellen
Western Union ist einer der bekanntesten Dienste für Sofortüberweisungen. Grundsätzlich kannst Du damit Bargeld binnen Minuten für jeden Menschen auf der Welt verfügbar machen. Das hat aber seinen Preis, und ein Teil davon steht offen auf der Website.
Je nach Absendeland liegen die Pauschalgebühren zwischen 8,50 und 42,50 € (10 bis 50 US$).
Die wahren Kosten stecken in den Wechselkursen. Nicht sofortige Überweisungen über Banken beginnen bei etwa 4 Prozent. Bei Sofortüberweisungen zahlst Du rund 7,5 Prozent des Überweisungsbetrags.
Wenn Du das Geld noch am selben Tag brauchst, kann Western Union an einem seiner 5.000 Standorte in Thailand auszahlen, wobei die Öffnungszeiten begrenzt sind.
PayPal
PayPal stellt alle Thailand-Konten auf PayPal Thailand um, und ein privates Konto zu behalten setzt die Registrierung mit einer thailändischen National-ID (NDID) voraus. Ausländer bekommen sie möglicherweise nicht, verlass Dich für Geld, das nach Thailand kommt, also nicht auf PayPal. Die aktuellen Infos findest Du in unserem Artikel zum PayPal-Relaunch.
Wie lange dauert ein Geldtransfer nach Thailand?
Mit einem Online-Dienst wie Wise hast Du das Geld meist fast sofort, sofern Du bereits ein Konto mit verknüpften Bankdaten von Absender und Empfänger eingerichtet hast.
Als Neukunde bei Wise können Freigabe und erste Überweisung ein paar Stunden oder Tage dauern.
Eine klassische Banküberweisung kann mehrere Tage dauern, je nachdem, wie viele Banken beteiligt sind. Manchmal hängt eine dritte oder vierte Korrespondenzbank in der Kette, besonders wenn die Absender- oder Empfängerbank im internationalen Zahlungsverkehr wenig bekannt ist.
Was ist der schnellste Weg, Geld nach Thailand zu schicken?
Egal aus welchem Land Du kommst: Für den schnellsten Geldtransfer nach Thailand nimmst Du einen dieser Online-Dienste:
In den meisten Fällen hast Du das Geld innerhalb von Minuten, sobald Du ein Konto hast.
Was kostet ein Geldtransfer nach Thailand?
Das hängt vom Dienst und vom Betrag ab. Im Schnitt solltest Du mit etwa 8,50 bis 17 € Gebühren pro 850 € (1.000 US$) Überweisungsbetrag rechnen.
Baht-Konto oder Fremdwährungskonto?
Wenn Du nichts anderes angibst, rechnet Deine thailändische Bank eingehende Fremdwährung in Baht um, bevor sie Dir den Betrag gutschreibt. Die Bangkok Bank wendet dafür zum Beispiel ihren eigenen „Telegraphic Transfer Buying Rate“ an. (Stand: Oktober 2026.)
Mit einem Fremdwährungskonto (FCD) kannst Du das Geld in Dollar, Euro oder Pfund behalten, bis Du umrechnen willst. Die Bank of Thailand erlaubt Ansässigen, aus dem Ausland erhaltene Fremdwährung unbegrenzt einzuzahlen, und auch Nichtansässige dürfen Fremdwährungskonten ohne Limit führen.
| Konto | Geeignet für | Was Du wissen solltest |
|---|---|---|
| Baht-Sparkonto | Alltagsausgaben | Die Bank rechnet bei Eingang zu ihrem eigenen Ankaufskurs um. |
| Fremdwährungskonto (FCD) | Eine Währung halten, bis der Kurs passt, oder Geld wieder ins Ausland schicken | Überweisungen aus dem Ausland können unbegrenzt eingezahlt werden. Ausländische Banknoten können bis zur Höhe des mitgebrachten Betrags oder bis zu 12.750 € (15.000 USD) pro Person und Tag eingezahlt werden. |
Manche Banken bitten den Absender, das Geld nicht umzurechnen. Die Government Savings Bank rät Absendern zum Beispiel, ihre Bank anzuweisen, nicht in Baht umzurechnen und in einer der akzeptierten Währungen zu senden (USD, EUR, GBP, JPY oder CNY).
SWIFT-Codes beliebter Banken in Thailand
Für eine internationale Banküberweisung brauchst Du den SWIFT-Code der Empfängerbank. Hier sind die SWIFT-Codes der beliebtesten Banken in Thailand, falls Dein Absender danach fragt.
| Bank | SWIFT-Code |
|---|---|
| Bangkok Bank | BKKBTHBK |
| Kasikorn Bank (KBank) | KASITHBK |
| Krung Thai Bank | KRTHTHBK |
| SCB (Siam Commercial Bank) | SICOTHBK |
| Bank of Ayudhya (Krungsri) | AYUDTHBK |
| TMBThanachart Bank (TTB) | TMBKTHBK |
| Government Savings Bank | GSBATHBK |
| CIMB Thai | UBOBTHBK |
| UOB Thailand | UOVBTHBK |
| Citibank Thailand | CITITHBX |
Zahlst Du in Thailand Steuern auf Geld, das Du Dir selbst schickst?
Eigene Ersparnisse nach Thailand zu verlegen ist eine Überweisung, kein Einkommen. Die Steuerfrage betrifft Einkünfte, die Du im Ausland erzielst und dann ins Land bringst.
Seit dem 1. Januar 2024 macht die Dienstanweisung Por. 161/2566 der Steuerbehörde (geändert durch Por. 162/2566) Auslandseinkünfte in Thailand steuerpflichtig, wenn beide dieser Bedingungen erfüllt sind. (Stand: Oktober 2026.)
- Du hast die Einkünfte am oder nach dem 1. Januar 2024 in einem Steuerjahr erzielt, in dem Du Dich 180 Tage oder länger in Thailand aufgehalten hast.
- Du bringst diese Einkünfte im selben oder einem späteren Steuerjahr nach Thailand.
Die Einkünfte werden dann Deinem thailändischen steuerpflichtigen Einkommen des Jahres zugerechnet, in dem Du sie einbringst. Einkünfte, die vor dem 1. Januar 2024 erzielt wurden, fallen nicht unter die Anweisung, auch wenn Du sie später überweist. Das eigene Beispiel der Steuerbehörde sind Mieteinnahmen aus einer Immobilie im Ausland: 2024 erzielt, 2025 auf ein thailändisches Bankkonto überwiesen und im Steuerjahr 2025 versteuert.
Das Datum, an dem Du das Geld verdient hast, kann also wichtiger sein als das Datum der Überweisung. Bewahre Kontoauszüge auf, die zeigen, wann und woher jeder Betrag stammt. Unsere Leitfäden zur Steuer auf Auslandseinkünfte in Thailand und zur Einkommensteuer für Ausländer gehen auf die Details ein, und ein thailändischer Steuerberater kann Deinen Einzelfall prüfen.
Die besten Wege, Geld nach Thailand zu schicken, je nach Situation
Die beste Methode hängt davon ab, wofür Du das Geld brauchst. Das empfehlen wir in den häufigsten Situationen.
Alltag
Für die laufenden Ausgaben ist ein Online-Geldtransferdienst genau richtig. Unser gesamtes Team in Thailand nutzt einen, und die meisten sind schon seit Jahren bei Wise und haben sich nie beschwert, abgesehen von der gelegentlichen erneuten Identitätsprüfung. Es ist schnell und transparent, und die Gebühren sind vorab leicht zu verstehen.
Rente
Ein Online-Transferdienst funktioniert auch bei Rentenzahlungen gut, aber es hängt davon ab, wie Deine Rente ausgezahlt wird. Manche Rentenversicherer überweisen nur per Banküberweisung, dann hast Du bei der Methode womöglich keine Wahl.
Frag zuerst bei Deinem Rentenversicherer nach, bevor Du etwas einrichtest.
Immobilienkauf
Wenn Du eine Eigentumswohnung oder Immobilie in Thailand kaufst, ist eine Überweisung über eine thailändische Bank der einfachste Weg. Wir empfehlen dafür in der Regel die Bangkok Bank.
Dafür gibt es zwei Gründe.
- Erstens können die Wechselkurse bei großen Beträgen sogar besser sein als bei Online-Diensten.
- Zweitens, und das ist wichtiger: Du bekommst ein offizielles Foreign Exchange Transaction (FET) Formular, den Nachweis, dass das Geld aus dem Ausland stammt. Diese Unterlagen sind für ausländische Staatsangehörige beim Immobilienkauf in Thailand gesetzlich vorgeschrieben, deshalb solltest Du sie unbedingt korrekt erhalten.
Visaanforderungen
Bei bestimmten Visa, etwa dem Thailand-Rentnervisum, musst Du belegen, dass Deine Mittel aus dem Ausland überwiesen wurden. Am unkompliziertesten gelingt das in der Regel mit einer direkten Banküberweisung.
Manche Expats nutzen dafür auch Online-Dienste, aber dann musst Du beim Anbieter womöglich zusätzliche Unterlagen anfordern, was nicht immer einfach ist. Im Zweifel hältst Du die Sache mit einer Banküberweisung simpel.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es ein Limit, wie viel Geld ich nach Thailand schicken darf?
Nein. Die Bank of Thailand erlaubt, Fremdwährung oder Baht unbegrenzt ins Land zu überweisen. Deine thailändische Bank kann bei hohen Beträgen Belege verlangen; die Bank of Thailand legt die Schwelle für Banken bei 170.000 € (200.000 USD) fest, manche Banken fragen früher. Auch Dein Anbieter kann einzelne Überweisungen begrenzen. Wise nennt zum Beispiel 2.000.000 THB für Kasikornbank und Bangkok Bank, 1.499.999 THB für die Siam Commercial Bank und 500.000 THB für andere Banken. (Stand: Oktober 2026.)
Warum fragt meine Bank nach dem Zweck einer Überweisung?
Thailändische Banken müssen für eingehende Überweisungen einen Grund erfassen und ihn an die Bank of Thailand melden. Die Bangkok Bank erklärt, die Regel diene dem Schutz vor Betrug und Geldwäsche. Wähle den passenden Zweck, etwa Lebenshaltungskosten oder Kauf einer Eigentumswohnung, und bleib bei mehreren Überweisungen konsequent dabei.
Muss ich Bargeld bei der Einreise nach Thailand anmelden?
Ja, oberhalb der Grenzen. Laut Bank of Thailand müssen Baht-Banknoten im Wert von mehr als 450.000 THB oder ausländische Banknoten im Wert von mehr als 12.750 € (15.000 USD, oder der entsprechende Gegenwert) beim Zoll angemeldet werden. Es gibt keine Obergrenze für die Einfuhr von Bargeld, aber oberhalb dieser Beträge besteht Anmeldepflicht. (Stand: Oktober 2026.)
Kann ich das Geld in Dollar statt in Baht behalten?
Ja, mit einem Fremdwährungskonto (FCD). Aus dem Ausland erhaltene Beträge können unbegrenzt eingezahlt werden, und Du kannst später in Baht umrechnen oder Geld ins Ausland schicken. Frag die Bank, welche Währungen sie unterstützt, denn jede Bank hat ihre eigene Liste.
Besteuert Thailand das Geld, das ich von meinem Heimatkonto überweise?
Nur wenn es sich um Auslandseinkünfte handelt, die unter die Regeln der Steuerbehörde von 2024 fallen. Warst Du im Jahr, in dem Du die Einkünfte erzielt hast, 180 Tage oder länger in Thailand und hast Du sie am oder nach dem 1. Januar 2024 erzielt, werden sie durch die Einfuhr nach Thailand in dem Jahr steuerpflichtig, in dem Du sie überweist. Ersparnisse, die Du vorher angespart hast, sind eine andere Frage, klär das mit einem Steuerberater.
Zitierte Quellen
- Bank of Thailand, Exchange Control Regulation: unbegrenzte Zuflüsse, Rückführungsregel ab 1 Million USD, Fremdwährungskonten, Belege ab 200.000 USD, Zollanmeldegrenzen.
- Bangkok Bank, FAQs about transferring funds into Thailand: Überweisungszweck, Eingangsgebühr, Umrechnungskurs, SWIFT-Code.
- Kasikornbank, Global Inward: Nachweise bei eingehenden Überweisungen ab 50.000 US$.
- Government Savings Bank, Advice for receiving international fund transfers: Senden in einer Nicht-Baht-Währung und die akzeptierten Währungen.
- Revenue Department, Departmental Instruction Por. 161/2566: Auslandseinkünfte werden besteuert, wenn sie nach Thailand gebracht werden, mit dem Stichtag 1. Januar 2024 aus Por. 162/2566.
- Revenue Department, Q&A on Por. 161 and Por. 162: 180-Tage-Test und Rechenbeispiele.
- Wise Help Centre, Upcoming changes to your Wise account in Thailand: PromptPay-Funktionen und Umrechnung eingehender Nicht-Baht-Zahlungen.
- Department of Lands, Condominium Act B.E. 2522 and ministerial regulations: Abschnitt 19, Nachweis über nach Thailand eingeführte Fremdwährung.