Elektroauto in Thailand kaufen: Preise, beste Modelle und Kosten (2026)

Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Elektroauto in Thailand zu kaufen, schwirren dir wahrscheinlich schon ein paar Fragen im Kopf herum. 

  • Wie viel kosten E-Autos?
  • Welche Modelle lohnen sich wirklich?
  • Und ist das Laden hier tatsächlich praktisch?

E-Autos werden in ganz Thailand immer häufiger. Du siehst sie inzwischen deutlich öfter auf den Straßen als noch vor ein paar Jahren.

Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen. Auf der Bangkok International Motor Show, der größten Automesse des Landes, waren zuletzt über 50 Prozent aller Fahrzeugbuchungen E-Autos. Mit anderen Worten: Immer mehr Menschen in Thailand wenden sich vom Benziner ab und steigen auf Elektro um.

Ganz so einfach ist der Kauf eines E-Autos aber trotzdem nicht. Bei der Fülle an neuen Marken, Modellen und Technologien, die auf den Markt drängen, kann es schnell unübersichtlich werden, zumal E-Autos hier noch relativ neu sind.

In diesem Guide erkläre ich dir alles, was du vor dem Kauf eines Elektroautos in Thailand wissen solltest: Preise, die besten E-Auto-Modelle, die tatsächlichen Betriebskosten, Lademöglichkeiten und wo du am besten kaufst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf lange Sicht sind E-Autos günstiger im Unterhalt als Benziner
  • Wäge bei der Wahl deines E-Autos genau ab: Fahrverhalten, Budget und Leistungsbedarf spielen alle eine Rolle
  • Das Laden eines E-Autos in Thailand wird immer bequemer, da überall im Land neue Ladestationen entstehen
  • Entgegen mancher Gerüchte im Internet sind E-Autos sicherer als Benziner 
  • Wenn du dir bei E-Autos noch nicht ganz sicher bist oder mehr Leistung brauchst, ist ein Hybridfahrzeug eine gute Alternative

Was sind E-Autos?

E-Autos fahren ausschließlich mit wiederaufladbaren Batterien, statt mit Benzin oder einer Hybrid-Kombination aus Benzin und Elektroantrieb. Statt in PS wird ihre Leistung in Kilowatt gemessen: Je höher die Kilowattzahl, desto mehr Power. E-Autos gibt es in allen Größen, vom winzigen Zweisitzer bis zum großen SUV.

Vorteile eines E-Autos in Thailand

Auch wenn jeder aus anderen Gründen ein E-Auto kauft, bringt der Besitz gegenüber klassischen Verbrennern (ICE) einige allgemeine Vorteile mit sich.

  • Spare langfristig Geld: Laut einer Untersuchung des Natural Resources Defense Council ist ein E-Auto über sieben Jahre gerechnet günstiger im Besitz und Betrieb als ein Verbrenner. Bei den Treibstoffkosten liegt ein E-Auto bei THB0,5 bis THB1,25 pro Kilometer, während Benzin THB2,5 bis THB3 pro Kilometer kostet. Fährst du im Schnitt 2.000 Kilometer im Monat, kannst du damit über THB3.500 monatlich sparen.
  • Senke deine Wartungskosten: Weil E-Autos weniger mechanische Teile haben als klassische Fahrzeuge, ist die Wartung günstiger. Zündkerzen wechseln oder regelmäßige Ölwechsel entfallen komplett. Consumer Reports schätzt sogar, dass die Wartungskosten von E-Autos über ihre gesamte Lebensdauer nur halb so hoch ausfallen wie bei Benzinern.
  • Trage zu einer besseren Umwelt in Thailand bei: Dass Thailand ein Luftqualitätsproblem hat, ist kein Geheimnis. Zwar ist das Abbrennen von Feldern der größte Verursacher, doch auch Fahrzeugabgase tragen zur giftigen PM-2,5-Belastung in Thailand bei. Da E-Autos keine Emissionen ausstoßen, hilfst du allen, ein bisschen leichter zu atmen, und musst selbst keine Abgase mehr einatmen, wenn du am Mautstellenfenster zahlst oder deine Zugangskarte scannst, um dein Moo Baan oder deine Kondoanlage zu verlassen.
  • Lade auf, während du dich ausruhst: Statt dich morgens in die Schlange an der Tankstelle einzureihen, kannst du dein E-Auto einfach über Nacht laden, sofern dein Kondo oder Haus über eine Ladestation verfügt.
  • Fahre entspannter: Wer kennt es nicht: Ein E-Auto rollt lautlos aus einer Parklücke am Central Mall oder in Mega Bangna, und man erschrickt sich fast zu Tode. E-Autos sind so leise, dass man kaum merkt, wie sie sich bewegen. Der Grund: Bei niedrigen Geschwindigkeiten sind E-Autos bis zu 20 Dezibel leiser als Verbrenner. Für den Weg zur Arbeit bedeutet das mehr Fahrkomfort. Bei höheren Geschwindigkeiten gleichen sich die Fahrgeräusche von E-Autos und Verbrennern allerdings fast wieder an.  

E-Auto-Preise in Thailand (2026)

Die Preise für E-Autos ähneln denen von Benzinern. In Thailand kannst du zwischen THB450.000 und über 5 Millionen Baht für ein E-Auto ausgeben. Hier eine Übersicht der Durchschnittspreise für die beliebtesten E-Autos im Land. 

MarkeModellStartpreis (THB)Art des E-AutosKarosserieReichweiteMax. Leistung
BYDDolphin Standard Range569.900BEVKompaktwagen410 km70 kW
MGMG4 D Standard579.900BEVKompaktwagen423 km120 kW
GeelyEX5 Pro699.000BEVKompakt-SUV495 km160 kW
AionY Plus 410 Premium769.900BEVMPV / Crossover410 km150 kW
BYDAtto 3 Standard899.900BEVSUV410 km150 kW
TeslaModel 3 RWD1.599.000BEVLimousine513 km208 kW
TeslaModel Y RWD1.719.000BEVSUV~455–488 km220 kW
BMWi4 eDrive35 M Sport3.899.000BEVLimousine~490–590 km210 kW

Denk aber daran, dass es sich bei manchen dieser Preise um Basispreise handelt. Zusatzausstattung, Langstrecken-Varianten und Schnellladekabel erhöhen den Gesamtpreis.

Die günstigsten Elektroautos in Thailand

Wenn du in ein E-Auto einsteigen möchtest, gibt es aktuell ein paar beliebte Einstiegsmodelle in Thailand. Sie sind vergleichsweise günstig, aber trotzdem alltagstauglich, darunter:

  • Geely EX2 (etwa THB500.000 bis THB600.000)
  • Aion UT (etwa THB519.900 bis THB669.900)
  • BYD Dolphin (etwa THB499.900 bis THB639.900)

Auch wenn diese Modelle als Einstiegs-E-Autos gelten, reichen sie für den Alltag völlig aus. Die meisten schaffen je nach Modell und Batteriegröße rund 400 bis 500 Kilometer pro Ladung. 

Der BYD Dolphin kommt beispielsweise mit einer vollen Ladung auf bis zu 490 km.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es sind längst keine reinen Stadtautos mehr. Ein Freund von mir fährt einen BYD Dolphin als Hauptfahrzeug. Er nutzt ihn nicht nur in Bangkok, sondern fährt damit auch problemlos in Nachbarprovinzen.

E-Autos der Mittelklasse (bestes Preis-Leistungs-Verhältnis)

Für den Alltag, inklusive gelegentlicher Fahrten in andere Provinzen, empfehle ich ein Budget von rund THB600.000 bis THB1.000.000

In dieser Preisklasse gibt es in Thailand bereits viele solide Optionen, etwa:

  • BYD Atto 3 (etwa THB629.900 bis THB849.900)
  • Aion V (etwa THB799.900 bis THB1.000.000)
  • MG ZS EV (etwa THB599.900 bis THB799.000)
  • Geely EX5 (etwa THB799.000 bis THB929.000)
  • Jaecoo 5 EV (etwa THB549.000 bis THB699.000)

Diese Modelle sind eine Stufe über den Einstiegs-E-Autos angesiedelt. Die meisten bieten eine reale Reichweite von etwa 400 bis 500+ km pro Ladung, was für Überlandfahrten in Thailand ausreicht, etwa von Bangkok nach Hua Hin oder sogar längere Strecken mit einem Ladestopp.

Ich beobachte, dass diese Autos zunehmend über den reinen Arbeitsweg hinaus genutzt werden. Manche werden sogar zu kleinen Campingfahrzeugen umfunktioniert. 

Premium-E-Autos

Ab einem Budget von über THB1.000.000 bewegst du dich im Premium-Segment, das im Vergleich zur Mittelklasse deutlich mehr Leistung, Verarbeitungsqualität und Ausstattung bietet. 

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Beliebte Optionen in Thailand sind:

  • BYD Seal (etwa THB1.199.000 bis THB1.599.000)
  • Tesla Model 3 (etwa THB1.599.000 bis THB1.799.000)
  • Tesla Model Y (etwa THB1.749.000 bis THB2.199.000)
  • BMW-Modelle wie der iX1 oder i4 (ab etwa THB2.499.000+)
  • Mercedes-Benz-Modelle wie der EQA oder EQB (ab etwa THB2.390.000+)

In dieser Klasse macht sich der Unterschied deutlich bemerkbar. Du bekommst:

  • Bessere Beschleunigung und Fahrleistung
  • Mehr reale Reichweite (oft 500 bis 600+ km pro Ladung)
  • Hochwertigere Innenausstattung und leiseres Fahrverhalten

Und ja, auch Tesla gilt in Thailand als Premium-Marke. Die Preise liegen hier aufgrund der Steuern nach wie vor recht hoch.

Beliebte E-Auto-Marken in Thailand

Aktuell gibt es zahlreiche E-Auto-Marken in Thailand. Die meisten davon sind chinesische Hersteller, dazu kommen einige andere wie Mercedes-Benz.

BYD Brand
BYD ist der beliebteste E-Auto-Hersteller in Thailand.

Zu den bekannten Marken zählen:

  • BYD: Chinesisches Unternehmen, das Elektroautos, Limousinen und SUVs verkauft. BYD hält von allen E-Auto-Marken den größten Marktanteil in Thailand.
  • MG: MG war eine der ersten Marken, die E-Autos nach Thailand importierte. MG-Fahrzeuge werden in China, Thailand und Indien produziert.
  • Tesla: Tesla ist ein amerikanisches Unternehmen, bekannt vor allem für das Model 3 und das Model Y. In Thailand positioniert sich Tesla als Premium-Marke mit höheren Preisen aufgrund der Importkosten.
  • GAC (Aion): Eine Submarke von GAC aus China. Aion ist in Thailand beliebt für gute Reichweite und Ausstattung zu konkurrenzfähigen Preisen, besonders im mittleren Preissegment. Die Marke wird oft als „chinesisches Toyota“ bezeichnet.
  • Geely: Ein weiterer großer chinesischer Autohersteller, der in Thailand expandiert. Bekannt für erschwingliche E-Autos mit modernem Design und moderner Technik.
  • Great Wall Motor (GWM): Ein chinesischer Hersteller, der in Thailand E-Autos und Hybride verkauft, unter anderem Modelle der Ora-Reihe, die sich auf kompakte Stadtfahrzeuge konzentriert.
  • BMW: Eine deutsche Marke mit Premium-E-Autos in Thailand, etwa dem i4 und dem iX.
  • Mercedes-Benz: Eine weitere deutsche Premium-Marke mit E-Modellen wie der EQ-Reihe. 
  • Volvo: Eine schwedische Marke, die stark auf E-Autos setzt. Bekannt für Sicherheit und minimalistisches Design, mit Modellen wie dem XC40 Recharge.

2026 haben auch japanische Marken begonnen, in den E-Auto-Markt in Thailand einzusteigen. Mazda etwa brachte Anfang 2026 sein erstes E-Modell auf den Markt, den Mazda6E, zu einem Preis von rund THB1.100.000, günstiger als viele erwartet hatten.

Später im Jahr will auch Suzuki mit dem Suzuki Vitara EV sein erstes E-Auto auf den Markt bringen, das im kompakten SUV-Segment antreten soll.

Es ist zu erwarten, dass in Zukunft weitere E-Modelle japanischer Marken hinzukommen.

Die folgende Tabelle zeigt die E-Auto-Verkäufe auf der Motor Expo vom 29. November bis 12. Dezember 2025. Fast 60 Prozent aller Fahrzeugverkäufe auf der Messe entfielen auf E-Autos, ein klares Bild davon, wie gefragt E-Autos in Thailand aktuell sind.

MarkeVerkaufte Einheiten% der Gesamtverkäufe
BYD6.2128,25%
Omoda Jaecoo5.2176,93%
GAC (Aion)5.0196,67%
Geely4.8316,42%
MG4.8276,41%
GWM (ORA)4.6096,13%
Deepal4.5866,09%
Chery2.0092,67%
ZEEKR1.1291,50%
AVATR1.1031,47%
XPENG1.0891,45%
Tesla5270,70%
Wuling5250,70%
Denza4690,62%
Leapmotor3890,52%
Farizon3000,40%
Gesamt E-Autos44.83259,6%

Kosten für ein E-Auto in Thailand

Kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt: Was kostet ein E-Auto in Thailand wirklich im Unterhalt? Die Rechnung ist nicht so simpel wie bei einem Benziner, da vor allem beim Laden mehrere Faktoren mitspielen.

Zum Beispiel:

  • Zu Hause laden kann fast doppelt so günstig sein wie an öffentlichen Ladestationen
  • Hast du zu Hause Solarpanels, fallen die Ladekosten noch niedriger aus
  • Mit einem TOU-Zähler ist Strom nachts günstiger, tagsüber dafür teurer

In manchen Bereichen können E-Autos aber auch teurer sein als Benziner:

  • Reifen nutzen sich wegen des höheren Gewichts von E-Autos schneller ab
  • Die Versicherung ist meist teurer

Für ein realistischeres Bild der tatsächlichen Betriebskosten hat ein thailändischer Influencer eine detaillierte Aufstellung geteilt, nachdem er einen BYD Atto 3 über 2 Jahre und 5 Monate hinweg 201.097 km gefahren hatte.

Hier eine vereinfachte Zusammenfassung seiner tatsächlichen Ausgaben:

Hier eine einfachere, übersichtlichere Version:

KategorieKostenAnmerkungen
LadenTHB177.401~THB0,88/km, THB4.000 bis 7.000/Monat (Kosten stiegen, nachdem er vom günstigen Nachtladen zu Hause auf normale Tarife und mehr öffentliche Ladestationen umstieg)
ReifenTHB26.80010 Reifen, 201.097 km
WartungTHB2.300Der Großteil des Service ist bis 160.000 km kostenlos
Versicherung~THB56.0002 Jahre insgesamt, ~THB27.000 bis 28.000/Jahr nach dem kostenlosen ersten Jahr
Reparaturen~THB2.173Kleine Batterie- und Kühlsystemteile
GesamtTHB264.674201.097 km
Kosten pro km~THB1,32/km

Wie du siehst, liegen die Gesamtkosten pro Kilometer selbst inklusive Versicherung noch unter den reinen Spritkosten eines Benziners. Laut unserem anderen Guide zu den Unterhaltskosten eines Benziners in Thailand kostet allein der Sprit rund THB2 pro km.

Natürlich hängen deine tatsächlichen Kosten davon ab, wie und wo du lädst, wie viel du fährst und welches Modell du wählst. Aber dieses Beispiel gibt dir einen soliden, realen Anhaltspunkt dafür, was dich als E-Auto-Besitzer in Thailand erwartet.

Was kostet das Laden eines E-Autos pro Kilometer?

Beim Aufladen deiner E-Auto-Batterie zahlst du pro Kilowattstunde (kWh). Die Kosten variieren je nachdem, wo du lädst, welches Auto du fährst und wie du fährst. 

  • Ladestationen: MEA, einer der bekannteren Anbieter von Ladestationen in Thailand, berechnet THB7,5 pro kWh. Das entspricht ungefähr THB1,1 bis THB1,3 pro km. 
  • Zu Hause: Im Schnitt verlangen die regionalen Stromversorger in Thailand THB4,5 pro kWh, was die Kosten auf etwa THB0,6 bis 0,8 pro km senkt.
  • Zu Hause mit Solarzellen: Die Kosten können je nach Anlage sogar auf rund THB0,3 bis 0,5 pro km sinken.

Wartungskosten

Die Wartung eines E-Autos ist aus zwei Hauptgründen in der Regel günstiger als bei einem Benziner. 

  • Erstens müssen weniger Teile ersetzt werden. Regelmäßige Ölwechsel alle paar Monate fallen zum Beispiel komplett weg.
  • Zweitens sind die Wartungsintervalle länger, meist einmal im Jahr statt alle sechs Monate.

Der Wartungsplan des BYD Atto 3 dient hier als guter Richtwert: In den ersten acht Jahren liegen die durchschnittlichen Wartungskosten bei rund THB3.666 pro Jahr, deutlich weniger als bei Benzinern.

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Ein Bereich, in dem E-Autos aber teurer ausfallen können, sind die Reifen. E-Autos sind wegen der Batterie schwerer und liefern zudem mehr Drehmoment sofort ab. Beides sorgt dafür, dass sich Reifen schneller abnutzen.

Kostentechnisch sind E-Auto-Reifen in der Regel etwa 20 bis 30 Prozent teurer als normale Benziner-Reifen. Hinzu kommt, dass sie eventuell auch häufiger gewechselt werden müssen. 

Während Benziner-Reifen etwa 40.000 bis 50.000 km halten, nutzen sich E-Auto-Reifen je nach Fahrstil oft schon bei 30.000 bis 40.000 km ab.

Thailand treibt die E-Mobilität auf nationaler Ebene voran.

Die thailändische Regierung will bis 2030 rund 30 Prozent der gesamten Fahrzeugproduktion auf E-Autos umstellen, basierend auf politischen Vorgaben und Forschung der Thammasat University. Deshalb kannst du in den kommenden Jahren mit mehr Modellen, besserer Infrastruktur und wettbewerbsfähigeren Preisen rechnen.

Versicherungskosten

Die Versicherung für ein E-Auto ist in der Regel teurer als für einen Benziner. Laut den oben genannten Daten zahlte der thailändische Influencer etwa THB27.000 pro Jahr für seine E-Auto-Versicherung.

Für einen Benziner in der gleichen Preisklasse liegt die Versicherung mit ähnlichem Deckungsumfang meist bei rund THB20.000 pro Jahr.

Besitzt du ein Tesla Model 3, können die Kosten deutlich höher ausfallen, bei rund THB55.000 pro Jahr.

Laut Khun Jaruwitt, Geschäftsführer des Kfz-Versicherungsmaklers CheckDi.com, ist die Versicherung für E-Autos teurer, weil viele Teile ausgetauscht statt repariert werden. Hinzu kommt, dass die Batterie selbst nach wie vor sehr teuer ist, was das Gesamtrisiko für Versicherer erhöht.

Mehr dazu: Kfz-Versicherung in Thailand: Der vollständige Ratgeber

Installation einer Ladestation

Möchtest du eine Ladestation zu Hause installieren lassen, solltest du mit Kosten von rund THB15.000 bis THB20.000 für die Installation rechnen. Das umfasst in der Regel:

  • Wandladestation (oft im Lieferumfang des Autos enthalten)
  • Elektroverteilerschrank: ~THB13.000
  • Verkabelung (rund 20 Meter)
  • Aufrüsten des Stromzählers: ~THB4.800
  • Neuverkabelung deines Hauses nach Sicherheitsstandards: ~THB6.500

Die genauen Kosten hängen von den Gegebenheiten in deinem Zuhause ab, vor allem von der Entfernung zum Hauptverteilerkasten und davon, ob Aufrüstungen nötig sind.

Möchtest du eine Ladestation zu Hause installieren lassen, solltest du mit Kosten von rund THB15.000 bis THB20.000 für die Installation rechnen. Das umfasst in der Regel:

  • Wandladestation (oft im Lieferumfang des Autos enthalten)
  • Elektroverteilerschrank: ~THB13.000
  • Verkabelung (rund 20 Meter)
  • Aufrüsten des Stromzählers: ~THB4.800
  • Neuverkabelung deines Hauses nach Sicherheitsstandards: ~THB6.500

Die genauen Kosten hängen von den Gegebenheiten in deinem Zuhause ab, vor allem von der Entfernung zum Hauptverteilerkasten und davon, ob Aufrüstungen nötig sind.

Tipp: Alternativ kannst du auch das Notladegerät nutzen, das meist mit dem Auto mitgeliefert wird. Achte aber darauf, dass es nicht überhitzt, da es nicht immer für den dauerhaften, täglichen Gebrauch ausgelegt ist. Bei Elektrizität gilt: Lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu sorglos.

Wo du ein Elektroauto in Thailand kaufen kannst

Der Kauf eines Elektroautos läuft ähnlich ab wie der eines gewöhnlichen Autos. Es gibt mehrere Anlaufstellen:

  • Autohaus: Überall in Thailand eröffnen mittlerweile E-Auto-Autohäuser, besonders in großen Städten wie Bangkok, Chiang Mai, Phuket und Rayong. In manchen Gegenden gibt es sogar mehr E-Auto-Showrooms als Benziner-Händler.
  • Online: Auf den meisten Automarktplätzen, auch auf Facebook Marketplace, findest du inzwischen E-Autos, neu wie gebraucht.
  • Events: In Einkaufszentren in ganz Thailand finden regelmäßig Autoausstellungen statt, bei denen du verschiedene E-Auto-Modelle an einem Ort vergleichen kannst. Eine große Auswahl findest du auch bei großen Veranstaltungen wie der Bangkok Motor Show.

Kauf und Zulassung laufen dabei genauso ab wie beim Kauf eines gewöhnlichen Autos.

So findest du das richtige E-Auto

Jetzt, wo du den E-Auto-Markt in Thailand kennst: Wie findest du das passende Fahrzeug für deine Bedürfnisse? Hier ein paar Punkte, die du bedenken solltest.

  • Dein Budget: Dein Budget entscheidet, welches E-Auto für dich infrage kommt. Du willst dich sicher nicht wegen der Importgebühren für einen Tesla finanziell überheben. Wenn du auf ein knapperes Budget achten musst, ist ein BYD eine gute Wahl, da diese meist in Rayong gebaut werden und dadurch Importgebühren wegfallen. 
  • Markenreputation: Ein sehr wichtiger Punkt. Auch wenn E-Autos in Thailand noch relativ neu sind, gibt es sie in China schon deutlich länger. Da die meisten E-Autos hier von chinesischen Marken stammen, lohnt es sich, zunächst deren Ruf im Heimatmarkt zu recherchieren. Manche Marken wachsen schnell, halten sich aber nicht lange. Neta war in Thailand zum Beispiel eine Zeit lang populär, geriet später aber in finanzielle Schwierigkeiten.
  • Reichweitenstandards (NEDC / WLTP / CLTC / EPA): Dabei handelt es sich um unterschiedliche Teststandards, mit denen die Reichweite eines E-Autos bei voller Ladung geschätzt wird. Sie spiegeln allerdings nicht alle gleichermaßen das reale Fahrverhalten wider. Grundsätzlich lohnt es sich, beim Vergleich von E-Autos in Thailand eher auf WLTP-Werte zu achten.
    • NEDC und CLTC liefern tendenziell höhere, weniger realistische Zahlen, oft rund 15 bis 30 Prozent über dem, was du im echten Fahrbetrieb erreichst (*Viele chinesische Marken bevorzugen NEDC- oder CLTC-Werte, weil die Zahlen höher und attraktiver wirken.)
    • WLTP ist ausgewogener und kommt der realen Nutzung näher
    • EPA (in den USA verwendet) ist der konservativste und realistischste Wert
  • Fahrstrecke: Pendelst du in Bangkok etwa von Bang Na nach Nonthaburi zur Arbeit, brauchst du kein Langstrecken-E-Auto. Stattdessen kannst du mit einem Kurzstreckenmodell zehntausende Baht sparen. Fährst du aber gelegentlich von Bangkok nach Chon Buri oder sogar Rayong zur Arbeit oder zu Meetings, solltest du auf ein Langstreckenmodell setzen.
  • Ladezeit: Die meisten E-Autos laden heutzutage schnell, sofern du den passenden Anschluss und die passende Ladestation hast. Ist das nicht der Fall, kann die Ladezeit zum Problem werden. Musst du dein E-Auto nicht in unter einer Stunde aufladen, kannst du dich für günstigere Ladetechnik entscheiden und dabei Geld sparen.
  • Batteriegarantie: Die Batterie ist der teuerste Bestandteil eines E-Autos. Die meisten Marken bieten mittlerweile eine Garantie von rund 8 Jahren oder 160.000 km, was als Mindeststandard gilt. Wenn möglich, wähle eine Marke mit längerer oder lebenslanger Batteriegarantie, das gibt zusätzliche Sicherheit.
  • Händlernetz: Für Wartung, Software-Updates und Ersatzteile musst du weiterhin ein Autohaus aufsuchen. Achte darauf, dass es in deiner Nähe mindestens ein Servicecenter der jeweiligen Marke gibt.

Neues E-Auto oder Gebrauchtwagen?

Da E-Autos in Thailand noch recht neu sind, ist die Auswahl auf dem Gebrauchtmarkt begrenzt. Aus meiner Erfahrung stehen viele verkaufte E-Autos noch unter Finanzierung, sodass der Verkauf oft über die Übertragung des Finanzierungsvertrags auf den neuen Käufer läuft, was für Expats kompliziert ist.

Hinzu kommt, dass sich die E-Auto-Technik rasant weiterentwickelt. Ältere Modelle funktionieren noch gut, haben aber meist eine geringere Reichweite, langsamere Ladezeiten und weniger Ausstattung als neuere Modelle.

Aus diesem Grund ergibt der Kauf eines neuen E-Autos aktuell mehr Sinn, zumindest aus meiner Sicht.

So lädst du dein E-Auto

Wo du dein E-Auto lädst, hängt davon ab, wo du dich gerade befindest. Nachfolgend eine Übersicht der Orte in Thailand, an denen du dein E-Auto am wahrscheinlichsten aufladen wirst.

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EV charging stations
Die meisten neuen 7-ELEVEN-Filialen verfügen über Ladestationen.
  • Zu Hause: Beim Kauf eines E-Autos bekommst du ein Standardladegerät für zu Hause mit. Bedenke aber, dass viele dieser Ladegeräte keine Schnellladefunktion haben. Eine vollständige Ladung dauert damit mindestens acht Stunden. Achte darauf, dass die Steckdose, an die du anschließt, die Ladelast auch verträgt. Aus Sicherheitsgründen ist es besser, eine Fachfirma mit der Installation einer eigenen Ladestation zu beauftragen.
  • Ladestationen: Die Zahl der Ladestationen in ganz Thailand wächst jeden Monat. Da E-Autos in Thailand immer beliebter werden, kommen immer mehr Ladestationen an Tankstellen, Supermärkten und Wohnanlagen hinzu. Ladestationen sind meist unbemannt, du musst also selbst wissen, wie du dein Auto lädst. In der Regel steckst du den Stecker ein, bezahlst die Ladung und wartest dann, bis der Ladevorgang abgeschlossen ist, meist 20 bis 30 Minuten.
  • Supermärkte: Bei einem 7-ELEVEN in Thailand kannst du dein E-Auto laden, während du dir ein kaltes Getränk holst. Die meisten neueren 7-ELEVEN-Filialen verfügen über Schnellladestationen für einen kurzen Boost. Auch Index Living Mall beginnt jetzt, Ladestationen zu installieren.
  • Einkaufszentren: Einkaufszentren rüsten ihre Parkplätze zunehmend mit Schnellladestationen aus, sodass du beim Einkaufen gleich mitladen kannst. Die meisten dieser Stationen sind Schnelllader, sodass du nicht lange warten musst.
  • Kondos: Viele Kondos in Bangkok und anderen Provinzen rüsten ihre Parkplätze mit Ladestationen aus. So kannst du dein E-Auto auf einem dieser Plätze parken und laden, während du zu Hause bist. Da es aber meist nur eine begrenzte Zahl an Stellplätzen gibt, kann es passieren, dass du nach Hause kommst und ein Verbrenner auf dem Ladeplatz steht.

Anzahl der Ladestationen in Thailand

Die Ladeinfrastruktur in Thailand wächst rasant. Laut Roland Berger gibt es landesweit bereits über 11.000 Ladepunkte. Die Zahl der Ladestationen hat sich laut Daten von Krungsri Research in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.

Wie lange dauert es, ein E-Auto zu laden?

Wie lange das Laden eines E-Autos dauert, hängt von mehreren Faktoren ab. Hier die wichtigsten davon.

  • Batteriegröße: Klar: Je größer die Batterie deines E-Autos, desto länger dauert eine vollständige Ladung.
  • Ladertypen: Da Thailand mit 220 Volt arbeitet, kommen die meisten E-Autos mit Typ-2-Ladern. Je nach E-Auto-Typ kann eine Ladung damit zwischen 2 und 8 Stunden dauern. Hast du Zugang zu einer DC-Schnellladestation, dauert eine Ladung nur 20 Minuten bis eine Stunde.
  • Ladestationen: Auch die Qualität der Ladestation beeinflusst die Ladedauer. Die meisten öffentlichen Ladestationen in Thailand bieten DC-Schnellladung an, sodass du selten länger als eine Stunde auf eine volle Ladung warten musst. Mit einer Typ-2-Ladestation zu Hause dauert es 2 bis 8 Stunden.
  • Umgebungstemperatur: Ist die Umgebungstemperatur zu hoch oder zu niedrig, wirkt sich das auf die Ladezeit aus. Zu kalt wird es in Thailand nicht, aber es kann sehr heiß werden. Am besten vermeidest du das Laden mittags, wenn die Temperaturen am höchsten sind.
  • Warteschlangen: Die Ladezeit hängt auch davon ab, wie viele Autos vor dir an der Station warten. Stehen zwei oder drei Autos vor dir, kann es etwas dauern. Zum Glück machen es die Ladestationen in Thailand mittlerweile einfacher, indem du meist gegen eine Gebühr von THB20 vorab einen Zeitslot buchen kannst.   

Wie findest du eine Ladestation in Thailand?

Ladestationen in Thailand zu finden, ist nicht schwer. Die eigentliche Herausforderung ist die Planung, besonders bei längeren Fahrten. Dafür gibt es glücklicherweise zwei Wege: Apps und Karten.  

  • Saifah – EV Charging Planner App: Saifah ist eine App, die sich nicht nur auf das Auffinden von Ladestationen in Thailand spezialisiert, sondern dir auch hilft, deine gesamte Roadtrip-Route zu planen. Du kannst dein Ziel, deinen Fahrzeugtyp, die bevorzugte Station und Lademethode sowie den gewünschten Ladebetrag angeben. Die App lässt sich auch direkt über den Webbrowser deines Autos nutzen. 
  • Google Maps: Google Maps listet alle verfügbaren Ladestationen in Thailand auf. Zwar nicht so anpassbar wie Saifah, aber im Zweifelsfall reicht es völlig aus, um die nächste Ladestation zu finden. Öffne einfach Google Maps auf deinem Handy und suche nach „EV-Ladestationen“. 

Sind E-Autos sicher?

Bei E-Autos macht sich fast jeder Erstkäufer Gedanken über die Sicherheit. Schließlich hat man es mit einer neuen Technologie zu tun, die größtenteils aus elektrischen Bauteilen besteht, und im Internet kursieren zahlreiche Videos von E-Autos, die in Flammen aufgehen oder explodieren.

EV catch fire
Ich habe in Bangkok noch nie ein E-Auto in Flammen aufgehen sehen, wohl aber einen Benziner.
  • Brände: Auch wenn virale Internetvideos etwas anderes vermuten lassen, entzünden sich E-Autos nicht von selbst. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein E-Auto Feuer fängt, bei 0,9 von 10.000. Bei Verbrennern liegt dieser Wert bei 2 von 10.000. EV FireSafe geht sogar noch weiter und beziffert die Wahrscheinlichkeit eines Brandes bei deinem E-Auto auf 0,1 Prozent.
  • Überschwemmungen: Mindestens genauso wichtig ist die Frage, ob du mit deinem E-Auto durch Überschwemmungen fahren kannst. Schließlich sind Bangkok, Pattaya und andere Gebiete während der Regenzeit besonders anfällig für Überflutungen. Wie die meisten Fahrzeuge sollten auch E-Autos nicht durch Überschwemmungen gefahren werden, selbst wenn die elektrischen Bauteile wasserdicht sind. Die wasserdichten Teile können trotzdem beschädigt werden, und manche davon können durch Schwebstoffe im Flutwasser verunreinigt werden.
  • Laden im Regen: Während der Regenzeit in Thailand wirst du dein E-Auto zwangsläufig auch bei Nässe laden müssen. In den meisten Fällen ist Laden im Regen an Ladestationen sicher. Zu Hause solltest du darauf achten, dass dein Ladegerät über Sicherheitsvorrichtungen verfügt, die die Leitung trennen, sobald Wasser mit dem Strom in Kontakt kommt. Lade dein E-Auto aber niemals in stehendem Wasser (falls dein Viertel überflutet ist und das E-Auto im Wasser steht). Und benutze niemals ein Verlängerungskabel zum Laden, wenn es bei Regen nass werden kann.

Nachteile eines E-Autos

Wie bei jeder größeren Anschaffung solltest du Vor- und Nachteile abwägen, das gilt auch beim Kauf eines E-Autos. Hier ein paar der Nachteile eines E-Autos in Thailand.

  • Lange Ladezeiten: Ohne Zugang zu einer Schnellladestation kann das Vollladen der Batterie mit einem Standardladegerät viele Stunden dauern.
  • Zu wenige Ladestationen in Thailand: Ladestationen werden zwar zunehmend an Tankstellen sowie auf Parkplätzen neuer 7-ELEVEN-Filialen und Wohnanlagen integriert, sind aber noch nicht so leicht zu finden wie Tankstellen. Bei längeren Fahrten musst du also vorausplanen, wo du auflädst. Und da es an den meisten Ladestationen oft nur ein oder zwei Ladepunkte gibt, musst du unter Umständen auf andere warten, die vor dir da waren.
  • Anschaffungskosten: Auch wenn manche der in diesem Artikel genannten E-Autos günstiger sind als Verbrenner, musst du (optional) trotzdem für die Installation einer Schnellladestation zu Hause bezahlen.
  • Autoversicherung: Die Kfz-Versicherung für E-Autos ist in Thailand teurer als für Verbrenner, hauptsächlich wegen der Batteriepreise. Hol dir daher vor dem Kauf mehrere Angebote von Versicherern ein.
  • Reifen: Da E-Autos Motoren mit hohem Drehmoment haben, nutzen sich die Reifen deutlich schneller ab. Du musst also mit häufigeren Reifenwechseln rechnen als bei einem Verbrenner. Zudem brauchst du spezielle E-Auto-Reifen, die entsprechend teurer sind.
  • Effizienz: Für lange Strecken in Thailand sind E-Autos nicht ideal, da sie nur eine bestimmte Reichweite pro Ladung schaffen. Du musst häufiger nachladen als bei einem Verbrenner.
  • Geländetauglichkeit: Die meisten E-Autos sind wegen der Position der Batterie nicht für den Geländeeinsatz gebaut. Wenn du also gerne auf unbefestigten Straßen im ländlichen Thailand unterwegs bist, solltest du besonders vorsichtig sein. Es gibt zwar geländetaugliche E-Autos, die kosten aber oft das Dreifache eines Standard-E-Autos und sind in Thailand schwerer zu finden.

Mehr dazu: Kfz-Versicherung in Thailand: Der vollständige Ratgeber

Solltest du ein E-Auto in Thailand kaufen?

Damit du leichter entscheiden kannst, ob ein E-Auto in Thailand für dich infrage kommt, hier ein kurzer Leitfaden.

Ein E-Auto ergibt Sinn, wenn du:

  • Mehr als 2.000 km im Monat fährst, wo du bei den Betriebskosten bereits sparen kannst
  • Zu Hause laden kannst, was deutlich günstiger und bequemer ist
  • Regelmäßig deine Kinder abholen musst und dabei bequem im klimatisierten Auto warten willst, ohne den Motor laufen zu lassen
  • Eine vorhersehbare Strecke mit Zugang zu Ladestationen fährst
  • Vorhast, langfristig in Thailand zu leben, da der Wiederverkauf eines E-Autos noch nicht so einfach ist wie bei einem Benziner

Ein E-Auto ist dagegen eventuell nicht ideal, wenn du:

  • In einer ländlichen Gegend mit begrenzter Ladeinfrastruktur lebst
  • In einem Kondo oder einer Wohnung lebst, wo du keine Ladestation installieren kannst
  • Monatlich wenig fährst und bereits ein Auto besitzt

Gut zu wissen: Laut einer Umfrage von Ipsos Thailand besitzt aktuell nur ein kleiner Teil der Fahrer ein E-Auto, doch etwa ein Drittel gibt an, dass ihr nächstes Auto elektrisch sein könnte. Wir befinden uns also gerade in einer Übergangsphase: E-Autos sind längst keine Nische mehr, aber auch noch nicht wirklich Mainstream.

E-Auto vs. Benziner in Thailand (kurzer Vergleich)

Werfen wir einen kurzen Vergleich zwischen E-Autos und Benzinern in Thailand. 

  • E-Autos sind günstiger als Benziner, besonders wenn du mehr als 20.000 km im Jahr fährst. Je mehr du fährst, desto mehr sparst du.
  • Lange Strecken sind für E-Autos längst kein Problem mehr. Viele Modelle schaffen über 400 km pro Ladung, das reicht für die meisten Fahrten in Thailand.
  • Für den Alltag sind E-Autos praktischer, da du zu Hause laden kannst und keine Tankstellen anfahren musst. Bei Langstreckenfahrten sind Benziner aber weiterhin praktischer, da das Tanken schneller geht und Tankstellen überall zu finden sind.
  • Bei der Langlebigkeit haben Benziner nach wie vor die Nase vorn. E-Autos sind noch neuer, und ein Batteriewechsel kann teuer werden, falls etwas schiefgeht.

Hier noch ein paar Details:

Kosten

Gewinner: E-Autos

Die Anschaffungskosten von E-Autos und Benzinern liegen aktuell recht nah beieinander. Bei Sprit und Wartung sind E-Autos jedoch günstiger, während Benziner bei Versicherung und Reifen weiterhin die Nase vorn haben.

Zur besseren Einordnung hier ein einfacher Vergleich anhand zweier Fahrszenarien:

Annahmen:

  • E-Auto-Kosten: ~THB1/km
  • Benzinkosten: ~THB2/km
  • Versicherung: E-Auto ~THB27.000/Jahr, Benziner ~THB20.000/Jahr
  • Reifen: bei E-Autos etwas höher als bei Benzinern
  • Wartung: bei E-Autos niedriger als bei Benzinern

Kurz zusammengefasst:

  • Je mehr du fährst, desto mehr sparst du mit einem E-Auto
  • Ab rund 20.000 km im Jahr zeigen sich bereits deutliche Einsparungen
  • Bei 40.000 km im Jahr wird der Unterschied erheblich

Bei 20.000 km im Jahr

KostenkategorieE-Auto (THB/Jahr)Benziner (THB/Jahr)Differenz
Sprit / LadenTHB20.000THB40.000-THB20.000
WartungTHB3.500THB8.000-THB4.500
ReifenTHB6.000THB5.000+THB1.000
VersicherungTHB27.000THB20.000+THB7.000
GesamtTHB56.500THB73.000-THB16.500

Bei 40.000 km im Jahr

KostenkategorieE-Auto (THB/Jahr)Benziner (THB/Jahr)Differenz
Sprit / LadenTHB40.000THB80.000-THB40.000
WartungTHB4.500THB12.000-THB7.500
ReifenTHB10.000THB8.000+THB2.000
VersicherungTHB27.000THB20.000+THB7.000
GesamtTHB81.500THB120.000-THB38.500

Reichweite

Gewinner: Unentschieden

Früher hieß es, wer regelmäßig lange Strecken fährt, solle sich kein E-Auto zulegen. Das stimmt heute nicht mehr. Viele E-Autos schaffen mittlerweile über 400 km pro Ladung, was für die meisten Fahrten in Thailand ausreicht. 

Auch das Laden wird immer schneller, und es gibt mehr Ladestationen als früher.

Komfort

Gewinner: Unentschieden
Das hängt von deinem Lebensstil ab. Für den Alltag und kurze Strecken sind E-Autos praktischer, da du zu Hause laden kannst und die Schlangen an der Tankstelle umgehst. Außerdem kannst du bei laufender Klimaanlage im Auto sitzen, ohne dir wegen des Standgases Gedanken zu machen.

Bei Langstreckenfahrten sind Benziner dagegen weiterhin praktischer. Es gibt deutlich mehr Tankstellen im Land, und das Tanken dauert nur wenige Minuten.

Langlebigkeit

Gewinner: Benziner

Benziner gibt es schon seit Jahrzehnten, und sie halten erwiesenermaßen sehr lange, oft mehrere hunderttausend oder sogar über eine Million Kilometer. E-Autos sind noch relativ neu, weshalb sich ihre Langzeithaltbarkeit erst noch beweisen muss.

Auch die Batteriealterung ist ein wichtiger Punkt. Batterien sind zwar auf viele Jahre ausgelegt, aber ein Austausch kann teuer werden und lohnt sich in manchen Fällen weniger als der Kauf eines neuen Autos.

Alternativen zu E-Autos

E-Autos sind nicht deine einzige Option, wenn es um sparsame oder umweltfreundlichere Fahrzeuge geht. Auch Hybridfahrzeuge und Elektroroller sind in Thailand beliebt.

Electric bikes
E-Bikes wie dieses hier rechts werden in Thailand immer beliebter, besonders bei Essenslieferanten.
  • Hybridfahrzeuge: Honda und Mercedes-Benz bauen zahlreiche Hybridmodelle, die in Thailand beliebt sind. Diese Hybride fahren sowohl elektrisch als auch mit Benzin: In der Stadt übernimmt meist das Elektrosystem, auf der Autobahn springt der Benzinmotor ein. Für Pendler im Nahverkehr lässt sich damit etwas Geld sparen.
  • E-Roller/E-Motorräder: E-Roller und E-Motorräder funktionieren genau wie die in diesem Guide genannten E-Autos und werden in Thailand immer beliebter. Sie sind allerdings deutlich teurer als ihre Benzin-Pendants. Für einen guten Roller oder ein gutes Motorrad solltest du mit mindestens THB50.000 rechnen.

Und jetzt bist du dran

Der E-Auto-Markt in Thailand wächst rasant, das heißt, du hast beim Kauf eines Elektroautos jede Menge Auswahl.

Überlege dir genau, wie viel Leistung du brauchst und was du dir leisten kannst, denn du musst zu Hause eine Ladestation installieren, falls keine bereits vorhanden ist.

Auf lange Sicht sind E-Autos aber günstiger im Unterhalt als Benziner, und oft auch sicherer und umweltfreundlicher. 

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