Der komplette Leitfaden zum Erlernen des Thai-Alphabets

Ich habe schon oft den Ratschlag gehört, dass man erst Thai sprechen lernen sollte, bevor man sich ans Lesen wagt. Manche sagen sogar, man solle mit dem Lesen warten, bis man die Sprache fließend beherrscht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das ist keine gute Idee.

Als ich nach Thailand zog, konnte ich kein einziges Wort. Das lag nicht an Ignoranz, sondern daran, dass mein Umzug ziemlich spontan kam. Mir blieb nur ein Monat, um mein neues Leben vorzubereiten, und ich war vor allem mit Dokumenten und rechtlichen Fragen rund um den Umzug beschäftigt.

In den ersten sechs Monaten kam mir das Thailernen extrem zäh vor. Ich konnte Wörter kaum auseinanderhalten, die Laute der Sprache fielen mir schwer, und die Tonalität machte alles noch verwirrender. Ich fühlte mich verloren, und Thai zu verstehen schien unerreichbar. Bis mir die Idee kam, Thai lesen zu lernen.

Beim Lesenlernen übte ich gleichzeitig Hören und Sprechen, und zwar in kleinen, überschaubaren Häppchen, was bei einer schwierigen Sprache wie Thai perfekt funktioniert. Wenn Du Thai lesen lernst, baust Du gleichzeitig Dein Gefühl für die ungewohnten Laute auf. Das beschleunigt Deinen Lernfortschritt spürbar und verbessert außerdem Dein Hör- und Sprechvermögen.

Für mich war das Lesenlernen ein wesentlicher Schritt, um mein Thai zu verbessern und meine Kommunikationsfähigkeit zu steigern. Lesen zu lernen hilft Dir, die ersten kleinen Schritte in der Aussprache zu machen, und schult Dein Ohr für ungewohnte Laute. Die Fähigkeit zu lesen war für mich außerdem das beste Werkzeug, um mir wichtiges Vokabular zu merken, indem ich es in echten Alltagssituationen anwendete.

Es ist erstaunlich, wie schnell man Wörter wieder vergisst, wenn man sie nicht regelmäßig benutzt. Bilder und Wörter gemeinsam in echten Alltagssituationen zu sehen, hat mir enorm geholfen, Vokabeln wirklich im Gedächtnis zu verankern.

Aber wie lernt man nun lesen?

Schritt 1 – Nutze nur eine einzige Ressource

Beim Erlernen einer neuen Fähigkeit neigen viele dazu, gleich mehrere Apps oder Webseiten gleichzeitig zu nutzen. Das fühlt sich zunächst nach mehr Auswahl und mehr Lernwegen an, bewirkt aber oft das Gegenteil. Das Lernen wird schnell unübersichtlich, eigentlich zusammenhängende Informationen zerfasern, und am Ende weißt Du gar nicht mehr, wo Du anfangen sollst.

Wähle eine Ressource, die zu Dir und Deinen Bedürfnissen passt und gleichzeitig wirksam ist. Achte außerdem darauf, dass sie sowohl verständlich als auch angenehm zu nutzen ist.

Huahin Station
Das Thai-Alphabet zu lernen ist Dein erster wichtiger Schritt, um Thai zu sprechen.

Aber woran erkennst Du, ob eine Ressource wirklich taugt? Als ich lesen lernte, hatte ich Glück und bin eher zufällig auf eine gute Ressource gestoßen. Rückblickend würde ich sagen, dass eine gute Ressource Folgendes bieten sollte:

  • Audioclips und Bilder zu allen 44 Konsonanten.
  • Informationen zu den Endlauten der Konsonanten.
  • Konsonantenverbindungen.
  • Details zu selten verwendeten Buchstaben (wie ฮ und ฬ).
  • Audioclips und Bilder zu allen Vokallauten.
  • Informationen zur Wortbildung sowie Beispielwörter zum Leseüben.
  • Die verschiedenen Tonzeichen, die in Wörtern vorkommen.

Das thailändische Schriftsystem ist kompliziert. Das sind nicht alle Regeln, die es zu beachten gibt, aber es sind die wichtigsten Grundlagen. Manche Ressourcen gehen schon früh sehr detailliert auf das Konsonantenklassen-System ein und darauf, wie es den Ton eines Wortes verändert oder bestimmt, aber ich habe festgestellt, dass mich das Lernen dieser Regeln von Anfang an eher gebremst hat.

Für mich war es besser, diese Regeln nur kurz anzuschneiden und meine Energie stattdessen auf die 7 oben genannten Punkte zu konzentrieren. Warum das so ist, erkläre ich genauer in Schritt 4.

Meine einzige Lernressource war Thaipod101. Ich nutzte den Thaipod101-YouTube-Kanal und schaute mir „Learn ALL Thai Alphabet in 50 minutes/hour – How to Write and Read Thai“ an. Im Titel des Thaipod101-Videos steht zwar „learn ALL“, tatsächlich fehlen aber ein paar Buchstaben.

Auf der Thaipod101-Website konnte ich den Lese- und Schreibkurs jedoch kostenlos über die Testversion abschließen. Das bedeutet: Du musst keinen Cent bezahlen, um mit Thaipod101 lesen zu lernen.

Thaipod101 war für mich gut verständlich, weil es in kurzen, einfachen Lektionen die Form der Buchstaben, die Aussprache, die Namen der Buchstaben und die Schreibweise von Wörtern zeigte. So baute ich mir nach und nach ein solides Grundwissen auf. Der Inhalt hat mir außerdem Spaß gemacht, weshalb ich drangeblieben bin. Diese Ressource eignet sich besonders gut für alle, die klassischen Lehrer-Schüler-Unterricht bevorzugen, denn genau nach diesem Prinzip ist sie aufgebaut.

Zusätzlich arbeitet das Video mit Grafiken, großen visuellen Beispielen für die Schreibweise der Buchstaben und zeigt die Lehrerin beim Aussprechen der Buchstaben und Wörter. Dadurch bleibt alles klar und leicht nachvollziehbar. Außerdem deckt es die 7 wesentlichen Punkte und noch mehr ab. Eine einzige Ressource reichte mir, um in nur einem Monat lesen zu lernen.

Neben ThaiPod101 gibt es auch weitere Online-Ressourcen.

Schritt 2 – Erstelle einen Plan

Eine neue Fähigkeit zu erlernen ist immer eine große Aufgabe. Es reicht nicht, einfach loszulegen und zu hoffen, dass es schon klappt. Du brauchst auch Motivation, um am Ball zu bleiben. Schreib Dir also, bevor Du mit Deiner Ressource loslegst, 2 oder 3 einfache Ziele auf. Diese Ziele sollten kurzfristig sein, etwa auf 2 Monate angelegt, denn Lesenlernen geht überraschend schnell.

Ich konnte schon nach nur einem Monat lesen, wenn auch langsam. Das war ein deutlich besserer Fortschritt, als ich ihn in den ersten sechs Monaten erlebt hatte, in denen ich nur über Hören und Sprechen lernen wollte.

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Deine Ziele könnten zum Beispiel lauten: „Ich kann die Städtenamen auf Straßenschildern lesen“, „Ich erkenne den Laut einzelner Buchstaben auf Anhieb“ oder „Ich kenne die Regeln zur korrekten Wortbildung im Thai“. Solche Ziele wirken wie eine kleine Belohnung und halten Dich bei Laune. Wenn Du jeden Tag etwas tust, verliert man leicht den Überblick darüber, wie viel Fortschritt man eigentlich schon gemacht hat.

Klare Ziele und eine Möglichkeit, sie zu überprüfen, zeigen Dir schwarz auf weiß, wie weit Du schon gekommen bist. Das macht stolz auf das Erreichte und hilft Dir, auch langfristig am Ball zu bleiben.

Außerdem solltest Du Dein Lernen fest in Deinen Alltag einplanen. Wann kannst Du lernen? Welche Uhrzeit passt am besten zu Dir? Schaffst Du es nach der Arbeit, oder bist Du dann schon zu müde? Lernst Du besser morgens als abends? Brauchst Du vielleicht einen Thai-Kurs? Überlege Dir genau, welche Schritte Du täglich gehen willst, denn das gibt Dir Orientierung und hilft Dir, motiviert und energiegeladen zu bleiben.

Dein tägliches Lernpensum muss gar nicht lang sein. Ich habe es geschafft, innerhalb eines Monats lesen zu lernen, indem ich mir täglich nur 20 bis 30 Minuten Zeit genommen habe. Ich habe mir nach der Arbeit 30 Minuten reserviert, nachdem ich vorher noch geduscht hatte.

making a plan
Es ist wichtig, einen Plan zu machen und sich daran zu halten, um das Thai-Alphabet schnell zu lernen.

Der Thaipod101-Kurs, den ich genutzt habe, ist in einzelne Lektionen unterteilt. Es mag verlockend sein, das ganze Video am Stück zu schauen, schließlich dauert es nur 50 Minuten, aber ich würde davon abraten, weil einfach zu viele Informationen auf einmal auf Dich einprasseln. Schau Dir stattdessen lieber nur 2 Lektionen pro Tag an und arbeite Dich so nach und nach durch das gesamte Video. So wird der Stoff nicht überwältigend, sondern gut verdaulich und überschaubar.

Das Thaipod101-Video wiederholt außerdem am Anfang jeweils den Stoff der vorherigen Lektion, damit die Informationen besser hängen bleiben. Das macht diese Methode so wirksam, denn Du kannst diese Abschnitte am nächsten Tag als Auffrischung nutzen. Wissen über einen längeren Zeitraum immer wieder zu wiederholen, ist eine gute Methode, um es dauerhaft zu verankern.

Damit Thaipod101 noch praktischer wird, kannst Du den Tab in Deinem Browser anheften. So bleibt Deine Position im Video gespeichert, und Du kannst jederzeit schnell wieder einsteigen.

Wenn Du Dich stattdessen für den Memrise-Kurs entscheidest, kannst Du Deine Sessions ähnlich aufteilen. Der Kurs besteht aus einzelnen Unterkursen mit jeweils einer festen Liste an Buchstaben oder Wörtern. Diese Unterkurse kannst Du zusätzlich in kleinere, weniger überfordernde Einheiten aufteilen, da Du selbst bestimmst, wie viele Wörter oder Buchstaben Du pro Lernsession siehst. Mein Tipp: Übe pro Session nur etwa 10 Wörter, dann bleibt der Stoff überschaubar und leicht verdaulich.

Das Schöne an Memrise ist, dass Du nach dem Anlegen eines Profils eine Startseite mit all Deinen Kursen hast. Dein Fortschritt wird zudem automatisch gespeichert, sodass Du jederzeit bequem darauf zugreifen kannst. Memrise gibt es auch als App mit all diesen Funktionen, sodass Du auch unterwegs lernen kannst, was es leicht macht, das Lernen in Deinen Alltag einzubauen.

Ähnlich wie das Thaipod101-Video bietet auch Memrise Wiederholungen aller bisher gelernten Buchstaben und Wörter an. Memrise arbeitet dabei mit einer Technik namens Spaced Repetition. Das bedeutet: Dinge, die Dir schwerfallen, tauchen häufiger auf als solche, die Du bereits sicher beherrschst.

Jedes Mal, wenn Du ein Wort richtig wiederholst, dauert es beim nächsten Mal etwas länger, bis es wieder abgefragt wird. Du kannst Deine Wiederholungen sogar anpassen: entweder über die klassische Wiederholung, bei der Du Wörter selbst eintippst, oder über die Speed Review im Multiple-Choice-Stil. So kannst Du die Methode wählen, die am besten zu Dir passt.

Ich habe Memrise auch schon für andere Lerninhalte genutzt und festgestellt, dass diese Technik sowohl mein Kurzzeit- als auch mein Langzeitgedächtnis trainiert. Allerdings laufen die Wiederholungen derzeit nicht automatisch ab, Du musst also in Deiner Lernsession selbst Zeit dafür einplanen.

Es spielt letztlich keine Rolle, wann Du lernst, wo Du lernst oder welche Ressource Du nutzt, solange Du Dein Lernen sinnvoll planst und es jeden Tag durchziehst. Wenn Du täglich lernst, und sei es nur für 20 oder 30 Minuten, wirst Du Dich ständig verbessern. Selbst kleine Fortschritte summieren sich und machen Dich zu einem besseren Leser. Konsequenz ist der Schlüssel. Genau deshalb ist es so wichtig, dass Dir Deine Ressource auch Spaß macht.

Schritt 3 – Mach Dir Notizen parallel zu Deiner Ressource

Damit sich der Stoff Deiner Ressource wirklich einprägt, solltest Du Dir Notizen zu allen Buchstaben und Wörtern machen, die Du lernst. Notizen mit Stift und Papier zu machen, schafft eine echte Verbindung zur Sprache und hilft Dir, Dir Dinge besser zu merken.

Bei meinen eigenen Notizen habe ich mir die Form des Buchstabens und den dazugehörigen Laut aufgeschrieben. Bei Buchstaben mit ungewohnten Lauten habe ich mit lateinischen Buchstaben eine ungefähre Lautschrift notiert, die für mich persönlich Sinn ergab. Denk dran: Nur Du selbst musst Dir den Laut merken, also muss die Notation auch nur für Dich Sinn ergeben. Es sind schließlich Deine eigenen Notizen, und niemand weiß besser als Du selbst, was für Dich funktioniert.

Es gibt eine offizielle latinisierte Version des Thai-Alphabets, die Du leicht finden kannst, aber die hat mir nicht viel gebracht, da sie nicht zu meinem Akzent und meiner Art passte, Buchstaben im Englischen auszusprechen, ich bin schließlich englischer Muttersprachler. Mit meinem eigenen System konnte ich Laute dagegen immer zuverlässig nachahmen, weil meine Notizen genau auf mich und meine Denkweise zugeschnitten waren.

Außerdem solltest Du die gelernten Schriftzeichen nach jeder Lektion mehrmals abschreiben. Das ständige Üben der Buchstabenformen hat mir enorm geholfen, sie mir einzuprägen. So konnte ich Laut, visuelles Bild und die motorische Bewegung des Schreibens miteinander verknüpfen. Auf diese Weise nutzt Du gleich mehrere Lernkanäle und erhöhst Deine Chancen, Dir den Stoff wirklich zu merken. Schreib außerdem die Wörter, die Deine Ressource Dir beibringt, samt Übersetzung auf, um Dein Vokabular auszubauen.  

Sehr hilfreich fand ich es außerdem, am Ende jedes Tages die Buchstaben und Wörter, an die ich mich erinnern konnte, auf einer separaten Seite hinten im Notizbuch aufzuschreiben, ohne begleitende Notizen. Diese Seite habe ich dann als Wiederholungsseite genutzt und geprüft, ob ich mich noch an den Laut jedes Buchstabens und Wortes erinnern konnte, während ich meine übrigen Notizen zur Kontrolle nutzte.

Obwohl beide genannten Ressourcen eigene Wiederholungsquizze bieten, fand ich es hilfreich, jederzeit auf diese Weise selbst wiederholen und üben zu können. So hatte ich gleich zwei Arten der Wiederholung, auf die ich mich verlassen konnte, ohne dafür eine weitere Ressource zu brauchen. Solche Notizen zeigen Dir außerdem immer wieder, wie viel Du bereits gelernt hast, was Dich zusätzlich motiviert, weiterzumachen.

Schritt 4 – Erkenne, welche Informationen wirklich wichtig sind

Das Thai-Alphabet kann ziemlich verwirrend sein. Es gibt 4 Tonzeichen, die über Wörtern schweben und dabei helfen, den Ton zu bestimmen, in dem ein Wort ausgesprochen werden soll. Diese Töne verändern die Bedeutung von ähnlich klingenden Wörtern.

Außerdem hat das Thai-Alphabet 44 Konsonanten. Diese erzeugen aber nur 21 unterschiedliche Laute, das heißt, manche Konsonanten teilen sich denselben Laut. Das liegt daran, dass Konsonanten zusätzlich in 3 Klassen eingeteilt werden: hoch, mittel und tief. Diese Konsonantenklassen haben nichts mit den Tonzeichen zu tun und wirken anders als diese, tragen aber ebenfalls dazu bei, welcher Ton in einem Wort verwendet wird.

Allerdings entsprechen die Klassen nicht eins zu eins den gleichnamigen Tönen. Ein Konsonant der hohen Klasse bedeutet zum Beispiel nicht automatisch, dass das Wort mit hohem Ton ausgesprochen wird. Es gibt also viele verschiedene Wege, um herauszufinden, welcher Ton bei einem Wort gilt. Verwirrend, oder?

Viele Ressourcen, auf die Du stoßen wirst, gehen sehr detailliert auf dieses Thema ein, auch die Ressource, die ich genutzt habe. Dadurch wirkte Lesenlernen zeitweise wie eine unmögliche Aufgabe, weil ich mir Klassen, Tonzeichen und ihr komplexes Zusammenspiel merken musste.

Je mehr ich mich auf diese Regeln konzentrierte, desto weniger Zeit blieb mir in meinen 30-minütigen Lerneinheiten für das eigentliche Lesen. Das hat meinen Fortschritt spürbar ausgebremst. Ich habe das früh erkannt und beschlossen, diese Regeln nicht in den Mittelpunkt zu stellen.

Erinnerst Du Dich an die Liste der 7 wesentlichen Punkte aus Schritt 1? Genau darauf solltest Du Deine Zeit und Energie richten. Die Regeln zu den hohen, mittleren und tiefen Konsonantenklassen solltest Du zwar trotzdem lernen, aber nur dann, wenn sie in Deinen Lernsessions auftauchen, und dazu Notizen in Deinem Notizbuch führen. So hast Du ein grundlegendes Verständnis dieser Regeln und kannst später jederzeit nachschlagen, falls Du tiefer einsteigen möchtest.

Wenn Du Dich auf die 7 wesentlichen Punkte konzentrierst, kannst Du jedes Wort lesen und weißt, wie der Laut erzeugt wird. Der Ton mag dabei zunächst falsch sein, aber das musst Du ohnehin beim Sprechen üben, denn diese Eigenschaft des Thai fällt niemandem leicht, der nicht mit einer Tonsprache aufgewachsen ist. Sobald Du sprechen lernst, wirst Du diese Regeln ganz natürlich durch Kontext und sinnvolle Praxis in echten Alltagssituationen verinnerlichen.

Im Thai wird ein Wort nicht so gelesen wie in Sprachen mit lateinischem Alphabet. Vokale können vor, nach, unter oder über einem Konsonanten stehen, und Kombinationen aus mehreren Vokalen um einen Konsonanten herum können einen völlig neuen Laut erzeugen. Die 7 wesentlichen Punkte aus Schritt 1 helfen Dir, diese Regeln in den Griff zu bekommen, sodass Du sowohl weißt, wie der geschriebene Laut klingt, als auch, was noch wichtiger ist, wie Du das Wort selbst liest.

Das bedeutet: Du kannst jetzt so gut lesen, dass sich Dir neue Möglichkeiten eröffnen, Dein Lernen auf die nächste Stufe zu heben, egal ob Du Schilder und Speisekarten im Alltag liest oder weitere Ressourcen nutzt, die das Thai-Alphabet verwenden.

Schritt 5 – Deine Lesefähigkeiten erhalten und durch Kontext weiterlernen

Sobald Du lesen gelernt hast, musst Du Deine neuen Fähigkeiten auch üben. Wenn Du in Thailand lebst, nutze jede Gelegenheit, um zu lesen. Jedes Schild, jede Speisekarte, jede Straßenmarkierung ist eine Chance zum Üben und Lernen. Buchstabiere auch Namen von Personen oder Orten aus Deiner Heimat mit dem Thai-Alphabet. Solche Übungen helfen enorm dabei, die Regeln der Aussprache und der Buchstabenreihenfolge im Schriftsystem zu festigen.

Je mehr Du übst, desto besser wirst Du im Lesen. Bald wird Dir die Reihenfolge der Buchstaben so selbstverständlich vorkommen wie das Lesen von links nach rechts.

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Sobald Du Dir alle Thai-Schriftzeichen gemerkt hast, solltest Du weiter lesen, um Deine Thai-Kenntnisse weiter zu verbessern.

Ein großer Vorteil des Lesenlernens ist, dass es Dir im thailändischen Alltag enorm nützt. Speisekarten in Restaurants und Produkte im Supermarkt oder in Geschäften lesen zu können, macht Dein Leben leichter und hilft Dir, Vokabeln aufzunehmen und zu festigen. Das Wort für ein Gericht oder eine Fleischsorte vergessen? Über eine Speisekarte mit Bildern kannst Du es lernen oder auffrischen. Kennst Du den Namen eines Produkts nicht? Im Supermarkt findest Du es und lernst das Wort direkt vom Etikett.

Wörter auf echten Produkten zu lesen oder Bilder von Gerichten neben den passenden Wörtern auf Speisekarten zu sehen, hilft Dir enorm, Vokabeln zu lernen und zu behalten. Wir lernen besser, wenn das Gelernte für uns eine echte Bedeutung hat. Indem Du Dich in reale Situationen begibst und alltägliche Aufgaben erledigst, wird Dein Lernen bedeutungsvoll.

Lesenlernen wird oft als selbstverständlich abgetan, ist aber entscheidend, wenn Du Dein Thai wirklich verbessern willst. Es hilft nicht nur Deinem Hör- und Sprechvermögen, indem Du die Aussprache von Buchstaben und Lauten lernst, sondern eröffnet Dir auch eine ganze Fülle neuer Lernressourcen.

Wirf auch einen Blick auf unsere Liste der 3.000 wichtigsten Thai-Wörter, um Dein Thai weiter zu verbessern. Solche Ressourcen nutzen das Thai-Alphabet, weil das lateinische Alphabet an seine Grenzen stößt. So übst Du außerdem jeden Tag das Lesen neuer Wörter. Diese Ressource zeigt Dir das Wort in Thai-Schrift sowie die passende Übersetzung. Wenn Du lesen lernst, eröffnet sich Dir also noch viel mehr.

Und jetzt bist Du dran

Thai zu lernen ist das beste Fenster in diese wunderbare, einzigartige und spannende Kultur. Teil der Gemeinschaft zu werden, ist das Lohnendste, was Du hier erleben kannst, und dafür brauchst Du die Sprache.

Lesenlernen dauert im großen Ganzen betrachtet gar nicht lange. Es ist der Schlüssel zu einer ganzen neuen Welt an Lernmöglichkeiten für Thai, den Du Dir nicht entgehen lassen solltest. Es hilft Dir nicht nur beim Lernen selbst, sondern auch dabei, die Grundlagen zu verstehen, wie die Sprache funktioniert und klingt. Für mich war das Lesen ein wesentlicher Teil davon, mich an eine neue Kultur zu gewöhnen, nachdem ich nach Thailand gezogen war, und Teil der Gemeinschaft hier zu werden.

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