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In-vitro-Fertilisation, kurz IVF, wird für Paare mit Kinderwunsch immer beliebter.
Eine Garantie gibt es nicht, aber IVF erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft deutlich.
Je nach Alter, eigenem Gesundheitszustand und dem des Partners kann die Erfolgsquote über 40 % liegen.
Wer sich schwertut, schwanger zu werden, und deshalb eine IVF-Klinik in Betracht zieht, braucht vor allem eines: verlässliche Informationen und Unterstützung.
Doch wo findet man Antworten und Trost, wenn die Behandlung fernab der Heimat stattfindet?
Genau deshalb gibt es diesen Artikel. Wir wollen dir einen guten Überblick geben, wie IVF in Bangkok abläuft und wohin du dich wenden kannst.
Außerdem lassen wir andere zu Wort kommen, die denselben Weg bereits gegangen sind.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- Vorab
- Was ist IVF
- Ist IVF das Richtige für dich?
- Warum eine IVF-Behandlung in Bangkok?
- Ablauf der Behandlung
- Kosten
- IVF-Zentren
- Häufig gestellte Fragen
- 1. Wird eine Heiratsurkunde benötigt?
- 2. Wir sind ein gleichgeschlechtliches Paar, gilt unsere Heiratsurkunde?
- 3. Können wir das Geschlecht des Babys wählen?
- 4. Können wir auch Zwillinge oder Drillinge austragen?
- 5. Wie lange müssen wir in Bangkok bleiben?
- 6. Können wir während der IVF-Behandlung hin- und herfliegen?
- Tipps
- Und jetzt bist du dran
Das Wichtigste in Kürze
- Bangkok hat sich als IVF-Standort einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet: erfahrene Spezialisten und hochwertige Privatkliniken. Günstiger als zu Hause ist es aber nicht zwangsläufig, sobald Unterkunft, Hilfskräfte und Reisekosten mit eingerechnet werden.
- Bei Frauen unter 35 liegt die Lebendgeburtenrate pro Embryotransfer laut großen Registern bei etwa 40–50 %, wobei die Ergebnisse je nach Klinik, Alter und individuellen Gesundheitsfaktoren stark schwanken. Ab 37 sinken die Erfolgsquoten.
- Der gesamte IVF-Prozess umfasst fünf Schritte: Hormonstimulation, Eizellentnahme, Befruchtung im Labor, Embryotransfer und zwei Wochen später ein Bluttest auf Schwangerschaft.
- Die Gesamtkosten in Bangkoker Kliniken liegen pro Zyklus meist zwischen 8.500 € und 14.025 € oder mehr. Die meisten Kliniken veröffentlichen keine Festpreise, weil sich das Behandlungsprotokoll von Patientin zu Patientin stark unterscheidet.
- Zusatzleistungen wie die Präimplantationsdiagnostik (PGS) und das Einfrieren von Embryonen sind möglich, erhöhen aber die Kosten. Eine Geschlechtswahl, die in vielen westlichen Ländern eingeschränkt oder verboten ist, lässt sich in Bangkok durchführen.
- Vor dem Start steht eine grundlegende Fruchtbarkeitsuntersuchung an. Sie klärt, welche Faktoren bei beiden Partnern eine Rolle spielen, und hilft der Klinik, das passende Protokoll für deinen Fall zu entwickeln.
Vorab
Bitte beachte: Wir sind weder Ärzte noch medizinische Fachkräfte.
Die Informationen in diesem Artikel basieren auf unserer Recherche und den Erfahrungen von Menschen, die in Bangkok eine IVF durchlaufen haben. Ein Arzt hat den Artikel zusätzlich gegengelesen, damit er möglichst genau ist.
Trotzdem können sich Fehler einschleichen.
Dieser Artikel vermittelt einen guten Eindruck vom Ablauf einer IVF in Bangkok, ersetzt aber kein persönliches Beratungsgespräch mit einer IVF-Klinik.
Nur so erfährst du den genauen Ablauf für deinen individuellen Gesundheitszustand und bekommst eine fundierte Einschätzung, ob IVF für dich infrage kommt.
Was ist IVF
Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist eine mehrstufige Behandlung für Paare, die aufgrund gesundheitlicher Vorerkrankungen auf natürlichem Weg nicht schwanger werden können.
Dabei werden reife Eizellen der Frau entnommen und außerhalb des Körpers im Labor mit Spermien befruchtet. Die Eizellen können entweder natürlich gereift oder durch Hormone stimuliert worden sein.
Danach lässt sich optional ein Chromosomentest durchführen, um offensichtliche Chromosomenanomalien auszuschließen. Dabei erfährt man auch das Geschlecht des Fötus.
Sobald die Befruchtung bestätigt ist, wird der Embryo in die Gebärmutter der Frau zurückübertragen.
IVF gilt als fortschrittlichere Behandlungsmethode, ist aber gerade deshalb auch die beliebteste, da sie zu den höchsten Erfolgschancen führt. Bei Frauen unter 35 berichten viele große Register von Lebendgeburtenraten von etwa 40 %–50 % pro Embryotransfer. Die Ergebnisse können jedoch je nach Klinik, Land und individuellen Gesundheitsfaktoren variieren.
IVF kommt vor allem für Paare infrage, bei denen sanftere Methoden wie Hormontherapie, intrauterine Insemination (IUI) oder Eierstockstimulation nicht zum Erfolg geführt haben.
Ist IVF das Richtige für dich?
Fangen wir mit der wichtigsten Frage an, wenn du über IVF nachdenkst: Kommst du überhaupt als Kandidatin infrage?
Die meisten Behandlungen richten sich an Frauen mit Eileiterproblemen, IVF kommt aber auch bei anderen Diagnosen infrage, etwa:
- ungeklärte Unfruchtbarkeit
- Endometriose
- polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
- zervikal bedingte Unfruchtbarkeit
- Ovulationsstörungen
- wiederholte Fehlgeburten
- männlich bedingte Unfruchtbarkeit
Bei Myomen, einer Eierstockfunktionsstörung, abweichenden Hormonwerten oder Fehlbildungen der Gebärmutter fällt der Erfolg dagegen oft geringer aus. Ab 37 Jahren sinken die Erfolgsquoten zusätzlich, da die Eizellproduktion mit dem Alter nachlässt.
Warum eine IVF-Behandlung in Bangkok?
Bangkok hat sich als eines der gefragtesten Ziele für IVF etabliert. Die Stadt bietet eine große Auswahl an ausgezeichneten Fertilitätsärzten und Kliniken.
Ein wichtiger Grund, warum Expats für eine IVF nach Bangkok reisen, ist die erstklassige Betreuung, das Engagement und die Professionalität der Ärzte vor Ort.
Viele beschreiben ihre Erfahrung hier als „Fünf-Sterne-Erlebnis“, nicht nur wegen des Engagements von Personal und Ärzten, sondern weil sie hier Erfolg hatten, nachdem in der Heimat alles andere gescheitert war.
Die Herangehensweise ist einfühlsam und kreativ, die Behandlungen selbst sind auf dem neuesten Stand.

Das heißt aber nicht, dass jede Klinik in Bangkok geeignet ist. Wähle die IVF-Klinik, bei der du dich am wohlsten fühlst, und achte auch auf ethisch einwandfreie Ärzte. Mehr dazu später im Artikel.
Eine IVF in Bangkok ist übrigens nicht zwangsläufig günstig.
Sie kann sogar teurer ausfallen als in deiner Heimat.
Während deines Aufenthalts in Bangkok kommen unter Umständen zusätzliche Kosten hinzu, etwa für Unterkunft und Hilfskräfte.
Trotz der Kosten ist es eine komfortable Option: Viele Kliniken sind auf ausländische Patienten eingestellt, geben Empfehlungen zur Unterkunft und planen sogar den Rückflug am selben Tag mit ein.
Wir haben eine Gruppe von Müttern gefragt, die in Bangkok eine IVF gemacht haben, warum sie sich dafür entschieden haben.
Ihre Namen wurden zum Schutz der Privatsphäre entfernt.
Das haben sie uns erzählt:
„Ich bin für die Behandlung nicht nach Europa gereist, weil ICSI in meiner Heimat teurer gewesen wäre. Es ist knifflig, weil jede Klinik und jeder Arzt anders ist – in jedem Land.“
„Bei den Treffen, die ich in Neuseeland leite, werde ich oft gefragt, ob eine Behandlung in Thailand günstiger war. Die einfache Antwort: Nein, war sie nicht. Tatsächlich wäre es günstiger gewesen, in Neuseeland zu bleiben und dort zu behandeln, schließlich haben wir während der Zeit in Thailand zwei Haushalte gleichzeitig finanziert! Trotzdem haben wir über zwölf Jahre erhebliche Summen ins neuseeländische System gesteckt, ohne irgendwohin zu kommen. Für das Geld, das wir in Thailand investiert haben, haben wir wenigstens zwei Kinder.“
„Bangkok war erstklassig. Ich wurde auf jedem Schritt des Weges betreut. Die Herangehensweise war einfühlsam und kreativ. Ich wurde als Mensch behandelt, nicht als Dollarzeichen. Meine Spezialistin hat mir eher gesagt, dass ich für dieses oder jenes gar kein Geld ausgeben müsse.“
„Die gesamte Erfahrung war für mich erfrischend und hat sich einfach richtig angefühlt. Ich habe außerdem einiges organisiert, das mir wirklich geholfen hat. Eine Vollzeit-Nanny einzustellen war die beste Entscheidung. Wir haben sie gut bezahlt, meine Erwartungen waren hoch, und sie hat sie sogar übertroffen! Der eigentliche Grund, warum ich nach Bangkok kam, war aber die Geschlechtswahl.“
Ablauf der Behandlung
Vor der eigentlichen IVF steht eine grundlegende Fruchtbarkeitsuntersuchung an. Sie hilft der Gynäkologin oder dem Gynäkologen, alle relevanten Faktoren bei beiden Partnern zu bestimmen.
Diese Grunduntersuchung umfasst:
- Vorgespräch – ausführliche Beratung zu Krankengeschichte und Lebensstilfaktoren
- Bluttest – zur Bestimmung der Hormonwerte der Partnerin
- Becken-Ultraschall – zur Zählung der potenziellen Eizellen in den Eierstöcken
- Anti-Müller-Hormon-Test (AMH) – ein Bluttest zur Einschätzung der Eizellreserve der Partnerin
- Hysterosalpingographie (HSG) – eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel, die Fehlbildungen der Gebärmutterhöhle und Eileiter aufdeckt
- Spermiogramm – ein nicht-invasiver Test, der Volumen, Konzentration, Beweglichkeit und Form der Spermien bestimmt.
Schritt 1: Superovulation
Ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der IVF ist die Anzahl der Eizellen, die eine Frau produziert. In diesem Schritt werden über etwa 8–14 Tage Hormone gespritzt, um die Eierstöcke zur Eizellproduktion anzuregen.
Im Kern geht es bei dieser Hormonbehandlung darum, mehrere Eizellen gleichzeitig zum Eisprung zu bringen, statt wie üblich nur eine pro Monat.
In dieser Phase gibt es außerdem 5–7 Kontrolltermine, bei denen Ärzte den Zyklusverlauf per Bluttest und Ultraschall verfolgen und die Dosierung bei Bedarf anpassen.
Die letzte Phase dieses Schritts ist die sogenannte Triggerspritze. Sie bringt die heranreifenden Follikel zur Reife und löst den Eisprung aus.
Schritt 2: Eizellentnahme und Spermiengewinnung
In diesem Schritt findet ein Gespräch mit einem Anästhesisten statt, der deine Krankengeschichte prüft und meist eine intravenöse Sedierung durchführt (auch als Dämmerschlaf oder Tiefensedierung bekannt).
Die eigentliche Eizellentnahme dauert in der Regel 20–30 Minuten. Dabei führt der Arzt eine Nadel in jeden Eierstock ein, um die Eizellen zu entnehmen. Je nach Anzahl der Eizellen und weiteren Umständen kann es auch deutlich länger dauern.
Die Erholungsphase dauert etwa 30 Minuten. Danach kannst du die Klinik verlassen, solltest dich aber nach Hause fahren lassen.
Die Triggerspritze ist bei diesem Ablauf entscheidend, weil der Eisprung zu einem genau festgelegten Zeitpunkt erfolgt. Auch der Termin für die Eizellentnahme selbst ist wichtig: Schon eine Stunde Verspätung kann dazu führen, dass Eizellen verloren gehen.
Beim selben Termin muss auch der männliche Partner seine Spermaprobe abgeben.
Manche Labore verlangen, dass die Probe zu Hause gewonnen und mitgebracht wird, andere lassen sie direkt in der Klinik von einem Labortechniker entnehmen.
Außerdem gibt es Verfahren, mit denen Ärzte Spermien direkt entnehmen können (TESE oder TESA), mithilfe einer Nadel oder eines Skalpells.
Schritt 3: Befruchtung
Der Arzt bereitet Eizellen und Spermien für die Befruchtung im Labor vor. Je nach Spermienqualität kommt entweder die klassische Insemination oder die ICSI-Methode zum Einsatz, bei der ein einzelnes Spermium unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle injiziert wird.
Läuft alles nach Plan, kommen die befruchteten Eizellen in einen Brutschrank, und die Embryonalentwicklung beginnt. Der Arzt überwacht den Fortschritt täglich.
In manchen Fällen wird eine Präimplantationsdiagnostik der Embryonen empfohlen, besonders bei älteren Frauen. Sie sucht nach Chromosomenanomalien, etwa einer dreifachen Kopie (Trisomie) von Chromosom 21, die sich als Down-Syndrom äußert, sowie nach anderen Auffälligkeiten, die zu einer gescheiterten Einnistung oder einer Fehlgeburt führen können.
Schritt 4: Embryotransfer
In der Regel etwa fünf Tage nach der Eizellentnahme findet der Termin statt, bei dem die Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Eizellen bereits zu Blastozysten entwickelt. Der Arzt wählt anhand von Aussehen und Entwicklungsstand den qualitativ besten Embryo für den Transfer aus.
Der Eingriff dauert etwa 5 Minuten. Zur Vorbereitung solltest du 30–40 Minuten vorher viel trinken, da beim Transfer eine volle Blase nötig ist. Der Arzt überträgt die Embryonen mit einem Katheter und lässt sich dabei per Ultraschall leiten.
Nach dem Transfer bleibst du 5 Minuten ruhig liegen. Anschließend erklärt der Arzt, wie du dich auf den Schwangerschaftstest zwei Wochen später vorbereitest.
Falls weitere Embryonen übrig sind, lassen sich Eizellen oder Embryonen einfrieren und Jahre später übertragen.
Das Einfrieren ist allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden.
Schritt 5: Schwangerschaftstest
Zwei Wochen nach dem Transfer bestätigt ein Bluttest die Schwangerschaft. Er ist deutlich zuverlässiger als handelsübliche Schwangerschaftstests.
Fällt das Ergebnis positiv aus, folgt zwei Wochen später der erste Ultraschall. Du kannst die Schwangerenvorsorge bei deinem IVF-Spezialisten fortsetzen, sofern das Zentrum dies anbietet, oder in einem anderen Krankenhaus entbinden beziehungsweise eine andere Gynäkologin oder einen anderen Gynäkologen wählen.
Auch wenn IVF-Patientinnen oft zu einer natürlichen Geburt ermutigt werden, erlauben manche Krankenhäuser dies bei IVF-Schwangerschaften nicht. Kläre das im Voraus mit deinem Krankenhaus oder deiner Gynäkologin.

An dem Tag, an dem das positive Ergebnis vorliegt, verschreibt der Arzt Medikamente, die die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft erhöhen sollen.
Außerdem folgen mehrere Bluttests zur Kontrolle des HCG-Wertes (humanes Choriongonadotropin). In der 6. bis 7. Woche steht der Ultraschall zur Kontrolle des fetalen Herzschlags an.
Fällt der Test negativ aus, besprichst du mit dem Arzt das weitere Vorgehen.
Kosten
Bevor wir zu den Kosten kommen: Jeder Fall, jeder Arzt und jede Klinik ist anders.
So kann eine Behandlung in einer Klinik 8.500 € kosten und in einer anderen 14.025 €, je nachdem, welche Medikamente eingesetzt werden.
Einer der größten Kostentreiber ist die Art der Hormone bei der Eierstockstimulation. Frauen mit inaktiven Follikeln benötigen oft eine höhere Dosis.
Hinzu kommen die Kosten für Östrogen- und Progesteron-Präparate, die zwischen 153 € und 298 € liegen können.
Auch gilt: Je erfahrener der Spezialist, desto höher in der Regel das Honorar.
Grundlegende Fruchtbarkeitsuntersuchung
| Art der Behandlung | Kosten | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Bluttest auf weibliche Unfruchtbarkeit | Rund 51–1.105 € | |
| HSG | Rund 221 € | |
| Transvaginaler Ultraschall | Rund 102 € | |
| Beckenuntersuchung | Rund 255 € | |
| Bluttest auf männliche Unfruchtbarkeit und Spermiogramm | Rund 51–638 € | |
| Endoskopie | Rund 468–638 € | Nur bei Verdacht auf Fehlbildungen der Gebärmutterhöhle |
IVF-Behandlungsablauf
| Art der Behandlung | Kosten | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Hormoninjektion (Stimulation) | Rund 1.020–7.650 € | Nicht mehr als 3 Tage |
| Ultraschall (Stimulation) | Rund 26–468 € | |
| Eizellentnahme und Medikamente | Rund 1.700–9.775 € | |
| Spermiengewinnung aus dem Hoden | Rund 765–935 € | Nicht nötig, wenn der männliche Partner die Probe natürlich abgeben kann |
| ICSI | Rund 9.775 € | |
| PGS | Rund 595 € (NGS)–3.570 € (MitoScore) | |
| Embryo-Glue, Atosiban und Intralipid | Rund 850 € | |
| Embryotransfer | Rund 468–1.870 € | Pro Durchgang |
Zusätzliche Kosten und Folgekosten
| Art der Behandlung | Kosten | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Einfrieren von Embryonen | Rund 153–221 € | |
| Auftauen von Embryonen | Rund 298 € | |
| FET (Kryotransfer) | Rund 340–2.380 € | Pro Transfer |
| Schwangerenvorsorge | Rund 85–1.870 € |
Bei Inspire IVF liegen die Kosten ab etwa 11.475 €, beim SAFE Fertility Center zwischen 9.775 € und 12.750 €. Beim Samitivej Fertility Center bewegen sich die Kosten zwischen 10.200 € und 11.730 €.
Dir wird auffallen, dass die meisten IVF-Kliniken zwar eine Website haben, aber selten Preise veröffentlichen.
Das liegt daran, dass sich die Fälle stark unterscheiden. Je nach Protokoll können die Kosten drastisch schwanken, da Art und Dosis von Medikamenten, Hormonen und Spritzen teuer sein können.
Ruf trotzdem gerne bei den IVF-Kliniken deiner Wahl an oder schreib eine E-Mail: Die meisten geben bereitwillig ungefähre Kostenschätzungen.
Damit du eine Vorstellung bekommst, haben wir mehrere Personen gefragt, was sie für ihre IVF in Bangkok bezahlt haben.
Das haben sie uns erzählt:
„SAFE berechnet uns: FET THB45.000, Embryo-Glue, Atosiban & Intralipid THB29.000 sowie Schwangerenvorsorge THB60.000 (das deckt glaube ich 12 Wochen Betreuung ab). Ich hoffe, das hilft. Sicher kommen noch ein paar kleinere Kosten dazu wie beim letzten Mal, aber das sind die großen Posten. Interessanterweise fragen mich Leute in Neuseeland oft, ob eine IVF in Thailand günstiger ist. Ich habe gerade nachgeschaut und meine IVF-Gruppe hier nach den Preisen gefragt, sie sind deutlich günstiger. Erfolg hatten wir allerdings nur in Bangkok, nicht hier. Seltsam.“
„7.650 € in einer Klinik und 10.200 € in einer anderen.“
„Bei Samitivej etwa 350.000–400.000 Baht, bei Inspire IVF scheint es über 400.000 zu liegen …“
„Ich bin (halb) Thai und habe etwa 250.000 Baht bezahlt, aber ich glaube nicht, dass das mit meiner Nationalität zu tun hatte. Der Betrag schwankt stark je nach Protokoll, da Medikamente sehr teuer werden können.“
„Wir haben 330.000 Baht für ICSI und einen FET bezahlt. Der zweite FET kostete etwa 30.000 Baht.“
„Aus dem Gedächtnis: etwa 8.500 € pro Eizellentnahme inklusive Medikamente und 2.125 € pro FET bei Dr. Wiwat im SAFE, von 2017 bis Anfang 2018.“
„Definitiv keine der großen Kliniken, aber vielleicht interessant zum Kostenvergleich. Wir haben unser ICSI im Vichayjut Hospital gemacht und rund THB220.000 bezahlt, inklusive aller Medikamente, Kontrolltermine und der Eizellentnahme. Jeder FET kostet THB35.000.“
„Die genauen Kosten weiß ich nicht mehr, die Rechnungen liegen wohl irgendwo, aber ich weiß, dass 3 Tage Stimulation (ich hatte eine Ultrakurzstimulation), Ultraschall, Eizellentnahme, Progesteron- und Östrogen-Präparate sowie ein FET zusammen umgerechnet 6.800 € gekostet haben.“
IVF-Zentren
Egal wie dein Budget oder Gesundheitszustand aussieht: In Bangkok findest du garantiert ein IVF-Zentrum, das zu deinen Bedürfnissen passt.
Eine der besten IVF-Kliniken Thailands ist das SAFE Fertility Center. Es weist eine Erfolgsquote von über 70 % auf und war die erste IVF-Klinik in Thailand sowie das zweite Zentrum in den ASEAN-Ländern, das vom RTAC der Fertility Society of Australia (FSA) und Neuseeland akkreditiert wurde.
Weitere Fertilitätszentren in Bangkok, die IVF-Behandlungen anbieten:
- Die IVF-Klinik im Bumrungrad International zählt dank einfühlsamer Betreuung und modernster Technologie zu den führenden Fertilitätszentren Südostasiens.
- Das Samitivej Fertility Center weist eine Gesamterfolgsquote von 43 % auf, und das Embryologie-Labor des Zentrums nutzt Technologie auf Weltklasseniveau, um die Erfolgschancen zu maximieren.
- Inspire IVF bietet in seiner luxuriösen, hochmodernen Klinik höchsten Komfort, mit mehrsprachigem Personal und international anerkannter, kontrollierter Luftqualität in Laboren und Operationssälen.
- Das Jetanin Institute for Assisted Reproduction war das erste Zentrum in Thailand, das die GIFT-Methode erfolgreich anwendete, sowie das erste mit einer erfolgreichen TESE/ICSI-Methode.
Häufig gestellte Fragen
1. Wird eine Heiratsurkunde benötigt?
Ja. Die meisten Kliniken verlangen vor Beginn einer Fertilitätsbehandlung eine Kopie der Heiratsurkunde als Nachweis, dass die Ehe rechtsgültig ist. Diese Vorgabe stammt vom Gesundheitsministerium, dem Royal Thai College of Obstetrics and Gynecology und dem Medical Council of Thailand und gilt seit dem 1. August 2015.
2. Wir sind ein gleichgeschlechtliches Paar, gilt unsere Heiratsurkunde?
Leider erkennt Thailand gleichgeschlechtliche Ehen derzeit nicht an.
3. Können wir das Geschlecht des Babys wählen?
Rechtlich gesehen nicht in Thailand. Zwar lässt sich das Geschlecht über den weiter oben erwähnten Chromosomentest feststellen, offen darüber gesprochen wird aber meist nicht, da dies gegen den Berufskodex verstößt.
4. Können wir auch Zwillinge oder Drillinge austragen?
Von Mehrlingsschwangerschaften wird abgeraten, da sie als Risikoschwangerschaft gelten. Es lohnt sich aber, mit deinem IVF-Spezialisten zu sprechen: Bei niedrigem Risiko ist auch der gleichzeitige Transfer mehrerer Embryonen möglich.
5. Wie lange müssen wir in Bangkok bleiben?
Die Aufenthaltsdauer hängt vom individuellen Fall, der Krankengeschichte und dem gewählten Protokoll der Klinik ab (kurzer oder langer Zyklus). In der Regel dauert der gesamte Prozess etwa 1–6 Monate. Der IVF-Teil nimmt 12–17 Tage in Anspruch, der Embryotransfer 2–6 Tage.
Frag bei der IVF-Klinik deiner Wahl nach, sie kann dir einen klaren Zeitplan geben.
6. Können wir während der IVF-Behandlung hin- und herfliegen?
Das hängt von deinem Gesundheitszustand ab. Manche Patientinnen beginnen einen Teil der Behandlung in ihrer Heimat und fliegen erst wenige Tage vor Eizellentnahme und Spermiengewinnung nach Bangkok. Für den Embryotransfer kann dann eine zweite Reise folgen.
Tipps
Wenn du eine IVF-Behandlung in Bangkok in Betracht ziehst, hier ein paar Ratschläge von Menschen, die diese Erfahrung bereits gemacht haben.
So findest du die richtige Klinik
Den besten Arzt oder die passende Klinik zu finden, kann eine Herausforderung sein, weil die meisten Kliniken keine Preise auf der Website veröffentlichen. Das ist nachvollziehbar, da jeder Fall anders liegt. Auch wenn Kliniken ihre Preise nicht aktiv bewerben, geben sie auf Nachfrage gerne eine ungefähre Kostenschätzung.
Deshalb lohnt es sich, Beratungsgespräche bei mehreren Ärzten und Kliniken zu vereinbaren.

So findest du außerdem den Arzt, bei dem du dich am wohlsten fühlst und der dir die emotionale Unterstützung geben kann, die du eventuell brauchst.
Eine E-Mail ist ein guter erster Schritt, doch erst im persönlichen Gespräch lässt sich das Engagement eines Arztes wirklich einschätzen.
So findest du die passende Unterkunft
Ein weiterer Punkt: Suche dir eine kurzfristige Unterkunft in der Nähe deiner Klinik. Es stehen mehrere Termine und Untersuchungen an, und lange Anfahrtswege willst du dir gerade im Berufsverkehr ersparen.
Plane außerdem Unterstützung für dich oder deine Familie ein. Du kannst Kindermädchen oder Babysitter engagieren und, falls du kleine Kinder dabeihast, Spielgruppen oder eine Kita organisieren.
So bereitest du dich vor
Die Vorbereitung auf eine erfolgreiche IVF unterscheidet sich in Bangkok nicht von der anderswo: Es geht darum, sowohl auf deine eigene Gesundheit als auch auf die deines Partners zu achten.
Hier ein paar Schritte, die du unternehmen kannst:
- Rauchen und Passivrauchen vermeiden – Rauchen verringert die Chancen auf eine Schwangerschaft und schwächt zudem das Immunsystem
- Auf ein gesundes Gewicht achten – Übergewicht verringert die Chancen auf eine Schwangerschaft, da es zu hormonellen Ungleichgewichten führen kann, die den Eisprung bei Frauen und die Spermienqualität bei Männern beeinträchtigen
- Ausgewogen essen – wichtig nicht nur für deine eigene Gesundheit, sondern auch für das Wohl des heranwachsenden Babys nach der Schwangerschaft
- Koffein reduzieren – bei mehr als 2 koffeinhaltigen Getränken am Tag (dazu zählen auch Limonaden und Energydrinks) steigt das Risiko einer Fehlgeburt
- Weniger Alkohol trinken – Alkohol senkt die Fruchtbarkeit und erhöht das Risiko einer Fehlgeburt
- Ausreichend Folsäure zu sich nehmen – senkt das Risiko von Neuralrohrdefekten beim Fötus
Und jetzt bist du dran
Wir hoffen, diese Informationen helfen dir bei der Vorbereitung auf deine IVF-Reise in Bangkok.
Denk daran: Keine zwei Erfahrungen gleichen sich. Manche zahlen mehr oder weniger als du, haben mehr oder weniger Erfolg oder durchlaufen einen völlig anderen Ablauf als du.
Aber in einem sind sich alle einig: Mentale und emotionale Unterstützung spielt eine große Rolle, und eine Gemeinschaft im Rücken erleichtert die Reise. Jemanden zu haben, mit dem du offen über den Prozess sprechen kannst, sowie hilfreiche Informationsquellen können viel bewirken.
Und wie man in der IVF-Community sagt: Geduld bewahren und die Hoffnung nicht aufgeben. Viel Glück und ganz viel Babystaub für dich!