Für viele Expats klingt es zunächst nicht nach der besten Idee, in Thailand Motorrad zu fahren.
Dabei hat ein eigenes Motorrad hier klare Vorteile: Es ist günstig, unkompliziert in der Wartung, macht Spaß und kann die Zeit im Stau erheblich verkürzen.
Allerdings ist Motorradfahren in Thailand auch mit echten Risiken verbunden. Wer eins fahren will, sollte deshalb unbedingt eine Motorradversicherung abschließen.
Im Folgenden ein Überblick über alle Optionen, die dir zur Verfügung stehen.
Contents
Das Wichtigste in Kürze
- Die CTPL (Por Ror Bor) ist für jedes Motorrad Pflicht und kostet zwischen 160 und 645 Baht pro Jahr, deckt aber nur medizinische Kosten ab, und die Limits sind niedrig, vor allem wenn du den Unfall selbst verursacht hast.
- Die meisten Fahrer schließen zusätzlich zur CTPL eine private Versicherung ab. Typ 2+ ist dabei am beliebtesten, weil er Kollision, Diebstahl und Schäden an Dritten zu einem deutlich niedrigeren Preis als Typ 1 abdeckt.
- Typ 1 bietet den umfassendsten Schutz und richtet sich vor allem an Big Bikes über 250 ccm. Er ist der einzige Tarif, der Unfälle ohne Fremdbeteiligung wie das Anfahren einer Mauer abdeckt, und die Prämien beginnen meist bei rund 15.000 Baht im Jahr.
- Häufige Gründe für abgelehnte Ansprüche sind Fahren ohne thailändischen Führerschein, Trunkenheit am Steuer und ein Fahrer, der nicht in der Police eingetragen ist. Lies das Kleingedruckte genau, bevor du dich auf einen Versicherungsschutz verlässt.
- Selbstbeteiligung und Selbstbehalt werden in Thailand oft verwechselt, selbst von Versicherungsvertretern. Eine Selbstbeteiligung kann manchmal erlassen werden, ein Selbstbehalt nicht.
- Offizielle Werkstätten arbeiten mit Originalteilen und zertifizierten Mechanikern, brauchen dafür aber länger. Unabhängige Werkstätten sind schneller und günstiger, die Qualität schwankt jedoch stark, also informiere dich vorher gut.
- Nutze eine Vergleichsseite wie CheckDi, um alle verfügbaren Tarife und Preise auf einen Blick zu sehen, statt jeden Versicherer einzeln zu kontaktieren.
Gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung (CTPL)
Die gesetzliche Kfz-Haftpflichtversicherung, kurz CTPL, ist unter Einheimischen als Por Ror Bor bekannt. Sie muss jedes Jahr neu abgeschlossen werden, denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben.
Die Prämie liegt je nach Hubraum deines Motorrads zwischen 160 und 645 Baht. Sie ist günstig, deckt aber nur medizinische Kosten ab.
Wie hoch das Deckungslimit ausfällt, hängt davon ab, ob du den Unfall verursacht hast oder nicht.
- Hast du den Unfall verursacht, liegt das Limit bei 30.000 Baht.
- Warst du nicht schuld, steigt das Limit auf 80.000 Baht für medizinische Kosten und 500.000 Baht bei Tod oder Invalidität.
Wer ohne CTPL fährt, riskiert eine Strafe von bis zu 10.000 Baht.
Da die CTPL nur medizinische Kosten übernimmt, schließt die Mehrheit der Motorradfahrer in Thailand zusätzlich eine private Versicherung als weiteren Schutz ab.
Wo kaufen: Du kannst die CTPL beim Department of Land Transport, bei Versicherungsvertretern oder über Versicherungsmakler abschließen. Am einfachsten erledigst du das zusammen mit der jährlichen Fahrzeugsteuer.
Private Versicherung
Bei Motorradversicherungen ist die Auswahl deutlich kleiner als bei Autoversicherungen. Nur eine Handvoll Anbieter kommt infrage: Viriyah, Roojai und Thaivivat bieten regelmäßig Motorradversicherungen an. Jeden Anbieter einzeln nach Tarifen und Preisen abzufragen, ist allerdings ziemlich mühsam.
Ich selbst nutze CheckDi, um alle verfügbaren Motorradversicherungen in Thailand auf einen Blick zu vergleichen.
Deckungsumfang
- Alleinunfälle: Nur Typ 1 deckt Unfälle ohne Fremdbeteiligung ab, etwa das Anfahren einer Mauer oder eines Hundes, einen Kratzer an einer Wand oder den Zusammenstoß mit einem Baum. Dabei fällt allerdings meist eine Selbstbeteiligung von mindestens 1.000 Baht an, deren genaue Höhe vom jeweiligen Tarif abhängt.
- Kollision: Typ 1, 2+ und 3+ beinhalten normalerweise Kollisionsschutz. Er übernimmt die Reparaturkosten deines Motorrads, sofern der Schaden durch den Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug entstanden ist. Achte hier auf die Details, denn teurere Tarife lassen dein Motorrad in der offiziellen Markenwerkstatt reparieren, während günstigere dich an unabhängige Werkstätten verweisen. Hast du den Unfall verursacht, wird häufig eine Selbstbeteiligung fällig. Ist das Motorrad nicht mehr reparabel, bekommst du in der Regel 70 bis 100 Prozent des Versicherungslimits ausgezahlt.
- Medizinische Kosten: Sämtliche Tarife übernehmen medizinische Kosten, die durch einen Verkehrsunfall entstehen. Die Höhe der Deckung unterscheidet sich zwischen den Tarifen kaum, fällt aber niedriger aus, wenn du den Unfall selbst verursacht hast. Für die Erstattung verlangen Versicherer normalerweise eine Arztrechnung, außer du gehst in ein Partnerkrankenhaus. Neben der Motorradversicherung kannst du auch eine Krankenversicherung oder eine Familienversicherung heranziehen, um medizinische Kosten zu decken.
- Diebstahl: Bist du selbst nachlässig gewesen, etwa weil du das Motorrad nicht abgeschlossen, an einer unsicheren Stelle geparkt oder es veruntreut hast, greift der Diebstahlschutz möglicherweise nicht. Je nach Alter des Fahrzeugs erhältst du in solchen Fällen oft nur 70 bis 80 Prozent des Versicherungslimits.
- Feuer/Flut: Ähnlich wie beim Diebstahlschutz greift die Deckung bei Flutschäden nur, wenn dich keine Schuld trifft. Wird ein geparktes Motorrad von einer plötzlichen Überschwemmung erfasst, bist du abgesichert. Fährst du dagegen absichtlich durch überflutete Straßen, kann der Versicherer den Anspruch ablehnen. Dieser Schutz ist immer in Typ 1 enthalten und nur bei manchen Tarifen der Typen 2 oder 2+.
- Sachschäden Dritter: Dieser Baustein funktioniert ähnlich wie der Kollisionsschutz, deckt aber nur das Fahrzeug der Gegenseite ab. Genau das macht Typ 3 attraktiv: Du reparierst nur dein eigenes Motorrad und musst dich um die Gegenpartei nicht kümmern.
- Personenschäden Dritter: Alle Tarife, einschließlich der gesetzlichen Kfz-Haftpflichtversicherung CTPL, decken Personenschäden Dritter ab, solange sie durch einen Verkehrsunfall entstanden sind. Wirst du also als Fußgänger von einem Auto erfasst, bekommst du zumindest über die CTPL eine Entschädigung, zusätzlich zu möglichen Ansprüchen gegen den Fahrer.
Ausschlüsse
Bei folgenden Fällen kann jede Motorradversicherung in Thailand einen Anspruch ablehnen: fehlender Führerschein, Trunkenheit am Steuer, ein nicht berechtigter Fahrer, die Nutzung des Motorrads als Taxi oder Transportfahrzeug, Fahrerflucht sowie Kriegsereignisse. Die genauen Ausschlüsse unterscheiden sich von Versicherer zu Versicherer, also lies das Kleingedruckte sorgfältig.
- Führerschein: Ohne gültigen thailändischen Führerschein kann der Versicherer deinen Anspruch ablehnen.
- Trunkenheit am Steuer: Nach thailändischem Recht gilt, wer mehr als 50 mg Blutalkohol im Körper hat, als betrunken. Das führt nicht nur zur Ablehnung des Versicherungsanspruchs, sondern kann auch Bußgeld und Haft nach sich ziehen.
- Nicht berechtigter Fahrer: Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Manche Policen decken jeden Fahrer ab, solange er einen Führerschein hat und nüchtern ist, andere gelten nur für eine namentlich genannte Person.
- Zweckentfremdung: Manche Versicherer zahlen nicht, wenn das Motorrad unsachgemäß genutzt wurde, etwa mit mehr Mitfahrern als vorgesehen oder zum Transport von Waren mit einem privaten Motorrad.
- Fahrerflucht: Verursachst du den Unfall und verlässt den Unfallort, übernimmt die Versicherung keine Kosten. Das gilt in Thailand als Straftat und landet vor Gericht.
- Krieg: Motorradversicherer können Ansprüche aus Kriegs- oder Aufruhrereignissen ablehnen, egal ob du in einer entsprechenden Risikoregion lebst oder nicht. Entsteht der Schaden durch solche Ereignisse, besteht kein Versicherungsschutz.
Tarife im Überblick
Für dein Motorrad stehen dir mehrere Versicherungstarife zur Auswahl.
Typ 1 richtet sich vor allem an Big Bikes, also Motorräder über 250 ccm. Er bietet die höchsten Deckungslimits und ist gleichzeitig der teuerste.
Typ 2+ und 3+ sind für normale Motorräder bis 249 ccm gedacht.
Im Folgenden findest du jeden Tarif im Detail.
Gut zu wissen: Was in Thailand als Big Bike zählt, wird unterschiedlich definiert. Manche ziehen die Grenze bei 400 ccm, andere zählen schon alles über 250 ccm dazu.
Typ 1
Das ist die teuerste und umfassendste Versicherung, die in Thailand angeboten wird. Sie deckt so gut wie jeden Unfall und jedes Problem ab und ist der einzige Tarif, der auch Unfälle ohne Fremdbeteiligung abdeckt, etwa das Anfahren einer Mauer, einen Zusammenstoß mit einem Hund oder einen Kratzer. Je nach Fall wird dabei eine Selbstbeteiligung fällig, manchmal aber auch nicht.
Typ 1 steht normalerweise nur Fahrzeugen offen, die weniger als fünf Jahre alt sind. Bei einem älteren Motorrad ist der Abschluss aber trotzdem möglich, wenn keine größeren Unfälle in der Vergangenheit vorliegen.
Gut zu wissen: Beim Abschluss von Typ 1 kannst du oft selbst die Höhe der Selbstbeteiligung, den Namen des Fahrers und die Wahl zwischen offizieller und individueller Werkstatt festlegen. All das kann die Jahresprämie erhöhen oder senken.
Typ 2+
Typ 2+ ist die zweitteuerste Motorradversicherung in Thailand. Der Deckungsumfang ähnelt Typ 1, allerdings ohne Schutz bei Unfällen ohne Fremdbeteiligung. Außerdem schickt dich Typ 1 meist in die offizielle Markenwerkstatt, während Typ 2+ dein Motorrad zu einer unabhängigen Werkstatt schickt.
Typ 2+ ist wegen des guten Verhältnisses von Deckung und Prämie einer der beliebtesten Tarife für Motorräder in Thailand.
Typ 2
Typ 2 ähnelt Typ 2+ auch preislich, kommt aber ohne Kollisionsschutz. Deshalb greifen die meisten Fahrer lieber zu Typ 2+, und nur noch wenige Versicherer bieten Typ 2 überhaupt an.
Aktuell wird Typ 2 für Motorräder gar nicht mehr angeboten.
Typ 3+
Typ 3+ umfasst den nötigen Unfallschutz, Kollisionsschutz und Schutz vor Sachschäden Dritter. Der Hauptunterschied zu Typ 2+: Typ 3+ deckt weder Diebstahl noch Feuer, Flut oder Terrorismus ab.
Ein typischer Jahrestarif für Typ 3+ bei einem Motorrad unter 110 ccm sieht zum Beispiel so aus:
- Kollision: 10.000 Baht
- Medizinische Kosten: 50.000 Baht
- Medizinische Kosten für Personenschäden Dritter: 300.000 Baht
- Sachschäden Dritter: 600.000 Baht
- Jahresprämie: 1.499 Baht
Typ 3
Das ist die einfachste private Versicherung und deckt nur medizinische Kosten sowie Schäden Dritter ab. Bei vielen Thais ist sie für alte oder wenig wertvolle Fahrzeuge beliebt.
Die folgende Tabelle vergleicht Deckung und Preise der verschiedenen Tarife und gibt dir eine erste Orientierung, was du zahlst und was abgedeckt ist.
Über CheckDi bekommst du für jeden Tarif ein genaues Angebot samt Deckungssumme.
Beachte, dass die tatsächliche Deckung von mehreren Faktoren abhängt.
| Deckungsart | 1 | 2+ | 2 | 3+ | 3 | CTPL |
| Alleinunfall | O | X | X | X | X | X |
| Kollision | O | O | X | O | X | X |
| Medizinische Kosten | O | O | O | O | O | O |
| Diebstahl | O | O | O | X | X | X |
| Feuer/Flut | O | O | O | X | X | X |
| Terrorismus | O | O | O | X | X | X |
| Sachschäden Dritter | O | O | O | O | O | X |
| Personenschäden Dritter | O | O | O | O | O | O |
Selbstbeteiligung
Die Selbstbeteiligung ist ein fester Betrag, den du zahlst, damit ein Anspruch überhaupt geltend gemacht werden kann. Bei einem Big Bike kann das teuer werden, oft ab 20.000 Baht pro Schadensfall.
Fällig wird sie, wenn Schaden oder Kratzer ohne klare Ursache oder ohne Beteiligung Dritter entstehen, etwa durch einen Nagel im Reifen, eine plötzlich zersplitternde Windschutzscheibe oder Schäden durch Tiere.
Erlassen werden kann sie, wenn das Motorrad durch etwas beschädigt wird, das kein Fahrzeug ist, etwa eine Mauer, ein Pfosten, ein Baum, ein Tier oder ein Stein. Wurde der Schaden durch ein anderes Fahrzeug verursacht, entfällt die Selbstbeteiligung ebenfalls, sofern du den Unfall nicht selbst verschuldet hast.
Allerdings handhabt jeder Versicherer den Erlass unterschiedlich, und selbst Versicherungsvertreter geben dazu manchmal falsche Auskünfte. Lies das Kleingedruckte genau und frag im Zweifel lieber zweimal nach, ob die Selbstbeteiligung in deinem Fall erlassen werden kann.
Selbstbehalt
Der Selbstbehalt dagegen ist ein fester Betrag, den du mit dem Versicherer im Vorfeld vereinbarst und der bei jedem Anspruch anfällt. Er kann nicht erlassen werden, senkt dafür aber die gesamte Versicherungsprämie.
Selbstbeteiligung und Selbstbehalt werden in Thailand oft durcheinandergebracht, selbst von Versicherungsvertretern, weil beide Begriffe im Thailändischen dasselbe Wort verwenden. Lies das Kleingedruckte deshalb besonders sorgfältig.
Schadenfreiheitsrabatt
Viele Versicherer in Thailand bieten einen Schadenfreiheitsrabatt an: Wer im Jahr keine oder nur wenige kleine Ansprüche gestellt hat, bekommt bei der Verlängerung einen niedrigeren Preis. Das gibt es nur bei manchen Tarifen, meist bei Typ 1. Wurden dagegen mehrfach im selben Jahr Ansprüche gestellt, steigt die Prämie bei der Verlängerung.
Offizielle und unabhängige Werkstatt
Vor allem bei Typ 1, 2+ und 3+ wirst du beim Abschluss gefragt, ob dein Motorrad im Schadensfall in einer offiziellen oder einer unabhängigen Werkstatt repariert werden soll.
Die offizielle Werkstatt gehört zum Hersteller deines Motorrads. Fährst du zum Beispiel eine Honda, wird sie in einer offiziellen Honda-Werkstatt repariert.
Der Vorteil: Zertifizierte Mechaniker arbeiten mit Originalteilen, und statt eines alten Teils setzt die Werkstatt oft gleich ein neues ein. Nach der Reparatur bleibt dein Motorrad in der Regel problemlos.
Der Nachteil: In offiziellen Werkstätten dauert die Reparatur wegen langer Warteschlangen oft deutlich länger. Vor allem außerhalb der großen Städte gibt es nur wenige Standorte, und die Versicherung dafür ist teurer.
Unabhängige Werkstätten gibt es dagegen überall. Sie sind leichter zu finden, schneller und günstiger. Trotzdem solltest du sie sorgfältig auswählen, denn es gibt genug Berichte von Motorrädern, die nach einer solchen Reparatur eher mehr Probleme hatten als vorher.
Manche unabhängigen Werkstätten verbauen Nachbauteile und arbeiten nachlässig, was langfristig zu neuen Problemen führt. Auch Lackierungen, die nicht zur Originalfarbe passen, hört man immer wieder. Es gibt natürlich auch gute unabhängige Werkstätten, dafür lohnt sich aber vorherige Recherche.
Ob die Schadensabwicklung reibungslos läuft, hängt außerdem davon ab, ob die unabhängige Werkstatt Partner des Versicherers ist oder nicht.
Diebstahlversicherung
Weil Motorraddiebstahl in Thailand ein verbreitetes Problem ist, gibt es für registrierte Motorräder eine eigene Diebstahlversicherung. Sie kostet bei einem neuen Motorrad zwischen 1.000 und 2.000 Baht im Jahr und deckt 80 Prozent des Marktwerts.
Die Deckungssumme sinkt jedes Jahr um 10 Prozent, ebenso wie die Prämie. Insgesamt liegt das Limit bei dieser Versicherung aber meist bei 50.000 Baht.
Bei Motorrädern, die älter als vier Jahre sind, kann die Prämie auf unter 500 Baht im Jahr fallen, dafür sinkt das Gesamtlimit auf 6.000 bis 10.000 Baht.
Wird dein Motorrad gestohlen, solltest du zuerst Anzeige bei der Polizei erstatten und den Versicherer informieren. Danach versucht der Versicherer, das Fahrzeug wiederzufinden, und bearbeitet parallel deinen Anspruch. Das Ganze dauert normalerweise etwa 30 Tage.
Für die Auszahlung musst du als Fahrzeughalter das Motorrad offiziell auf den Versicherer ummelden.
Versicherung für Big Bikes
Nur wenige Versicherer bieten überhaupt Schutz für Big Bikes über 250 ccm an. Typ 1 kostet dafür ähnlich viel wie bei einem Auto und startet meist bei rund 15.000 Baht im Jahr.
Manchmal ist die Prämie sogar noch höher, während die Deckung niedriger ausfällt. Grund dafür sind das höhere Unfallrisiko und die teureren Reparaturkosten.

Typ 1 für Big Bikes bekommst du auch über CheckDi. Die Prämie liegt hier oft unter der der großen Versicherer bei vergleichbarer Deckung.
Ein Beispiel für Typ 1 bei Big Bikes sieht so aus:
- Kollision: 150.000 Baht
- Medizinische Kosten: 50.000 Baht
- Diebstahlschutz: 150.000 Baht
- Haftpflicht gegenüber Dritten: 1.000.000 Baht
- Jahresprämie: 12.666 Baht
Wer lieber direkt bei einem Versicherer abschließen möchte: Ein beliebter Typ-1-Tarif für Big Bikes kommt von Viriyah.
Bei Big-Bike-Versicherungen verlangen die meisten Anbieter eine Selbstbeteiligung von im Schnitt 5.000 Baht pro Anspruch, unabhängig davon, ob du den Schaden verursacht hast oder nicht.
Auch Typ 2+ und 3+ gibt es für Big Bikes, allerdings zu etwas höheren Prämien und mit etwas mehr Deckung als bei normalen Motorrädern.
Ganz ohne Versicherung fahren
Vielleicht überlegst du, auf die zusätzliche private Versicherung für dein Motorrad einfach zu verzichten.
Möglich ist das, empfehlenswert aber nicht.
Laut dem Accident Data Center Thailand verletzen sich jedes Jahr mehrere Hunderttausend Menschen in Thailand bei Verkehrsunfällen. Über 75 Prozent der schweren Unfälle betreffen Motorräder, und laut der Royal Thai Police geht die Hälfte davon auf rücksichtsloses Fahren zurück.
Was bedeutet das für dich?
Motorradunfälle passieren in Thailand regelmäßig, und nicht selten enden sie tödlich.
Allein auf die CTPL zu vertrauen, reicht deshalb oft nicht aus.
Selbst 80.000 Baht an medizinischer Deckung sind schnell aufgebraucht, wenn ein Krankenhausaufenthalt über mehrere Tage nötig wird.
Wer also vorhat, sich ein Motorrad zuzulegen und regelmäßig damit zu fahren, sollte eine Motorradversicherung abschließen.
Gut zu wissen: Eine Krankenversicherung ist sinnvoll, deckt aber nur deine eigenen medizinischen Kosten ab. Schäden am Motorrad, Haftpflicht gegenüber Dritten und die öffentliche Haftpflicht, die bei Verkehrsunfällen häufig eine Rolle spielen, sind darin nicht enthalten.
Versicherung abschließen
Am einfachsten schließt du deine Motorradversicherung heute online ab.
Zahlreiche Vergleichsportale erlauben es dir, verschiedene Motorradversicherungen gegenüberzustellen und direkt den passenden Tarif zu buchen.
Für den Abschluss einer Motorradversicherung werden meist folgende Unterlagen benötigt:
- eine Kopie der Fahrzeugzulassung
- eine Kopie der ersten Seite deines Reisepasses
- eine Kopie deines Führerscheins
- eine Kopie deiner bisherigen Versicherungspolice
Für Typ 1 verlangen manche Versicherer zusätzlich Fotos deines Motorrads von allen Seiten: vorne, hinten, links und rechts.
Du kannst deine eigene Versicherung ganz bequem über CheckDi suchen. Das ist die Seite, über die ich selbst jedes Mal meine Motorradversicherung abschließe.
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