Das Bildungssystem in Thailand: Ein Leitfaden für Expats

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Eine passende Schule für deine Kinder in Thailand zu finden, kann ziemlich einschüchternd sein.

In Thailand sind neun Jahre Schulpflicht vorgeschrieben. Die kostenlose Schulbildung reicht im Rahmen des staatlichen 15-Jahre-Programms für kostenlose Bildung jedoch deutlich weiter: Sie deckt volle 15 Jahre ab, vom Kindergarten bis zur 12. Klasse (M6). Für viele Expats machen Sprach- und Kulturbarrieren staatliche Schulen trotzdem zu einer schwierigen Option.

Zum Glück gibt es in Thailand weit über 200 internationale Schulen, die einen westlichen Bildungsstandard bieten. Günstig sind sie allerdings nicht, und die passende Schule für dich und deine Kinder zu finden, ist nicht immer einfach.

In diesem Leitfaden erklären wir dir, wie das Bildungssystem in Thailand aufgebaut ist, welche Optionen du hast und was alles kostet. Außerdem werfen wir einen Blick auf weniger klassische Wege wie Homeschooling.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das staatliche Schulsystem Thailands hat bekannte Schwächen: überfüllte Klassen, im internationalen Vergleich schwache Testergebnisse und einen Lehrplan, der stark auf Auswendiglernen setzt. Einzelne Eliteschulen wie die Triam Udom Suksa sind allerdings wirklich konkurrenzfähig.
  • Private Schulen mit thailändischem Lehrplan bieten kleinere Klassen und bessere Ausstattung als staatliche Schulen, und das zu einem Bruchteil der Gebühren internationaler Schulen. Für Familien mit begrenztem Budget sind sie deshalb ein praktischer Mittelweg.
  • Internationale Schulen folgen britischen, US-amerikanischen oder IB-Lehrplänen und sind für die meisten Expat-Familien die naheliegendste Wahl. Die Gebühren reichen von moderat bis über THB1.000.000 pro Jahr an Topschulen wie Harrow und NIST.
  • Zwischen Schulen in Großstädten und auf dem Land liegen qualitative Welten. Wo du in Thailand lebst, entscheidet deshalb maßgeblich darüber, welche Bildungsmöglichkeiten dir offenstehen.
  • Homeschooling ist legal und wird immer beliebter. Eine aktive Community aus Expat- und thailändischen Familien organisiert Lerngruppen für gemeinsamen Unterricht, Sport und Ausflüge.
  • Thailändische Universitäten sind im Vergleich zu westlichen Standards günstig. Manche staatlichen Studiengänge starten bei etwa THB12.000 pro Semester. Hochschulen wie die Chulalongkorn- oder die Thammasat-Universität bieten englischsprachige Programme an, allerdings sind die Zulassungsvoraussetzungen hoch.

Wie das thailändische Bildungssystem aufgebaut ist

Das thailändische Bildungssystem folgt einem 6-3-3-Modell: sechs Jahre Grundschule, drei Jahre Unterstufe und drei Jahre Oberstufe. Zuständig ist das Bildungsministerium, und die Struktur ähnelt der in weiten Teilen Asiens, auch wenn die Bezeichnungen ungewohnt klingen mögen. Hier die einzelnen Stufen im Detail.

Die Klassenstufen

Die Grundbildung in Thailand umfasst insgesamt 12 Jahre und gliedert sich in drei Hauptstufen: Die Grundschule (Prathomsuksa, P1-6) deckt die Klassen 1 bis 6 ab, die Unterstufe (Matthayomsuksa, M1-3) die Klassen 7 bis 9, und die Oberstufe (M4-6) die Klassen 10 bis 12.

Schulpflicht versus kostenlose Bildung

Wichtig ist der Unterschied zwischen Schulpflicht und kostenloser Bildung: Die Schulpflicht in Thailand dauert 9 Jahre, von der 1. bis zur 9. Klasse (M3). Kostenlose Bildung gibt es im Rahmen des staatlichen 15-Jahre-Programms dagegen 15 Jahre lang, vom Kindergarten bis zur 12. Klasse (M6).

Bildungsqualität in Thailand

Die Bildungsqualität in Thailand schwankt enorm.

Nachteile

Zuerst die schlechten Nachrichten. Laut einem Bericht der Weltbank aus dem Jahr 2024 erreichten 23 Prozent der thailändischen Schüler am Ende der Grundschule nicht das Mindestniveau im Lesen. Zudem schafften bis zum Ende der Unterstufe nur 32 Prozent der Schüler das Mindestniveau in Mathematik.

Bei der PISA-Studie (Program for International Student Assessment) 2022 belegten thailändische Schüler im Lesen Platz 64 von 81 Ländern. In Asien schnitten nur Indonesien und die Philippinen schlechter ab. Mathematik und Naturwissenschaften liefen kaum besser: In beiden Fächern landete Thailand auf Platz 58.

Laut denselben Daten verfügen nur 45 Prozent der Schulen im ländlichen Thailand über grundlegende sanitäre Einrichtungen. Und nur 60 Prozent haben Zugang zu Trinkwasser.

Noch gravierender: Ein Drittel der Schüler zwischen 13 und 15 Jahren gibt an, in der Schule gemobbt worden zu sein. 29 Prozent berichten von körperlicher Gewalt.

An vielen thailändischen Schulen wird trotz des Verbots noch immer körperlich bestraft. Erst im März 2025 verbot Thailand jegliche körperliche Bestrafung von Kindern und wurde damit zum 68. Land weltweit mit einem solchen Verbot. Die Gesetzesänderung hat die Praxis aber nicht über Nacht beendet: Einer UNICEF-Umfrage aus dem Jahr 2022 zufolge hatten 54 Prozent der thailändischen Kinder zwischen 1 und 14 Jahren im vergangenen Monat gewaltsame Erziehungsmaßnahmen erlebt, gegenüber 75 Prozent im Jahr 2015.

Auch der Lehrplan ist eine Schwachstelle: Trotz staatlicher Modernisierungsbemühungen basiert er noch immer stark auf Auswendiglernen. Die Klassen sind überfüllt, Lehrkräfte überlastet und unterbezahlt. Ich habe selbst Klassen mit über 50 Schülern in einem einzigen Raum erlebt, und zwar sowohl auf dem Land als auch mitten in Bangkok, besonders an den Tempelschulen auf dem Gelände buddhistischer Wats.

Soweit die schlechten Nachrichten.

Vorteile

Die gute Nachricht für Expats: Es ist möglich, in Thailand eine wirklich gute Ausbildung zu bekommen. In jeder Provinz gibt es gute Schulen, und in Städten wie Bangkok oder Chiang Mai wächst die Auswahl weiter.

Der Grund dafür: Zwischen Schulen in Großstädten und auf dem Land besteht eine große Qualitätslücke.

In den Städten sieht die Lage deutlich besser aus, dort gibt es zahlreiche erstklassige staatliche und private Schulen.

Außerdem gibt es in Thailand weit über 200 internationale Schulen, und jedes Jahr kommen neue hinzu. Sie folgen entweder dem Lehrplan eines anderen Landes oder einem eigenständigen internationalen Curriculum.

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Schauen wir uns diese Optionen nun im Detail an.

Kindergärten und Vorschulen

Staatliche Schulen in Thailand bieten zwei Jahre Kindergarten für Kinder zwischen 3 und 4 Jahren sowie ein Jahr Vorschule für Fünfjährige. Die meisten privaten und internationalen Schulen haben ähnliche Programme, allerdings gegen Bezahlung.

Diese Programme sind zwar freiwillig, aber sehr gefragt. Sie verschaffen Kindern einen Vorsprung gegenüber Gleichaltrigen, die erst mit 6 Jahren in die Schulpflicht starten. Und in einem Land, in dem beide Elternteile meist arbeiten, ist tagsüber jemand da, der auf die Kinder aufpasst.

Eltern, die möglichst früh mit der Ausbildung ihrer Kinder beginnen möchten, finden bei Sprachschulen wie Helen Doron Kurse für Babys ab 3 Monaten.

Wie bereits erwähnt, bieten die meisten großen internationalen Schulen wie Shrewsbury Kindergartenprogramme für Kinder ab 3 Jahren an.

Empfehlenswerte spezialisierte Kindergärten sind unter anderem Storytime Preschool und Raintree.

Thailändische Schulen

Zwar liegen alle Schulen in diesem Artikel in Thailand, aber nicht alle folgen dem nationalen Lehrplan. In diesem Abschnitt geht es deshalb um Schulen, die sich an den vom Bildungsministerium vorgegebenen thailändischen Lehrplan halten.

Schulen mit thailändischem Lehrplan lassen sich in zwei Kategorien einteilen:

  • staatliche Schulen
  • private Schulen

Staatliche Schulen

Staatliche Schulen finanzieren sich aus öffentlichen Mitteln statt über Elternbeiträge. Sie sind für alle thailändischen Staatsbürger kostenlos, auch für Kinder mit nur einem thailändischen Elternteil. Wenn du also mit einer Thailänderin oder einem Thailänder verheiratet bist, kann dein Kind kostenlos zur Schule gehen.

Um dein Kind an einer staatlichen Schule anzumelden, brauchst du die Geburtsurkunde deines Kindes sowie das tabien baan, das Hausregistrierungsdokument.

Der Unterricht selbst ist kostenlos, aber Eltern zahlen für Schulgebühren, Bücher, Schulmaterial und Uniformen. Je nach Schule liegen diese Kosten zwischen wenigen Tausend Baht und über THB20.000 pro Jahr.

Viele Schulen bieten außerdem zusätzliche Kurse auf Englisch an. Dein Kind kann Naturwissenschaften und Mathematik auf Englisch lernen, oft unterrichtet von Muttersprachlern. Auch Nachmittagskurse sind verbreitet.

Die meisten der oben genannten Probleme betreffen vor allem staatliche Schulen: niedrige Testergebnisse und überfüllte Klassen sind die häufigsten Kritikpunkte. Trotzdem wäre es unfair, staatliche Schulen pauschal abzuschreiben.

Einzelne staatliche Schulen wie die Triam Udom Suksa genießen einen exzellenten Ruf, und der Wettbewerb um einen Schulplatz kann hart sein.

Private Schulen

Private Schulen folgen dem thailändischen Lehrplan, finanzieren sich aber über Schulgebühren. Dadurch bieten sie bessere Ausstattung und kleinere Klassen als staatliche Schulen. Für Eltern, die eine thailändische Ausbildung ohne die typischen Probleme staatlicher Schulen wollen, sind sie deshalb eine gute Wahl.

Viele private Schulen in Thailand wurden von christlichen Missionaren gegründet. Die bekannteste ist das reine Jungengymnasium Bangkok Christian College. Mit 174 Jahren ist es die älteste noch bestehende Schule Thailands.

Andere sind technische Schulen oder Übungsschulen an Universitäten, auf Thai satit genannt. Die Chulalongkorn Demonstration School ist ein Beispiel dafür. Daneben gibt es mehrere private Schulketten, von denen die Sarasas-Schulen am weitesten verbreitet sind.

Private Schulen sind eine gute Option für Eltern mit begrenztem Budget. Sie bieten viele Vorteile internationaler Schulen, allerdings zu geringeren Kosten.

Ein möglicher Nachteil für Expats: An privaten Schulen wird der Großteil des Unterrichts auf Thai gehalten. Das kann für Kinder ohne thailändische Muttersprache eine echte Herausforderung sein.

Zweisprachige Schulen und English Program (EP)

Für Eltern, die einen Mittelweg zwischen einer klassischen thailändischsprachigen Schule und einer vollständig internationalen Schule suchen, sind zweisprachige Schulen mit English Program (EP) oder Mini English Program (MEP) eine ausgezeichnete Wahl. Sie unterrichten Kernfächer wie Mathematik und Naturwissenschaften auf Englisch, während die übrigen Fächer auf Thai bleiben. So verbessern Schüler ihr Englisch, ohne den Anschluss an das thailändische Schulsystem zu verlieren.

Internationale Schulen

Internationale Schulen folgen nicht dem thailändischen Lehrplan, sondern einem britischen, amerikanischen oder eigenständigen internationalen Curriculum wie dem International Baccalaureate (IB). Vor allem britische internationale Schulen sind Ableger privater Schulen aus ihrem Heimatland. Zwei Beispiele dafür sind Harrow und Shrewsbury.

Ursprünglich entstanden internationale Schulen, um Kindern von im Ausland arbeitenden Expats eine durchgehende Ausbildung zu ermöglichen. Heute sind sie auch für viele Thailänder attraktiv, schließlich bekommen Kinder so eine renommierte internationale Ausbildung, ohne das Land verlassen zu müssen.

Internationale Schulen wollen ein Bildungsniveau bieten, das mit Top-Schulen im Westen mithalten kann. Entsprechend hochwertig sind Ausstattung und Lehrkräfte, und entsprechend hoch fallen die Gebühren aus: An den besten Schulen kostet ein Schuljahr bis zu THB1.000.000. Es gibt aber auch deutlich günstigere Alternativen.

Für die meisten Expat-Familien sind internationale Schulen in der Regel die beste Wahl.

Der Unterricht läuft an den meisten internationalen Schulen fast ausschließlich auf Englisch, wobei Thai-Unterricht meist verpflichtend ist. Schüler erwerben zudem Abschlüsse, die sie in ihrem Heimatland nutzen können, etwa IGCSEs/A-Levels an britischen Schulen oder SATs an amerikanischen Schulen.

Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden zur Wahl der richtigen internationalen Schule.

Lehrpläne: IB, britisch und amerikanisch

Das International Baccalaureate (IB) wird in Thailand vielerorts angeboten und bietet einen weltweit anerkannten Rahmen mit Fokus auf kritisches Denken und eigenständiges Forschen. Es handelt sich um einen anspruchsvollen Lehrplan, der Schüler auf Top-Universitäten weltweit vorbereitet.

Der britische Lehrplan ist eine weitere beliebte Option und bekannt für seinen strukturierten Aufbau bis hin zu IGCSE- und A-Level-Prüfungen. Viele internationale Schulen in Bangkok folgen diesem System, was britischen Expat-Familien einen vertrauten Weg bietet.

Der amerikanische Lehrplan setzt auf einen flexibleren, ganzheitlicheren Ansatz mit kontinuierlicher Bewertung statt entscheidender Abschlussprüfungen. Schüler erwerben ein High-School-Diplom und können Advanced-Placement-Kurse (AP) belegen, was sich besonders für ein späteres Studium in den USA eignet. Unabhängig vom Lehrplan benötigen nicht-thailändische Schüler an diesen Schulen in der Regel ein Bildungsvisum, um während ihrer Schulzeit im Land zu bleiben.

Universitäten

Für viele Westler ist Thailand auf den ersten Blick keine naheliegende Option fürs Studium, dabei gibt es hier durchaus erstklassige Universitäten. Allerdings tauchen nur wenige thailändische Universitäten in internationalen Rankings auf. Die beste Universität des Landes, die Chulalongkorn-Universität, belegt Stand Januar 2026 Platz 221 im QS World University Ranking.

Im Vergleich zu westlichen Hochschulen sind thailändische Universitäten günstig, und Expats, die in angenehmer Umgebung studieren möchten, haben reichlich Auswahl.

Die renommiertesten Universitäten Thailands sind die Chulalongkorn-, die Thammasat- und die Mahidol-Universität. Sie werden vom thailändischen Staat finanziert, verwalten sich ansonsten aber selbst.

Die Studiengebühren sind entsprechend niedrig, bei manchen Studiengängen ab THB12.000 pro Semester. Die Zulassungsvoraussetzungen sind allerdings hoch. Auch englischsprachige Kurse werden angeboten, diese kosten aber meist mehr.

Auch private Universitäten wie die Bangkok University oder die Assumption University bieten englischsprachige Programme an. Sie werben aktiv um internationale Studierende und sind für Expats oft die praktischere Wahl.

Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über Universitäten in Thailand.

Homeschooling

Homeschooling wird bei thailändischen und ausländischen Eltern in Thailand immer beliebter. Es erlaubt Eltern, die Ausbildung ihrer Kinder individuell zu gestalten.

Homeschooling bringt einige Vorteile mit sich: Du kannst den Lehrplan an die Interessen deiner Kinder anpassen, sie können in ihrem eigenen Tempo lernen, und du sparst dir Schulgebühren, Uniformen und den täglichen Schulweg.

Auf der anderen Seite ist Homeschooling nicht für jeden geeignet. Es kostet Eltern viel Zeit, Energie und Recherchearbeit, was neben einem Vollzeitjob nicht immer leicht zu stemmen ist.

Ein häufiger Kritikpunkt lautet, Homeschooling schade den sozialen Fähigkeiten von Kindern. In Thailand trifft das aber kaum zu, denn viele Expat- und thailändische Familien betreiben Homeschooling und organisieren regelmäßig gemeinsame Treffen.

Manche Eltern ergänzen den Unterricht zu Hause durch sogenannte Co-ops. Dabei kommen mehrere homeschoolende Familien für gemeinsamen Unterricht, Sport, Ausflüge und mehr zusammen.

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Wenn du in Thailand Homeschooling in Erwägung ziehst, lohnt sich die Suche nach entsprechenden Gruppen auf Facebook. Dort triffst du leicht andere homeschoolende Familien im Land.

Mehr dazu findest du in unserem Leitfaden zum Homeschooling in Thailand.

Kosten

Wie bereits erwähnt, schwanken die Bildungskosten in Thailand stark, von praktisch kostenlos bis über eine Million Baht pro Jahr. Durchschnittliche Gebühren internationaler Schulen liegen bei etwa THB500.000 pro Jahr. Diese Summe ändert sich aber von Jahr zu Jahr, da die Gebühren mit jeder Klassenstufe steigen. Eltern von Zwölftklässlern zahlen also deutlich mehr als Kindergarteneltern.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Kosten wie Bewerbungsgebühren, Kautionen und Materialkosten.

Hier eine Übersicht der durchschnittlichen Jahresgebühren einiger bekannter Schulen in Thailand. Diese Werte gelten nur für den regulären Unterricht, manche Schulen bieten zusätzliche Programme gegen Aufpreis an.

 Triam Udom SuksaBangkok Christian CollegeRuamrudee International SchoolHarrow International SchoolNIST International School
Schultyp:StaatlichPrivatInternationale (USA)Internationale (UK)Internationale (IB)
Kindergarten:THB544.400THB646.100THB628.200
Klasse 1-6/P1-P6:THB40.000THB686.000THB852.600THB842.800
Klasse 7-9/M1-3:THB38.000THB716.000THB933.900THB923.700
Klasse 10-13/M4-6:THB12.000THB80.000THB786.000THB1.012.200THB1.094.500
„P“ steht in dieser Tabelle für „prathom“ (thailändische Grundschule), „M“ für „matthayom“ (thailändische Sekundarstufe).

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert das thailändische Bildungssystem?

Die Grundbildung dauert 12 Jahre und gliedert sich in drei vom Bildungsministerium festgelegte Stufen: Grundschule (Klasse 1-6, Prathom oder P1-6), Unterstufe (Klasse 7-9, Matthayom oder M1-3) und Oberstufe (Klasse 10-12, M4-6).

Besteht in Thailand Schulpflicht?

Ja, allerdings nur für 9 Jahre, von der 1. bis zur 9. Klasse (M3). Die Oberstufe (M4-6) ist gesetzlich nicht verpflichtend, aber kostenlos.

Ist die staatliche Schule in Thailand wirklich kostenlos?

Kostenlose Bildung gibt es länger als die reine Schulpflicht, nämlich 15 Jahre, vom Kindergarten bis zur 12. Klasse (M6), im Rahmen des 15-Jahre-Programms. Eltern zahlen aber weiterhin meist für Uniformen, Bücher und Schulmaterial.

Können Expat-Kinder eine staatliche Schule in Thailand besuchen?

Staatliche Schulen stehen auch nicht-thailändischen Kindern offen, etwa aus binationalen Familien. Der Unterricht läuft aber überwiegend auf Thai, und die Zulassungsvoraussetzungen solltest du direkt bei der jeweiligen Schule erfragen.

Was unterscheidet staatliche, private und internationale Schulen?

Staatliche und private Schulen folgen beide dem thailändischen Lehrplan, wobei private Schulen gegen Gebühr kleinere Klassen und bessere Ausstattung bieten. Internationale Schulen folgen dagegen einem britischen, amerikanischen oder IB-Lehrplan.

Was ist eine zweisprachige Schule oder eine English-Program-Schule (EP)?

EP- und Mini-English-Program-Schulen (MEP) folgen dem thailändischen Lehrplan, unterrichten Kernfächer wie Mathematik und Naturwissenschaften aber auf Englisch, während andere Fächer auf Thai bleiben. Sie sind damit ein Mittelweg zwischen einer rein thailändischsprachigen und einer vollständig internationalen Schule.

Wie läuft das Schuljahr in Thailand ab?

Staatliche Schulen in Thailand haben zwei Semester pro Jahr, etwa von Mitte Mai bis Anfang Oktober und von November bis März. Die genauen Termine legt das Bildungsministerium jährlich neu fest. Internationale Schulen orientieren sich oft eher am westlichen Schuljahr.

Brauchen internationale Schulen ein Studentenvisum?

Nicht-thailändische Kinder brauchen für eine langfristige Einschreibung in der Regel ein Bildungsvisum (ED) oder einen vergleichbaren Status. Die genauen Anforderungen legt die thailändische Einwanderungsbehörde in Abstimmung mit der Schule fest.

Quellen

Und jetzt bist du dran

In Thailand gibt es viele großartige Schulen, die für praktisch jede Expat-Familie passen.

Dank der großen Auswahl an internationalen Schulen wird die Ausbildung deiner Kinder auch beim Umzug nicht unterbrochen, egal ob sie aus den USA, Großbritannien oder von sonst woher kommen.

Egal, woher du kommst: Deine Kinder können in Thailand eine hochwertige und zugleich erschwingliche Ausbildung bekommen.

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