Fitness in Bangkok: Der komplette Guide zu Sport, Locations und Preisen

Fit bleiben in Bangkok – leichter gesagt als getan.

Flüssige Kalorien lauern überall: Cocktails, Bier, Smoothies mit Palmzucker. Und da Thailand mehr Feiertage als Monate im Jahr hat, gibt es eigentlich immer einen Grund, essen und trinken zu gehen.

Selbst wenn man sich fest vornimmt, in Form zu bleiben, stellt Bangkok sich quer – hält einen am Schreibtisch, am Barhocker und im Bett.

Als die Stadt zuletzt die Grünflächen zählte, half man sich damit, Verkehrsinseln und Kreisverkehre mitzuzählen – um die Zahl weniger deprimierend zu machen.

Dazu kommen die ganz praktischen Hürden, wenn man sich zu einem gesünderen Lebensstil durchringen will:

  • Parks mit begrenzten Öffnungszeiten
  • sengende Hitze tagsüber
  • lange Pendelwege abends

Doch ganz hoffnungslos ist die Lage nicht.

24-Stunden-Fitnessstudios, Aerobic-Kurse im Freien und exklusive Sportclubs helfen dabei, die überflüssigen Kilos loszuwerden.

Ob Du Bangkok nur kurz besuchst oder Deinen Alltag langfristig umkrempeln möchtest – dieser Guide zeigt Dir, was die Stadt zu bieten hat.

Alle Stadtteile und Sportarten lassen sich unmöglich abdecken. Deshalb habe ich eine Auswahl für verschiedene Budgets, Interessen und Lagen zusammengestellt – als guten Ausgangspunkt.

Wo es sich anbot, habe ich auf spezialisierte Websites verlinkt, die einzelne Sportarten ausführlicher behandeln.

Kostenlose Fitnessmöglichkeiten

In Sachen Essen, Wohnen und Versicherungen ist Thailand deutlich günstiger als die meisten europäischen oder nordamerikanischen Länder.

Bei Fitnessstudios sieht das anders aus: Monatsbeiträge können mitunter höher sein als das, was man daheim in Deutschland zahlt.

Hin und wieder tauchen aber echte Schnäppchen auf. Wer einen etwas längeren Anfahrtsweg in Kauf nimmt, findet erstklassige Einrichtungen – manche kostenlos, manche für etwa 1 € im Jahr.

Zunächst zu den beiden kostenlosen Optionen:

  • Parks
  • Zuhause

Parks

Bangkoks Parks sind eine prima Möglichkeit, kostenlos Sport zu treiben. Eintritt wird in den meisten Parks nicht erhoben – und Parkplätze sind ebenfalls gratis.

Eine Ausnahme ist der Suan Luang Rama 9: Zwischen 7:00 und 17:00 Uhr kostet der Eintritt 10 Baht, für ein Auto kommen 20 Baht Parkgebühr hinzu.

Die Öffnungszeiten variieren je nach Park, reichen aber generell von etwa 4:30 Uhr morgens bis 21:00 Uhr abends.

Hier eine Liste beliebter Bangkoker Parks, in denen man laufen, Rad fahren, Aerobic machen und vieles mehr kann:

Die größeren Parks verfügen über kostenlose Geräte für Mobilität und Krafttraining.

Die Open-Air-Aerobic-Kurse, die abends ab etwa 17:00 Uhr in Bangkoks Parks stattfinden, sind deutlich günstiger als ein Abo im Fitnessstudio.

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Manchmal veranstalten auch lokale Supermärkte Aerobic-Treffen.

Morgens treffen sich in den oben genannten Parks auch Tai-Chi-Gruppen. Abends kommen verschiedene Gruppen zusammen, um weniger bekannte asiatische Bewegungsübungen zu praktizieren.

In Bangkoks Parks findet man morgens vor allem Übungen zur Mobilität, Flexibilität und Meditation – aerobe Aktivitäten hingegen eher abends.

Die eigenen vier Wände

Viele Wohnhäuser und Apartments in Bangkok haben ein eigenes Fitnessstudio – als Bewohner kann man es kostenlos nutzen.

Die Ausstattung erinnert oft an ein Hotel-Gym: ein paar Kurzhanteln, Kraftmaschinen, freie Gewichte und Cardiogeräte.

Wer in Bangkok eine Wohnung mit Gym sucht, findet Hilfe in unserem Guide zum Mieten in Bangkok.

Kein Gym in der eigenen Wohnung? Einfach Freunde fragen – vielleicht kann man deren Studio mitnutzen.

Mit einem Trainingspartner an der Seite fällt es leichter, sich selbst zur Rechenschaft zu ziehen. Und mehr Spaß macht es außerdem.

Auf Facebook lässt sich schnell jemand finden, der für sportliche Aktivitäten zu haben ist.

Wenn alles andere nicht klappt, gibt es immer noch YouTube-Workouts – für die man kaum Ausrüstung braucht.

Freunde und die Community auf /r/Fitness schwören auf die Workouts von:

Fitnessstudios und Sportclubs

Bangkoks Fitnessstudios und Sportclubs lassen sich grob in verschiedene Segmente einteilen.

Studios sind günstiger und bieten die übliche Ausstattung und Infrastruktur.

Sportclubs sind in der Regel exklusiver – die Preise beginnen jedoch auf dem Niveau der Mall-Studios.

In diesem Abschnitt erfährst Du mehr über:

  • Krafttraining und Cardio
  • Kurse besuchen
  • Boutique-Gyms
  • Sportclubs

Krafttraining und Cardio

Günstige Studios sind kleine, teils überdachte, teils offene Gyms verteilt über die ganze Stadt.

Für Krafttraining oder Cardiogeräte sind sie eine Stufe über dem Studio im eigenen Gebäude oder Hotel.

Zur Ausstattung gehören Laufbänder, Ellipsentrainer, Langhanteln, Kurzhanteln, Kniebeugestangen und weiteres Equipment.

Überdachte Studios haben Duschen und Schließfächer und finden sich oft in Stadthäusern nahe Wohngebieten.

Die günstigeren Varianten haben keine Klimaanlage oder sind sogar im Freien – also auf eine ordentliche Portion Schweiß einstellen.

Je nach Lage bewegen sich die Tagespreise zwischen 100 und 400 Baht.

Tagestickets gibt es häufig genau hier. Monatsbeiträge liegen zwischen 700 und 2.000 Baht.

Am einfachsten findet man ein solches Gym, indem man die lokalen Motorradtaxis auf der eigenen Straße nach „Fitness“ fragt – die Aussprache fit-ned auf Thailändisch klappt dabei oft besser.

Kurse und Juice Bars

Eine Stufe über einfachen Studios stehen Franchise-Fitnessstudios. Sie sind überall in der Stadt zu finden – in Malls und einigen Bürogebäuden.

Zwei der bekanntesten Ketten sind:

Ihr Hauptvorteil liegt im breiten Kursangebot mit Trainern in einem gehobeneren Ambiente. Was die Geräte angeht, sind sie mindestens auf dem Niveau von Studios daheim – oft sogar besser.

Preise, Auslastung und Ausstattung variieren je nach Standort erheblich.

Jahresbeiträge starten bei rund 2.000 Baht im Monat – Kurse inklusive, Personal Training extra.

Einige Ketten bieten auch kürzere Mitgliedschaften an. Wer sich für mehr als ein Jahr verpflichtet, zahlt unter 1.500 Baht im Monat.

Ausnahmen sind Probe-Zeiträume von 3 bis 30 Tagen – nicht für Touristen verfügbar, in der Regel einmal pro Franchise für Einwohner erhältlich.

Die 3-Tage-Probemitgliedschaft bekommt man meist direkt auf der Website. Das 7-Tage-Angebot gibt es zwar auch, aber seltener.

Wer ins Studio kommt, um die Einrichtungen zu testen, wird schon vor dem Betreten mit einem Abo-Angebot konfrontiert.

Das Sonderangebot, das „nur heute“ gilt (Spoiler: gibt es immer), ist keine Seltenheit. Einfach sagen, dass man erst testen möchte – danach lässt das Personal einen in Ruhe.

Wichtig: verhandeln. Wer feilscht, bekommt oft 20 % Rabatt auf den Listenpreis.

Boutique-Gyms

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Superkimbo mit Guentheralex bei Aspire.

Einige Gyms lassen sich in keine der üblichen Kategorien einordnen.

Dazu zählen unter anderem:

Diese Studios setzen auf Personal-Training-Sessions. Kleiner und teurer als normale Studios werben Boutique-Gyms mit individuellerem Betreuungsangebot.

Sportclubs

Wer über das klassische Laufen, Radfahren und Krafttraining hinausgehen möchte, findet in den zahlreichen Sportclubs der Stadt interessante Alternativen.

Monatliche Beiträge beginnen auf dem Niveau eines gehobenen Studios. Aufnahmegebühren können jedoch stark variieren – bei exklusiven Clubs mit Stimmrecht sind es teils mehrere zehntausend Dollar.

The British Club

Einer der ältesten Clubs Bangkoks, The British Club, bietet in Silom 18 im Stadtzentrum einen guten Sportclub.

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Ursprünglich nur für britische – und später Commonwealth-Bürger – steht der Club heute allen offen.

Für Einzelmitglieder unter 30 Jahren beginnen die Preise im ersten Jahr bei 59.546 Baht.

The Royal Bangkok Sports Club

Der exklusivste geschlossene Sportclub Bangkoks – und der mit den schönsten Anlagen der Stadt.

Ohne Empfehlung eines bestehenden Mitglieds oder Heirat in den Club – plus 3 Millionen Baht Aufnahmegebühr – kommt man hier nicht rein.

ClassPass

Wer gerne Kurse besucht oder viel reist, sollte sich ClassPass anschauen.

Das monatliche Abo ermöglicht den Zugang zu Kursen bei allen Partneranbietern.

Die großen Bangkoker Fitnessketten habe ich dort zwar nicht gesehen, dafür aber viele kleinere, unabhängige und hochwertigere Studios.

Das Angebot reicht von AquaBiking und Crossfit bis zu Yoga und Zumba.

Der Haken: Denselben Kurs kann man höchstens dreimal im Monat besuchen – manchmal sogar nur einmal.

Studios nutzen ClassPass als Marketinginstrument und versuchen, beim Besuch das eigene Abo zu verkaufen.

Personal Trainer

Wer es wirklich ernst meint mit dem Fitbleiben, dem empfehle ich, einen Personal Trainer zu engagieren.

Er kann ein Trainingsprogramm auf die eigenen Ziele zuschneiden, einen Ernährungsplan erstellen und sicherstellen, dass die Übungsausführung korrekt ist.

So lässt sich schneller Muskelmasse aufbauen, ohne das Verletzungsrisiko zu erhöhen.

Einige Studios setzen ganz auf trainerbasierte Workouts.

Aspire direkt neben dem BTS Asok ist eines davon. Der Club bietet flexible Trainingsprogramme in Premium-Atmosphäre.

Zertifizierte internationale Trainer passen die Workouts individuell an die persönlichen Ziele an.

Preise ab 600 bis 6.000 Baht im Monat.

Nicht die günstigste Option – aber ein guter Einstieg, um ein funktionierendes Programm zu entwickeln und von Anfang an Fehler beim Gewichtheben zu vermeiden.

Ich trainiere inzwischen auf eigene Faust, aber das Programm basiert noch immer auf dem, was mir mein Personal Trainer vor ein paar Jahren beigebracht hat.

Einfache Studios in Bangkok haben in der Regel keine eigenen Trainer fest angestellt – erlauben aber meist, eigene mitzubringen.

Für einen privaten Trainer rechnet man mit rund 1.500 Baht pro Stunde. Externe Trainer können auch in normalen Studios oder im Fitnessstudio des eigenen Kondos trainieren.

So lässt sich auch ein englischsprachiger Trainer finden.

Alternativ kann man sich an Fitthai (Trainerzertifizierungen) wenden oder auf Bangkok Expats nach Empfehlungen fragen.

Trainer gibt es auch in Fitness-Ketten in Malls – allerdings sind dort keine externen Trainer erlaubt.

Je nach Studio können Personal-Trainer-Pakete aggressiv beworben werden. Also vorbereitet sein.

Laufen

In den letzten Jahren hat Bangkok einen regelrechten Lauf-Boom erlebt.

Die beliebtesten Strecken werden inzwischen nach der Arbeit richtig voll.

Laufen ist übrigens auch gut für die mentale Gesundheit.

Dieser Boom schlägt sich auch im Wettkampfsport nieder: Wer es sportlich mag, findet inzwischen zahlreiche kurze und lange Rennen – einschließlich Marathons.

Ich selbst bin früher leidenschaftlich gelaufen, bin aber inzwischen etwas aus dem Thema raus.

Mein Freund Chris Bickle hat mir dabei geholfen, den folgenden Abschnitt zusammenzustellen (Fehler gehen auf mein Konto).

Folgendes wird abgedeckt:

  • Tracks und Runden
  • Laufclubs
  • Rennen

Tracks und Runden

Die bekanntesten Laufstrecken sind:

Diese Parks gehören gleichzeitig zu den belebtesten.

Über die Stadt verteilt gibt es weitere Parks und Stadien mit ähnlich langen oder kürzeren Runden – die für viele leichter erreichbar sein dürften.

Wer für einen Marathon trainiert, tut sich auf einer 2,5-km-Runde keinen Gefallen. Für längere Läufe lohnt sich daher ein Ausflug etwas weiter raus.

Rama 9 Park in Bangna hat eine 5-km-Runde mit vielen Kurven, Highlights und gepflegten Gärten.

Man kann sie sogar mit der 4-km-Runde im Nong Bon Park (oder Nong Bon Swamp Park, wie Google Maps ihn nennt) verbinden.

Wer Umwege in Kauf nimmt, kann die Route auf bis zu 15 km ausdehnen.

Bangkoks „grüne Lunge“, Bang Krachao, ist eine weitere Option für Langstreckenläufer, die auch Wert auf Landschaft legen.

Die Gegend ist eigentlich für Radfahren bekannt, bietet aber eine 14-km-Runde, die sich genauso gut laufen lässt.

Dazu kommen diverse Khlongs (Kanäle), Nebenrouten und Gassen, die sich schwer konkret beschreiben lassen.

Am besten entdeckt man sie durch einen Laufclub: Sport treiben, die Stadt erkunden und Gleichgesinnte treffen – alles auf einmal.

Laufclubs

Bangkok Runners ist eine große Gruppe von Expats, die im Lumpini Park und Benjakitti Park laufen. Außerdem stehen Bang Krachao, Läufe entlang der BTS-Linien sowie Gassen und Kanäle auf dem Programm.

Neben Bangkok unternimmt die Gruppe auch Ausflüge nach Khao Kheow und Khao Mai Keao für Trail-Runs.

Rennen

Wie andere Sportarten hat auch Laufen in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Wer an einem Rennen in Bangkok teilnehmen möchte, sollte sich früh anmelden – die größeren Veranstaltungen sind schnell ausgebucht.

Erfahrene Läufer sagen zwar, dass die besten Rennen außerhalb Bangkoks stattfinden. Die Stadt selbst bietet aber einige interessante Wettkämpfe.

Schwimmen

Viele gehobene Wohnhäuser in Bangkok haben Swimmingpools. Manche sind gut gepflegt – andere weisen eine Farbe auf, die eher auf Photosynthese hindeutet.

Die günstigsten Schwimmbäder findet man im Benjasiri Park, im Lumpinee Park sowie im Thai Japanese Youth Center (olympische Größe).

Für 40 Baht im Jahr sind sie ein echtes Schnäppchen – wobei einige zusätzlich eine Gebühr pro Besuch erheben.

Allerdings sind dafür einige Dokumente und ein ärztliches Attest erforderlich. Das Attest bekommt man z. B. bei einem Gesundheitscheck.

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Schwimmbad in der Virgin-Active-Filiale im EmQuartier.

Eine gehobene Indoor-Alternative mit großzügigeren Öffnungszeiten bieten die Virgin Active-Studios im EmQuartier und im Empire Tower.

Beide haben 20-Meter-Schwimmbecken (der Standort im West Gate nicht).

Je nach Club und Mitgliedschaftsdauer zahlt man rund 3.000 Baht im Monat.

Wer keine Zeit hat, sich bei den Youth Centers anzumelden, und nur während eines kurzen Aufenthalts einen Pool nutzen möchte, bekommt hier Tageskarten:

Yoga

Unter den achtsamen Sportarten ist Yoga in Bangkok wohl am bekanntesten.

Das Angebot ist groß. Drop-in-Kurse in spezialisierten Studios starten ab etwa 400 Baht.

Eine Ausnahme bildet das Bangkok Farmer’s Market Community Yoga sowie einige Yogagruppen auf meetup.com, die auf Spendenbasis funktionieren.

Wer regelmäßig Yoga macht, fährt mit einem Monatsabo besser.

Viele der oben genannten besseren Studios bieten auch regelmäßige Yogakurse an.

So lässt sich Yoga mit anderen Kursen und Workouts kombinieren – zu einem Preis, der meist unter dem der spezialisierten Yogastudios liegt.

Ich bin mit den Basic-Hatha-Yoga-Kursen bei WeFitness sehr zufrieden – hauptsächlich wegen der günstigen Lage.

Wer mehr möchte: Durch ganz Thailand gibt es Yoga-Retreats.

Muay Thai

Neben dem Zuschauen bei Muay-Thai-Kämpfen reicht das Spektrum der Interessierten von Leuten, die schlicht ein gutes Workout suchen, bis hin zu ernsthaften Kämpfern.

Verschiedene Gyms sprechen verschiedene Zielgruppen an – in vielen herrscht ein bunter Mix.

Gyms, die sich auf Anfänger und Ausländer ausrichten, sind oft teurer.

Früher kamen dort vor allem Muay-Thai-Touristen. Heute zieht es zunehmend Büroangestellte an, die nach einem guten Workout suchen.

In ernsthaften Gyms dagegen kann man manchmal kostenlos trainieren, wenn man einen Vertrag unterschreibt – bis es so weit ist, können aber ein paar Monate vergehen.

Workout

Freunde, die Muay-Thai-Gyms für intensive Workouts nutzen, haben mir folgende Studios empfohlen.

Kru Dam

Kru Dam ist bei der BTS-Klientel beliebt. Die bekannteste Filiale liegt am Sukhumvit 24 – mit weiteren Standorten in der Stadt und anderen Provinzen.

Die Trainingseinheiten finden in Gruppen von zwei bis drei Personen mit einem Trainer statt und konzentrieren sich auf Calisthenics.

Eine Einheit kostet laut Website 550 Baht.

Chacrit Muay Thai School

Die Chacrit Muay Thai School wurde mir von einem Freund empfohlen, der abends nach der Arbeit trainiert.

Am Sukhumvit 39 gelegen, ist sie nicht weit von Asoke und Thong Lor entfernt.

Walk-ins zahlen 800 Baht pro Stunde. Ein 15-Einheiten-Pass kostet 6.000 Baht und ist drei Monate gültig.

Die Schule hat eine ausgeprägte Muay-Boran-Ausrichtung – dem älteren Vorläufer des Muay Thai, der stärker auf traditionelle Methoden des Nahkampfs ausgerichtet ist.

Wer einfach nur ein günstiges, intensives Workout sucht, lohnt es sich, die eigene Nachbarschaft zu erkunden – vielleicht liegt etwas Passendes direkt um die Ecke.

Wer kein Thai spricht, sollte jemanden mitnehmen, der übersetzen kann – um schmerzhafte Missverständnisse zu vermeiden.

Kämpfen

Die ernsthaftesten Kampfsport-Gyms befinden sich außerhalb Bangkoks. Aber auch in der Stadt gibt es einige bekannte Adressen.

Einige sind anfänger- und ausländerfreundlicher. Andere setzen voraus, dass man die Trainingsabläufe und den Verhaltenskodex bereits kennt.

Die folgenden Gyms wurden mir von Freunden empfohlen, die Muay Thai ernsthafter betreiben.

Muay Thai Sasiprapa

Muaythai Sasiprapa ist eine legendäre Adresse für alle, die es mit dem Kämpfen ernst nehmen – und schon seit langer Zeit im Geschäft.

Unterkunft und Verpflegung werden vor Ort nicht angeboten, das Gym liegt aber in einem Wohngebiet – Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe sollten sich finden lassen.

Trainerpreise: 6.000 Baht im Monat (eine Einheit täglich) bis 12.000 Baht im Monat (zwei Einheiten täglich).

Sangtiennoi

Sangtiennoi ist ein weiteres legendäres Kampfsport-Gym, gegründet vom berühmten Muay-Thai-Kämpfer, dem „Deadly Kisser“.

Der Listenpreis von 1.500 Baht pro Tag spiegelt den Ruf des Gyms wider.

Wenige Sportarten sind so umstritten wie Muay Thai.

Über Lumpini oder Benjakitti als bessere Laufrunde streitet sich niemand so heiß.

Die oben genannten Muay-Thai-Gyms sind als Einstiegspunkt gedacht.

Wer tiefer in die Muay-Thai-Welt Bangkoks eintauchen möchte, findet ausführliche Bewertungen der beliebtesten Gyms in unserem Artikel über Muay-Thai-Gyms in Bangkok.

Fitnessausrüstung kaufen

In den meisten Kaufhäusern Bangkoks gibt es Sportbereiche mit gängiger Fitnessausrüstung.

Das Sortiment umfasst Kurzhanteln, Yogamatten, Kraftsportgeräte und Cardiogeräte.

Noch mehr Auswahl bieten spezialisierte Sportgeschäfte wie FBT.

Fitnessgeräte lassen sich auch online kaufen.

Mein persönlicher Favorit ist Lazada. Mit über 100.000 Gesundheitsprodukten – darunter Fitnessgeräte und Nahrungsergänzungsmittel – und Lieferung innerhalb weniger Tage.

Gesunde Ernährung

Ernährung und Sport gehören zusammen. Neben Straßenküche und Supermarkt gibt es auch verschiedene Lieferdienste:

  • Grab
  • Lazada
  • LINEMAN

Mehr Infos gibt es in unserem Guide zu Bio-Lebensmitteln in Bangkok.

Weitere Sportmöglichkeiten

Neben den einzeln genannten Sportarten gibt es in Bangkok auch eine Reihe klassischer Teamsportarten – die den Rahmen dieses Artikels etwas sprengen würden.

Basketball, Badminton und – etwas seltener – Fußball lassen sich in der ganzen Stadt drinnen und draußen spielen.

Google Maps hilft dabei, einen Platz zu finden, der womöglich nur ein paar Gassen vom eigenen Kondo entfernt liegt.

Wer etwas Lokales ausprobieren möchte: Sepak Takraw ist bei Motorradtaxi-Fahrern sehr beliebt. Nach der Arbeit sieht man sie manchmal in den Hintergassen Bangkoks dabei spielen.

Wer Abwechslung sucht, findet in Bangkok auch einige exotischere Sportangebote. Neben Tischtennis stehen zur Wahl:

Physiotherapie

Ein kurzes Wort für alle, die mit gesundheitlichen Einschränkungen trainieren möchten.

Wer sich von einer Verletzung erholt oder beim Sport besonders vorsichtig sein muss, findet in Bangkok Studios, die mit Physiotherapeuten zusammenarbeiten.

Bei akuteren Problemen ist Bumrungrad International eine gute Anlaufstelle. Samitivej und das Siriraj Hospital sind ebenfalls empfehlenswert – ich war nach meiner Knieverletzung selbst bei Ärzten in beiden Häusern.

Bei meiner Recherche zu Krankenhäusern und Krankenversicherungen in Thailand haben mir meine Thai-Freunde das staatliche Lerdsin Hospital in Silom für Sportverletzungen empfohlen.

Es kann dort sehr voll werden. Der Vorteil: Das Lerdsin Hospital liegt zentral und ist deutlich günstiger als Privatkliniken.

Dresscodes

In Thailand ist es nicht üblich, mit nacktem Oberkörper durch die Straßen oder Parks zu laufen oder im Gym sehr freizügige Sportkleidung zu tragen.

Nur wenige Männer trainieren oder laufen in Thailand ohne Shirt. Ausnahmen gibt es in touristischen Gebieten – aber in Bangkoks Parks und Studios gehört das Shirt dazu.

Auch Thai-Frauen kleiden sich beim Sport eher konservativ und tragen selten etwas, das viel Haut zeigt.

Als Westler bekommt man beim Thema Etikette in Thailand etwas mehr Spielraum. Wer sich anpassen möchte, orientiert sich an den Thais.

Und die Dresscode-Hinweise an Gym-Wänden und -Türen sollte man ohnehin immer beachten.

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