Ein umfassender Leitfaden zum Gesundheitssystem in Thailand für Expats: wie öffentliche und private Krankenhäuser sich unterscheiden, welche Versicherungsoptionen es gibt, welche Medikamente Du mitbringen darfst und was im Notfall zu tun ist.
Der Umzug in ein neues Land bringt für die meisten Expats einige Sorgen mit sich, und die medizinische Versorgung steht dabei sicher ganz oben auf der Liste, besonders für ältere Expats und für alle, die aus Ländern mit großzügigen staatlichen Gesundheitssystemen kommen. Bekomme ich die Medikamente, die ich brauche? Ist die medizinische Versorgung gut? Und wie vermeide ich den finanziellen Ruin, falls mir etwas zustößt? Das sind Fragen, die sich viele Expats stellen.
Wir können Dir die meisten Deiner Sorgen rund um die Gesundheitsversorgung in Thailand nehmen. Ja, Du wirst in aller Regel Deine Medikamente bekommen. Ja, die Qualität der medizinischen Versorgung ist gut, in Großstädten sogar hervorragend, wenn Du bereit bist, etwas mehr zu zahlen. Und es gibt zahlreiche großzügige Versicherungsmodelle, die Deine Kosten abdecken. Unter Umständen hast Du sogar Anspruch auf staatliche Unterstützung.
In diesem Artikel stellen wir Dir die Optionen vor, die Dir in Thailand zur Verfügung stehen, sowie die Frage, wie Du sie bezahlst. Außerdem geben wir Dir einen kurzen Überblick darüber, was im Notfall zu tun ist und wohin Du Dich bei alltäglichen Beschwerden wenden kannst.
Contents
Das Wichtigste in Kürze
- Thailand verfügt über einen erstklassigen privaten Krankenhaussektor; Spitzeneinrichtungen wie das Bumrungrad International bieten Komfort auf Luxushotel-Niveau bei jederzeit verfügbarer Facharztbehandlung.
- Öffentliche Krankenhäuser sind günstig, aber oft überfüllt und haben besonders außerhalb Bangkoks selten englischsprachiges Personal.
- Das Sozialversicherungssystem steht berufstätigen Expats offen und deckt eine kostenlose jährliche Vorsorgeuntersuchung, Zahnbehandlungen bis THB900 sowie die Behandlung in einem festgelegten Krankenhaus ab.
- Die staatliche Gesundheitsversorgung (Universal Healthcare) steht nur thailändischen Staatsbürgern offen; Expats benötigen eine private Versicherung oder zahlen selbst.
- Lokale Versicherungspläne sind günstiger und wickeln Zahlungen schneller ab, decken aber in der Regel keine medizinische Behandlung im Ausland ab.
- Die meisten Medikamente sind in thailändischen Apotheken problemlos erhältlich und kosten deutlich weniger als im Westen.
- Prüfe vor der Einreise immer die Liste kontrollierter Substanzen der thailändischen FDA, denn die Strafen bei Verstößen sind hart.
- Im medizinischen Notfall wähle 1669 für einen öffentlichen Krankenwagen, 199 für die Feuerwehr und 191 für die Polizei.
Qualität der Gesundheitsversorgung
Die Qualität der medizinischen Versorgung in Thailand ist im Allgemeinen sehr gut. Das Gesundheitssystem des Landes gehört durchgehend zu den bestbewerteten der Welt. Auch die Erschwinglichkeit macht Thailand zu einem beliebten Ziel für Medizintourismus.
In der Regel ist es einfach, fast sofort einen Facharzt für so gut wie jedes gesundheitliche Problem zu sehen, wenn Du bereit bist, eines der besseren privaten Krankenhäuser zu nutzen. Ein Aufenthalt in einem von Thailands Top-Krankenhäusern, etwa dem Bumrungrad International Hospital, kann sich eher wie ein Aufenthalt in einem 5-Sterne-Luxushotel anfühlen, mit privaten Suiten und rund um die Uhr erstklassiger Betreuung, allerdings zu einem entsprechenden Preis.
Expats berichten immer wieder, dass private Krankenhäuser in Bangkok, darunter das Bumrungrad International, das Bangkok Hospital und Samitivej, zu den besten gehören, die sie weltweit erlebt haben: mit englischsprachigem Personal, kurzen Wartezeiten und einer Versorgung, die nur einen Bruchteil dessen kostet, was eine vergleichbare Behandlung in den USA oder Großbritannien kosten würde.
Viele der besten Krankenhäuser Thailands liegen, wenig überraschend, in Bangkok, auch wenn es in den anderen großen Städten des Landes einige gute medizinische Zentren gibt. Je weiter man aufs Land kommt, desto mehr lässt die Qualität nach, doch selbst in den Provinzstädten kannst Du meist schnell und günstig einen qualifizierten Arzt aufsuchen.
So gut wie alle Medikamente, die Du brauchst, bekommst Du problemlos in den zahlreichen Apotheken des Landes, allerdings handelt es sich dabei oft um Generika statt der Markenmedikamente, die Du vielleicht gewohnt bist.
Öffentliche Krankenhäuser
Die meisten öffentlichen Krankenhäuser in Thailand unterstehen dem Gesundheitsministerium. Unter diesem Dach finden sich sehr unterschiedliche Einrichtungen, von winzigen Gemeindegesundheitszentren in abgelegenen Dörfern bis hin zu riesigen Krankenhäusern in den Großstädten.
Wie zu erwarten, sind die Preise in öffentlichen Krankenhäusern deutlich günstiger als in privaten, sowohl für Behandlungen als auch für Medikamente. Der Nachteil: Sie sind meist auch deutlich überfüllter, und Du solltest damit rechnen, lange warten zu müssen, bis Du an der Reihe bist. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass Arzt oder Pflegepersonal kein Englisch sprechen, was außerhalb Bangkoks noch einmal deutlich zunimmt.
Einige der großen medizinischen Fakultäten Thailands, etwa Siriraj und Chulalongkorn, betreiben eigene Krankenhäuser. Da es sich um Ausbildungszentren handelt, verfügen sie oft über die modernste medizinische Ausstattung sowie erfahrene und kompetente Ärzte. Der Nachteil: Auch hier ist es meist überfüllt, weshalb Du früh dran sein solltest, wenn Du eines dieser Krankenhäuser besuchen möchtest.
Mehr Informationen findest Du in unserem Artikel über private Krankenhäuser in Bangkok oder in unserem Leitfaden zum Besuch von Krankenhäusern in Thailand.
Private Krankenhäuser
Als Expat wirst Du für die meisten Deiner medizinischen Bedürfnisse eher private Krankenhäuser nutzen, besonders wenn Du aus dem Westen kommst. Private Krankenhäuser in Thailand bieten meist einen hohen Versorgungsstandard, der nur einen Bruchteil dessen kostet, was private Behandlung in den meisten westlichen Ländern kosten würde.
Übrigens solltest Du jede Vorstellung, die Du von einem Krankenhaus in Thailand haben magst, gleich wieder verwerfen. Es gibt hier keine düsteren Flure voller Patienten auf Rollbetten und gehetzter Ärzte, die in Stunde 30 ihrer endlosen Schicht durch die Gänge eilen.
Die besten privaten Krankenhäuser in Bangkok fühlen sich eher wie luxuriöse Resorts an, nur mit Fachärzten, die auf Abruf für Dich verfügbar sind.
Zugegeben, private Krankenhäuser sind deutlich teurer als staatliche, aber mit einer soliden Krankenversicherung (siehe unten) sollten sich die Kosten in Grenzen halten.
Zu den besten privaten Krankenhäusern zählen das Bumrungrad International Hospital, das Sukumvit Hospital und Samitivej in Bangkok, Chiang Mai Ram sowie, etwas verwirrend, das Bangkok Hospital in Chiang Mai und das Vachira Hospital in Phuket. Weitere Empfehlungen und Kontaktdaten findest Du in unserem Artikel über Krankenhäuser in Thailand.
So bezahlst Du Deine Gesundheitsversorgung
Zwar bietet Thailand eine kostenlose Gesundheitsversorgung am Ort der Behandlung an, doch die meisten staatlichen Programme stehen nur thailändischen Staatsbürgern offen (mit einer Ausnahme, dazu gleich mehr). Als Expat wirst Du daher wahrscheinlich eine private Krankenversicherung brauchen oder wollen.
Die gute Nachricht: Wenn Du hier arbeitest, stellt Dir Dein Arbeitgeber wahrscheinlich als Teil des Arbeitsvertrags eine Krankenversicherung zur Verfügung. Bei einem guten Arbeitgeber reicht das möglicherweise schon aus. Meist deckt der angebotene Schutz aber nur Notfälle und grundlegende medizinische Leistungen ab. Für alles Weitere lohnt sich in der Regel eine umfassendere Krankenversicherung.
Werfen wir einen Blick auf die verfügbaren Optionen:
Staatliche Gesundheitsprogramme
Universelle Gesundheitsversorgung
Die thailändische Regierung bietet mehrere Programme an, um die Gesundheitskosten für Bedürftige abzudecken, etwa das Civil Servant Medical Benefit System (CSMBS) oder das Sozialversicherungssystem. Das mit Abstand am meisten genutzte Programm ist das Universal Coverage Scheme (UCS), das rund 99,5 % der Bevölkerung abdeckt. Wer in diesem Programm registriert ist, kann eine Card for Care beantragen, die zu umfassender, kostenloser medizinischer Versorgung am Behandlungsort berechtigt.
Leider steht das UCS derzeit nur thailändischen Staatsbürgern offen. Mehr Informationen findest Du in unserem Artikel über die universelle Gesundheitsversorgung in Thailand.
Sozialversicherung
Ein staatliches Gesundheitsprogramm, das glücklicherweise auch Expats offensteht, ist das Sozialversicherungssystem (SSS). Bei diesem Modell wird jeden Monat ein kleiner Betrag von Deinem Gehalt abgezogen, wodurch Du Anspruch auf eine Reihe von Gesundheitsleistungen erhältst. Dazu gehören eine kostenlose jährliche Vorsorgeuntersuchung, Zahnbehandlungen (bis THB900) und kostenlose Behandlung in einem ausgewählten Krankenhaus für alles, was als „medizinisch notwendig“ gilt, neben weiteren Leistungen.
Eine ausführlichere Übersicht der Leistungen findest Du in unserem Artikel zum Sozialversicherungssystem.
Private Versicherung
Es gibt so viele Optionen bei der Wahl einer privaten Krankenversicherung, dass die Entscheidung schnell zur Kopfschmerz-Angelegenheit werden kann. Grob lassen sie sich für Expats in Thailand jedoch in zwei Kategorien einteilen: lokale und internationale Versicherungen.
Eine ausführlichere Übersicht der Optionen findest Du in unserem Artikel über Krankenversicherung in Thailand.
Lokale Versicherung
Darunter fallen alle Krankenversicherungen von Unternehmen mit Sitz in Thailand. Zu den beliebten lokalen Versicherern zählen Axa, AIA und LMG.
Der Abschluss einer lokalen Versicherung kann sich etwas von den Policen in Deinem Heimatland unterscheiden. Statt eines jährlichen Gesamtlimits für Gesundheitsausgaben erhältst Du Obergrenzen für einzelne Leistungen, zum Beispiel maximal THB900 pro ambulantem Besuch oder THB2000 pro Nacht für Unterkunft und Verpflegung. In letzter Zeit bieten allerdings mehrere Versicherer Pläne an, die internationalen Policen deutlich ähnlicher sind, wenn auch mit niedrigeren Grenzen, wie etwa der iHealthy Ultra-Plan von Krungthai-Axa.
Einerseits ist eine lokale Versicherung meist günstiger als eine Police aus der Heimat, schon weil es weit mehr Auswahl gibt. Auch die Bearbeitung von Zahlungen geht deutlich schneller, da alles im Land abgewickelt werden kann. Ein Nachteil ist, dass lokale Policen oft weniger Flexibilität bieten als internationale Versicherungen. So bist Du beispielsweise meist nicht abgesichert, wenn Dir während einer Auslandsreise etwas zustößt.
Um Versicherungspläne zu vergleichen, schau bei der Vergleichsseite CheckDi vorbei.
Internationale Versicherung
Internationale Versicherungspläne sind solche, die Du im Ausland abschließt, die aber dennoch Versicherungsschutz in Thailand (neben anderen Ländern) bieten. Beispiele hierfür sind Reiseversicherungen und Expat-Versicherungen.
Internationale Policen bieten deutlich mehr Flexibilität, besonders wenn Du auch häufig reist. Anbieter wie Cigna Global bieten Pläne, die Behandlungen regional (etwa in ganz Asien) oder sogar weltweit abdecken. Früher boten diese Pläne deutlich höhere Deckungssummen, doch in den letzten Jahren haben sie sich den lokalen Plänen stark angenähert.
Der Nachteil: Diese Pläne können etwas teurer sein als die lokaler Versicherer. Auch die Zusammenarbeit mit einem internationalen Unternehmen kann die Bearbeitung von Zahlungen verzögern.
Mehr Informationen findest Du in unserem Vergleich der aktuell verfügbaren Expat-Versicherungen.
Apotheken
Apotheken findest Du überall in Thailand, und rezeptfreie Medikamente gegen leichtere Beschwerden zu kaufen sollte kein Problem sein.
Das Angebot reicht von großen lokalen Ketten wie Boots oder Watsons bis hin zu kleinen Familienbetrieben, die sich in Preis und Verfügbarkeit der Medikamente unterscheiden. Medikamente sind in Thailand im Vergleich zu westlichen Ländern generell günstig, und die große Auswahl in den meisten thailändischen Apotheken dürfte Dich überraschen.
Für die meisten rezeptfreien Medikamente in thailändischen Apotheken brauchst Du in der Regel kein Rezept. Bei narkotischen oder psychotropen Wirkstoffen kann das jedoch anders aussehen. Wenn Du derzeit ein bestimmtes Medikament einnimmst, solltest Du Dir am besten ein Rezept aus Deinem Heimatland sowie ein Muster besorgen und dieses gleich nach der Ankunft einem örtlichen Krankenhaus vorlegen. Wie das genau abläuft, wenn Du kontrollierte Medikamente ins Land bringen möchtest, erklären wir weiter unten.
Ausführlichere Informationen findest Du in unserem Artikel über Apotheken in Thailand.
Medikamente nach Thailand mitbringen
Wenn Du derzeit Medikamente einnimmst, solltest Du vorab auf der Website der thailändischen Food and Drugs Administration (FDA) nachsehen, ob Dein Medikament auf der Liste kontrollierter Substanzen steht.
Kontrollierte Substanzen werden in Narkotika und Psychotropika unterteilt und in weitere Kategorien untergliedert, wobei manche vollständig verboten und andere streng kontrolliert sind.
Fällt Dein Medikament in die Kategorie „legal, aber kontrolliert“, kannst Du es meist trotzdem einführen, allerdings mit etwas Papierkram. Möglicherweise musst Du Dein Medikament auch bei der Einreise beim Zoll deklarieren.
Versuche auf keinen Fall, nicht-generische Medikamente ins Land zu bringen, ohne vorher sicherzustellen, dass dies sicher und legal ist. Die Strafen für das Schmuggeln kontrollierter Substanzen sind hart, und Du willst die ersten Monate oder Jahre Deines Expat-Lebens sicher nicht in einem thailändischen Gefängnis verbringen.
Einen ausführlicheren Leitfaden findest Du in unserem Artikel darüber, was zu tun ist, wenn Du Medikamente nach Thailand mitbringen möchtest.
Wenn Du krank wirst
Bei leichten Erkrankungen in Thailand gilt wahrscheinlich das Gleiche wie zu Hause: Medikamente besorgen, zu Hause bleiben und viel ausruhen. Wie bereits erwähnt, findest Du überall Apotheken, die in der Regel gut mit rezeptfreien Schmerzmitteln, Mitteln gegen verstopfte Nase, Durchfallmedikamenten und Ähnlichem ausgestattet sind. Es lohnt sich also, bei der nächsten Apotheke vorbeizuschauen, wenn Du die Kraft dazu hast.
Das Personal in Apotheken in Bangkok und in den meisten touristisch geprägten Gebieten spricht meist gutes Englisch und ist sehr professionell, also zögere nicht, nach Rat zu fragen, wenn Du ihn brauchst.
In der Regel gehen die meisten Expats in Thailand ins Krankenhaus, wenn sie einen Arzt aufsuchen müssen, selbst bei eher leichten Beschwerden. Zwar findest Du in Bangkok auch Arztpraxen, doch diese sind oft überfüllt, und die überlasteten Ärzte haben meist wenig Zeit für Dich. Zudem besteht in manchen Krankenhäusern die Möglichkeit, dass viele Ärzte kein gutes Englisch sprechen.
Die meisten Versicherungspläne in Thailand decken ambulante Behandlungen ab. Wenn Du also ohnehin versichert bist, fährst Du meist besser damit, direkt ins Krankenhaus zu gehen, wo Du schnell einen Facharzt aufsuchen kannst.
Wenn Du in Thailand arbeitest, solltest Du wissen, dass Dir das thailändische Arbeitsrecht bis zu 30 bezahlte Krankheitstage im Jahr zusichert. Ab drei aufeinanderfolgenden Tagen musst Du ein ärztliches Attest vorlegen, also sorge dafür, dass Du eines bekommst, falls nötig. Die meisten Ärzte in Bangkok stellen ein solches Attest während der Konsultation standardmäßig aus.
Notfälle
Die Nummer, die Du im Notfall in Thailand wählst, ist 191. Wenn die Person am anderen Ende kein Englisch spricht und kein Thai-Sprecher in der Nähe ist, der Dir helfen kann, kannst Du auch die Tourist Police unter 1155 anrufen, die Dich weiterleiten.
Um direkt einen öffentlichen Krankenwagen zu rufen, wähle 1669. Öffentliche Krankenwagen werden häufig von Freiwilligen betrieben, die für Organisationen wie die Poh Teck Tung Foundation oder die Ruamkatanyu Foundation arbeiten. Wie Du Dir vorstellen kannst, ist das eine äußerst harte und undankbare Aufgabe für die Freiwilligen, also überlege Dir, eine Spende zu geben, falls Du einmal eine Sammelbüchse siehst.
Und jetzt Du
Grundsätzlich musst Du Dir um die medizinische Versorgung in Thailand keine großen Sorgen machen. Mit einer guten Krankenversicherung erwarten Dich ein hoher Versorgungsstandard in den renommierten Krankenhäusern des Landes sowie eine breite Auswahl an Medikamenten in den zahlreichen Apotheken. Nimm Dir aber die Zeit, gründlich zu recherchieren, welche Versicherung am besten zu Deinen Bedürfnissen passt.