Geld von Australien nach Thailand überweisen

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Geld von Australien nach Thailand zu schicken, muss kein Vermögen kosten. Dieser Guide zeigt die günstigsten und schnellsten Überweisungsoptionen für Expats, von spezialisierten Online-Diensten bis zu klassischen Banken, damit mehr von deinem Geld ankommt.

Wer in Thailand lebt oder plant, dorthin zu ziehen, steht früher oder später vor der Frage, wie man Geld sicher, zuverlässig und mit möglichst geringen Kosten aus Australien überweist. Laut Robbie Sampson, CEO von Orbit Remit, „haben Australier letztes Jahr über US$5,8 Millionen an unnötigen Gebühren ausgegeben, die sie sich mit einem passenderen Überweisungsdienst hätten sparen können.“

Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen zur klassischen Banküberweisung, die oft hohe Gebühren verlangt und beim Wechselkurs kräftig zulangt. Online-Geldtransferunternehmen bieten schnellen Service, niedrige Gebühren und attraktivere Wechselkurse.

Dieser Artikel hilft dabei, die verschiedenen Überweisungsoptionen zu verstehen. Er basiert auf unserer eigenen Recherche und Erfahrung mit Geldtransfers von Australien nach Thailand. Auch wenn der Fokus auf der Strecke Australien-Thailand liegt, sind die Informationen ebenso nützlich, wenn man von anderswo aus überweist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Spezialisierte Online-Dienste wie Wise, OFX, WorldFirst und TorFX schlagen die Wechselkurse australischer Banken durchgehend um 3-9%.
  • Australische Banken verlangen oft bis zu US$32 pro Überweisung plus eine Wechselkursmarge von 3-5% – bei großen Beträgen ein spürbarer Unterschied.
  • Wise nutzt den Interbankenkurs mit einer transparenten Gebühr von rund US$9 pro US$1.000; 74% der Überweisungen kommen in unter 20 Sekunden an.
  • OFX verlangt keine Überweisungsgebühr und hat ein Mindesttransfervolumen von US$250, geeignet sowohl für kleinere regelmäßige als auch für große Überweisungen.
  • WorldFirst und TorFX verlangen beide mindestens US$2.000 pro Überweisung und eignen sich für größere, seltenere Transfers, bei denen die Wechselkursmarge am meisten zählt.
  • Am besten schon vor der Abreise aus Australien Konten bei zwei oder drei Anbietern einrichten – die Identitätsprüfung läuft einfacher, solange man noch eine australische Adresse hat.
  • Wise ist inzwischen von der Bank of Thailand reguliert, unterstützt PromptPay und ermöglicht es, Thai-Baht direkt von einem thailändischen Bankkonto ins Ausland zu senden.
  • Bei großen Überweisungen lohnt es sich, den Devisenmarkt zu beobachten und bei einem günstigen AUD/THB-Kurs einen Terminkurs zu fixieren.

Unsere Erfahrung

Nachdem wir nach Thailand gezogen und dort in den Ruhestand gegangen waren, war klar, dass wir Geld von unserem australischen Bankkonto auf ein thailändisches Konto überweisen mussten – für den Immobilienkauf, ein Auto, laufende Lebenshaltungskosten, Visa-Anforderungen und vieles mehr.

3 Ways to Send Money from Australia to Thailand

Leider haben wir zunächst auf die teure Art gelernt, wie man Geld von Australien nach Thailand überweist. Für die Anzahlung auf unser Haus überwiesen wir US$16.000 per Banküberweisung. Am Ende kam etwa US$800 weniger an, als unsere Berechnung zum Interbankenkurs ergeben hatte – ein Unterschied von 5%!

Uns war klar, dass eine Überweisungsgebühr von US$25 anfallen und die Bank unser Geld zu einem schlechteren Kurs als dem Interbankenkurs tauschen würde, aber der Verlust von 5% hat uns doch überrascht. Wir machten uns sofort auf die Suche nach Alternativen, um bei der Restzahlung fürs Haus nicht noch einmal so viel zu verlieren.

Gebühren bei klassischen Methoden

Grundsätzlich verdienen Geldtransferunternehmen beim Währungstausch auf zwei Arten.

  • Überweisungsgebühren: Diese reichen von kostenlos bis zu US$32, wenn man Geld nach Thailand schickt.
  • Kommission: Die Kommission (oder Marge auf den Wechselkurs) ist die Differenz zwischen dem offiziellen Kurs der Reserve Bank of Australia und dem Kurs, den das Geldtransferunternehmen auf die Überweisung anwendet.

Diese Marge unterscheidet sich stark zwischen Banken und Geldtransferunternehmen. Auch die gewählte Währung und die Höhe der Überweisung beeinflussen die Marge. Bei einer kürzlichen Berechnung für einen Tausch von US$20.000 in Thai-Baht lag die Marge von OFX beispielsweise bei 1,17%, die der ANZ Bank bei 9,22%.

Debitkarten

Manche bezahlen in Thailand direkt mit ihrer Debitkarte, wofür in der Regel eine Auslandsgebühr von rund US$5,00 anfällt. So oder so verliert man meist etwa 3,5% über den Wechselkurs.

Wechselstuben

Geld lässt sich auch an Wechselstuben an thailändischen Flughäfen tauschen. Es lohnt sich, auch außerhalb der Flughäfen zu vergleichen. SuperRich bietet oft die besten Kurse und kommt teils recht nah an den Marktkurs heran. Der Nachteil: Größere Mengen Bargeld bei sich zu tragen, ist nicht ganz ungefährlich.

Banken

Viele überweisen ihr Geld direkt von der australischen Bank auf ihr thailändisches Konto. Banken verlangen dafür oft eine Überweisungsgebühr – in manchen Fällen bis zu US$32. Unser Bankberater erklärte uns, dass zusätzlich noch etwa 3 bis 5% Kommission anfallen. Da ist jeder Zinsertrag aus dem Ersparten schnell wieder aufgezehrt.

Kreditkarten

Geld lässt sich zwar nicht direkt per Kreditkarte nach Thailand überweisen, aber man kann damit Einkäufe tätigen – wobei dieselbe Wechselgebühr anfällt wie bei einer regulären Überweisung nach Thailand.

Im Schnitt liegt die Gebühr bei 2,80%, wenn man eine australische Kreditkarte in Thailand nutzt. Einige Anbieter bieten mittlerweile eine Nutzung ganz ohne Wechselgebühren an.

Weitere Faktoren, die man bedenken sollte: Anmelde- oder Jahresgebühren, Mindestnutzungsvorgaben, Gebühren für Bargeldabhebungen sowie enthaltene Reiseversicherungen. Auch die Frage, wie oft man in einer weitgehend bargeldorientierten Gesellschaft überhaupt eine Kreditkarte einsetzt, spielt eine Rolle.

Anbieter vergleichen

Bei unserer Recherche zeigte sich schnell: Einen klaren „Gewinner“ unter den Online-Geldtransferdiensten gibt es nicht. Verschiedene Webseiten zeigten teils widersprüchliche Informationen zu den Anbietern. Es empfiehlt sich, die Webseiten der Anbieter vor einer Entscheidung selbst durchzugehen.

money transfers australia to thailand

Wer US$10.000 oder mehr überweisen möchte, findet in den folgenden drei Unternehmen die stärksten Optionen. Für kleinere oder häufigere Überweisungen lohnt sich auch ein Blick auf Wise, das keinen Mindestbetrag verlangt und zum Interbankenkurs arbeitet.

WorldFirst

World First logo

WorldFirst ist seit 2004 am Markt und hat Büros in sieben Ländern, darunter Australien. Das Unternehmen wird von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) reguliert und wurde bereits mehrfach für Kundenservice und Finanzdienstleistungen ausgezeichnet.

Vorteile

  • Wettbewerbsfähige Wechselkurse
  • Keine Überweisungsgebühr
  • Möglichkeit, feste Wechselkurse zu fixieren

Nachteile

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  • Mindestbetrag von US$2.000 pro Überweisung
  • Etwas langsamer als manche Wettbewerber

OFX

ofx logo

OFX ist seit 1998 aktiv. Mit über US$100 Milliarden an abgewickelten Überweisungen seit der Gründung genießt das Unternehmen einen starken Ruf am Markt und wurde mehrfach ausgezeichnet. OFX wird von der ASIC reguliert, die Muttergesellschaft ist an der Australian Securities Exchange notiert.

Vorteile

  • Mindestbetrag nur US$250
  • Schnelle Überweisungsgeschwindigkeit
  • Finanzielle Bildungsressourcen

Nachteile

  • Wechselkursmarge höher als der Interbankenkurs

TorFX

torfx logo

Auch TorFX wird von der ASIC reguliert. Die Muttergesellschaft von TorFX wurde bei den Moneyfacts Consumer Awards schon mehrfach als International Money Transfer Provider of the Year ausgezeichnet.

Mit Büros in fünf Ländern, darunter Australien, hält das Unternehmen zudem das höchste Kreditrating bei Dun & Bradstreet.

Vorteile

  • Einfache Anmeldung
  • Keine Überweisungsgebühren
  • Überweisungen in 2 Tagen
  • Eigener Support für Überweisungen ab US$50.000

Nachteile

  • Mindestbetrag von US$2.000 pro Überweisung
  • Wechselkursmarge höher als der Interbankenkurs
torfx

Überweisungszeiten, Gebühren und Kurse im Vergleich

Werfen wir einen Blick auf eine Beispielüberweisung von US$10.000 über die drei oben genannten Online-Anbieter. Die Tabelle unten zeigt die wichtigsten Punkte: Überweisungsdauer, Gebühren und Wechselkurse. Wechselkurse schwanken täglich, die Zahlen dienen also nur zur Veranschaulichung. Vor jeder Überweisung lohnt sich ein aktuelles Angebot. Für einen Echtzeit-Vergleich eignen sich Currency Shop oder Finder.

Anbieter Dauer (Tage) Überweisungsgebühr Wechselkurs Erhaltener Betrag
WorldFirst 3 23,97 THB pro AUD THB239.700
OFX 2 23,56 THB pro AUD THB235.569
TorFX 3 23,24 THB pro AUD THB232.373

Der Unterschied zwischen WorldFirst und TorFX bei dieser Transaktion betrug THB7.327, also knapp über US$300. Seit 2026 ist auch Wise eine starke Option für größere Überweisungen: Vollständig von der Bank of Thailand lizenziert, unterstützt der Dienst inzwischen PromptPay und erlaubt es, direkt an eine thailändische Mobilnummer oder Bürger-ID zu senden – eine Funktion, die keiner der drei oben genannten Anbieter derzeit bietet.

Vergleichen lohnt sich. Mit einem Vergleichstool lassen sich vor jeder Überweisung aktuelle Angebote mehrerer Anbieter einholen, besonders bei Beträgen über US$5.000.

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