XendPay war ein günstiger internationaler Geldtransferdienst, der es Privatpersonen ermöglichte, bis zu US$2.535 (ca. 2.155 €) pro Jahr kostenlos zu überweisen. Dieser Ratgeber erklärt, wie der Dienst funktionierte, was er kostete und warum Du heute eine Alternative brauchst.
Möchtest Du Geld als Einmalüberweisung oder regelmäßig nach Thailand senden?
Dann suchst Du wahrscheinlich nach einem Anbieter mit guten Wechselkursen, schnellen Überweisungszeiten und einem einfachen Ablauf.
Aber sich durch die Hunderte von Geldtransferanbietern im Internet zu wühlen, kann ziemlich mühsam sein.
Dieser Ratgeber zeigt, wie man mit XendPay Geld nach Thailand schickt, was es kostet und ob sich der Dienst wirklich lohnt.
Bitte beachte, dass XendPay nicht mehr verfügbar ist. Eine Alternative findest Du bei Monito.
Contents
- Das Wichtigste in Kürze
- So funktionierte XendPay
- Vor- und Nachteile
- Gebühren
- Überweisungsdauer
- Konto einrichten
- Konto verifizieren
- Eine Überweisung durchführen
- Benutzerfreundlichkeit
- Sicherheit
- XendPay-App
- Verfügbare Länder
- Empfehlungsprogramm
- XendPay im Vergleich zu anderen Geldtransferdiensten
- Jetzt bist Du dran
Das Wichtigste in Kürze
- XendPay wurde im November 2023 abgewickelt und ist seitdem für Überweisungen nicht mehr verfügbar.
- Vor der Schließung konnten Privatpersonen im Rahmen des „Pay What You Want“-Modells bis zu US$2.535 (ca. 2.155 €) pro Jahr gebührenfrei überweisen.
- Die Wechselkursmargen lagen zwischen 0,41 % (USD) und 0,59 % (GBP) und damit deutlich unter den Gebühren thailändischer Banken von 0,87 % bis 3,40 %.
- Wer per Debit- oder Kreditkarte zahlte, musste einen Aufschlag von 2,5 % einkalkulieren; bei Banküberweisung entfiel diese Gebühr.
- Die Überweisungsdauer variierte: Kleinere Beträge brauchten rund fünf Werktage, größere Summen erforderten zusätzliche Compliance-Prüfungen und konnten bis zu sieben Werktage oder länger dauern.
- Für aktuelle Alternativen lohnt sich ein Vergleich der Live-Kurse verschiedener Anbieter wie Wise, Remitly und Instarem über Monito.
- Vergleiche die Kurse am besten direkt im Konto jedes Anbieters, denn die auf der Startseite angezeigten Kurse können vom tatsächlich erhaltenen Kurs abweichen.
So funktionierte XendPay
XendPay half dabei, Geld in mehr als 70 Länder zu überweisen, mit dem „Pay What You Want“-Service.

Das bedeutet, man zahlt so wenig oder so viel, wie man für den Transferservice zahlen möchte.
Und je nachdem, wie viel Geld man im Laufe des Jahres überweist, konnte man sogar komplett kostenlos überweisen.
Privatpersonen konnten beispielsweise bis zu 2.000 GBP oder umgerechnet rund US$2.535 (ca. 2.155 €) pro Jahr überweisen, ohne Gebühren zu zahlen.
Wer unter einem Firmennamen überwies, konnte bis zu 4.000 GBP oder umgerechnet rund US$5.070 (ca. 4.310 €) pro Jahr gebührenfrei transferieren.
Diese kostenlosen Überweisungen konnten in Raten oder als Einmalbetrag erfolgen, solange man das Limit nicht überschritt.
Wie war das möglich? XendPay berechnete für kleine Überweisungen keine Transfergebühren.
Stattdessen verdiente das Unternehmen an größeren Überweisungen von Privatpersonen und Firmen.
Außerdem behielt XendPay etwa 0,5 % jeder überwiesenen Währungseinheit ein. Mehr dazu weiter unten.
Vor- und Nachteile
Bei einem Geldtransferdienst gibt es einiges zu bedenken, und XendPay bildet da keine Ausnahme.
Mit Komfort gehen immer Kompromisse einher. Hier die wichtigsten Vor- und Nachteile von XendPay für Überweisungen nach Thailand.
Vorteile von XendPay
- kostenlos bei Überweisungen bis zu US$2.535 (ca. 2.155 €) oder Gegenwert pro Jahr
- kostenlos für Unternehmen bei Überweisungen bis zu US$5.070 (ca. 4.310 €) oder Gegenwert pro Jahr
- übersichtliche Kursangebote
- keine Obergrenze für den Überweisungsbetrag*
- mehrere Zahlungsoptionen
- Online-Support rund um die Uhr
- strenge Sicherheits- und Prüfmaßnahmen
Trotz der Angaben auf der XendPay-Website scheinen die Transfergebühren von Fall zu Fall und von den jeweiligen Überweisungsbedingungen abzuhängen.
Nachteile von XendPay
- Die Gebühren der eigenen Bank werden nicht offengelegt, daher zahlt man womöglich mehr als angezeigt.
- langsamer Kundensupport
- funktioniert mit bestimmten Firefox-Plugins nicht
- XendPay verlangt viele persönliche Daten
- langwieriger Einrichtungs- und Überweisungsprozess
Gebühren
Bei einer Überweisung nach Thailand spielen sowohl Transfergebühren als auch Wechselkurse eine Rolle. Einen umfassenderen Überblick, wie sich Kosten senken lassen, bietet unser Ratgeber zum Vermeiden von Gebühren bei internationalen Geldüberweisungen.
Transfergebühren
Bei XendPay konnte man für die ersten US$2.535 (ca. 2.155 €) als Privatperson oder die ersten US$5.070 (ca. 4.310 €) als Unternehmen die Transfergebühr selbst festlegen.
Danach berechnete XendPay 0,41 % des Gesamtbetrags bei Überweisungen in US-Dollar. Wer speziell aus den USA überweist, findet aktuelle Alternativen in unserem Ratgeber zum besten Weg, Geld aus den USA nach Thailand zu senden.
Bei Überweisungen in einer anderen Währung konnten bis zu 1,5 % des Gesamtbetrags anfallen.
Wechselkurse
Eine Wechselkursabfrage auf XE zeigt, dass die Kurse von XendPay im Rahmen der anderen großen Geldtransferdienste lagen.
Aber man sieht auch: Obwohl XendPay kostenlose Überweisungen anbot, verdiente das Unternehmen sein Geld über die Wechselkurse.
XendPay behielt etwa 0,41 % bis 0,59 % jedes überwiesenen US-Dollars, britischen Pfunds oder Euros ein.
Dieser Satz liegt aber immer noch deutlich unter den versteckten Kosten, die Banken in die Wechselkurse internationaler Überweisungen einrechnen.
Wie groß der Unterschied durch die Wechselkursgebühren ausfällt, zeigt die folgende Tabelle.
| Anbieter | USD | EUR | GBP |
| XendPay | 0,41 % | 0,56 % | 0,59 % |
| Bangkok Bank | 0,87 % | 1,70 % | 1,98 % |
| Kasikorn Bank | 0,97 % | 1,91 % | 3,40 % |
| Siam Commercial Bank | 1,05 % | 1,70 % | 2,54 % |
Wer zum Beispiel THB100.000 aus den USA nach Thailand überweisen möchte, zahlt zusätzlich zu den jeweiligen Bankgebühren folgende Beträge:
- Bangkok Bank berechnet eine Gebühr von THB870
- Kasikorn Bank berechnet eine Gebühr von THB970
- Siam Commercial Bank berechnet eine Gebühr von THB1.050.
XendPay verlangt dagegen nur THB410, und man spart zusätzlich die separate Überweisungsgebühr der Hausbank, die oft weitere THB1.000 bis THB1.500 beträgt.
Wer die Kurse von XendPay mit anderen Geldtransferdiensten vergleichen möchte, kann dafür Monito nutzen.
Weitere Gebühren
Wer mit Debit- oder Kreditkarte überwies, zahlte bei XendPay zusätzlich 2,5 % Gebühren.
Dieses Geld behält XendPay nicht selbst ein. Es handelt sich um den durchschnittlichen Prozentsatz, den Kreditkartenunternehmen berechnen.
Um diese zusätzlichen Gebühren zu vermeiden, kann man statt Debit- oder Kreditkarte die Banküberweisung wählen. Wer noch kein thailändisches Bankkonto hat, sollte dieses zuerst einrichten, um den Prozess zu erleichtern.
Überweisungsdauer
Im Internet finden sich viele unterschiedliche Bewertungen zur Überweisungsdauer von XendPay.
Manche Nutzer berichten, nie Probleme mit XendPay gehabt zu haben. Andere mussten Monate auf eine Überweisung warten. Als XendPay im November 2023 in die Insolvenz ging, berichteten Kunden mit offenen Überweisungen, dass sie ohne Antwort vom Kundenservice dastanden und ihr Geld in der Schwebe hing. Das zeigt: Selbst regulierte Dienste bergen ein Gegenparteirisiko.
Da sich die genaue Überweisungsdauer schwer pauschal berechnen lässt, können wir uns nur auf unsere eigenen Erfahrungen mit XendPay stützen.
Karsten, der Thailand Starter Kit gegründet hat, nutzt XendPay regelmäßig für Überweisungen.
Zwei seiner früheren Überweisungen zeigen, wie unterschiedlich die Dauer bei XendPay ausfallen kann.
Die erste Überweisung betrug 1.000 Euro, die zweite 30.000 Euro.
Die Überweisung über 1.000 Euro dauerte insgesamt sieben Tage, also fünf Werktage. Der Empfänger erhielt das Geld ohne Probleme.
Die Überweisung über 30.000 Euro dauerte insgesamt elf Tage, also sieben Werktage. Diese größere Überweisung verlief jedoch nicht ganz so reibungslos.
Karsten musste Kontoauszüge der letzten drei Monate einreichen, um die Herkunft des Geldes nachzuweisen.
XendPay teilte ihm zudem mit, das Geld sei bereits dem Konto des Empfängers gutgeschrieben worden, obwohl das nicht stimmte.
Karsten wandte sich an den Kundenservice, der den Fehler fand und korrigierte.
Drei Tage nach dem Gespräch mit dem Kundenservice kam das Geld auf dem Konto des Empfängers an.
Konto einrichten
Ein XendPay-Konto einzurichten dauerte nur wenige Minuten.
- Zunächst meldet man sich für ein XendPay-Konto an und registriert sich als Privatperson oder Unternehmen, bevor die erste Überweisung möglich ist.

- Das Konto lässt sich per E-Mail, Facebook- oder Google-Konto einrichten.
- Alle Fragen müssen beantwortet werden. Ohne Beantwortung der mit rotem Sternchen markierten Fragen kommt man nicht weiter.
- Handynummer eingeben sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von XendPay lesen und akzeptieren. Es lohnt sich, sich mit den Bedingungen vertraut zu machen, falls später Probleme auftauchen.
Konto verifizieren
Nach der Kontoeinrichtung muss die Identität bestätigt werden, bevor man vom Dashboard aus eine Überweisung tätigen kann.
- Eines der folgenden Dokumente zur Identitätsprüfung hochladen. Am einfachsten lassen sich Reisepass oder Führerschein hochladen.
Nach dem Einreichen der Dokumente konnte die Verifizierung bei XendPay bis zu drei Tage dauern, meist ging es aber innerhalb weniger Stunden.
Eine Überweisung durchführen
Nach der Identitätsprüfung konnte man direkt vom Dashboard aus Überweisungen starten.
- Überweisung starten, indem Land und Betrag eingegeben werden. Der Wechselkurs erscheint im orangen Kästchen rechts auf dem Bildschirm.
- Angaben zum Empfänger eintragen. Wer Geld auf das eigene Konto in Thailand überweist, kann hier auch die eigenen Daten eingeben.
- Angaben bestätigen. Am besten alle eingegebenen Informationen noch einmal genau prüfen.
- Zahlungsmethode auswählen. XendPay bot drei Zahlungsoptionen: Banküberweisungen waren meist kostenlos, Debit- und Kreditkarten kosteten eine Gebühr.
Nach der Bezahlung der Überweisung erhielt man eine E-Mail-Benachrichtigung.
Benutzerfreundlichkeit
Trotz des Verifizierungsprozesses, der der eigenen Sicherheit dient, dauerte eine Überweisung nach Thailand über XendPay weniger als zwei Minuten.
Auch die Navigation auf der Website war unkompliziert. Der gesamte Überweisungsprozess war Schritt für Schritt aufgebaut und leicht nachvollziehbar.
Sicherheit
XendPay war von der Financial Conduct Authority für Geldtransfers autorisiert.
Zudem war das Unternehmen bei der britischen Anti-Geldwäsche-Behörde HM Revenues and Customs registriert.
XendPay beschäftigte außerdem einen hauptamtlichen Geldwäschebeauftragten.
XendPay schützte Nutzerdaten außerdem gemäß dem Data Protection Act von 1998.
Und schließlich wurde das überwiesene Geld bei einer Tier-1-Bank verwahrt, wodurch XendPay keine Zinsen darauf einbehielt.
XendPay-App
Es gab mehrere Möglichkeiten, XendPay optimal zu nutzen. Eine davon war der Download der XendPay-App aus Apples App Store.
Mit der App konnte man auch unterwegs oder ohne Computer Geld überweisen.
Verfügbare Länder
Mit XendPay konnte man Geld in über 70 Länder senden, darunter die meisten beliebten Auswanderungsziele weltweit:
- Thailand
- Philippinen
- Indien
- Vietnam
- Vereinigtes Königreich
- Australien
- Kanada
- Deutschland
- USA
Wie bei anderen Geldtransferdiensten war es aber auch bei XendPay nicht möglich, Geld aus vielen ASEAN-Ländern wie Thailand, Vietnam oder den Philippinen zurück ins Heimatland zu senden.
Wer aber ein Bankkonto in Hongkong oder Indien hatte, konnte XendPay problemlos nutzen.
Empfehlungsprogramm
XendPay bot ein Freundschaftswerbungsprogramm, bei dem man für jede geworbene Person, die eine Überweisung tätigte, Geld verdienen konnte.
XendPay im Vergleich zu anderen Geldtransferdiensten
XendPay ist nicht die einzige Option für Geldüberweisungen.
Durch die kostenlose Überweisung konnte XendPay für die ersten 2.000 GBP bei Privatpersonen und 4.000 GBP bei Unternehmen die günstigste Option sein.
Auch wenn eine Transfergebühr anfiel, blieben die Kurse von XendPay konkurrenzfähig.
Im Vergleich zu einem bekannten Anbieter wie Wise bot XendPay einen besseren Kurs bei Überweisungen von USD nach THB. Unser vollständiger Wise Multi-Currency-Account Test zeigt, wie sich die Kurse zwischen den Währungen unterscheiden.
Bei Überweisungen von GBP oder EUR nach THB war jedoch Wise günstiger.
Die Transfergebühr ändert sich immer wieder. Wer Wise nutzt, findet in unserem Update Infos dazu, wie sich Wise in Thailand im Mai 2026 verändert.
Monito ist der einfachste Weg, um Transfergebühren zu vergleichen. Dort lassen sich Gebühren verschiedener bekannter Geldtransferdienste gegenüberstellen.
Am genauesten lassen sich Transfergebühren jedoch vergleichen, wenn man sich in jedes Konto der jeweiligen Geldtransferdienste einloggt und dort vergleicht.
Der Kurs, den eine Vergleichsseite oder sogar die Startseite des Geldtransferdienstes anzeigt, muss nicht dem tatsächlich erhaltenen Kurs entsprechen.
So lässt sich sowohl ein XendPay- als auch ein Wise-Konto führen. Das geht schnell, einfach und kostenlos. Vor jeder Überweisung kann man sich in beide Konten einloggen und herausfinden, welcher Anbieter den besseren Kurs bietet.
Anschließend nutzt man einfach den Anbieter mit dem besseren Kurs. Einen vollständigen Vergleich der Anbieter gibt es in unserem Ratgeber zu den besten Möglichkeiten, Geld ins Ausland zu senden.
Das dauert nur ein paar Minuten länger, kann aber eine ordentliche Summe Geld sparen.
Sehenswert ist auch WorldRemit, das sich gut für Überweisungen von USD nach EUR und umgekehrt eignet.
Jetzt bist Du dran
XendPay war eine gute Möglichkeit, um Geld einmalig oder regelmäßig nach Thailand zu überweisen.
Auch wenn die „kostenlosen“ Überweisungen nicht wirklich kostenlos waren, glich die Ersparnis gegenüber einer Bank das aus, was XendPay über die Wechselkurse einbehielt.








