31 zufällige Fakten über Thailand, die zeigen, dass es kein Land wie dieses gibt

Als Geburtsort des berühmten Zwergflusspferds Moo Deng (geboren am 10. Juli 2024) hat Thailand weit mehr zu bieten als sonnige Strände und freundliche Lächeln. Gerade wenn Du glaubst, das Land mit seiner Struktur, Kultur, Bräuchen und Traditionen gut zu kennen, taucht etwas Neues auf.

Ob Du einen Umzug nach Thailand planst, bereits als Expat dort lebst oder einfach Deine nächste Reise recherchierst: Hier sind 31 zufällige, interessante Fakten über Thailand.

Thais sind oft recht abergläubisch, und es mangelt nicht an Geschichten und Überzeugungen, die durch Generationen weitergegeben werden. Fangen wir daher mit einigen verbreiteten Glaubenssätzen und Aberglauben an, die beim Reisen oder Leben in Thailand nützlich sind.

Affenstadt Lopburi

Lopburi ist eine Stadt mit einer über 3.000 Jahre alten Geschichte. Und sie wird von Affenbanden beherrscht! Affen tauchen in Lopburi buchstäblich überall auf, und immer wieder berichten Medien von Verwüstungen, die sie bei den Einheimischen anrichten. Die Behörden haben sogar schon 2.500 Affen in ein sogenanntes Affengefängnis gebracht. Eine typische Affenbande:

Im Jahr 2022 wurde Thailand zum ersten Land in Asien, das Cannabis legalisierte. Obwohl die Regierung den Konsum streng reguliert, sind Cannabis-Shops und -Cafés heute ein vertrauter Anblick im ganzen Land, besonders in Bangkok.

Die Farbe des Tages

Viele Thais tragen jeden Tag eine Farbe, die laut einem Glücksfarben-Leitfaden für den jeweiligen Wochentag steht. Manche organisieren ihre gesamte Garderobe nach dieser Tradition der „glückverheißenden Farben“:

  • Sonntag: Rot
  • Montag: Gelb
  • Dienstag: Rosa
  • Mittwoch: Grün
  • Donnerstag: Orange
  • Freitag: Blau
  • Samstag: Lila

Die Jasminblüte 

Jasmin spielt in Thailand bei vielen Anlässen eine wichtige Rolle. Girlanden aus Jasminblüten gibt es bei Straßenverkäufern und Blumenläden gleichermaßen zu kaufen. Die Jasminblüte steht symbolisch für den Muttertag in Thailand und wird auch als Opfergabe an Göttersymbolen in den zahlreichen Schreinen des Landes dargebracht.

jasmine flowers in Thailand

Das Land der Lächeln 

In Thailand ist Lächeln mehr als ein Höflichkeitszeichen, es ist ein kultureller Wert. Thais lächeln, um Dankbarkeit auszudrücken, aber auch um Spannungen abzubauen und Harmonie zu bewahren. Es ist eine nonverbale Botschaft: „Mir geht’s gut, Dir geht’s gut, uns geht’s gut.“ 

Frühstück vom Straßenstand

In jeder Stadt Thailands begegnen Dir Garküchen und Essensstände. Street Food ist für viele Thais kein bloßes Essen, es ist ein Lebensstil. Morgens, wenn Schulkinder und Pendler unterwegs sind, sind gegrillte und gebratene Speisen die beliebtesten Mitnahme-Snacks. Klassiker sind „Moo-yang Khao Neow“ (gegrilltes Schweinefleisch mit Klebreis) und „Luk Chin Tod“ (gebratene Fischbällchen). Für die meisten Thais ist das morgendliche Street-Food-Ritual nicht wegzudenken.

grilled pork, street food in Thailand.

Muay Thai lernen bringt Dir ein 5-Jahres-Visum

Muay Thai blickt auf eine über 2.000 Jahre alte Geschichte zurück und stammt aus dem alten Siam. Die Kampfsportart, bei der Nahkampftechniken eingesetzt werden, wurde ursprünglich vom Militär praktiziert und hat sich zu einem internationalen Sport entwickelt. Sie wird auch als „Kunst der acht Gliedmaßen“ oder „acht Waffen des Krieges“ bezeichnet.

Wer seine Muay-Thai-Kenntnisse in Thailand vertiefen möchte, kann sich für ein vollständiges Trainingsprogramm anmelden und erhält damit das Destination Thailand Visa (DTV). Das DTV ist ein 5-Jahres-Mehrfacheinreisevisum für Fachleute im Workcation-Format (Work + Vacation), die Thai-Fähigkeiten wie Thai-Küche oder Thaiboxen erlernen möchten, sowie für mitreisende Angehörige wie Ehepartner und Kinder.

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Beer Singha

Singha ist Thailands ältestes Bier und wurde 1933 gegründet. Das Wort „Singha“ bedeutet im Thailändischen „Löwenwächter“ und gehört zu den bekanntesten Tempelwächter-Symbolen des Landes. 1939 wurde das Bier offiziell von König Rama VIII. anerkannt, der die Erlaubnis erteilte, das königliche Garuda-Symbol auf den Flaschen zu verwenden.

Singha enthält 5 % Alkohol und ist in Convenience-Stores, Supermärkten und Restaurants erhältlich. Allerdings dürfen alkoholische Getränke in Thailand nur von 11:00 bis 14:00 Uhr und erneut von 17:00 bis 24:00 Uhr verkauft werden. Seit 2015 ist der Verkauf von Alkohol außerdem in der Umgebung von Schulen, Hochschulen und Studentenwohnheimen verboten.

König der Früchte

Durian! Eine der geruchsintensivsten Früchte der Welt und in Thailand eine Delikatesse. Die Durian ist nicht nur als Frucht erhältlich, sondern auch als Durian-Eis, Desserts, Bonbons und Chips. Wegen ihres stechenden Geruchs haben viele Hotels, Wohnanlagen und öffentliche Verkehrsmittel ein Durian-Verbot erlassen. Es lohnt sich immer, vorab zu fragen, ob Durian erlaubt ist, und welche Strafen bei Verstoß drohen. Das Bußgeld liegt meist zwischen 1.000 und 5.000 Thai Baht.

Die „Mai-Pen-Rai“-Philosophie

„Mai pen rai“ lässt sich am besten mit „kein Problem“ oder „ist doch nicht schlimm“ übersetzen. In Thailand ist das nicht nur eine Redewendung, sondern eine Grundhaltung: Flexibel bleiben und dem Gegenüber zeigen, dass alles in Ordnung ist. Das Konzept ähnelt dem des Thai-Lächelns.

Der Thai Wai

Der Thai-„Wai“ ist weit mehr als ein einfaches „Hallo“ und hat verschiedene Stufen der Ehrerbietung: 

  • Die erste Stufe: Die Hände werden vor der Brust gefaltet und der Kopf so tief gesenkt, bis die Augenbrauen die Daumen berühren. Diese Form zeigt höchsten Respekt gegenüber Mönchen, dem Königshaus und hochrangigen Persönlichkeiten.
  • Die zweite Stufe ist ähnlich, der Kopf wird nur so weit gesenkt, bis die Nase die Daumen berührt. Sie drückt Respekt gegenüber Älteren, Lehrern und Vorgesetzten aus.
  • Die dritte Stufe ist lockerer und dient als alltägliche Begrüßung oder Dankesbezeugung. Die Geste bleibt gleich, Hände falten und leicht mit dem Kopf nicken, aber weniger streng ausgeführt.

Kokosnuss: ein unverzichtbares Allroundtalent

In Thailand wird die Kokosnuss für alles Mögliche genutzt: von Lebensmitteln über ätherische Öle bis hin zu Modezubehör. Viele Desserts enthalten Kokosmilch oder geriebene Kokosnuss. Kokosmilch ist außerdem Bestandteil bekannter Gerichte wie „Tom Yum Kung“ (scharfe Garnelencurry-Suppe) und „Tom Kha Kai“ (scharfe Hühnchen-Kokos-Suppe). Aus der Kokosnussschale werden Taschen und verschiedene Accessoires gefertigt.

Der weltgrößte goldene Buddha

Der größte goldene Buddha der Welt steht ebenfalls in Thailand, nämlich im Wat Traimit in Bangkok. „Wat“ bedeutet auf Thai „Tempel“. Die Statue wiegt über 5 Tonnen und ist knapp 4 Meter hoch.

Standort: https://maps.app.goo.gl/cRFHWeGVCRtHsw5s7

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Die herzförmige Insel

Thailand beheimatet die herzförmige Insel Koh Kaeo Yai in Rawai, Phuket. Im Thailändischen bedeutet „Koh“ schlicht „Insel“. Aus der Vogelperspektive erinnert sie an ein perfektes Herz. Neben ihrer Form zieht die Insel Einheimische und Touristen mit einem goldenen Buddha-Monument an.

Standort: https://maps.app.goo.gl/E4v6Qbz1z4pFMVgL7 

Nang Narks unsterbliche Liebe

Mae Nark Phra Kanong, auch bekannt als Nang Nark, ist ein thailändischer Geist, dessen Geschichte seit Generationen erzählt und mehrfach verfilmt wurde. Nang Nark starb während der Geburt ihres Kindes, als ihr Mann im Krieg war, doch sie blieb in dieser Welt. Aus unsterblicher Liebe zu ihrer Familie kümmerte sie sich weiter um sie, als wäre nichts geschehen. Ihr Tempel, der Wat Mahabut, befindet sich in Onnut.

Schwarze Katzen

Es gibt schwarze Katzen, und dann gibt es die Nilarat-Katze. Nilarat-Katzen sind wirklich durch und durch schwarz: schwarzes Fell, schwarze Krallen, sogar ihre Zunge ist schwarz. Thais glauben, dass Nilarat-Katzen ihren Besitzern Glück, Gesundheit und Wohlstand bringen.

Kindersitz im Auto

Nach thailändischem Recht müssen alle Kinder unter 6 Jahren aus Sicherheitsgründen im Kindersitz gesichert sein. Wer dagegen verstößt, zahlt 2.000 Thai Baht Bußgeld, mit Ausnahmen für Kinder mit bestimmten gesundheitlichen Einschränkungen. Gleichzeitig ist es ein durchaus alltäglicher Anblick, wenn eine vierköpfige Familie auf einem Motorroller sitzt, teils ohne Helm!

Kurze und lange Nachnamen

Warum haben manche Thais sehr lange Nachnamen und andere sehr kurze? Kurze Nachnamen gehören meist zu Familien mit einheimisch-thailändischen Wurzeln, während lange Nachnamen häufig von Einwandererfamilien stammen, etwa chinesischen Familien, die vor einigen Generationen nach Thailand kamen.

Cha Thai (Eistee)

Der berühmte knallorange Eistee! Während Tee meist als warmes braunes Getränk gilt, kommt Cha Thai in einem pastelligen Orange daher: eiskalt, intensiv süß. „Cha Thai“ gibt es bei Straßenverkäufern, in Convenience-Stores, Restaurants und als Flaschenvariante.

ice tea Thailand

Alles mit Eis

Praktisch jedes Getränk in Thailand wird mit Eis serviert. Ob Softdrinks, Bier, Milchshake, Tee oder Infused Water, Eis ist dabei. Geschabtes Eis mit Kondensmilch, Sirup und Gelee ist das ganze Jahr über erhältlich.

Sak-Yant-Tattoos

Einheimische lassen sich traditionelle Thai-Tattoos stechen, sogenannte „Sak Yant“, für Schutz und Segen. „Sak“ bedeutet auf Thai „tätowieren“, „Yant“ stammt vom Sanskrit-Wort „Yantra“ und hat mit Tantrismus zu tun. Eines der beliebtesten Motive ist das „Hah Teaw“ (5 Reihen), wobei jede Reihe einen Schutz oder Segen für einen bestimmten Lebensbereich symbolisiert, etwa Wohlstand oder Ehrgeiz.

Frittierte Insekten

Insekten essen ist für die meisten Thais, auch für Kinder, völlig normal. Selbst in der Hauptstadt Bangkok findet man frittierte Insekten-Snacks wie gebratene Heuschrecken und Grillen. Insekten tauchen auch in verschiedenen Gerichten auf, zum Beispiel in der sauren und würzigen Ameiseneisuppe!

Bangkoks voller Name!

Bangkok hat vermutlich den längsten offiziellen Stadtnamen der Welt: 

„Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit“

Oder kurz: „Krung Thep“. „Krung“ bedeutet Stadt, „Thep“ bedeutet Engel. Die Hauptstadt Thailands heißt also übersetzt „Stadt der Engel“.

Dinge überreichen: ungeschriebene Regeln

Wie jede Gesellschaft hat auch Thailand Umgangsformen und unausgesprochene Regeln. Beim Übergeben von Gegenständen gibt es zwei wichtige Punkte, die helfen, niemanden zu verletzen.

Erstens: Nichts über den Kopf einer anderen Person reichen. Das gilt als unhöflich und respektlos, denn der Kopf ist in Thailand ein heiliger Körperteil. Zweitens: Gegenstände möglichst nicht mit der linken Hand überreichen, da diese als weniger sauber gilt. Die rechte Hand zu benutzen zeigt Respekt gegenüber dem Gegenüber.

Schuhe ausziehen beim Betreten von Häusern

Schuhe immer ausziehen, wenn man ein thailändisches Haus betritt. In Thailand lernen Kinder von klein auf, Schuhe drinnen auszuziehen. Das gilt auch für viele Schulen, wo Schüler ihre Schuhe vor dem Klassenzimmer ablegen. Manche Schulen erlauben Hausschuhe im Unterricht. Der Grund ist einfach: Sauberkeit, Hygiene und Vorbeugung gegen Krankheiten.

Einen Wai mit einem Wai erwidern

Wenn jemand Dich mit einem „Wai“ grüßt, erwidere ihn mit einem „Wai“. Das ist eine selbstverständliche Höflichkeit in Thailand, besonders wenn Kinder oder Jüngere einem älteren Menschen Respekt zollen. Erwidere es immer. Als Erwachsener musst Du allerdings kleinen Kindern keinen „Wai“ geben, und Kinder unter sich benutzen den „Wai“ normalerweise nicht als Gruß.

7/11-Hunde und -Katzen

Es ist ein gewohnter Anblick: Mehrere Hunde und Katzen liegen vor 7/11-Filialen im ganzen Land und genießen die kühle Luft aus den Eingängen. Manchmal teilt jemand ein frisch gekauftes Würstchen oder einen Snack mit den Streunern, auch wenn das eigentlich nicht empfohlen wird.

Eine typische Streuner-Gruppe:

Therapeutische Gespräche mit Mönchen

Therapeutische Unterstützung? Viele Einheimische gehen lieber in den Tempel für Gespräche mit Mönchen als zum Psychologen. Diese Monk-Chat-Sitzungen finden in Gruppen oder einzeln statt, nach Voranmeldung oder spontan.

Traditionelle Thai-Massage

Die traditionelle Thai-Massage basiert auf Akupressurmethoden und kann ziemlich schmerzhaft sein! Sie löst jedoch Muskel- und Gelenksteife. Druckpunkte werden identifiziert, dann folgen intensives Dehnen und Kneten.

Gleich drei! Neujahr und weitere Feste

Zusätzlich zum westlichen Neujahr werden in Thailand auch das Thailändische Neujahr (Songkran, 13. bis 15. April) und das Chinesische Neujahr ausgiebig gefeiert. Dazu kommen Feste wie Halloween, Weihnachten, Diwali und viele weitere.

Dharma-Zentren und Meditationsretreats (Patibat Dham)

Urlaub bedeutet für viele Thais nicht immer Strand, Wandern oder Unterhaltung, sondern auch ein Dharma-Retreat. Auf Thailändisch heißt das „Patibat Dham“: „Patibat“ bedeutet „tun“, „Dham“ steht für „Dharma“. Ein solches Retreat findet in Tempeln oder Dharma-Zentren statt und verbindet Meditation mit spiritueller Praxis.

Das war es: 31 zufällige und interessante Fakten über Thailand. Das Land bietet reichhaltige Erfahrungen sowohl für Kurzreisende als auch für Langzeit-Expats. Es gibt außerdem viele Visaoptionen für Thailand, etwa das Langzeitvisum und das Rentenvisum. Wer mehr über Visa, Führerscheine und andere Expat-Themen erfahren möchte, findet alle Details in unseren Ratgebern zu Thai-Visa und zum internationalen Führerschein.

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