Kannst Du Deine Lieblingsserien aus Thailand heraus nicht streamen? Fühlst Du Dich beim Online-Banking im Land nicht sicher? Machst Du Dir Sorgen, dass Internetanbieter Dein Surfverhalten ausspähen oder Deine Daten verkaufen?
Du kannst weiterhin ungesichert online unterwegs sein und dabei Deine persönlichen Daten aufs Spiel setzen. Oder Du holst Dir ein VPN und schützt damit Deine Online-Aktivitäten und die Deiner Familie.
In diesem Artikel zeige ich Dir alles, was Du über die Anmeldung und Nutzung eines VPNs in Thailand wissen musst.
Willst Du direkt wissen, welches VPN ich empfehle, dann wirf einen Blick auf NordVPN.
Contents
Was ist ein VPN?
Ein VPN, ein virtuelles privates Netzwerk, verbindet Dein Gerät so mit dem Internet, dass Du sicher, geschützt und privat surfen kannst. Es hält Deine Online-Daten zwischen Deinem Gerät und den besuchten Websites verschlüsselt. Mit anderen Worten: Niemand erfährt, was Du online machst, und Deine Aktivitäten werden verschleiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein VPN verschlüsselt Deine Verbindung, sodass Du in Thailand auch über öffentliches WLAN sicher Bankgeschäfte erledigen, einkaufen und surfen kannst.
- Außerdem erreichst Du damit Dienste aus Deiner Heimat, die hier gesperrt sind, etwa die Banking-App oder die umfangreichere Netflix-Bibliothek von zu Hause.
- Einmal eingerichtet, läuft ein VPN meist von selbst; wichtig ist vor allem, den Kill-Switch sowie die Werbe- und Tracker-Blockierung zu aktivieren.
- Bei der Auswahl zählen Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Gerätekompatibilität, 24/7-Support und eine Geld-zurück-Garantie.
- Der Autor empfiehlt NordVPN wegen der Doppel-VPN-Routing-Funktion, nutzt im Alltag aber Surfshark.
- Wähle Dein VPN passend zu Deinem Hauptgrund und teste es innerhalb der Geld-zurück-Frist, bevor Du Dich endgültig festlegst.
Das war die technische Seite. Die Vorteile eines VPNs gehen aber viel weiter.
Vorteile eines VPNs in Thailand
Ein VPN bringt in Thailand vor allem drei Vorteile, auch wenn Deine eigenen Bedürfnisse davon abweichen können.
Erstens kann ich von überall sicher auf mein Online-Banking und meine Investmentkonten zugreifen. Sitze ich zum Beispiel in einem Café und muss eine Überweisung machen, weiß ich, dass ein VPN meine Bankdaten schützt.
Außerdem lassen manche Banken den Zugriff auf ihre App nur aus dem Land zu, in dem das Konto eröffnet wurde. Ich konnte zum Beispiel die TD-Bank-App aus Thailand heraus nicht herunterladen. Mit VPN habe ich meinen Standort einfach auf die USA gestellt und die App problemlos heruntergeladen und genutzt.
Zweitens verschafft Dir ein VPN in Thailand Zugang zu Websites und Diensten, die im Land normalerweise gesperrt sind. Netflix gibt es zwar auch in Thailand, allerdings nur mit einem Bruchteil des Angebots. Ich war großer Fan von Myths and Monsters auf Netflix, konnte die Serie aber nur über eine VPN-Verbindung in die USA sehen.
Drittens schützt Dich ein VPN vor Hackern, neugierigen Internetanbietern und Behörden. Um Letzteres musst Du Dir in der Regel nur Sorgen machen, wenn Du in illegale Aktivitäten verwickelt bist.
In Thailand ist Hacking allerdings ein echtes Problem. Internetanbieter können zudem den Browserverlauf zu Deiner IP-Adresse nachverfolgen, und Datenlecks kommen im Land regelmäßig vor.
Ein VPN schützt Dich in all diesen Fällen und noch einigen mehr. Und das Beste: Die Einrichtung ist denkbar einfach.
Dein VPN einrichten
Bevor ich auf die einzelnen VPN-Anbieter eingehe, zeige ich Dir, wie unkompliziert die Einrichtung ist. In den meisten Fällen richtest Du es einmal ein und musst Dich danach kaum noch darum kümmern.
Ich habe während meiner Zeit in Thailand schon mehrere VPN-Dienste genutzt, nutze aktuell aber Surfshark und zeige Dir die Einrichtung an diesem Beispiel.
Am Laptop
Die meisten VPNs funktionieren ähnlich. Ich selbst nutze ein MacBook Air, gehe aber davon aus, dass der Ablauf unter Windows genauso ist.

- Lade die App von der Website des VPN-Anbieters herunter. Die meisten VPNs bieten Versionen für Windows, Mac oder Linux an.
- Registriere Dich nach dem Download mit derselben E-Mail-Adresse, mit der Du die App gekauft hast.
- Nach der Registrierung kannst Du die App nach Deinen Wünschen anpassen.
- Aktiviere den Kill-Switch. Diese Option findest Du im Einstellungsmenü der App. Sie sorgt dafür, dass Deine Verbindung bei einem Abbruch automatisch über einen anderen Server läuft, statt einfach offen zu bleiben.
- Aktiviere CleanWeb oder eine vergleichbare Funktion Deiner App. Das blockiert Werbung und Tracker und spart Datenvolumen, besonders wenn Du über den Mobilfunktarif statt WLAN online bist.
Das waren die einzigen zwei Änderungen, die ich bei Surfshark vorgenommen habe. Alles andere habe ich beim Standard belassen.
Nach den Einstellungen hast Du drei Optionen für die Verbindung: den schnellsten Server, das nächstgelegene Land oder einen Standort Deiner Wahl.
Wähle ich den schnellsten Server, lande ich meist auf einem Server in Thailand. Um sicherzugehen, dass meine IP-Adresse geschützt ist, habe ich sie vor und nach der Verbindung geprüft und tatsächlich unterschiedliche Adressen gefunden.

Verbinde ich mich über die Option „Nächstgelegenes Land“, lande ich in der Regel auf einem Server in Vietnam.
Meistens wähle ich aber eine Stadt in den USA, damit ich mein Online-Banking erledigen und Serien schauen kann, auf die ich ohne VPN keinen Zugriff hätte.
Deinen Standort kannst Du jederzeit über die Menüleiste ändern.
Am Smartphone
Sobald Du die VPN-App auf Deinem Smartphone installiert hast, musst Du Dein Konto bestätigen, bevor Du den Dienst nutzen kannst. Auch hier gibt es meist eine Version für Android und iOS.

Bei mir hat das Einloggen mit derselben E-Mail-Adresse funktioniert, mit der ich das VPN gekauft habe.
Am Smartphone gibt es deutlich mehr Einstellungen, von denen einige sicherheitsrelevant sind. Es lohnt sich, das komplette Menü einmal durchzugehen.
Grundsätzlich solltest Du darauf achten, dass Auto-Connect und der VPN-Kill-Switch in der App aktiviert sind.
Außerdem gibt es meist einen Bereich, in dem Du festlegst, über welche Netzwerke sich das VPN automatisch verbinden soll, etwa beim mobilen Datennetz und beim WLAN.
Unter weiteren Optionen kannst Du meist auch Deinen aktuellen GPS-Standort überschreiben. Dein GPS-Standort stimmt dann mit dem VPN-Serverstandort überein. Google Maps funktioniert davon übrigens unbeeinflusst.
Für mich ist das wichtig, weil die Banking-App dadurch glaubt, ich befände mich in den USA, und ich mich problemlos einloggen kann.
Du kannst Dein Gerät zudem für andere Geräte in der Umgebung unsichtbar machen. Das schützt vor IoT-Angriffen, allerdings verbinde ich mein Handy per Bluetooth mit meiner Stereoanlage und habe diese Option deshalb deaktiviert gelassen.
Der Verbindungsaufbau läuft am Smartphone genauso ab wie am Laptop, die Erklärung weiter oben gilt also entsprechend.
Das richtige VPN für Thailand wählen
Bei der Wahl eines VPN für Thailand solltest Du auf acht Faktoren achten, die ich im Folgenden genauer erkläre.
Wofür brauchst Du das VPN?
Das klingt vielleicht banal, ist aber eine sinnvolle Frage, bevor Du Dich für ein VPN entscheidest. Willst Du vor allem Netflix aus Thailand streamen, achte darauf, dass der Anbieter den Streamingdienst tatsächlich entsperrt, denn das schafft nicht jedes VPN. Und achte auf eine schnelle Verbindung.
Geschwindigkeit
Geschwindigkeit spielt bei der Wahl eines VPN eine große Rolle. Bremst das VPN Deinen Workflow oder Deine Netflix-Streams aus, nutzt Du es irgendwann gar nicht mehr, und dann war das Abo umsonst.
Leistung
Nicht jedes VPN läuft gleich zuverlässig. Musst Du den Dienst ständig neu starten, damit er funktioniert, ist das Geld nicht gut angelegt.
Kompatibilität
Heutzutage sind fast alle VPNs mit sämtlichen Geräten kompatibel. Bei Surfshark konnte ich zum Beispiel die App sowohl auf meinem MacBook Air als auch auf meinem Huawei-Handy installieren, mich auf beiden einloggen und beide Geräte problemlos nutzen.
Achte einfach darauf, dass der Anbieter Apps für alle Deine Geräte anbietet.
Benutzerfreundlichkeit
Deine VPN-App sollte benutzerfreundlich sein. Damit meine ich: Sobald Du Laptop oder Handy startest, sollte sich das VPN von selbst oder mit einem einzigen Klick aktivieren. Die Einrichtung sollte jedes Mal nur wenige Sekunden dauern.
24/7-Kundensupport
Die meisten der im Folgenden vorgestellten VPNs bieten rund um die Uhr Support per Live-Chat, sieben Tage die Woche. Bietet der Anbieter Deiner Wahl keinen 24-Stunden-Live-Chat-Support, ist das meist ein schlechtes Zeichen.
Geld-zurück-Garantie
Seriöse VPN-Anbieter gewähren mindestens 30 Tage Geld-zurück-Garantie, manche sogar länger. Fehlt diese Garantie, steht der Anbieter wahrscheinlich selbst nicht hinter der Qualität seines Dienstes, und Du solltest Dich woanders umsehen.
Die besten VPNs für Thailand
Damit kommen wir zu den besten VPNs für Thailand. Es gibt natürlich noch mehr Optionen als die folgenden, aber nach meiner eigenen Erfahrung und der anderer Nutzer in Thailand haben sich genau diese am besten bewährt.
NordVPN
NordVPN gilt regelmäßig als eines der zuverlässigsten und leistungsstärksten VPNs überhaupt.

Was NordVPN von anderen Anbietern abhebt, ist die Doppel-VPN-Funktion: Statt Deine Verbindung nur über einen Standort zu leiten, läuft sie über zwei, was für eine zusätzliche Sicherheitsebene sorgt.
Außerdem wechselt NordVPN die Sicherheitsschlüssel Deiner Verbindung laufend. Sollte sich also jemand in Deine Verbindung hacken, fliegt er beim nächsten Schlüsselwechsel automatisch wieder raus.
Startpreis: 2,80 €/Monat
Surfshark
Da ich in Thailand regelmäßig Bankgeschäfte erledige und investiere, ist ein VPN für mich unverzichtbar. Mein aktuelles VPN ist Surfshark.

Der Hauptgrund war der günstige monatliche Preis, der bei einer Zwei-Jahres-Laufzeit noch einmal deutlich sank. Außerdem gefiel mir, dass ich beliebig viele Geräte hinzufügen konnte, sodass auch das Handy und der Laptop meiner Frau über mein Konto abgesichert sind.
Bei der Geschwindigkeit hatte ich mit Surfshark nie Probleme. Ich arbeite im Live-Sport-Broadcasting und brauche die schnellstmögliche Verbindung. Surfshark liefert das zuverlässig.
Surfshark bietet, genau wie ExpressVPN, 24/7-Kundensupport und jede Menge weitere Funktionen, die ich weiter unten in der Tabelle aufliste.
Startpreis: 1,95 €/Monat
ExpressVPN
Wegen der durchweg guten Bewertungen war ExpressVPN das allererste VPN, das ich in Thailand genutzt habe, und ich hatte ehrlich gesagt nichts zu beanstanden. Die Verbindung war schnell, und ich konnte alle gewünschten Serien auf Netflix entsperren.

Ich hatte nie Probleme mit dem Dienst und wusste den 24/7-Support zu schätzen. Gekündigt habe ich nur, weil ich zu der Zeit kein Netflix mehr hatte und deshalb kein VPN mehr brauchte. Zudem ist ExpressVPN recht teuer.
Wenn Du aber einen rundum soliden Dienst suchst, machst Du mit ExpressVPN nichts falsch.
Startpreis: 5,67 €/Monat
VPN-Vergleich
Hier ein detaillierterer Blick auf die oben genannten VPN-Anbieter.
| VPN | NordVPN | Surfshark | ExpressVPN |
|---|---|---|---|
| Verschlüsselung und Verbindungen | AES-256-Bit-Verschlüsselung, Double VPN, Meshnet | AES-256-Bit-Verschlüsselung, Split Tunneling, MultiHop | AES-256-Bit-Verschlüsselung, Split Tunneling, Lightway-Protokoll |
| Protokolle | OpenVPN, IKEv2/IPSec, WireGuard (NordLynx) | OpenVPN UDP, OpenVPN TCP, IKEv2, WireGuard | Lightway (UDP/TCP), OpenVPN, IKEv2 |
| Sicherheit | DNS-, IPv4- und IPv6-Leckschutz, Kill-Switch | DNS- und IPv6-Leckschutz, Kill-Switch | DNS-, IPv4- und IPv6-Leckschutz, Kill-Switch |
| Protokollierung der Nutzerdaten | Nein (unabhängig geprüfte No-Logs-Richtlinie) | Nein (unabhängig geprüfte No-Logs-Richtlinie) | Nein (unabhängig geprüfte No-Logs-Richtlinie) |
| Torrenting-Unterstützung | Ja | Ja | Ja |
| Geschwindigkeit | Sehr schnell | Sehr schnell | Sehr schnell |
| Entsperrte Streaming-Dienste | Netflix, Amazon Prime Video, Hulu, BBC iPlayer, Disney+ und mehr | Netflix, Amazon Prime Video, BBC iPlayer, Disney+ und mehr | Netflix, Amazon Prime Video, Hulu, BBC iPlayer, Disney+ und mehr |
| Kundenservice | 24/7-Live-Chat-Support | 24/7-Live-Chat-Support | 24/7-Live-Chat-Support |
| Niedrigster Preis | Rund 2,80 € pro Monat bei 2-Jahres-Laufzeit | Rund 1,95 € pro Monat bei 2-Jahres-Laufzeit | Rund 5,67 € pro Monat bei 12-15-monatiger Laufzeit |
| Geld-zurück-Garantie | 30 Tage | 30 Tage | 30 Tage |
Solltest Du ein kostenloses VPN in Thailand nutzen?
Ich habe über die Jahre sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige VPNs genutzt und kann mit Sicherheit sagen: Kostenlose VPNs schützen Dich längst nicht so gut wie bezahlte.
Eines der bekannteren kostenlosen VPNs ist der Onion Browser, den ich in Thailand ausprobiert habe. Er war extrem langsam und bietet auch nicht annähernd den Funktionsumfang bezahlter Anbieter.
Außerdem kannst Du bei kostenlosen VPNs meist Deinen Standort nicht selbst wählen. Brauchst Du eine bestimmte Länderverbindung für eine Website oder App, musst Du die Verbindung immer wieder neu aufbauen, in der Hoffnung, irgendwann auf einem Server in diesem Land zu landen, was selten klappt.
Bezahlte VPNs dagegen bieten die Sicherheit und den Datenschutz, die Du für eine sichere Internetnutzung brauchst. Zudem sind sie deutlich schneller. Du merkst kaum, dass Du gerade über einen Server auf der anderen Seite der Welt online bist.
Im Folgenden ein paar Vorteile bezahlter VPNs.
Verschlüsselung und Verbindungen
Bei einem bezahlten VPN bekommst Du in der Regel eine AES-256-Bit-Verschlüsselung, den aktuellen Standard für IT-Sicherheitsexperten in Behörden und Unternehmen.
Außerdem ermöglichen bezahlte VPNs Split-Tunneling: Du schickst nur einen Teil Deiner Daten über das VPN, den Rest über Dein normales Netzwerk. Das schont die Bandbreite Deines VPNs.
Manche kostenpflichtigen VPNs bieten zudem eine Doppel-VPN-Verbindung an. Dabei läuft Deine Verbindung zunächst über einen Server, dann über einen zweiten, bevor sie ihr eigentliches Ziel erreicht. Das verdoppelt praktisch die Sicherheit.
Sicherheit
Die meisten bezahlten VPNs bieten heute zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie DNS- sowie IPv4- und IPv6-Leckschutz. Ohne zu sehr ins technische Detail zu gehen: Diese Funktionen schützen Deine Privatsphäre und Deine Online-Aktivitäten.
Bezahlte VPNs bieten außerdem einen „Kill-Switch“. Verlierst Du die Verbindung zu einem der VPN-Server, wirst Du automatisch mit einem anderen verbunden.
Und jetzt bist Du dran
Jetzt weißt Du, worauf es bei einem VPN ankommt, und kannst den passenden Anbieter für Deine Bedürfnisse auswählen.
Achte darauf, ein VPN mit maximaler Sicherheit zu wählen, egal ob Du Deine Lieblingsserien von zu Hause streamen oder Deine Privatsphäre bei wichtigeren Dingen wie dem Online-Banking schützen willst.
Für die kleine Gebühr kannst Du beruhigt sein: Niemand kann auf Deine Online-Daten zugreifen oder sie verkaufen.
Beachte, dass VPN-Anbieter das ganze Jahr über regelmäßig Aktionen anbieten. Die in diesem Artikel genannten Startpreise entsprechen daher Durchschnittspreisen. Die genauen und aktuellen Preise findest Du immer auf der offiziellen Website des jeweiligen Anbieters.