Du kannst Deine Lieblingssendungen aus Thailand nicht streamen? Fühlt sich Online-Banking von hier aus unsicher an? Oder machst Du Dir Sorgen, dass Internetanbieter Deine Online-Aktivitäten mitverfolgen oder Deine Daten verkaufen?
Du könntest Deine Online-Angelegenheiten weiterhin ungesichert erledigen und damit Deine persönlichen Daten riskieren – oder Du holst Dir ein VPN und schützt die Online-Aktivitäten von Dir und Deiner Familie.
In diesem Artikel zeige ich Dir alles, was Du über die Anmeldung und Nutzung eines VPN in Thailand wissen musst.
Falls Du nur schnell wissen willst, welches VPN Du nehmen solltest: Schau Dir NordVPN an.
Contents
Was ist ein VPN?
Ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) ist eine Verbindung, über die Dein Gerät sicher, geschützt und anonym im Internet surft. Ein VPN hält alle Deine Online-Daten zwischen Deinem Gerät und den Websites, die Du besuchst. Es gibt Deine Online-Aktivitäten an niemanden weiter und verschleiert alles, was Du im Netz tust.
Das sind jedoch nur die technischen Aspekte. Die Vorteile gehen weit darüber hinaus.
Vorteile eines VPN in Thailand
Es gibt drei wesentliche Vorteile, ein VPN in Thailand zu nutzen – wobei Deine persönlichen Bedürfnisse natürlich abweichen können.
Erstens kann ich von überall sicher auf mein Online-Banking und meine Anlagekonten zugreifen. Wenn ich zum Beispiel in einem Café bin und Überweisungen erledigen muss, weiß ich, dass ein VPN meine Banking-Daten schützt.
Außerdem erlauben manche Banken den Zugriff auf ihre Apps nur aus dem Land, in dem das Konto eröffnet wurde. Ich konnte zum Beispiel die TD-Bank-App nicht in Thailand herunterladen. Mit meinem VPN habe ich meinen Standort auf die USA gesetzt und die App problemlos installiert und genutzt.
Zweitens lassen sich mit einem VPN in Thailand Websites und Dienste nutzen, die ohne VPN nicht erreichbar wären. Netflix gibt es zwar auch in Thailand, aber das verfügbare Angebot ist deutlich eingeschränkter als in anderen Ländern. Ich war ein großer Fan von Myths and Monsters auf Netflix – die einzige Möglichkeit, die Serie zu sehen, war ein VPN mit Verbindung über die USA.
Drittens schützt Dich ein VPN vor Hackern, neugierigen Internetanbietern und staatlicher Überwachung. Letzteres ist in der Regel kein Problem, solange Du Dich an die Gesetze hältst.
In Thailand ist Hacking jedoch ein echtes Thema. Internetanbieter protokollieren die Browser-Historie von IP-Adressen, und Datenlecks kommen in Thailand regelmäßig vor.
Ein VPN schützt Dich in allen drei genannten Bereichen – und darüber hinaus. Und das Beste: Die Einrichtung ist denkbar einfach.
VPN einrichten
Bevor ich die einzelnen VPN-Anbieter vorstelle, möchte ich Dir zeigen, wie einfach die Einrichtung ist. In den meisten Fällen ist es ein einmaliger Aufwand – danach läuft alles von selbst.
Ich habe mehrere VPN-Dienste genutzt, während ich in Thailand gelebt habe, und verwende aktuell Surfshark. Die Einrichtung zeige ich Dir anhand dieses Anbieters.
Am Laptop
Die meisten VPNs funktionieren nach demselben Prinzip. Ich nutze ein MacBook Air, aber der Ablauf dürfte auf einem Windows-PC oder Laptop identisch sein.

- Lade die App von der Website des VPN-Anbieters herunter. Die meisten VPNs bieten Versionen für Windows, Mac und Linux an.
- Registriere Dich nach dem Download mit der E-Mail-Adresse, die Du beim Kauf verwendet hast.
- Nach der Registrierung kannst Du die App nach Deinen Wünschen anpassen.
- Aktiviere den Kill Switch. Diese Option findest Du in den App-Einstellungen. Sie sorgt dafür, dass Du bei einem Verbindungsabbruch automatisch mit einem anderen Server verbunden wirst, ohne dass Dein Dienst unterbrochen wird.
- Aktiviere CleanWeb oder eine vergleichbare Funktion Deiner App. Sie blockiert Werbung und Tracker und spart Datenvolumen – besonders nützlich, wenn Du mobiles Internet statt WLAN nutzt.
Das waren die einzigen beiden Einstellungen, die ich bei Surfshark geändert habe. Alles andere habe ich auf den Standardwerten belassen.
Für die Verbindung gibt es drei Optionen: den schnellsten Server, das nächstgelegene Land oder einen selbst gewählten Standort.
Wenn ich den schnellsten Server wähle, lande ich meist auf einem Server in Thailand. Um sicherzugehen, dass meine IP-Adresse geschützt ist, habe ich sie vor und nach der Verbindung verglichen – sie war tatsächlich unterschiedlich.

Bei „Nächstgelegenes Land“ verbinde ich mich in der Regel mit einem Server in Vietnam.
Meistens wähle ich jedoch einen US-amerikanischen Standort – so kann ich problemlos Online-Banking betreiben und Serien schauen, die ohne VPN nicht zugänglich wären.
Den Standort kannst Du jederzeit über die Menüleiste wechseln.
Am Smartphone
Nach dem Download der VPN-App auf Dein Smartphone musst Du Dein Konto verifizieren, bevor Du den Dienst nutzen kannst. Die meisten Apps stehen sowohl für Android als auch für iOS zur Verfügung.

Bei mir hat die Anmeldung in der Smartphone-App ganz einfach mit der E-Mail-Adresse funktioniert, mit der ich das VPN gekauft hatte.
Auf dem Smartphone gibt es deutlich mehr Einstellungen – einige davon sind sicherheitsrelevant. Geh am besten das gesamte Einstellungsmenü durch.
Achte insbesondere darauf, dass Auto-Verbinden und VPN-Kill-Switch aktiviert sind.
Im Präferenzen-Tab kannst Du außerdem festlegen, für welche Netzwerke die automatische VPN-Verbindung gelten soll – zum Beispiel für mobiles Datennetz und WLAN.
Unter weiteren Optionen lässt sich auch der GPS-Standort überschreiben. Das bedeutet, dass Dein GPS-Standort stets mit dem VPN-Serverstandort übereinstimmt. Und nein: Google Maps wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Für mich ist das wichtig, weil das VPN meiner Banking-App vorgaukelt, ich sei in den USA – so kann ich mich ohne Probleme einloggen.
Außerdem kannst Du Dein Gerät für andere Geräte in Deiner Nähe unsichtbar machen. Das schützt vor IoT-Angriffen. Da ich mein Smartphone aber per Bluetooth mit meiner Stereoanlage verbinde, habe ich diese Option deaktiviert gelassen.
Die Verbindung zu einem VPN funktioniert auf dem Smartphone grundsätzlich genauso wie am Laptop – der Abschnitt oben gilt also sinngemäß auch für Dein Smartphone.
Das richtige VPN für Thailand wählen
Bei der Wahl eines VPN für Thailand gibt es acht Faktoren zu beachten, die ich im Folgenden genauer erläutere.
Wofür brauchst Du ein VPN?
Das klingt vielleicht nach einer überflüssigen Frage, aber es lohnt sich, sie sich zu stellen. Wenn Dein Hauptziel das Streamen von Netflix in Thailand ist, prüfe unbedingt, ob der Anbieter den Streaming-Dienst entsperrt – das tun nämlich nicht alle. Und achte auf schnelle Verbindungen.
Geschwindigkeit
Geschwindigkeit ist beim VPN-Vergleich ein entscheidender Faktor. Ein langsames VPN unterbricht Deinen Workflow und macht Netflix-Streams ruckelig – und dann nutzt Du es irgendwann gar nicht mehr, was den Sinn des Abonnements zunichte macht.
Zuverlässigkeit
Nicht jedes VPN arbeitet gleich zuverlässig. Wenn Du den Dienst ständig neu starten musst, damit er funktioniert, ist das Geld schlecht investiert.
Kompatibilität
Heutzutage sind fast alle VPNs mit sämtlichen Geräten kompatibel. Mit Surfshark konnte ich zum Beispiel die App sowohl auf meinem MacBook Air als auch auf meinem Huawei-Smartphone installieren und beide Geräte nahtlos nutzen.
Prüf einfach, ob das VPN Deiner Wahl Apps für alle Deine Geräte anbietet.
Benutzerfreundlichkeit
Die App sollte einfach zu bedienen sein. Das bedeutet konkret: Wenn Du Laptop oder Smartphone startest, sollte sich das VPN entweder automatisch verbinden oder mit einem einzigen Klick. Mehr als ein paar Sekunden sollte die Einrichtung jedes Mal nicht in Anspruch nehmen.
24/7-Kundensupport
Die meisten VPN-Anbieter, die ich vorstelle, bieten rund um die Uhr Live-Chat-Support an. Fehlt dieser 24-Stunden-Support, ist das in der Regel ein schlechtes Zeichen für die Servicequalität.
Geld-zurück-Garantie
Seriöse VPN-Anbieter bieten mindestens eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie – manchmal sogar länger. Wer das nicht anbietet, glaubt offenbar selbst nicht an die Qualität seines Dienstes. Da sucht man besser woanders.
Die besten VPNs für Thailand
Kommen wir nun zu den besten VPNs für Thailand. Es gibt natürlich mehr Optionen als die hier vorgestellten – aber aus meiner Erfahrung und der von anderen, die ich in Thailand kenne, haben diese am besten abgeschnitten.
NordVPN
NordVPN zählt regelmäßig zu den zuverlässigsten und leistungsstärksten VPN-Diensten auf dem Markt.

Was NordVPN von anderen Anbietern abhebt, ist das Double-VPN-Feature: Statt Deine Verbindung über einen Standort zu leiten, wird sie über zwei geroutet – für eine zusätzliche Datenschutzschicht.
Außerdem wechselt NordVPN die Sicherheitsschlüssel Deiner Verbindung laufend. Falls jemand in Deine Verbindung eindringt, wird er beim nächsten Schlüsselwechsel automatisch getrennt.
Ab: 2,80 €/Monat
Surfshark
Da ich in Thailand regelmäßig Online-Banking und Investments verwalte, ist ein VPN für mich unverzichtbar. Mein aktueller Anbieter ist Surfshark.

Der günstige Monatspreis war das Hauptargument – der sich bei Abschluss eines Zweijahresvertrags nochmals reduzierte. Außerdem gefällt mir, dass ich beliebig viele Geräte hinzufügen kann, sodass ich auch das Smartphone und den Laptop meiner Frau mit abdecken konnte.
Bei der Geschwindigkeit hatte ich mit Surfshark nie Probleme. Ich arbeite im Live-Sport-Broadcasting und brauche die schnellstmögliche Verbindung – Surfshark liefert jedes Mal.
Wie ExpressVPN bietet auch Surfshark 24/7-Kundensupport sowie eine Vielzahl weiterer Funktionen, die ich in der Tabelle unten aufgeführt habe.
Ab: 1,95 €/Monat
ExpressVPN
Dank der durchgehend hohen Bewertungen war ExpressVPN das erste VPN, das ich in Thailand genutzt habe – und ich hatte wirklich nichts zu bemängeln. Die Verbindungen waren schnell, und alle gewünschten Netflix-Inhalte wurden entsperrt.

Technische Probleme hatte ich keine, aber es war beruhigend zu wissen, dass 24/7-Support verfügbar ist. Ich habe ExpressVPN letztendlich gekündigt, weil ich Netflix damals abbestellt hatte und kein VPN mehr brauchte. Außerdem ist ExpressVPN vergleichsweise teuer.
Wer aber einen rundum soliden Dienst sucht, liegt mit ExpressVPN immer richtig.
Ab: 5,65 €/Monat
VPN-Vergleich
Hier ein detaillierter Überblick über die drei vorgestellten VPN-Anbieter.
| VPN | NordVPN | Surfshark | ExpressVPN |
|---|---|---|---|
| Verschlüsselung & Verbindungen | AES-256-Bit-Verschlüsselung, Double VPN, Meshnet | AES-256-Bit-Verschlüsselung, Split-Tunneling, MultiHop | AES-256-Bit-Verschlüsselung, Split-Tunneling, Lightway-Protokoll |
| Protokolle | OpenVPN, IKEv2/IPSec, WireGuard (NordLynx) | OpenVPN UDP, OpenVPN TCP, IKEv2, WireGuard | Lightway (UDP/TCP), OpenVPN, IKEv2 |
| Sicherheit | DNS-, IPv4- und IPv6-Leckschutz, Kill Switch | DNS- und IPv6-Leckschutz, Kill Switch | DNS-, IPv4- und IPv6-Leckschutz, Kill Switch |
| Nutzer-Logging | Nein (unabhängig geprüfte No-Log-Richtlinie) | Nein (unabhängig geprüfte No-Log-Richtlinie) | Nein (unabhängig geprüfte No-Log-Richtlinie) |
| Torrenting | Ja | Ja | Ja |
| Geschwindigkeit | Sehr schnell | Sehr schnell | Sehr schnell |
| Streaming-Entsperrung | Netflix, Amazon Prime Video, Hulu, BBC iPlayer, Disney+ und mehr | Netflix, Amazon Prime Video, BBC iPlayer, Disney+ und mehr | Netflix, Amazon Prime Video, Hulu, BBC iPlayer, Disney+ und mehr |
| Kundensupport | 24/7 Live-Chat | 24/7 Live-Chat | 24/7 Live-Chat |
| Günstigster Preis | Ab ca. 2,80 € pro Monat (2-Jahres-Abo) | Ab ca. 1,95 € pro Monat (2-Jahres-Abo) | Ab ca. 5,65 € pro Monat (12–15-Monats-Abo) |
| Geld-zurück-Garantie | 30 Tage | 30 Tage | 30 Tage |
Sollte ich ein kostenloses VPN in Thailand nutzen?
Ich habe im Laufe der Jahre sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige VPNs genutzt und kann mit Überzeugung sagen: Kostenlose VPNs bieten nicht annähernd den Schutz eines bezahlten Dienstes.
Eines der bekanntesten kostenlosen VPNs ist Onion Browser, den ich auch in Thailand ausprobiert habe – er ist quälend langsam und bietet bei weitem nicht den Funktionsumfang eines bezahlten Anbieters.
Bei kostenlosen VPNs kann man außerdem in der Regel keinen Standort selbst wählen. Wenn Du also für eine bestimmte Website oder App eine Verbindung aus einem bestimmten Land brauchst, kannst Du die VPN-Verbindung immer wieder neu aufbauen und hoffen, dass Du irgendwann einen Server in diesem Land erwischst – was selten klappt.
Kostenpflichtige VPNs hingegen bieten die Sicherheit und Privatsphäre, die Du für sicheres Surfen wirklich brauchst. Dazu sind sie deutlich schneller: Du wirst kaum merken, dass Du über einen Server auf der anderen Seite der Welt verbunden bist.
Im Folgenden einige der Vorteile eines bezahlten VPN.
Verschlüsselung und Verbindungen
Bei einem bezahlten VPN erhältst Du in der Regel AES-256-Bit-Verschlüsselung – der aktuelle Standard, den auch Behörden und IT-Sicherheitsexperten im privaten Sektor nutzen.
Bezahlte VPNs bieten zudem Split-Tunneling: Damit kannst Du bestimmte Daten über das VPN und andere über Deine normale Verbindung schicken – das entlastet das VPN von unnötigem Datenverkehr.
Einige kostenpflichtige Anbieter bieten auch Double-VPN-Verbindungen an. Du verbindest Dich dabei zuerst mit einem Server, der Dich dann über einen zweiten Server an Dein Ziel weiterleitet – doppelte Sicherheit eben.
Sicherheit
Die meisten bezahlten VPNs bieten heute Sicherheitsfunktionen wie DNS-Leckschutz sowie IPv4- und IPv6-Leckschutz. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Diese Features schützen Deine Privatsphäre und Deine Online-Aktivitäten.
Außerdem verfügen kostenpflichtige VPNs über einen Kill Switch: Verlierst Du die Verbindung zu einem VPN-Server, wirst Du automatisch mit einem anderen verbunden.
Jetzt bist Du dran
Jetzt weißt Du, worauf es beim VPN-Vergleich ankommt, und kannst den Anbieter wählen, der am besten zu Deinen Bedürfnissen passt.
Achte einfach darauf, ein VPN zu wählen, das Dir maximale Sicherheit bietet – egal ob Du von zu Hause Serien schauen oder sensible Angelegenheiten wie Online-Banking erledigen möchtest.
Für den überschaubaren monatlichen Beitrag kannst Du beruhigt sein, dass niemand auf Deine Online-Daten zugreifen oder sie verkaufen kann.
Hinweis: VPN-Anbieter führen das ganze Jahr über regelmäßig Aktionen durch. Die in diesem Artikel genannten Preise spiegeln daher durchschnittliche Richtwerte wider. Aktuelle Preise findest Du immer auf der offiziellen Website des jeweiligen Anbieters.