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Thailand ist ein wunderbarer Ort zum Leben — mit guter Infrastruktur, modernem Komfort und einigen der schönsten Landschaften Südostasiens. In einem Bereich hapert es jedoch erheblich: der Verkehrssicherheit.
Laut einer WHO-Studie aus dem Jahr 2015 gehören Thailands Straßen zu den gefährlichsten der Welt — das Land belegt Platz zwei bei den Verkehrstodesraten weltweit.
In einem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern kamen allein 2012 mehr als 14.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Von diesen Todesfällen entfielen 73 % auf Nutzer von Zwei- oder Dreirädern; nur 13 % der Opfer (Fahrer und Mitfahrer zusammengerechnet) saßen in einem Auto.
Besonders beunruhigend ist das für ausländische Besucher, die weit häufiger Roller und Motorräder mieten als Autos. Die Verleihbranche macht es Touristen leicht, Zweiräder ganz ohne gültige Fahrerlaubnis zu mieten. Und obwohl es in Thailand formell Verkehrssicherheitsgesetze gibt, werden sie kaum durchgesetzt.
Das hat dazu geführt, dass riskantes Verhalten unter Einheimischen zur Normalität geworden ist: Alkohol am Steuer, Telefonieren während der Fahrt, Rasen und rücksichtsloses Durchschlängeln im Verkehr.
Ist Reisen in Thailand also trotzdem sicher? Ja — wenn man es richtig angeht. Verantwortungsvolle Fahrer können einiges tun, um Unfälle zu vermeiden und heil ans Ziel zu kommen.
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1. Kenne die riskanten Gewohnheiten einheimischer Fahrer
Auf Thailands Highways geht es oft zügig voran, und die Vielzahl an Rollern und Motorrädern macht das Fahren unberechenbar. Zweiradfahrer überholen von beiden Seiten und nutzen auch mal den Gehweg, um voranzukommen. Obwohl das Telefonieren am Steuer verboten ist, schreiben und telefonieren viele — selbst auf dem Motorrad.
Wer diese Gewohnheiten kennt, ist klar im Vorteil. Behalte immer Deine Umgebung im Blick und achte besonders auf Fahrer mit Handy am Ohr — sie wechseln oft unangekündigt die Spur, fahren langsamer als der Verkehrsfluss oder setzen kaum den Blinker.
2. Verstehe die thailändischen Verkehrsregeln
Um in Thailand legal Auto zu fahren, brauchst Du entweder einen thailändischen Führerschein oder einen gültigen internationalen Führerschein für die jeweilige Fahrzeugklasse. Die Anschnallpflicht gilt nur für Fahrer und Beifahrer vorne. Roller- und Motorradfahrer sind gesetzlich zum Helmtragen verpflichtet — viele halten sich allerdings nicht daran. Der gesetzliche Blutalkoholgrenzwert liegt bei 50 mg pro 100 ml Blut. Fahr auf Nummer sicher: Helm immer auf, bei Alkohol auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und anschnallen, auch wenn die Kontrollen locker sind.
3. Kenne die Grundregeln
In Thailand fährt man wie in Großbritannien auf der linken Seite. Wer aus einem der vielen Länder kommt, in denen Rechtsverkehr gilt, muss sich umgewöhnen — besonders beim Abbiegen, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten.
4. Plane Deine Strecke im Voraus
Nimm Dir jeden Tag kurz Zeit, um die Routen zu studieren, die Du fahren wirst. Einbahnstraßen und unübersichtliche Abzweigungen sollten Dich nicht mitten im Verkehr überrumpeln, wenn kaum Zeit zum Reagieren bleibt.
5. Nicht hetzen — links bleiben
Thais fahren zwar gerne flott, drängen langsamere Fahrer aber nicht — solange diese links bleiben und den Verkehr vorbeilassen. Nutze das zu Deinem Vorteil: Fahr ruhig und konzentriert, lass Dir genug Zeit für Abbiegungen, reagiere auf wechselnde Straßenbedingungen und behalte das Verhalten anderer Fahrer im Blick.
Selbst der beste Fahrer kann in einen Unfall geraten. Sorge dafür, dass Du ausreichend versichert bist. Für ein Gespräch über Deine internationale Krankenversicherung oder weitere Informationen besuche http://globalwellbeing.william-russell.com/